Im Kickboxen, wie in allen Kampfsportarten, gibt es spezifische Regeln, die den Schutz der Athletinnen gewährleisten und einen fairen Wettbewerb ermöglichen. Diese Regeln umfassen verschiedene Aspekte, von der Ausrüstung über die erlaubten Techniken bis hin zur Kampfdauer und Bewertung.
Schutz der Kämpferinnen
Im olympischen Boxsport, wie auch im Kickboxen, steht der Schutz der Sportlerinnen im Mittelpunkt. Dafür sorgt eine Vielzahl von Regeln.
Vor Aufnahme der Wettkampftätigkeit werden die Sportlerinnen umfassend auf ihre Kampftauglichkeit untersucht. Während des Kampfes beobachtet ein Ringarzt die Kämpfe. Er kann den Kampf unterbrechen lassen, um eine Kämpferin zu untersuchen. KOs kommen im olympischen Boxsport sehr selten vor.
Dies hat verschiedenen Gründe. In der Regel treffen ähnlich leistungsstarke Gegner aufeinander. Das macht die Kämpfe nicht nur spannend, sondern auch ausgewogen.
Kommt es dennoch zu einem KO durch Kopftreffer, so wird eine Schutzsperre ausgesprochen. Die betreffende Sportlerin darf in den kommenden Wochen keine Wettkämpfe und kein wettkampfnahes Training absolvieren.
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Allgemeine Regeln für MMA-Wettkämpfe
Für alle MMA-Wettkämpfe sind folgende Dinge mitzubringen:
- Personalausweis oder Reisepass
- Nachweis Krankenversicherung
- Unter 18 Jahren muss außerdem eine Einverständniserklärung vorliegen
- Shorts, Tiefschutz (Männer), Zahnschutz
Kampfzeit
Die Kampfzeit beträgt 3x3 Minuten mit jeweils 1 Minute Pause. Bei Gleichstand nach der dritten Runde gibt es bis zu 2 Runden Verlängerung.
Erlaubte Techniken
Erlaubte Techniken sind:
- Alle Schläge mit der gepolsterten Fläche des Handschuhs, auch Rückhandschläge
- Tritte mit Schienbein, Spann, Ferse, Fusssohle, / -aussenkante und Kniestösse (auch zum Kopf), auch Drehkicks
- Fussfeger
- Bein Fangen und Ausführen von maximal einer Technik (Schläge, Tritte oder Fussfeger, aber keine Würfe)
- Clinchen mit einer Hand und Ausführen von maximal einer Technik
Verbotene Techniken
Verbotene Techniken sind (alle nicht „erlaubten Techniken“ - insbesondere folgende):
- Wegdrehen vom Gegner
- Weglaufen
- Alle Angriffe auf die Wirbelsäule, direkt auf Gelenke und den Hinterkopf
- Angriffe zum Unterleib (und der Brust bei Frauen)
- Werfen, Bodenkampf
- Angriffe mit Ellenbogen, Kopfstösse
- Mehr als einmal schlagen oder treten beim Halten von Bein oder Nacken des Gegners oder ganzes Clinchen
- Festhalten der Ringseile
- Passives Kämpfen (ohne Angriffe), auch passives Clinchen und Festhalten
Knockdown und KO
Wenn ein Kämpfer durch einen Treffer (kein Ausrutschen oder Fussfeger) zu Boden geht, wertet der Ringrichter den Niederschlag als Knockdown und sagt dies mit dem Kommando "Down" an. Bei einem Knockdown muss sich der nicht angeschlagene Kämpfer in die neutrale Ecke begeben. Ab dann zählt der Ringrichter für den angeschlagenen Kämpfer bis 10. Schafft es dieser nicht, bis dahin fest zu stehen und seine Kampfhaltung einzunehmen, gilt der Knockdown als KO.
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3 Knockdowns resultieren in einem TKO (der dritte Knockdown wird nicht mehr angezählt). Ausrutschen oder ein Fussfeger zählen nicht als Knockdown (Entscheidung des Ringrichters). Bei einem Knockdown wird mindestens bist 8 gezählt („Eight count“). Ein „Standing eight count“ kann vom Ringrichter angewandt werden (wenn einer der Kämpfer angeschlagen ist, aber nicht zu Boden gegangen ist, kann er trotzdem angezählt werden).
