Taekwondo Poomsae: Eine umfassende Erklärung der Reihenfolge und Bedeutung

Taekwondo ist nicht nur eine Kampfkunst, sondern auch eine Lebensphilosophie, die auf Disziplin, Respekt und Selbstbeherrschung basiert. Eines der zentralen Elemente im Taekwondo ist der Formenlauf, auch bekannt als Poomsae. Diese choreografierten Bewegungsabläufe sind nicht nur ästhetisch ansprechend, sondern sie tragen auch zur Entwicklung des Körpers, des Geistes und der Seele bei.

Die Bedeutung von Poomsae im Taekwondo

Poomsae sind eine Reihe von stilisierten Bewegungen, die dazu dienen, verschiedene Aspekte des Taekwondo zu demonstrieren, darunter Technik, Balance, Kontrolle, Konzentration und Selbstverteidigung. Diese Bewegungsabläufe werden einzeln, paarweise oder in Gruppen ausgeführt und sind in verschiedene Schwierigkeitsgrade unterteilt, die den Fortschritt der Praktizierenden im Taekwondo widerspiegeln.

Die Struktur von Poomsae

Poomsae sind in verschiedene Formen oder Sets unterteilt, die jeweils eine einzigartige Abfolge von Bewegungen darstellen. Jede Form hat ihren eigenen Namen, der oft eine symbolische Bedeutung hat, und eine definierte Anzahl von Schritten oder Bewegungen. Diese Schritte werden sorgfältig choreografiert, um den Fluss der Bewegung zu betonen und gleichzeitig die Prinzipien des Taekwondo zu vermitteln.

Die physischen Vorteile von Poomsae

Der Formenlauf im Taekwondo bietet eine Vielzahl physischer Vorteile für die Praktizierenden. Durch die kontinuierliche Ausführung von Poomsae werden Kraft, Ausdauer, Flexibilität, Koordination und Gleichgewicht verbessert. Die Kombination aus langsamen und schnellen Bewegungen fordert die Muskeln heraus und trägt zur Verbesserung der körperlichen Fitness bei.

Die mentalen Vorteile von Poomsae

Neben den physischen Vorteilen bietet der Formenlauf im Taekwondo auch eine Vielzahl von mentalen Vorteilen. Die Konzentration, die für die präzise Ausführung der Bewegungen erforderlich ist, schärft den Geist und verbessert die Aufmerksamkeitsspanne. Poomsae fördern auch die mentale Disziplin und Selbstbeherrschung, da Praktizierende lernen, ihre Gedanken und Emotionen zu kontrollieren, während sie sich auf die Ausführung der Bewegungen konzentrieren.

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Die spirituellen Aspekte von Poomsae

Für viele Praktizierende ist der Formenlauf im Taekwondo mehr als nur eine körperliche Übung oder eine mentale Herausforderung. Poomsae werden oft als eine Art spirituelle Praxis betrachtet, die dazu dient, eine tiefere Verbindung zum Selbst und zur Umgebung herzustellen. Die fließenden Bewegungen und die rhythmische Atmung helfen dabei, den Geist zu beruhigen und eine innere Ruhe zu finden, die über die Matte hinaus in den Alltag übertragen werden kann.

Die Bedeutung von Tradition und Kultur

Poomsae sind nicht nur eine sportliche Disziplin, sondern auch ein wichtiger Bestandteil der traditionellen koreanischen Kultur. Die Bewegungen und Symbole in den Formen haben oft eine tiefere Bedeutung, die auf den historischen und kulturellen Wurzeln des Taekwondo basiert. Durch die Ausübung von Poomsae werden Praktizierende dazu ermutigt, diese kulturelle Tradition zu bewahren und zu respektieren.

Die Rolle von Poomsae im Wettkampf

Obwohl Poomsae oft als eine individuelle Disziplin betrachtet wird, spielen sie auch eine wichtige Rolle im Wettkampf. Auf internationaler Ebene werden Poomsae-Wettbewerbe ausgetragen, bei denen Praktizierende ihre Fähigkeiten in verschiedenen Formen und Altersgruppen präsentieren können. Diese Wettkämpfe fördern den Wettbewerbsgeist und die künstlerische Ausdrucksfähigkeit der Teilnehmer und tragen zur Weiterentwicklung des Taekwondo als Sport bei.

