Die Grundlage für effizientes Arbeiten in der Landschaftspflege, bei der Straßenmeisterei, in der Landwirtschaft oder auf dem Bau ist ein leistungsfähiger Fuhrpark. Mit dem Unimog Geräteträger können vielseitige Aufgaben professionell, effizient und ergonomisch erledigt werden.
Unimog auf der GaLaBau
Auf der GaLaBau, der europäischen Leitmesse für Garten- und Landschaftsbau, präsentiert Mercedes-Benz Special Trucks in Kooperation mit den Unimog ExpertPartnern MULAG und BUCHER Municipal drei Fahrzeuglösungen. Die Unimog mit Anbaugeräten sind am Gemeinschaftsstand der Unimog Generalvertretung Henne Nutzfahrzeuge zu finden (Stand 6-329, Halle 6). Die GaLaBau findet vom 11. bis 14. September statt.
Mercedes-Benz Special Trucks zeigt einen Unimog Geräteträger, der die Vorgaben der ab Juli 2024 in Kraft tretenden EU-Gesetzgebung zur Fahrzeugsicherheit (EU-Verordnung 2019/2144 General Safety Regulation II, kurz: GSR) erfüllt und dadurch mehr Unterstützung für den Fahrer und mehr Sicherheit für Verkehrsteilnehmer schaffen kann. Um die Insassen unter allen Umständen bestmöglich zu schützen, befinden sich an der Kabine zusätzliche Verstärkungen am Fahrerhaus-Unterboden und Rohrbügel an der A-Säule.
Neues Bediensystem UNI-TOUCH®
Neben dem neuen Sicherheits-Assistenzsystemen können Besucher das neue Bediensystem UNI-TOUCH® kennenlernen, das im Unimog U 430 verbaut ist. Künftig lassen sich fast alle für den Unimog verfügbaren Anbaugeräte über das neue Bediensystem steuern, was geräteeigene Bedienpulte ersetzt und die Bedienung ergonomischer und intuitiver macht. Die Mittelkonsole ist umfassend überarbeitet, schlanker konzipiert und quer und längs verschiebbar. Zusätzlich konnten Bedienelemente platzsparend reduziert werden, durch die Möglichkeit Tasten individuell zu belegen und Anwendungsprofile sowie wiederkehrende Abläufe zu speichern.
Über einen 10,5 Zoll (26 cm) großen Touchscreen kann der Anwender die passenden Einstellungen für den jeweiligen Arbeitseinsatz vornehmen. Der optionale Multifunktions-Hebel verfügt über frei belegbare Bedienelemente und kann wahlweise in die Vorbereitung am Fahrersitz oder am Beifahrersitz eingesteckt werden. Die Steuerung erfolgt immer mit der rechten Hand und der Arm wird auf der Armlehne abgestützt. Der Bedienhebel bewegt sich durch die feste Verbindung zur Armlehne automatisch mit den Bewegungen des Schwingsitzes mit, sodass der Fahrer ergonomischer arbeiten kann.
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Der ausgestellte Unimog U 430 ist mit einer Mäh-Schneid-Kombination an der Fahrzeugfront und einem Streuautomaten ausgestellt. Das Frontausleger-Mähgerät MFK 500 von MULAG hat eine Reichweite von sechs Metern (sieben Meter mit Teleskop) und kann beidseitig eingesetzt werden. Der Antrieb erfolgt wahlweise über die fahrzeugseitige Leistungshydraulik oder über die Frontzapfwelle. Das Lichtraumprofilschneidgerät FSG 2000 von MULAG lässt sich zur Gehölzpflege und zum Freischneiden von Straßen und Gleistrassen einsetzen. Der Yeti W27 Streuautomat aus dem Hause BUCHER Municipal ist mit 2,7 m³ Trockenstoffvolumen und 1.280 l Solevolumen optimal für das FS-30-Streuverfahren ausgelegt. Das Doppelförderschnecken-System ermöglicht eine sehr niedrige Behälterbauweise.