Bewertungskriterien
Es gibt drei Punktrichter. Die Wertungen der Punktrichter werden nach jeder Runde angesagt. Punkte werden nach folgenden Kriterien vergeben: "Downs", Schaden verursacht durch Treffer, klare Treffer (Prioritäten in dieser Reihenfolge). Jeder Kämpfer bekommt pro Runde 10 Punkte von denen auf Grund von Unterlegenheit und/oder Strafen Punkte abgezogen werden können.
- In einer sehr ausgeglichenen Runde erhalten beide Kämpfer 10 Punkte (10-10).
- Ist ein Kämpfer unterlegen, erhält er einen Punkt abgezogen (10-9).
- Gelingt einem Kämpfer ein Knockdown, bekommt der Gegner 2 Punkte abgezogen (10-8), bei 2 Knockdowns 3 Punkte (10-7).
- Durch Verwarnungen des Ringrichters (gelbe Karte) bekommt ein Kämpfer auch 1-2 Punkte abgezogen.
Wenn ein Kämpfer nach einem Knockdown insgesamt über die Runde eine wesentlich bessere Leistung zeigt kann er den eigentlichen Punktestand von 10-8 auf 9-8 verbessern (nicht aber 10-9). Wenn beide Kämpfer einen Knockdown erzielen ist der Punktestand 8-8. Für die zweite Runde der Verlängerungszeit gibt es keine 10-10 Wertung. Die Punktrichter müssen hier auch die kleinste Überlegenheit werten und eine 10-9 Punktewertung ausgegeben.
Möglichkeiten zu gewinnen
Möglichkeiten zu gewinnen sind:
- Aufgabe des Gegners
- KO oder TKO
- Sonst Punktrichterentscheid
Waage und Gewichtsklassen
Die offiziellen Gewichtsklassen sind in bestimmten Abständen aufgeteilt. Bei den MMA-Berlin-Turnieren werden aber die Gewichtslimits individuell vereinbart. Bei der Anmeldung also bitte das gewünschte Wettkampfgewicht angeben. Beispiel: Kämpfer A meldet sich mit 72kg an und Kämpfer B mit 74kg. Die Trainer einigen sich auf 73kg. Beide Kämpfer dürfen dann bei der Waage maximal 73,5kg wiegen (siehe Toleranzgrenze weiter unten).
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Die Toleranzgrenze beim Wiegen ist 500g. Bei Titelkämpfen gibt es keine Toleranzgrenze. Es wird mit einer geeichten Waage gewogen. Das jeweilige Gewichtslimit ist der Fightcard zu entnehmen. Ist ein Kämpfer über dem vereinbarten Gewichtslimit, hat er bis eine Stunde nach Ende der Waage Zeit, sein Gewicht zur erreichen. Falls er dies schafft, kann der Wettkampf normal stattfinden.
Falls der Wettkämpfer mehr als 500g bis zu 1000g über dem vereinbarten Limit liegt, kann der Wettkampf stattfinden, wenn sein Gegner damit einverstanden ist, aber der Wettkämpfer startet mit einem Minuspunkt. Dieser Minuspunkt wird auf der Masterscorecard in die erste Runde eingetragen. Sollte der Wettkämpfer über 1000g über dem Limit liegen, kann der Wettkampf nicht stattfinden. Sollte der Wettkampf ohne Punktrichter stattfinden und ohne vorzeitige Entscheidung über die ganze Distanz gehen, verliert der Wettkämpfer, der mehr als 500g über dem vereinbarten Gewichtslimit lag (Technical decision).
Die Waage ist am Wettkampftag um 10:30, wenn nicht anders angegeben. Anwesenheitspflicht für alle Wettkämpfer, auch die Schwergewichte ohne Gewichtslimit.
Arztcheck und Regelbesprechung
Nach der Waage findet ein Arztcheck und eine Regelbesprechung statt. Bei der Regelbesprechung müssen ausser den Wettkämpfern auch der leitende Betreuer anwesend sein. Ein weiterer Arztcheck findet direkt nach dem Wettkampf statt.