Die Bedeutung von Poomsae im Training

Im Trainingskontext dienen Poomsae als wichtige Lehrmittel, um Techniken, Prinzipien und Bewegungsabläufe im Taekwondo zu vermitteln. Durch die regelmäßige Übung von Poomsae können Praktizierende ihre Fähigkeiten verbessern und ein tieferes Verständnis für die Kampfkunst entwickeln. Poomsae helfen auch dabei, die Grundlagen des Taekwondo zu festigen und eine solide Basis für fortgeschrittenere Techniken und Anwendungen zu schaffen.

Die Taekwondo Poomsae im Detail

Im Taekwondo gibt es insgesamt 17 verschiedene Poomsae, die in verschiedene Grade und Altersgruppen unterteilt sind. Jede Form hat ihren eigenen Namen und ihre eigene Bedeutung.

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Unterschieden werden bei den Taekwondo-Formen die Schülergrade Taeguk (8 Taeguks und der Vierseitenschlag Saju Jirugi für den Anfänger Kup) und die Meistergrade Poomsae (9 Poomse für die Schwarzgurte oder Black Belts). Zweck der Tkd-Formen ist das Aneignen der verschiedenen Taekwondo-Techniken, bei denen man Angriffs- und Verteidigungstechniken ohne Gegner und ohne Verletzungsgefahr üben kann.

Nach einer festgelegten Reihenfolge müssen dabei Bewegungen, Schritte und Techniken (Kicks, Blöcke) im Dojang absolviert werden, wobei sich der Schwierigkeitsgrad mit jeder höheren Taekwondo-Form steigert. Jede Form beginnt mit einer Abwehrtechnik, was den friedvollen Charakter des Taekwondo betont.

Hinweise zum Taekwondo-Formen-Lauf

  • Die Ausgangsstellung sollte auf das Kommando „Junbi“ nicht zu hektisch eingenommen werden: die konzentrierte und langsame Bewegung in die Junbi-Stellung sollte dazu genutzt werden, alles um sich herum abzuschalten und sich vollständig auf die folgende Form zu konzentrieren.
  • Der Beginn der ersten Techniken bei den Tkd-Formen erfolgt explosiv und überraschend, wie auch ein Angriff gedachter Gegner.
  • Die Taekwondo-Form muß rhythmisch und möglichst flüssig ausgeführt werden. Obwohl die Techniken mit maximaler Kraft erfolgen, sollen sie locker und leicht aus entspannter Körperhaltung erfolgen.
  • Wird eine Bewegung nur mit Kraft durchgeführt, entsteht der Eindruck, daß der Formenläufer verkrampft sei, was er auch meistens ist. Nur in der Endphase einer Technik, wird der Körper einen kurzen Moment angespannt, um sofort wieder entspannt zu werden.
  • Hier beginnt die persönliche Note des Formenläufers, welcher der Form gewissermaßen „Leben“ verleiht, indem er sie interpretiert und seiner Persönlichkeit anpasst. Dadurch gewinnen die Taekwondo-Formen an Individualität und Ausdruckskraft.
  • Die Fußstellungen, Grundtechniken und Stellungswechsel müssen korrekt ausgeführt werden.
  • Der Sinn und Zweck der jeweiligen Taekwondo Form muss bei der Ausführung klar sein. Der Läufer muß erst verstehen lernen, was die einzelnen Bewegungen bedeuten, welche Angriffe er abwehrt und warum er welchen Gegenangriff ausführt.
  • Eine kurze Kunstpause zwischen einzelnen Sequenzen gibt den Taekwondo-Formen Ausdruck und lässt sie realitätsnäher wirken. Fluß und Rhythmus der Poomse darf aber nicht gestört werden.
  • Die Atmung beim Formen-Laufen sollte zwar hörbar, aber nicht betont laut und gepresst sein.