Der Unimog U 535 mit 260 kW (354 PS) trägt zur Messe Anbaugeräte von Unimog ExpertPartner Mulag. Damit ist er der vielseitige Partner für die anspruchsvolle Grünpflege im Straßendienst. Zum Einsatz kommt an der Frontanbauplatte das Kombinationsmähgerät MKM 700, das aus einem Frontausleger und einem Randstreifenmähgerät besteht. Sein Zweck ist die effiziente Bearbeitung des Intensivbereichs des Straßenbegleitgrüns, also von Flächen wie Banketten, Mulden, Gräben, Trenn- und Mittelstreifen. Hinten am Unimog ist der Heckausleger SB 600 verbaut, der mit seiner Absaugeinrichtung die anfallende Mahd in einem Mähgutanhänger entsorgt. Unterschiedliche Arbeitsgerätevarianten ertüchtigen die Auslegergeräte für zahlreiche Aufgaben der Grünstreifenpflege im Sommerdienst.
Mit dem Sondermodell Unimog U 327 steht außerdem ein vielseitiger Spezialist für Winterdienst und Transport am Stand. Er mobilisiert 200 kW (272 PS) und ordnet sich in die mittelschwere Modellreihe bis 14,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht ein. Damit bietet der Unimog U 327 Leistung, Gewichtsklassen und Radstände eines U 427, kombiniert mit der Kompaktheit und Wendigkeit, welche die Baureihe Unimog U 319 so beliebt macht. Auch für Transporte und Kranarbeiten bietet dieses Modell eine geeignete Plattform.
Der Schneepflug verfügt über variabel verstellbare Seitenflügel, womit er sich zum Räumen von großen Flächen eignet. Zudem ist dieser Schneepflug mit einer patentierten Neopren-Räumleiste ausgestattet, die ein oberflächenschonendes und zugleich geräuscharmes Räumen bei einer sehr hohen Standzeit ermöglicht. Der Yeti W27 Streuautomat mit Doppelförderschnecken-System und optionalen VarioMax-System, sowie einem abnehmbaren Streuteil bietet ein Trockenstoffvolumen von 2,7 Kubikmetern und ein Solevolumen von 1.280 Litern. Durch den VarioMax Behälter lässt sich der Streuautomat innerhalb kürzester Zeit von einem FS30 zu einem reinen Solestreuer (FS100) umrüsten. Dadurch wird das Solevolumen von 1.280 Liter auf 3.130 Liter erhöht. Die Ausbringung der Sole erfolgt über den Streuteller bis zu einer Breite von 8m. Das abnehmbare Streuteil des Streuautomats kann im Sommer durch eine Schlauchhaspel ersetzt werden, um Gieß- oder Reinigungsarbeiten durchzuführen. Hierzu dienen die Seitentanks sowie der VarioMax Behälter als Wasserspender.
InnoTrans 2024: Innovationen im Schienenverkehr
Die InnoTrans 2024, die vom 24. bis 27. September stattfindet, präsentiert die Zukunft der Mobilität live. Über 2.900 Aussteller aus 59 Ländern präsentieren ihre neuesten Produkte und Innovationen auf 200.000 m² in 42 Hallen, auf 3.500 Metern laufender Gleise und dem Bus Display.
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Eröffnungsfeier und Schwerpunkte
Magda Kopczyńska Director General (DG MOVE) und Bundesverkehrsminister Dr. Volker Wissing werden die InnoTrans 2024 eröffnen. Am 24. September 2024 läutet die Eröffnungsfeier im palais.Berlin die 14. InnoTrans ein. Zu den über 1.000 internationalen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Medien sprechen Magda Kopczyńska, Director General (DG MOVE), Dr. Volker Wissing, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, sowie Dirk Hoffmann, COO der Messe Berlin.
Das Thema diskutieren auf dem Podium: Susanne Henckel, Staatssekretärin im Bundesministerium für Digitales und Verkehr, Dr. Richard Lutz, Chairman of the Board & CEO der Deutschen Bahn, Mohamed Rabie Khlie, Director General vom Moroccan National Railways Office (ONCF), Henri Poupart-Lafarge, Chairman of the Board of Directors & CEO bei Alstom, Michael Peter, CEO von Siemens Mobility, sowie Javier Martínez Ojinaga, CEO von CAF Construcciones y Auxiliar de Ferrocarriles. Darauf folgt der offizielle Eröffnungsrundgang zu ausgewählten Ausstellern der InnoTrans.
