Kampfkunst ist eine Technik, um Feinde zu besiegen und sich vor feindlichen Angriffen zu schützen. Entscheidend ist hierbei nicht die tatsächliche Zweckmäßigkeit der jeweiligen Techniken, sondern ihr subjektiver konzeptioneller Nutzwert in einem spezifischen Anwendungsszenario. Dies kann z. B. ein Sportkampf, ein kriegerischer Zweikampf oder eine Selbstverteidigungssituation sein.
Kampfsysteme sind ein weltweites, sehr altes und äußerst diversifiziertes Phänomen, das sich in unzählige kulturelle Praktiken aufteilen lässt, die wiederum eigene Schwester- und Tochtersysteme umfassen. Im Unterschied zum klassischen Sport sind Kampfsysteme oft von kultisch-religiösen Praktiken, rituellen oder modernen (Kriegs-)Tänzen und dem Bewegungstheater beeinflusst; teilweise sind sie umgekehrt auch Elemente dieser Praktiken (wie das Sumō in shintoistischen Zeremonien, dem Kung Fu in der Peking-Oper oder aber der Haka als Einschüchterungstanz neuseeländischer Spielmannschaften).
Das Training von Kampfkunst/Kampfsport gestaltet sich in den meisten Fällen als Kombination von Techniklernen und -üben sowie deren Anwendung in dynamischen Zweikämpfen oder kodifizierten Kampfchoreografien. Üblich sind außerdem Elemente aus dem Flexibilitäts-, Kräftigungs- und Schnelligkeitstraining.
Im 20. Jahrhundert verbreitete sich fernöstliche Kampfkunst mehr oder weniger in Wellen in Deutschland. Erich Rahn gründete 1906 die erste Jiu-Jitsu-Schule. Im gleichen Jahr gründete sich in Köln der erste deutsche Amateur-Boxclub, nachdem das moderne Boxen, ursprünglich aus England stammend, in den Kanon der Olympischen Spiele aufgenommen worden war. Unter Führung von Alfred Rhode gründete sich 1932 der Deutsche Judo-Ring.
In der heutigen Zeit wird in Deutschland eine unüberschaubare Vielfalt verschiedenster Stile und Systeme trainiert bzw. Aikidō. Kampfkunst ist ursprünglich eine Technik, um Feinde zu besiegen oder zu töten. Aber wenn es ruhig ist, werden Variationen genossen. Noch heute trainiert das Militär Kampfkünste, um Feinde zu besiegen und zu töten, aber in Trainingshallen und Schulen für das zivile Leben sind sportliche Kampfkünste beliebt.
Lesen Sie auch: Innovationen mit Unimog
Der mittelalterliche Kampfkunstbegriff wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts, wie andere Bewegungsformen und -spiele auch, von den Konzepten des deutschen Turnens und der schwedischen Gymnastik beeinflusst. Der später Einzug haltende Oberbegriff „Sport“ aus dem Englischen führte zu einer Verbreitung des Begriffs „Kampfsport“, der seither neben „Kampfkunst“ Verwendung findet.
Bei dieser Übersicht der Kampfsportarten werden die bekanntesten Kampfstile weltweit als Liste aufgeführt. Manche Kampfstile wurden erst innerhalb der letzten 70 Jahre gegründet und zählen zu den modernen Kampfsportarten. Andere Kampfkünste bestehen schon seit mehreren Jahrhunderten und erleben ein Revival in der aktuellen Zeit.
Grundsätzlich kann jeder Mensch, unabhängig von Alter oder Geschlecht, eine faszinierende Kampfkunst wählen. Heutzutage gibt es ein breitgefächertes Angebot an Kampfkünsten oder Kampfsportarten, sodass für jeden etwas dabei ist. Ebenfalls darf das Hobby von Jedem erlernt werden. Allerdings sind manche Kampfsportarten oder Kampfkünste für manche Zielgruppen einfacher erlernbar oder praktizierbar.