Die 17 Poomsae im Überblick

Im Folgenden werden die einzelnen Poomsae detaillierter beschrieben:

  1. Taeguk Il Jang (1. Form) - Symbolisiert den Ursprung und das Werden, und ist für Anfänger bestimmt, ungefähr bis zum Gelbgurt. Das Symbol "Keon" der Poomse Il-Jang steht für Himmel und Licht, damit alles gedeihen kann. Man hat dieses Symbol für Taegeuk-Il-Jang genommen, da es für die Schöpfung oder den Anfang steht. Die ersten Grundelemente, die in dieser Form enthalten sind, bereiten die Entwicklung (den Weg) des Taekwondo-Sportlers vor. Es ist die Basis zum Entfalten der persönlichen Fähigkeiten, die durch die Form geschaffen wird. In Taegeuk-Il-Jang leitet der Übende durch Erlernen der ersten Grundelemente und Techniken seine eigene Entwicklung im Taekwondo ein. Die Schüler trainieren die Form Il-Jang für den 7. Kup (gelber Gürtel mit grünem Streifen). Il-Jang-Grundtechniken: Arae-Makki, Momtong-Makki, Momtong-Jireugi, Ap-Chagi.
  2. Taeguk Ee Jang (2. Form) - Steht für den Gegensatz zwischen Licht und Dunkelheit, und wird ebenfalls von Anfängern verwendet, normalerweise bis zum Grüngurt. Das Symbol "Tae" der Taeguk Ih-Jang symbolisiert Frohsinn und Glücklichkeit. Diese Poomsae symbolisiert also ruhige Gelassenheit neben kraftvollem Auftreten des Sportlers. Ein fröhlicher Mensch ist innerlich gefestigt und gibt seinen Mitmenschen Mut und Zuversicht. Entsprechend kraftvoll und ruhig sind auch die Bewegungsformen ausgelegt. Die Form eröffnet dem Taekwondo-Schüler Wege zur Gelassenheit und Geduld. Entsprechend kraftvoll und ruhig ist diese Bewegungsform angelegt. Die Schüler trainieren die Taekwondo-Form Taeguk-I-Jang für den 6. Kup (grüner Gürtel).
  3. Taeguk Sam Jang (3. Form) - Repräsentiert das Konzept des Himmels, und wird typischerweise von fortgeschrittenen Anfängern bis hin zu fortgeschrittenen Schülern bis zum Blaugurt verwendet. Taeguk Sam-Jang wird symbolisiert durch das Zeichen "Ra" des Feuers. Das Feuer gibt den Menschen Wärme und Licht. Der intelligente Mensch hat es geschafft, das Feuer zu zähmen. Das tief in uns schlummernde Feuer soll kontrolliert zu unserem Wohle dienen und nicht sinnlos zerstören. Dem Symbol entsprechend sind die Techniken lebhaft und abwechslungsreich. Eine Steigerung zu den beiden ersten Taeguk-Formen ergibt sich bei der Form Sam-Jang durch die Dreifachtechniken. Die Handkantentechniken weisen auf die Gefährlichkeit des Feuersymbols hin. Die Taekwondo-Schüler trainieren die Sam-Jang-Form für den 5. Kup (grüner Gürtel mit blauem Streifen). Neue Techniken bei Taeguk-Sam-Jang: Sonnal-Mok-Chigi, Sonnal-Makki und Dwit-Kubi Fußstellung.
  4. Taeguk Sa Jang (4. Form) - Symbolisiert das Konzept des Wassers, und wird von fortgeschrittenen Schülern bis hin zu fortgeschrittenen Praktizierenden, in der Regel bis zum Rotgurt, verwendet. Das Symbol "Jin" der Taeguk Sa-Jang steht für den Donner. Donner und Blitze flößen dem Menschen Furcht ein. Die Taekwondo-Form Taeguk Sa-Jang soll zum Ausdruck bringen, daß wir der Gefahr gelassen und ruhig entgegentreten und dabei vertrauensvoll unsere eigenen Kräfte einsetzen sollen: Erst kommt der Blitz dann kommt der Donner. Die Bewegungen von Sa-Jang sollen mit kraftvollen, zielstrebigen und rhythmischen Bewegungen Ruhe und Mut gegenüber der Gefahr ausdrücken. Die Taekwondo-Schüler trainieren diese Form für den 4. Kup (blauer Gürtel). Kraft und Ruhe werden in der Taekwondo-Form Sa-Jang dabei vor allem durch die Techniken des Sonnal-Momtong-Makki und des Yop-Chagi zum Ausdruck gebracht. Körperbeherrschung fordert bei Sa-Jang der Jebipoom-Mok-Chigi.