Fahrzeuge und Weltpremieren
Das Herzstück der InnoTrans ist das Frei- und Gleisgelände, auf dem über 110 Fahrzeuge für den Personen- und Güterverkehr ausgestellt werden. Auf 3.500 Metern laufender Gleise reihen sich die Exponate aneinander: von Hochgeschwindigkeits- und Regionalzügen über Straßenbahnen bis zu Hybridlokomotiven und Gleisfahrzeugen. Hier können Fachbesuchende die Technik in direkter Anbindung an die Messehallen live erleben.
Unter den Ausstellern ist Siemens Mobility mit insgesamt fünf Fahr-zeugen vertreten, darunter der Hoch-geschwindigkeitszug Velaro für Ägypten (Outdoor Display T7/40). Dieser Zug wurde speziell für extreme Wetterbedingungen entwickelt und kombiniert wüstentaug-liche Elemente mit höchstem Fahrgastkomfort. Ein weiteres Highlight ist der Regionalzug Mireo Smart (T6/40), der auf die sich wandelnde Verkehrsland-schaft und die steigende Nachfrage nach Schienenmobilität ausgelegt ist.
Stadler präsentiert dieses Jahr acht Fahrzeugkonzepte. Zum ersten Mal stellt das Unternehmen der Öffentlichkeit den RS ZERO auf der InnoTrans vor (T9/40). Der RS ZERO ermöglicht den CO2-emissi-onsfreien Betrieb auf Nebenstrecken durch Wasserstoff- oder Batterie-Antrieb. Mit dem CITYLINK für die Saarbahn zeigt das Unternehmen eine Mobilitätslösung für den Stadtverkehr, die gleich-zeitig eine Eisenbahn und Straßenbahn ist. Der Tram-Train vernetzt Stadt und Umland umstiegsfrei (T9/45).
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Weitere Exponate auf dem Gleisgelände sind der Hochgeschwindig-keitszug ETR1000 von Hitachi Rail (T1/40), der mit verschiedenen Stromversorgungssystemen in Europa kompatibel ist. CRRC ist mit dem Regionalzug CINOVA vertreten, der besonders energieeffizient ist (T2/40). Hyundai Rotem präsentiert seine neue Wasserstoff-Brennstoffzellen-Straßenbahn (T2/19). Die Hydrogen Fuel Cell Tram zeichnet sich durch leisen Betrieb, hohe Energieeffizienz und schnelle Betankung aus. Vossloh Rolling Stock ist mit einem Demonstrator der wasserstoff-betriebenen Hybrid-Lokomotive für den Güterverkehr Modula BFC (T2/34) vor Ort. Als flexible, nachhaltige Transportlösung kombiniert die Modula Plattform unterschiedliche Antriebsvarianten für einen effizienten Güterverkehr auf verschiedenen Strecken.
Zu den Neuheiten von Tatravagónka a.s. zählt der 6-achsige Inter-modalwagen Sdggmrss mit zwei integrierten Körben, die vor allem für den Transport und Be- und Entladen von nicht kranbaren Sattelan-hängern bis zu einem Höchstgewicht von 40 Tonnen ausgelegt sind (T4/60). Die DB Bahnbaugruppe und DB Engineering & Consulting stellen die 360 Grad Multisensorplattform (MSP) vor, die einen wesentlichen Beitrag leistet, um die Digitalisierung der Bahninfrastruktur umzu-setzen (T11/40). Die MSP vereint verschiedene Sensoren und Mess-techniken in einem Gleisfahrzeug: Das Mobile Mapping System, bestehend aus GNSS und Laserscanner, liefert eine 3D-Erfassung der Ober-fläche, die Panoramakamera erfasst ein 360° Bild der Umgebung und einen zusätzlichen Blick unter die Schiene ermöglicht der optionale Georadar. Die 360° MSP ist ein Kooperationsprojekt der DB Bahnbau Gruppe und DB Engineering & Consulting (DB E&C).
Rund 220 Weltpremieren präsentieren Aussteller auf der 14. Leit-messe für Verkehrstechnik in den fünf Messesegmenten Railway Technology, Railway Infrastructure, Public Transport, Interiors und Tunnel Construction. Die Produkte und Services reichen von der Batterie-Wasserstoff-Brennstoffzellen-Loko-motive, über barrierefreies Einsteigen im Fernverkehr sowie Lösungen für die Zug-Boden-Kommunikation über MCX bis zum KI-gestützten Algorithmus für Fahrpläne und zur Anti-Graffiti-Folie für Glas.