Bluttests und Schwangerschaftstest
Für einen Kampf nach Pro-Regeln muss ein Bluttest (HIV, Hepatistis B&C nicht älter als ein Jahr) vorliegen. Ohne gültigen Bluttest kann nicht gekämpft werden! Wettkämpferinnen nach allen Regelwerken müssen außerdem nach der Waage einen Schwangerschaftstest machen (ein unbenutzter Schwangerschaftstest ist von den Wettkämpferinnen selbst mitzubringen!).
Betreuer
Pro Wettkämpfer sind 2 Betreuer in der Ecke zugelassen. Die Betreuer dürfen in das Wettkampfgeschehen nicht eingreifen (berühren der Seile, der Kämpfer etc...). Sie dürfen Ringrichter auch nicht ablenken oder in irgendeiner Weise versuchen den Ringrichter zu beeinflussen. Dies gilt ansonsten, wie ein Foul/Regelverstoss des Kämpfers. Keine Kommunikation mit dem Kämpfer, während der Geger in der neutralen Ecke ist. Die Betreuer müssen eine Trinkflasche mit Wasser und ein Handtuch bereithalten.
Bandagen / Tape
Beim Anlegen muss ein Offizieller anwesend sein. Ein Betreuer des Gegners hat das Recht anwesend zu sein. Die Hände dürfen unter dem Handschuhe bandagiert werden. Dazu darf ausschliesslich Mull und Tape in angemessener Menge und gleichmässig verteilt verwandt werden. Bandagierte Hände müssen vor dem Anziehen der Handschuhe von den Offiziellen überprüft werden. Sonstiges Tape ist generell nicht erlaubt. Bei Kämpfen nach Amateur-Regeln können die Wettkämpfer auch Stoffbandagen unterziehen oder ohne Bandagen kämpfen.
Kleidungsvorschrift und Körperhygiene
- Kurze Hose (Kniegelenk sichtbar), Hosenbund muss fest geschnürt sein, keine Reisverschlüsse, Knöpfe, Taschen, keine rutschhemmenden Stellen.
- Freier Oberkörper für Männer, enges Shirt oder Top für Frauen, welches die Ellenbogen nicht bedeckt.
- Keine Schuhe, keine weitere Ausrüstung wie Knie-, Ellenbogen- oder Fusspads oder Ohrschützer.
- Zahnschutz & Tiefschutz (Tiefschutz und Brustschutz für Frauen optional).
- Lange Haare müssen mit einem weichen Haargummi / -band zusammengehalten werden, keine harten Haarklammern etc.
- Keine harten Kontaktlinsen.
- Kein Schmuck.
- Finger- und Fussnägel müssen kurz geschnitten sein.
Minimales Auftragen von Vaseline im Gesicht wird von den Offiziellen vor dem Wettkampf gemacht. Ansonsten ist jedweder Gebrauch von Vaseline, Ölen und Cremes etc. (z.B. Thaiöl) verboten. D.h. auch, dass der Wettkämpfer und seine Betreuer zu keiner Zeit Vaseline u.a. vor und während der Veranstaltung bei sich führen dürfen.
Unterbrechung bei Foul oder Verletzung
Sollte es eine Unterbrechung mit Trennung der Wettkämpfer wegen einer verbotenen Technik oder einer Arztpause geben (fassen der Seile, fassen der Kleidung des Gegners, Treffer zwischen die Beine, Finger in den Augen, Schlag auf den Hinterkopf oder andere…) wird der Kampf in der gleichen Position wie zuvor fortgesetzt. Wenn dem Ringrichter die Position zu schlecht nachzuvollziehen ist oder der gefoulte Wettkämpfer sich beim Trennen in einer unterlegenen Position befand, kann er in dieser Situation aber auch hier beide Wettkämpfer im Stand weiterkämpfen lassen.
Bei Tiefschlägen hat der Kämpfer bis zu 5 Minuten Zeit sich zu erholen. Bei anderen Verletzungen geht es sofort nach der Arztfreigabe weiter.