  5. Taeguk Oh Jang (5. Form) - Repräsentiert das Konzept der Harmonie, und wird von fortgeschrittenen Schülern bis hin zu fortgeschrittenen Praktizierenden, normalerweise bis zum Schwarzgurt, verwendet. Taeguk Oh-Jang steht unter dem Symbol "Son" des Windes. Trotz Stürme und Tornados hat der Wind eigentlich eine gute Bedeutung. Der Wind verteilt die Saat über die Felder und zerstreut dunkle Wolken. Der Wind vereint schöpferische Macht und zerstörende Macht in einem Symbol. Diese Bedeutung spiegelt sich ebenfalls in der Form Poomse Taeguk Oh-Jang wieder, die teils aus ruhigen und teils aus stürmischen und kraftvollen Bewegungen besteht. Die Ruhe und der Rhythmus bei der Taekwondo Taegeuk Oh-Jang wird immer wieder durch kraftvolle Techniken durchbrochen, was auf die Natur des Windes zurückzuführen ist und dessen Symbolkraft betont. Die Taekwondo-Schüler trainieren diese Form für den 3. Kup (blauer Gürtel mit braunem oder rotem Streifen).
  6. Taeguk Yuk Jang (6. Form) - Steht für das Konzept der Schwerkraft und der Erdanziehungskraft, und wird von fortgeschrittenen Praktizierenden, typischerweise bis zum Schwarzgurt, verwendet. Das Symbol "Kam" des Wassers kennzeichnet diese Form. Die Philosophie hinter der Poomse Taeguk Yuk-Jang zeigt, daß Schwierigkeiten mit Gelassenheit und Selbstvertrauen umgangen und überwunden werden können. Die Bewegungen der Taeguk-Yuk-Jang sind fließend und nachgiebig und werden nur durch die Fußtritte unterbrochen. Die Form zeigt das ruhige Selbstvertrauen eines gefestigten Menschen, der wie das Wasser sein Wesen nicht ändert, sondern gelassen den Schwierigkeiten entgegensieht. Mit dem Element Wasser und seinen Eigenschaften beschäftigt sich auch die Taekwondo-Meister-Form Hansu. Ausweichende und drehende Bewegungen sind für die Taekwondo-Form Yuk-Jang kennzeichnend. Ein weiteres Merkmal der Form ist, daß beinahe alle Abwehrtechniken von innen nach außen ausgeführt werden. Die Taekwondo-Schüler trainieren die Yuk-Jang-Form für den 2. Kup (roter oder brauner Gürtel).
  7. Taeguk Chil Jang (7. Form) - Symbolisiert die Grenzenlosigkeit des Himmels, und wird von fortgeschrittenen Praktizierenden, normalerweise bis zum Schwarzgurt, verwendet. Das Symbol "Kan" dieser Form steht für den Berg, Unverrückbar und Fest. Wir müssen unsere Handlungen eindeutig und mit Entschlossenheit durchführen, denn wenn man vorwärts gehen muss, sollte man vorwärts gehen und wenn es ratsamer ist, sich zurückzuziehen, so sollte man sich zurückziehen. Mit der Standfestigkeit des Berges und dessen Ruhe sollte deshalb unser Handeln vollzogen sein. Obgleich Schnelligkeit in ihrer Schönheit besticht, liegt auch in der Ruhe die Ästhetik. Aus diesem Grund finden in der Poomse-Form Taeguk Sil-Jang auch langsamere Bewegungen und innehaltende Stellungen (z.B. Bom-Sogi) statt. Den Berg thematisieren ebenfalls die beiden Meisterformen Kumgang und Taebaek. Die Taekwondo-Schüler trainieren die Sil-Jang-Form für den 1. Kup (roter oder brauner Gürtel mit schwarzem Streifen).
  8. Taeguk Pal Jang (8. Form) - Repräsentiert das Konzept des Yin und Yang, und wird von fortgeschrittenen Praktizierenden, typischerweise bis zum Schwarzgurt, verwendet. Das achte und letzte Symbol "Kon" der Taeguk steht für die Erde. Die Erde ist die Mutter des Lebens. Mit der Taeguk Pal-Jang nimmt der Schüler die letzte Hürde um Meister des Taekwondo zu werden (1. Dan, Black Belt). In der Form zeigen sich die Früchte der bisherigen Übungen, das Wachstum und das Heranreifen. Auffällig bei dieser Poomse sind die zahlreichen Grundtechniken, verbunden mit neuen Block-, Hand und Fußtechniken, die sowohl Neues als auch Altes zugleich überprüfen. Die Taekwondo-Schüler trainieren Taeguk Pal-Jang für die 1. Tkd-Dan-Prüfung (1. Schwarzgurt) zum Meisterschüler. Die Bewegungen der Taeguk-Pal-Jang zeigen Reife und verborgene Kraft. Das zeigt sich besonders bei den beiden Twio-Ap-Chagi. Die Harmonie wird in langsamen Passagen der Taekwondo-Form dargestellt, die gewachsene Reife in den ineinanderfließenden Kombinationen.
