Bare Knuckle Boxing, oder Boxen mit bloßen Fäusten, ist eine Disziplin, die in der ältesten Geschichte der Kampfsportarten verwurzelt ist.
Roh, spektakulär und umstritten erlebt dieser Sport in den letzten Jahren eine Renaissance und zieht immer mehr Fans und Athleten aus der ganzen Welt an.
Historischer Hintergrund
Der Faustkampf ohne Handschuhe reicht Jahrhunderte zurück, mit Spuren von Kämpfen ohne Handschuhe bereits im antiken Griechenland und Rom.
Das moderne Bare Knuckle Boxing entwickelte sich jedoch im 18. Jahrhundert.
Die ersten kodifizierten Regeln, bekannt als London Prize Ring Rules, wurden 1743 von Jack Broughton, einem berühmten Boxer jener Zeit, eingeführt.
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Trotz des Aufstiegs des modernen Boxens mit Handschuhen gemäß den Queensberry Rules blieb das Bare Knuckle insbesondere in Untergrundkreisen lebendig.
Regeln und Techniken
Beim Bare Knuckle Boxing sind nur geschlossene Faustschläge ohne Handschuhe erlaubt.
Viele argumentieren, dass Bare Knuckle Boxing weniger gefährlich ist als Boxen mit Handschuhen, da man sich leichter die Fäuste verletzen kann und deswegen präziser schlagen muss.
Es wird behauptet, dass Bare Knuckle äußerliche Schäden wie Wunden verursacht, was weniger schlimm sei als die innerlichen Schäden beim Boxen, wie Gehirnerschütterungen und innere Blutungen.
Allerdings darf man mit Bare Knuckle auch voll zuschlagen, ohne sich dauernd die Knöchel zu brechen, Stichwort: Abhärtung.
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Wer natürlich mit seinen untrainierten Händen direkt in eine Wand oder auf eine maximal stabile, gewölbte Oberfläche (Schädelknochen) einschlägt, ist selbst schuld und trägt zu Recht seine Hand ein paar Wochen im Gips.
Allerdings gibt es auch Bandagen, sodass man nicht ganz so sehr aufpassen muss.
Risiken und Nachteile
Bare Knuckle hat zwei Nachteile: Da wären zunächst einmal die Platzwunden, die keine Ausnahme sondern die Regel sind.
Als Jugendlicher mag man die noch "cool" finden, aber auf Dauer wirst du mit den entsprechenden Narben im Gesicht im normalen Sozialleben und im Arbeitsleben Probleme bekommen.
Das andere Problem liegt dann im gesundheitlichen.
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Da stellen die Platzwunden ein großes Problem dar, da sie eine deutliche Verletzung der Haut und einen potentiellen Einfallspunkt für Infektionen darstellen.
Klar, mit passender Versorgung passiert da nicht viel, aber welcher "coole" Kampfsportler will sich schon mit so langweiligen Dingen wie ordentlicher Wundversorgung, Erste Hilfe-Kurs und ähnlichem belasten, geschweige denn sich das notwendige Erste Hilfe-Kit zulegen und aktuell halten?
Und von irgendwelchen Infektionen, die via Blut übertragen wurden, will ich am besten gar nicht erst anfangen.
Also so oder so kann Boxen extrem gesundheitsgefährdend sein.
Kontroverse und Wahrnehmung
Das Bare Knuckle Boxing lässt niemanden kalt: Man liebt es oder verurteilt es scharf.
Sein Reiz liegt in der Rohheit und der Unverfälschtheit des Kampfes.
Auf der anderen Seite beziehen sich viele Kritiken auf seine innewohnende Gewalt.
Einige halten es für einen „barbarischen“ Sport, der in die moderne Zeit nicht passe.
Die Renaissance des Bare Knuckle Boxing
Die wichtigsten Verbände im Bare Knuckle Boxing arbeiten daran, die Disziplin immer professioneller und zugänglicher zu gestalten.
Obwohl sich der Bare Knuckle in Deutschland noch nicht stark etabliert hat, nimmt das Interesse an dieser Disziplin zu.
Einige deutsche Athleten haben bereits begonnen, an internationalen Veranstaltungen teilzunehmen und so das Interesse am eigenen Land zu wecken.
Das Bare Knuckle Boxing erlebt derzeit eine wahre Renaissance, dank Organisationen wie der BKFC, die daran arbeiten, es zu einem professionellen und regulierten Sport zu machen.
Mit der weiter wachsenden Anzahl an Fans und Athleten ist es wahrscheinlich, dass das Bare Knuckle weiter an Bedeutung gewinnen und neue Anhänger finden wird.
Wenn du ein Fan von Kampfsportarten bist, lohnt es sich definitiv, dem Bare Knuckle Aufmerksamkeit zu schenken.
MMA Sparring Handschuhe
MMA Sparring Handschuhe sind so konzipiert, dass sie deine Hände und Knöchel während des Trainings und im Sparring schützen.
Im Gegensatz zu traditionellen Boxhandschuhen sind MMA Handschuhe kleiner und haben offene Finger.
Dadurch hast du mehr Bewegungsfreiheit und die Möglichkeit zu Grapplen.
Im MMA gibt es einen Unterschied zwischen Grappling Handschuhen und Sparring Handschuhen.
Grappling Handschuhe erkennst du an den halben Fingern und daran, dass sie recht dünn und leicht sind.
Diese Handschuhe sind mit Blick auf Griff und Kontrolle konzipiert.
MMA Grappling Training, bei dem kontrolliert geschlagen wird.
Grappling MMA Handschuhe haben weniger Polsterung, was dir mehr Bewegungsfreiheit bei den Fingern gibt.
Weniger Polsterung bedeutet jedoch auch weniger Schutz, sowohl für deine eigenen Hände als auch für deinen Trainingspartner.
Die Sparring Variante der MMA Handschuhe erkennst du an der Dicke der Handschuhe.
Sie sind ziemlich dick an den Knöcheln und gebogen, sodass deine Finger nach innen gekrümmt sind.
Dies verhindert unter anderem, dass du deinen Trainingspartner mit den Fingern in die Augen stichst.
Bei der Wahl von MMA Handschuhen stehst du vor der Entscheidung zwischen Leder und Kunstleder.
Der einzige Nachteil von Leder MMA Handschuhen ist der höhere Preis im Vergleich zu Kunstlederoptionen.
Obwohl MMA Sparring Handschuhe für das Sparring konzipiert sind, sind sie weniger geeignet für das Training am schweren Boxsack.
Der große Nachteil von MMA Handschuhen beim Sacktraining ist das fehlende Daumenstück.
Wir empfehlen daher, Boxhandschuhe zu verwenden, wenn du am Boxsack trainierst.
Lass deine Handschuhe nach jedem Training gut trocknen.
MMA Handschuhe haben weniger Polsterung und offene Finger, was für mehr Beweglichkeit und die Möglichkeit zu Grapplen sorgt.
Wir raten davon ab, MMA Handschuhe in der Waschmaschine zu waschen, da dies das Material beschädigen kann.
Die Lebensdauer deiner Handschuhe hängt davon ab, wie oft und intensiv du trainierst.
Im Allgemeinen halten gut gepflegte Handschuhe bei regelmäßiger Nutzung 6 bis 12 Monate.
