Maximilian Graf: Eine beeindruckende Karriere im Kickboxen

Maximilian Graf, der für das WeDo-Kickboxing Ottenhöfen-Team trainiert und kämpft, hat sich einen Namen in der Kickboxszene gemacht. Seine Karriere ist geprägt von beeindruckenden Siegen und dem Gewinn bedeutender Titel.

Europameister im K1 der WFMC

Ein herausragender Erfolg in Grafs Karriere ist der Gewinn des Profi-K1-Europameistertitels der WFMC im Kickboxen. Vor 4.000 begeisterten Zuschauern in der ausverkauften Kolbenschmidt-Arena in Heilbronn besiegte er Bledion Pireva aus Kosovo einstimmig nach Punkten.

Bereits in der zweiten Runde übernahm Graf die Offensive, so dass Pireva bereits nach einer Schlagserie von Graf bis acht angezählt wurde. Er kam wieder auf die Beine und lieferte sich in den weiteren Runden einen technisch sauberen und harten Kampf.

Graf überzeugte aber in den restlichen Runden mit einer perfekten Taktik und Ringarbeit. Das überzeugte die Ringrichter so, dass ihm der Sieg mit 3:0-Richterstimmen einstimmig zugesprochen wurde. Somit ist das nun, nach dem deutschen Meistertitel 2017, sein bisher größter Erfolg.

Weitere Erfolge und Kämpfe

Maximilian Graf wird am 11. Mai bei der Fightarena Heilbronn einen EM-Titelkampf bestreiten. Zuvor stieg Graf am 23. März bei Enfusion in der Ludwigsburger MHP-Arena in den Ring.

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Zudem gilt Maximilian Graf als ausgeglichener K1-Kämpfer, der über ein großes Repertoire an Kicks und Schlägen verfügt. Das bekam zuletzt auch sein Gegner Leo Colagrande bei der Fight Night in Nürtingen zu spüren: Knockout in Runde eins. Es war Grafs zweiter K.o.-Sieg im zweiten Kampf für die Kickbox-Akademie Heilbronn.

Krco: "Er wird DAS Gesicht der Fightarena und dabei dann in der Gewichtsklasse bis 75 Kilo um den EM-Titel der WFMC kämpfen." Geplanter Gegner: Bledion Orschel.

Shogun-Fighting-Championships in Basel

Kurz vor Weihnachten fand vor rund 3000 Zuschauern die 10. Auflage der Shogun-Fighting-Championships in Basel statt. Die Zuschauer erwartete Kickboxen und MMA auf höchstem Niveau. Auch der Kampf zwischen dem Italiener Daniele Moro, der in seiner Karriere bereits 44 Siege bei nur sechs Niederlagen verzeichnen konnte und dem gebürtigen Ottenhöfener Maximilian Graf, welcher seit Beginn seiner Karriere von Roland Conar betreut wird und seinen zwölften Profikampf bestritt, stand auf dem Programm.

Bereits in der ersten Runde gelang es Graf, seinen Kontrahenten am Ende einer Kombination mit einem präzisen Highkick zum Kopf zu Boden zu schicken. Moro konnte sich allerdings erholen und kämpfte weiter.

Graf dominierte den Kampf über die gesamte Distanz und beförderte seinen Gegner in der dritten Runde ein weiteres Mal zu Boden. Am Ende stand Graf als einstimmiger Sieger fest. Die harte Vorbereitung der letzten 10 Wochen hatte sich gelohnt.

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Graf bezwang zuletzt im November den Afghanen Wali Khan Hotak auf der Charity Fight Night in Kaiserslautern mit einer ähnlich dominanten Vorstellung und beendet so ein erfolgreiches Wettkampfjahr 2024.

Deutsche Meisterschaften der WAKO

Am zweiten Juni-Wochenende fanden im fränkischen Bad Neustadt a.d. Saale die diesjährigen Deutschen Meisterschaften der WAKO statt. Über 700 Sportler und Sportlerinnen gingen in den verschiedenen Disziplinen an den Start, darunter die Chemnitzer Kickboxer vom Boxclub Chemnitz 94: Lukas Landgraf, Daniel Jung und Jürgen Jung.

Sein Gegner im ersten Kampf war Renato Szuecs vom TV Altöttingen. Lukas gab von Beginn an Vollgas, nutzte seine Reichenweitenvorteile und setzte seinen Kontrahenten mit Schlag-Kick-Kombinationen unter Druck. Nach der ersten Runde stand ein klarer Punktevorsprung für den Chemnitzer zu Buche.

Auch im zweiten Durchgang dominierte Lukas den Kampf und punktete vor allem durch seine langen Kicks. Viel Zeit zum Freuen blieb uns leider nicht, wie im Leichtkontakt üblich, musste Lukas nach einem Kampf Pause wieder auf die Matte und stand im Halbfinale Marvin Hell vom Fightclub Schonungen gegenüber.

