Karate ist eine faszinierende Kampfkunst mit einer reichen Geschichte und Tradition. Um Karate vollständig zu verstehen und zu praktizieren, ist es wichtig, die grundlegenden Begriffe und Konzepte zu kennen. Dieses Lexikon bietet eine umfassende Erklärung der wichtigsten Karate-Begriffe, insbesondere für Anfänger.
Grundlegende Begriffe
Hier sind einige grundlegende Begriffe, die im Karate häufig verwendet werden:
- Ashi: Fuß, Bein, Schrittfolge
- Atama: Kopf
- Budo: Sammelbegriff für japanische Kampfkünste
- Chudan: mittlerer Bereich, Bauchhöhe
- Dachi: Stellung der Füße
- Dan: Rang, Stufe, Meistergrad
- Dojo: Trainingsraum, Ort der Zusammenkunft
- Gedan: unten
- Geri: Tritt mit dem Fuß
- Gi: Karateanzug
- Hajime: los, der Anfang, Kampfbeginn
- Hidari: links, linksseitig
- Jodan: obere Stufe
- Karate: leere Hand, verkürzt wird die Kampfkunst ‘Karate Do’ genannt
- Karateka: Karateschüler, Karate praktizierender
- Kata: Form, Schulter - Vorführung von Karate-Abwehr- und Angriffstechniken in logischer und festgelegter Reihenfolge.
- Keiko-Gi: Trainingskleidung Karate-Gi
- Ken: Faust
- Kihon: Grundschule
- Kime: Kräfte konzentrieren, Entscheidung
- Koshi: Hüfte
- Kumite: Wettkampf - Partnerübung
- Kyu: neun, Klasse, Rang, Schülergrad
- Mae: nach vorn
- Mawashi: rund, kreisförmig
- Migi: rechts
- Seiza: traditionelle formelle Sitzposition in Japan
- Shōtōkan: In Deutschland am meisten verbreitete Stilrichtung des Karate, begründet in diesem Jahrhundert von Gichin Funakoshi.
- Uke: Abwehr
- Zuki: Fauststoß
Techniken
Karate umfasst eine Vielzahl von Techniken, die in verschiedene Kategorien unterteilt werden können. Hier sind einige Beispiele:
- Age Uke: Abwehr mit dem Arm nach oben
- Ashi Barai: Fußfeger
- Choku Zuki: Fauststoß gradlinig
- Empi Uchi: Stoss mit dem Ellbogen
- Gedan Barai: Abwehr untere Stufe
- Gyaku Zuki: gegenseitiger Fauststoß
- Kagi Zuki: Haken-Fauststoß
- Kakato Geri: Fußtritt von oben nach unten mit der Ferse
- Mawashi Geri: kreisförmige Fußtechnik
- Nagashi Uke: fließende Abwehrtechnik mit dem Unterarm
- Shuto Uke: Handkantenschlag
Stellungen (Dachi)
Die richtige Körperhaltung ist entscheidend für die Ausführung von Karate-Techniken. Hier sind einige grundlegende Stellungen:
- Fudo Dachi: unbewegliche feste Stellung
- Hachijidachi: Stellung mit geöffneten Füssen, Grundstellung
- Hangetsu Dachi: Halbmond-Stellung
- Kiba Dachi: Reiterstellung
- Kokutsu Dachi: Rückwärststellung
- Kosa Dachi: Überkreuzstellung
- Musubi Dachi: natürliche Stellung, Fersen zusammen Zehen auseinander
- Neko Ashi Dachi: Katzenfuss Stellung
Kata
Kata sind fest vorgeschriebene Bewegungsabläufe, die verschiedene Angriffs- und Verteidigungstechniken kombinieren. Sie dienen dazu, die Techniken zu perfektionieren und das Verständnis für die Prinzipien des Karate zu vertiefen.
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Bunkai ist eine Trainingsform in der Karateausbildung, um dem Karateka ein besseres Verständnis der Kata nahezubringen. Oft wird Bunkai als Anwendung bezeichnet. Bunkai ist also anwendungsbezogene Sinnermittlung einer Kata.