Weltpremieren sind auf den Messeständen der Aussteller, den Hallenplänen, in der InnoTrans App und bei der Online-Plattform InnoTrans Plus mit dem World Innovation Button gekennzeichnet. Auf der InnoTrans können sich Interessierte den World Innovation Tours anschließen. Die geführten Rund-gänge machen bei Ausstellern halt, die auf der InnoTrans Weltpremieren vorstellen. Alle Rundgänge sind kostenfrei, dauern etwa 90 Minuten und finden mehrmals täglich auf Deutsch und Englisch statt.
Tunnel Construction auf der InnoTrans 2024
Mit dem Ziel der Mobilitätswende nimmt auch die Bedeutung des Tunnelbaus im Eisenbahnsektor zu. Um große Teile des Verkehrs von der Straße auf die Schiene zu verlegen, sind unterirdische Streckenab-schnitte ein wesentlicher Faktor - weil Tunnel effizientere Streckenführungen möglich machen und zusätz-liche Vorteile wie Lärmschutz und geringere Umweltbelastungen bieten. Im Messesegment Tunnel Construction auf der InnoTrans 2024 zeigen mehr als 30 Aussteller ihre neue-sten Produkte und Dienstleistungen, die den Tunnelbau und -betrieb sicherer, effizienter und umweltscho-nender machen: In Halle 5.2 dreht sich alles um Tunnelbaumaschinen und Brandschutz, Klima und Venti-lation, Sicherheitstechnik, Ingenieurdienstleistungen und Überwachungssysteme.
Das Messesegment Railway Infrastructure ergänzt das Thema Tunnelbau mit weiteren sieben Messehallen rund um Baustoffe, Gleis- und Oberleitungsbau, Messsysteme sowie Signal- und Leittechnik. Unter den Ausstellern beider Segmente sind Ingenieursgesellschaften wie die Schüßler-Plan GmbH (Halle 5.2, Stand 640), die aktuell unter anderem die Federführung beim Bau der neuen U-Bahnlinie 5 in Hamburg hat. Oder auch die Porr Bau GmbH (Halle 25, Stand 410) mit ihrem Tiefbau-Kompetenzzentrum, Amberg Techno-logies AG (Halle 25, Stand 455) aus der Schweiz, DB Bahnbau Gruppe (Halle 25, Stand 440), voelstalpine Railway Systems aus Österreich (Halle 21, Stand 150) oder der Bahn-Systemlieferant SPITZKE SE (Halle 5.2, Stand 330).
Brenner Basistunnel
Das enorme Potenzial unterirdischer Streckenabschnitte im Bahnverkehr illustriert das Großprojekt des Brenner Basistunnels. An Stand 620 in Halle 5.2 präsentiert die Betreibergesellschaft BBT SE die Ziele, die technische Umsetzung und den aktuellen Stand des Projektes. Der Basis Brennertunnel soll 2032 in Betrieb gehen und dann die längste unterirdische Eisenbahnverbindung der Welt sein: 64 Kilometer liegen unter der Erde. Zwischen Innsbruck und Südtirol beträgt die Fahrzeit für Fahrgäste dann nur noch 25 Minuten statt bisher 80 Minuten; für den Güterverkehr sinkt sie auf ein Drittel - von 105 auf 35 Minuten. Hauptziel des Brenner Basistunnels ist, große Teile des Güterverkehrs zwischen München und Verona von der Straße auf die Schiene zu bringen. Da die neue Trasse fast keine Steigungen hat, können längere Züge eingesetzt und diese deutlich schwerer beladen werden. Eine Lokomotive kann dann bis zu 2.000 Tonnen Güter transportieren. Bisher sind zwei Lokomotiven notwendig für den Transport von lediglich 1.400 Tonnen.
Aussteller im Segment Tunnel Construction
Niedax GmbH & Co. KG produziert Kabelverlegesysteme.
Zusammenfassung
Die GaLaBau und InnoTrans 2024 bieten eine umfassende Plattform für Innovationen im Bereich der Nutzfahrzeuge und des Schienenverkehrs. Der Unimog präsentiert sich als vielseitiger Geräteträger für die Landschaftspflege und den Winterdienst, während die InnoTrans die neuesten Entwicklungen im Schienenverkehr, einschließlich Tunnelbau und nachhaltiger Mobilität, vorstellt.