Auch hier gelang es dem ‚Wölfe‘-Junior zu Anfang, seinen Gegner auf Distanz zu halten und mit schnellen Kombinationen Punkte zu erzielen. Dadurch führte er am Ende der ersten zwei Minuten knapp. Leider konnte Lukas das Tempo in der 2. Mit einer wirklich guten Leistung bei seiner ersten deutschen Meisterschaft konnte sich unser Kämpfer am Ende über eine wohlverdiente Bronzemedaille freuen.

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Da stand für uns zuerst das Halbfinale in der Gewichtsklasse + 91 Kg im K1 auf dem Plan und für das Team Sachsen stieg der Chemnitzer Jürgen Jung in den Ring… und musste erst mal nach oben schauen, denn sein Gegner aus Heidelberg war mit 2,08 m ein ganzes Stück größer.

Letztendlich trotze Jürgen diesem Größenunterschied mit solider Deckungsarbeit, cleverem Distanzverhalten und schnellen Aktionen.

Bei drei Startern in der Kategorie Lowkick -75 Kg war Daniel Jung als Vorjahressieger im Finale gesetzt. Das Halbfinale hatte Wladislaw Gumarow, Vize-Europameister im Karate, überragend durch K.O. gegen Marc Scheuer gewonnen und uns war klar, dass uns eine schwere Aufgabe bevorstand.

Daniel ging konzentriert in den Kampf und konnte mit schnellen Händen mehrfach punkten. Der Kämpfer vom PKT Heidelberg agierte seinerseits mit variablen und schnellen Kicktechniken und nach einer sehenswerten ersten Runde lagen beide Kämpfer gleichauf. Im zweiten Durchgang legten beide Kämpfer dann einen Zahn zu und erhöhten das Tempo.

‚Jackson‘ versuchte immer wieder seinen Gegner am Ringseil zu stellen um seine Lowkicks ins Ziel zu bringen, was der schnelle und sehr bewegliche Fighter vom PKT geschickt zu verhindern wusste um dann seinerseits mit schnellen Kicks und Schlagkombinationen den Chemnitzer unter Druck setze und punktete. 2:1 für den Heidelberger nach Runde 2.

So hieß es für uns Alles oder Nichts in den letzten zwei Minuten. Daniel machte Druck und beide lieferten sich einen spektakulären, mitunter offenen Schlagabtausch. Beiden gelang es sehenswerte Treffer zu landen und wurden von begeisterten Zuschauern mit Szenen-Applaus bedacht. Am Ende eines der sehenswertesten Kämpfe der diesjährigen Deutschen Meisterschaft reichte es aus unserer Sicht leider nicht zum Sieg und der Titel ging verdient nach Baden-Württemberg.

Als nächster war unser Kämpfer aus dem Vogtland an der Reihe, Lowkick + 91 Kg, Finale. Mathias Buchta hatte sich zusammen mit Landestrainer Ralf Koester im Vorfeld intensiv auf diese Meisterschaft vorbereitet und mit Dennis Dozenka vom JC Marktredwitz einen starken Gegner vor sich.

Und der versuchte auch sofort, mit stürmischen Boxkombinationen unseren Mann unter Druck zu setzen. Aber der Plauener hielt dagegen, setzte seinerseits mit starken Fäusten, klare Treffer und konnte den Oberfranken sichtlich beeindrucken. Starke erste Runde und Führung für den Sachsen.

Im zweiten Durchgang gelang es Mathias immer besser, sein Konzept umzusetzen und den Kampf zu bestimmen. Immer wieder traf er mit seinen Lowkicks und konnte mit harten, geraden Händen punkten. In den letzten zwei Minuten spielte unser „Oldie“ dann seine ganze Erfahrung und Routine aus, ließ nichts mehr anbrennen und gewinnt klar mit 3:0.

Im K1 Finale + 91 Kg kämpfte Jürgen Jung vs. Ibrahim Karaselek aus Niedersachsen. Der Chemnitzer Kickboxer war fest entschlossen, seinen DM-Titel aus dem Vorjahr zu verteidigen. Von Anfang an bestimmte er den Kampf, setzt klare Treffer und punktet mit seinen Lowkicks. Ende der zweiten Runde wird der Kämpfer aus Goslar nach harten Treffern angezählt, beißt sich aber bis zum Schluss der dritten Runde durch.

Erfolgreich waren auch die sächsischen Pointfighter. So erkämpfte Sascha Gräske bei den Herren in der Gewichtsklasse -74 Kg den Titel Deutscher Meister und bei den Junioren -63 Kg gewann Maximilian Marx.