Khabib Nurmagomedov: Karriereende, Comeback-Gerüchte und mögliche nächste Kämpfe

Khabib hört auf! Was für ein emotionales und denkwürdiges Comeback von Khabib Nurmagomedov! Erst verteidigte er bei UFC 254 in Abu Dhabi seinen Weltmeistertitel im Leichtgewicht gegen Interimschampion Justin Gaethje, wenig später verkündete er dann im Octagon, dass dies sein letzter UFC-Kampf gewesen sei.

"Das war mein letzter Kampf. Ich werde ohne meinen Vater nicht mehr in den Ring zurückkehren. Das habe ich meiner Mutter versprochen", sagte Nurmagomedov, der sich seine Kampfhandschuhe auszog und in der Ringmitte zu Boden legte, mit Tränen in den Augen unmittelbar nach dem Kampf.

Am 3. Juli starb Vater Abdulmanap Nurmagomedov, den Khabib immer als seine besten Freund bezeichnete, im Alter von 57 Jahren nach einer Corona-Infektion und Herzkomplikationen in einem Moskauer Krankenhaus.

Khabibs beeindruckende Karriere

Khabib tritt ungeschlagen ab: Der Russe tritt mit einer unglaublichen Kampfbilanz von 29 Siegen und null Niederlagen - und als Nummer eins der Pound-For-Pound-Rangliste - ab. Bei UFC gewann er alle seine 13 Kämpfe, darunter der unvergessene Fight gegen Conor McGregor im Oktober 2018.

Dass er gegen Gaethje überhaupt antrat, war offenbar ein kleines Wunder. Dana White, Präsident der UFC, erklärte nach dem Fight, dass sich der Champion in der Vorbereitung auf den Kampf verletzt habe. "Offenbar war er im Krankenhaus, weil er sich vor drei Wochen den Fuß gebrochen hat. Er hat zwei gebrochene Zehen und ein Knochen in seinem Fuß ist gebrochen. Das hat mir seine Kampf-Crew erzählt und er hat es nie jemandem gesagt.

Der Kampf gegen Gaethje

In seinem ersten Kampf nach über einem Jahr hatte der 32-Jährige mit viel Druck nach vorne begonnen. Gaethje agierte unerwartet passiv. Gegen Ende der ersten Runde konnte Nurmagomedov den US-Amerikaner erstmals zu Boden bringen, diesen rettet dieses Mal aber noch der Ablauf der Startrunde.

In der 2. Runde brachte Khabib seinen Gegner erneut zu Boden. Nach einem Triangle Choke klopfte Gaethje ab, was das vorzeitige Ende des Kampfes bedeutete. Unmittelbar danach sank Nurmagomedov überwältigt von seinen Gefühlen in der Ringmitte zu Boden - ehe er wenig später im Siegerinterview sein überraschendes Karriereende bekanntgab.

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Mögliches Comeback?

UFC-Chef Dana White verkündete am Rande der UFC Fight Night in Abu Dhabi in einem Interview, dass er sich mit Khabib Nurmagomedov getroffen und ausgetauscht hat. Nach seinem letzten Kampf gegen Justin Gaethje in dem er seinen Kampfrekord auf unglaubliche 29:0 geschraubt hatte, verkündete der Dagestanden seinen Rücktritt aus der UFC.

Viele Insider spekulierten, dass Khabib maximal zurückkommen wird, wenn er in seiner eigenen Serie kämpfen kann, schließlich kaufte er Ende 2020 die etablierte dagestanische Liga „Gorilla FC“ und benannte sie postwendend in „Eagle FC“.

Die ohnehin schon spannende Situation im Leichtgewicht wird durch die Aussage von White noch weiter angeheizt. Sollten die Kämpfe in der nächsten großen Veranstaltung UFC 257 mit dem Hauptkamp Conor McGregor gegen Dustin Poirier „etwas besonderes“ hervorbringen, könnte sich Khabib vorstellen, das Oktagon nochmal zu betreten und die 30:0 anzugehen. „Make me wanna come back and fight“ wird der ungeschlagene Dagestani zitiert.

Mögliche Gegner für ein Comeback

Es gibt hartnäckige Gerüchte über seinen nächsten Gegner! Es soll sich um Islam Makhachev (30) handeln! Das verriet nun sein Manager Ali Abdelaziz (43). Laut ihm soll der Mega-Kampf bald eingetütet werden!