Omote bezeichnet die äußere, offensichtliche Anwendung einer Kata. Dieses Stadium des Verständnisses einer Kata ist so gut wie jedem Karateka zugänglich, der sich ernsthaft mit den Techniken, Schrittfolgen (jap. Embusen) und Kombinationen im Lichte eines praktischen Konnexes beschäftigt.
Okuden bezeichnet das innere, verborgene Potential einer Kata. Dieses Stadium enthält verborgene, nicht offensichtliche Anwendungsmöglichkeiten einer Kata und ihrer Techniken. Charakteristisch hierfür ist eine Beschäftigung mit der Vitalpunktstimulation und der Meridianlehre, mit Atemtechniken und Kime-Schulung, Hebel-, Griff-, Zwing-, Würge- und Wurftechniken. Dieses Verständnis-Stadium ist weitaus vielschichtiger, komplexer und schwieriger zu verstehen als das Omote-Stadium. Erst das Studium des Bunkai einer Kata führt den Karateka zum Verständnis der Kata. Bunkai hat einen stark schöpferischen Charakter, da es den Karateka zwingt, sich nicht bloß mit der Form, sondern auch mit praktischen Sinn der Kampfhandlungen zu beschäftigen.
Einige bekannte Kata sind:
- Bassai Dai
- Bassai Sho
- Enpi
- Gankaku
- Heian Shodan
- Heian Nidan
- Heian Sandan
- Heian Yondan
- Heian Godan
- Jion
- Jitte
- Jiin
- Kanku Dai
- Kanku Sho
- Meikyo
- Nijushiho
Kumite
Kumite ist der Kampf zwischen zwei Partnern. Es gibt verschiedene Formen des Kumite, vomGrundschulkampf bis zum Freikampf (Jiyu Kumite).
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Gürtelgrade (Kyu und Dan)
Im Karate werden die Fortschritte der Schüler durch Gürtelgrade (Kyu) und Meistergrade (Dan) dargestellt. Die Kyu-Grade beginnen mit dem niedrigsten Grad (9. Kyu) und steigen bis zum 1. Kyu. Danach folgen die Dan-Grade, die mit dem 1. Dan beginnen und bis zum 10. Dan reichen können.
Die Gürtelfarben für die Kyu-Grade sind in der Regel:
- 9. Kyu: Weiß
- 8. Kyu: Gelb
- 7. Kyu: Orange
- 6. Kyu: Grün
- 5. Kyu: Violett
- 4. Kyu: Blau
- 3. Kyu: 1. Braun
- 2. Kyu: 2. Braun
- 1. Kyu: 3. Braun
Weitere wichtige Begriffe
Hier sind einige weitere Begriffe, die im Karate wichtig sind:
- Arigato: Danke
- Banzai: Angriffsruf (zehntausend Jahre)
- Bushido: Weg des Kriegers Ehrenkodex der Samurai
- Chi: Innere Energie, vitale Kraft
- Do: der Weg, in den Kampfkünsten auch im philosophischen Sinne zu verstehen
- Dokan: Der Weg ist ein Kreis
- Funakoshi Gichin: Funakoshi War der Begründer des modernen Karate
- Giri: Pflichterfüllung
- Hai: Ja OK
- Hanshi: Grossmeister
- Kiai: Kampfschrei
- Kokoro: Herz, Geist
- Konban Wa: Guten Abend
- Konichi Wa: Guten Tag
- Maai: richtige Distanz zum Ziel
- Matte: Warten
- Mokuso: Meditation beim Trainingsbeginn und -ende, die Augen sind dabei geschlossen
- Onegaishimasu: Bitte
Dieses Lexikon soll Anfängern helfen, die grundlegenden Begriffe und Konzepte des Karate zu verstehen. Mit diesem Wissen können sie ihre Karate-Reise beginnen und die Kunst der leeren Hand in vollen Zügen genießen.
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