Tap out / Aufgeben
Ein Wettkämpfer kann aufgeben, indem er:
- Seine Hand (oder ein sonstiges Körperteil) benutzt, um durch abklopfen seine Aufgabe anzuzeigen.
- Sich verbal äussert, dass er aufgeben will oder solche Geräusche macht (wie Schreien vor Schmerzen) die den Ringrichter auf eine Aufgabe schliessen lassen!
Nahrungsmittel
Während des Wettkampfs darf der Wettkämpfer nur Wasser zu sich nehmen. Am Tag des Wettkampfs sind auch Energydrinks, Cola, Kaffee, Coffeinbars und andere aufputschende Getränke oder Nahrungsmittel verboten.
Punktrichter
Drei Punktrichter bewerten die einzelnen Runden nach den Unified rules. Die Amateur-Wettämpfe können auch ohne Punktrichter stattfinden. Dann endet ein Wettkampf automatisch unentschieden, wenn es zu keiner vorzeitigen Entscheidung kommt (egal wie sehr ein Wettkämpfer ggf. überlegen war).
Regeln für die Pro-MMA-Wettkämpfe (entsprechen den Unified rules / UFC)
Die Kampfzeit beträgt 3 Runden zu je 5 Minuten mit jeweils 1 Minute Pause.
Erlaubte Techniken
- Schläge mit der gepolsterten Fläche des Handschuhs, aber auch mit der Handinnenfläche und dem Handgelenk bzw. „Hammerfaust“ und auch Rückhandschläge im Stand und am Boden auch zum Kopf
- Ellenbogenstösse sind auch am Boden zum Kopf erlaubt
- Tritte und Kniestösse nur gegen einen stehenden Gegner zum Kopf. Ansonsten nur zum Körper. "Stehend" bedeutet ohne Kontakt von Knien oder Oberkörper zum Boden. Eine oder beide Hände am Boden zählt trotzdem als "stehend", wenn sonst nur die Fusssohlen am Boden sind.
- Gerade Angriffe auf Gelenke
- Jede Art von Würger
- Jeder Hebel des Ellenbogengelenks, des Schultergelenks, des Handgelenks (min. 3 Finger oder Zehen greifen), des Kniegelenks und des Fussgelenks (auch z. B. Twister, Cruzifix, Can-opener sind erlaubt)
- Alle Würfe (kein "Spiking" / Piledriver auf Nacken oder Kopf - es sei denn der Werfende wird von seinem Gegner so kontrolliert, dass dieser die Kontrolle über die Position beider Kämpfer hat und demnach auch den Werfenden loslassen kann, um einen Slam zu verhindern. Ein Suplex ist kein Spiking und genau wie beim Ringen eine legale Technik.)
Verbotene Techniken
(alle nicht „erlaubten Techniken“ - insbesondere folgende)
- Tritte und Kniestösse zum Kopf, wenn der Gegner nicht "steht" (Definition oben)
- 12 zu 6 Ellenbogen
- Stomps wenn der Gegner nicht "steht" (Axtkicks sind erlaubt, Stomps im Stand zu den Füssen auch)
- Alle Angriffe auf die Wirbelsäule und den Hinterkopf (siehe Fotos unten)
- Headbutts (egal wohin)
- Angriffe (Greifen oder Schläge) zum Unterleib und zum Kehlkopf / Hals (und der Brust bei Frauen)
- Greifen in Nase, Mund, und Augen (und ggf. Cuts)
- Ellenbogen, Knie etc. auf Nase, Mund, und Augen drücken (und ggf. Cuts)
- Greifen der Kleidung und der Handschuhe des Gegners (eigene Kleidung darf gegriffen werden)
- Greifen des Cages
- Ausstrecken der Finger in Richtung des Gegners
- Wegdrehen
- Weglaufen
- Hebel der Finger- oder Zehgelenke (min 3. müssen gegriffen werden)
- anderes unsportliches Verhalten (Beißen, Haare ziehen, Spucken, Schimpfwörter etc.)