  9. Koryo - Benannt nach der alten koreanischen Dynastie, symbolisiert diese Form königliche Würde und Autorität. Sie wird typischerweise von fortgeschrittenen Praktizierenden bis hin zu Schwarzgurten verwendet. Koryo ist der Name einer Dynastie (918 - 1392 n. Chr.), aus dessen Name sich das Wort Korea abgeleitet hat. Die Taekwondo Poomse Koryo spiegelt in der Bewegung und die geistige Haltung des Koryo-Volkes wider: mit Überzeugung, Mut und starkem Willen dem mächtigen Feind entgegenzutreten und zu widerstehen. Der heldenhafte Kampf der Koryo gegen die Mongolen ermahnt uns, tapfer und furchtlos allen Schwierigkeiten entgegenzutreten und ist Ausdruck der Taekwondo Poomse Koryo. Die Poomse Koryo haben Meisterschüler im Taekwondo als 9. Form im Prüfungsprogramm zum 2.
  10. Keumgang - Bedeutet "Diamant" und symbolisiert Unbezwingbarkeit. Diese Form wird von fortgeschrittenen Praktizierenden bis hin zu Schwarzgurten verwendet. Mit dem Wort Kumgang sind im Koreanischen viele Begriffe verbunden. So bedeutet das Wort selbst: zu fest, um zerbrochen zu werden. Kumgang ist aber auch die Bezeichnung der Buddhistischen Mönche für die Beendigung aller Seelenpein durch Weisheit und Tugend. Der größte Berg Koreas, sowie ein Diamant wird Kumgang genannt.
  11. Taebaek - Benannt nach einem berühmten Berg in Korea, symbolisiert diese Form den Glauben an die Unsterblichkeit. Sie wird von fortgeschrittenen Praktizierenden bis hin zu Schwarzgurten verwendet. Die Sage über die Gründung Koreas berichtet, dass um 2334 v. Chr. der legendäre Tangun auf dem Berg Taebaek, der heute Baekdu heißt, das Volk Koreas gründete.
  12. Pyongwon - Bedeutet "ebenes Land" und symbolisiert Stabilität und Balance. Diese Form wird von fortgeschrittenen Praktizierenden bis hin zu Schwarzgurten verwendet. Der Lebensraum des menschlichen Seins ist die Ebene. Weite und fruchtbare Ebenen geben uns Nahrung. Eine große und offene Ebene erstreckt sich endlos und gibt so dem Betrachter ein Gefühl der Erhabenheit.
  13. Sipjin - Steht für die Zahl 10 und symbolisiert Perfektion und Vollkommenheit. Diese Form wird von fortgeschrittenen Praktizierenden bis hin zu Schwarzgurten verwendet. Die Poomse Sipjin steht für das dezimale System. Die Zahl 10 ist Symbolfigur für endlose Entwicklung und Wachstum. Wachstum ist nur bei einer systematischen und geregelten Ordnung wirkungsvoll. Die Eigenart der Poomse Sipjin liegt in höchstem Abwechslungsreichtum und der geordneten Disziplin des dezimalen Systems.
  14. Jitae - Bedeutet "Erde" und symbolisiert Ruhe und Stabilität. Diese Form wird von fortgeschrittenen Praktizierenden bis hin zu Schwarzgurten verwendet. Das Diagramm dieser Form ist das chin. Gemäß dem fernöstlichen Glauben, kommt alles aus der Erde hervor, und kehrt wieder in sie zurück. Die Erde ist Beginn und Ende des Lebens. Lebewesen und Natur formen und verändern sie fortdauernd.
  15. Cheonkwon - Bedeutet "Himmel" und symbolisiert die Unendlichkeit des Himmels. Diese Form wird von fortgeschrittenen Praktizierenden bis hin zu Schwarzgurten verwendet. In der alten Zeit wurde der Himmel als Herrscher über das Universum und die Menschen verehrt. Man dachte der Himmel habe die Natur erschaffen.
  16. Hansu - Bedeutet "Wasser" und symbolisiert Anpassungsfähigkeit und Fluss. Diese Form wird von fortgeschrittenen Praktizierenden bis hin zu Schwarzgurten verwendet. Wasser bildet Seen und Flüsse, angefangen mit einem einzelnen Tropfen. Es ist still, aber auch wild und passt sich jeder Form an.
  17. Ilyeo - Bedeutet "Einssein" und symbolisiert die Einheit von Geist und Körper. Diese Form wird von fortgeschrittenen Praktizierenden bis hin zu Schwarzgurten verwendet. Im Buddhismus nennt mann den Zustand der geistigen Ausbildung, in dem Körper und Geist zu einer Einheit verschmelzen, Ilyo.