Hintergrund: Makhachev wird von keinem geringeren als McGregor-Erzfeind Khabib Nurmagomedov (33) trainiert. Die UFC-Legende ist bekanntlich im Ruhestand, dennoch ist der Krieg zwischen ihm und McGregor nicht beendet.

Als er McGregor 2018 bei UFC 229 besiegt hatte, brach eine wilde Schlägerei zwischen den zwei Lagern aus. Mittendrin: Jener Makhachev!

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Weiter schrieb er: „Du weißt, dass ich es weiß.“ Bereits vor McGregors Niederlage im Juni war über den Kampf spekuliert worden.

Will der russische Leichtgewichtchampion der UFC noch einmal richtig absahnen, sind Kämpfe gegen potenzielle Gegner wie Tony Ferguson oder Conor McGregor unumgänglich.

Der Kampf gegen Tony Ferguson

Letztmals ist Khabib Nurmagomedov im September 2019 in den Käfig gestiegen. Seither platzten zahlreiche Kampfplanungen gegen Tony Ferguson, dem vorherigen Interimstitelträger im Leichtgewicht. Am 24. Oktober 2020 steht vorerst die Titelverteidigung gegen Justin Gaethje an.

Vor über vier Jahren, am 11. Dezember 2015, sollte Khabib vs. Ferguson ursprünglich stattfinden, doch Nurmagomedov musste den Kampf zwei Monate vorher aufgrund einer Rippenverletzung absagen. Knapp vier Monate später ließ Ferguson den Kampf nur elf Tage vorher platzen, da er mit Lungenproblemen zu kämpfen hatte.

Beim dritten Mal scheiterte es erst beim offiziellen Wiegen, bei dem Khabib zusammenbrach und ins Krankenhaus gebracht werden musste. Der 31-Jährige schien das maximal erlaubte Gewicht nicht auf gesunde Weise erreicht zu haben. Danach war wieder Ferguson an der Reihe, der den Kampf am 7. April 2018 aufgrund einer Knieverletzung abblasen musste.

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UFC-Präsident Dana White schien damals mit dem Kampf abgeschlossen zu haben. "Nein, verdammt", sagte White auf Anfrage von ESPN: "Ich werde diesen Kampf nie wieder planen.

Ein möglicher Kampf gegen Georges St-Pierre

Immer wieder liebäugelte der russische Leichtgewichtschampion mit einem Kampf gegen den legendären UFC-Kämpfer Georges St-Pierre. Jenen Wunsch hatte auch der verstorbene Vater von Khabib.

„Für einen Kampf braucht es drei Parteien. Es braucht zwei Gegner und die Organisation. Sollte es tatsächlich zum Kampf zwischen Khabib vs. GSP kommen, wäre es zweifelsohne ein Jahrhundertkampf bei der UFC.

Nach UFC 254 bleibt für Nurmagomedov laut eigener Aussage nur noch eine einzige Aufgabe: „Für mich macht nach Gaethje nur noch der Kampf gegen Georges St. Pierre Sinn. Aber er steht unter Zeitdruck. Er ist fast 40 Jahre alt. Und wenn du 40 Jahre alt bist und du musst im Leichtgewicht gegen einen der Besten aller Zeiten antreten, der auf der Spitze seiner Leistungsfähigkeit ist, dann wird das richtig hart für ihn.

Georges ist ein sehr kluger Mann. Er versteht das Spiel. Er denkt an sein Alter, das Gewichtmachen, den Gegner. Deshalb wird er sehr viel Geld von der UFC verlangen. Wenn sie ihm das Geld geben, dann kann der Kampf stattfinden. Was das Datum angeht, wäre April super. Direkt vor dem Ramadan. Die UFC hätte jetzt sechs Monate Zeit, den Kampf zu promoten.

UFC-Kämpfe im Jahr 2025

Hier ist eine Übersicht über einige der kommenden UFC-Kämpfe im Jahr 2025:

Datum Event Hauptkampf
27. September 2025 UFC Fight Night 260 Carlos Ulberg vs. Dominick Reyes
4. Oktober 2025 UFC 320 Magomed Ankalaev vs. Alex Pereira
11. Oktober 2025 UFC Fight Night 261 Charles Oliveira vs. Rafael Fiziev