- Angriffe während eines Time out, nach dem Rundenende oder wenn der Gegner unter dem Schutz des Ringrichters ist
Zusätzliche Ausrüstung und Verbote für die Amateur-MMA-Wettkämpfe
- Handschuhe mit dickem Polster
- Nicht 3 sondern nur 2 Runden Kampfzeit, die Pause bleibt bei einer Minute
- Schläge zum Kopf nur mit der gepolsterten Fläche des Handschuhs (Ellenbogen, Schulter, Unterarm, Hammerfaust oder der Handinnenfläche sind nur zum Körper erlaubt)
- Kniestösse zum Kopf sind ganz verboten (auch nicht im Stand)
- Neck cranks und andere Hebel auf die Wirbelsäule (z. B. Der Ring muß mindestens die Außenmaße 7,2 x 7,2 m haben.
Weitere Regeln und Bestimmungen
Es gibt verschiedene Verbände im Kickboxen wie z. B. WAKO, IAKSA usw., die ähnlich wie beim Boxen jeweils Ihre eigenen Regeln aufgestellt haben.
Verbotene Aktionen:
- Mit beiden Armen gleichzeitig schlagen.
- Vorlaufen mit gestrecktem Arm.
- Den Gegner stoßen oder wegschieben.
- Dem Gegner ohne Technik den Rücken zudrehen.
- Weglaufen.
- Sich Fallen lassen.
- Ausspucken des Zahnschutzes.
- Abducken unter die Gürtellinie.
- Mit den Händen den Boden berühren.
- Klammern (sog. Clinchen).
- Halten des Gegners.
- Techniken ohne Blickkontakt.
- Ringen und Judo-Würfe.
- Beißen, Spucken oder Kratzen.
- Einen Gegner anzugreifen, der zwischen die Ringseile geraten ist oder ihn zwischen den Seilen einklemmen.
- Einen Gegner anzugreifen, der zu Boden fällt oder auf dem Boden liegt.
- Festhalten am Ringseil und zu kicken oder zu schlagen.
- Sich in die Ringseile fallen zu lassen und Schwung holen um zu kicken oder zu schlagen.
- Verlassen des Ringes oder der Wettkampffläche während des Wettkampfes.
- Aktionen nach dem Kommando "Stop".
- Ausführung von Techniken mit vollem Kontakt beim Semi- oder Leichtkontakt.
- Dass übermäßige Aufbringen von Fetten oder Flüssigkeiten auf Gesicht, Körper oder Schutzausrüstung.
- Beleidigungen des Schiedsrichters.
- Unsportliches Verhalten vor, während und nach des Wettkampfes.
- Vor dem Gegner weglaufen.
- Abbrechen des Wettkampfes ohne offizielle Unterbrechung durch den Hauptkampfrichter.
- Heben der Hand, um einen Treffer anzuzeigen.
Regelverletzungen können zu Verwarnungen, Minuspunkten oder auch zur Disqualifikation führen.
Weitere Kampfrichter-Anweisungen
- Angriffe gegen die Arme.
- „1 bzw. 2 Point red bzw. blue“ » Ein bzw. 2 Wertungspunkte für die rote bzw.
- „no score“ » Keine Wertung - bei keinen bzw.
- „one, two, three, four, five, six, seven, eight, nine, ten“ » Anzählen bzw.
- „RSC - referee stops contest“ » Der Kampf wird abgebrochen, z. B.
Das Punktesystem ist abhängig von den Disziplinen.
Kampfzeit und Runden
Die Kampfzeit und die Anzahl der Runden variieren je nach Klasse:
| Klasse | Kampfzeit |
|---|---|
| N | 3 x 2 min - 1 min Pause (Ohne Knie zum Kopf) |
| C | 3 x 2 min - 1 min Pause (Full Muay Thai) |
| B | 3 x 2 min - 1 min Pause (Full Muay Thai) |
| A | 3 x 2 min - 1 min Pause (Full Muay Thai) |
Jeder Kampf dauert 3 Runden a 3 Minuten.
Zeitnehmer
Der Zeitnehmer misst die Kampfzeit und signalisiert das Ende der Kampfzeit durch das Läuten der Glocke.
Unterbrechungen der Zeitmessung werden ihm vom Ringrichter angezeigt (Timeout-Handzeichen T).