Zusammenfassende Tabelle der Poomsae

Poomsae Bedeutung Graduierung
Taeguk Il Jang Ursprung, Werden Anfänger (Gelbgurt)
Taeguk Ee Jang Licht und Dunkelheit Anfänger (Grüngurt)
Taeguk Sam Jang Himmel Fortgeschrittene Anfänger (Blaugurt)
Taeguk Sa Jang Wasser Fortgeschrittene Schüler (Rotgurt)
Taeguk Oh Jang Harmonie Fortgeschrittene Praktizierende (Schwarzgurt)
Taeguk Yuk Jang Schwerkraft Fortgeschrittene Praktizierende (Schwarzgurt)
Taeguk Chil Jang Grenzenlosigkeit Fortgeschrittene Praktizierende (Schwarzgurt)
Taeguk Pal Jang Yin und Yang Fortgeschrittene Praktizierende (Schwarzgurt)
Koryo Königliche Würde Fortgeschrittene Praktizierende (Schwarzgurt)
Keumgang Unbezwingbarkeit Fortgeschrittene Praktizierende (Schwarzgurt)
Taebaek Glaube an die Unsterblichkeit Fortgeschrittene Praktizierende (Schwarzgurt)
Pyongwon Stabilität und Balance Fortgeschrittene Praktizierende (Schwarzgurt)
Sipjin Perfektion und Vollkommenheit Fortgeschrittene Praktizierende (Schwarzgurt)
Jitae Ruhe und Stabilität Fortgeschrittene Praktizierende (Schwarzgurt)
Cheonkwon Unendlichkeit des Himmels Fortgeschrittene Praktizierende (Schwarzgurt)
Hansu Anpassungsfähigkeit und Fluss Fortgeschrittene Praktizierende (Schwarzgurt)
Ilyeo Einheit von Geist und Körper Fortgeschrittene Praktizierende (Schwarzgurt)

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