10 Sekunden vor Beginn der nächsten Runde signalisiert er dieses durch leichtes Läuten der Glocke.
Wird ein Kämpfer während des Ablaufes der Kampfzeit angezählt, so wird die Glocke nur in der letzten Runde geschlagen, sonst erst, wenn das Anzählen beendet ist.
Schutzausrüstung
Pflichtausrüstung:
- Boxhandschuhe, gestellt vom Veranstalter, 12 Unzen
- Bandagen an den Händen. Bandagen dürfen für den besseren Halt der Bandagen leicht getaped werden.
- Zahnschutz
- Kopfschutz, gestellt vom Veranstalter
- Tiefschutz
- Schienbein-Spannschutz (Strümpfe) , gestellt vom Veranstalter
- Ellenbogenschutz
- Oberkörperschutz für die Altersklasse 12-15 Jahre (Kinder und Kadetten)
Metallische Gegenstände wie Ringe, Ketten etc. sind verboten. Es ist nicht erlaubt, Vaseline oderÖl derart aufzutragen, um daraus unfaire Vorteile im Kampf zu erlangen (z.B. im Nacken so das Clinchen erschwert wird)
Gewichts- & Altersklassen
Gewogen wird 2 Stunden vor Veranstaltungsbeginn. Sollte ein Kämpfer das angegebene Gewicht nicht einhalten, so wird ihm 1 Stunde Zeit gegeben dieses herzustellen. Schafft er es nicht findet der Kampf nicht statt. Alle Kämpfe müssen in den offiziellen Gewichtsklassen der MTS ausgeführt werden. Mit Ausnahmeregel sind Catchweight Fights möglich.
Altersklassen:
- Kinder 10 - 11 Jahre
- Kadetten 12 - 14 Jahre
- Junioren 15 - 17 Jahre
- Senioren ab 18 Jahre bis 40 Jahre
Besondere Regeln für Kinder (10-11 Jahre):
- Keine Schläge und Tritte zum Kopf
- Es werden 3 mal 1 Minute gekämpft
- Oberkörperschutz ist Pflicht
Besondere Regeln für Kadetten (12-14 Jahre):
- Keine Ellenbogen und Knietechniken zum Kopf
- Oberkörperschutz ist Pflicht
Kampfklassen:
Kämpfer können nur in den ihnen entsprechenden Leistungsklassen kämpfen:
- N-Klasse - bis zu 3 Kämpfe.
- C-Klasse - bis zu 10 Kämpfe.
- B-Klasse - bis zu 25 Kämpfe.
- A-Klasse - ab 26 Kämpfe.
Zeichnen sich Kämpfer durch besondere kämpferische Fähigkeiten aus oder haben bereits in anderen Kampfarten Erfahrungen gesammelt, können sie bereits früher in die nächsthöhere Leistungsklasse wechseln.
Der Ring
- Der Ring hat eine quadratische Grundfläche, mit einer Seitenlänge von 5 - 7 Meter.
- Es sind 3 - 4 gepolsterte Seile straff gespannt anzubringen.
- Leicht federnder, gepolsterter und abgespannter Boden.
- Diagonal die rote und die blaue Ecke, die neutralen Ecken weiß gekennzeichnet.
Das Kampfgericht
Das Kampfgericht besteht aus:
- 1 Ringrichter
- 3 Punktrichtern
- 1 Zeitnehmer
- Optional bei Titelkämpfen: 1 Protokollführer
Ringrichter
Vor dem Beginn der Kämpfe weist der RR die Kämpfer und deren Betreuer in die Regeln ein. Direkt vor dem Kampf kontrolliert der RR im Ring die Handschuhe, Kleidung und die Körper der Kämpfer auf Regelkonformität. Danach ruft er die Kämpfer zur Ringmitte und unterweist sie nochmals kurz in die wesentlichen Regeln (im Wesentlichen die Verbote). Dann werden die Kämpfer in ihre Ecken zurückgeschickt und der Kampf freigegeben, wenn alle Betreuer den Ring verlassen haben und das Kampfgericht seine Bereitschaft signalisiert hat.