Die traditionellen Kampfkünste haben eine lange Historie und sind geprägt durch Kultur, Tradition und Philosophie. Dies ist besonders spannend, wenn man die damalige Zeit in Betracht zieht. Meist wird bei traditionellen Kampfkünsten auch mit Waffen gekämpft. Eine ältere Kampfkunst mit Tradition strahlt eine besondere Anziehungskraft aus.
Aus den älteren Kampfkünsten heraus, haben sich im Laufe der Zeit immer mehr Kampfsportarten oder Selbstverteidigungskonzepte gebildet. Hierbei steht entweder der Wettkampf oder die Selbstverteidigung im Vordergrund. Bei den Kampfstilen, welche auf reine Selbstverteidigung ausgelegt sind, wird der Fokus hauptsächlich auf Training und das Kämpfen bzw. sich verteidigen gelegt. Kampfsportarten sind seit her eine unglaubliche Möglichkeit, aus dir einen vielseitigen Menschen zu erschaffen.
Lesen Sie auch: Kickboxen aus der Sicht von Johannes
Am Wochenende des 16.3.2024 nahm das Wettkampfteam der Kampfsportschule Berk mit neun Sportlern am Bayernpokal in der Bärenhalle in Bindbach teil. Das Turnier lockte insgesamt 68 Teams aus ganz Deutschland an, darunter auch Teilnehmer aus Belgien und Österreich. Rund 400 Sportler traten bei diesem A-Wertungs-Turnier an, um Qualifikationspunkte für die Deutsche Meisterschaft zu sammeln, die am 1.6. stattfinden wird.
Unter den Teilnehmern zeichneten sich die Sportler der Kampfsportschule Berk durch beeindruckende Leistungen aus:
- Iven Baumann von der Kampfsportschule Berk Bad Salzungen sicherte sich den ersten Platz in der Kategorie Pointfighting-37kg. Er überzeugte mit gut pointierten Fakes und variablen Angriffen, die ihm den Sieg gegen eine starke Konkurrenz brachten (gewonnen gg.: Erik Keller, Kickbox- und Budosport Hof, 15:5 Punkte; Nino Joel Lotz, Toleranz durch Sport, 10:5 Punkte und gg. Marlon Romeis, Kampfsportfreunde Fulda, 9:7 Punkte).
- Einen 2. Platz verdiente sich Till Sauer (Kampfsportschule Berk Schmalkalden) in der Disziplin Pointfighting -52kg. Zuerst traf er auf Janik Schmidt (fight and motion), den der 13-jährige mit einem Punkt Vorsprung besiegen konnte (4:3 Punkte Endstand). Gestärkt durch das Ergebnis startete Till in den Finalkampf seiner Gruppe. Doch sein belgischer Gegner Siebe Burgelman (Contact Karate Beveren) konnte letztlich bis Kampfende mehr Punkte herausarbeiten. Am Ende stand es 3:6 gegen unseren Sportler.
- Robin Enders trat ebenso wie Till in der Klasse Pointfighting-52kg an. Für unseren 12-jährigen schmalkalder Sportler reichte es trotz engagierter Leistung nur für Platz 5.
- Im Pointfighting -57 kg erkämpfte sich Louis Sauer (Kampfsportschule Berk Schmalkalden) in 3 Kämpfen den 1. Platz. Gegen Janik Schmidt (fight and motion) mit 13:3 Wertungspunkten, Siebe Burgelman (Contact Karate Beveren) mit 8:7 Wertungspunkten, Anakin Szubrin (fight and motion) mit 11:7 Wertungspunkten.
- Er trat außerdem in der Disziplin Leichtkontakt-57kg an. Hier wiederholte der 14-jährige das Ergebnis und stand ebenso auf dem Siegertreppchen. Nach 3 Kämpfen gegen Konstantin Wagner (Kickbox-und Budosport Hof) mit 3:0, Felix Koenitz (Kickboxteam Dresden) mit 3:0 und Luca König (TV 1864 Altötting e.V., Abt.
- Jason Bätzel von der Kampfsportschule Berk Eisenach sicherte sich in der Disziplin Pointfighting -63kg mit Fokus und Schnelligkeit ein Technisches K.O mit 10:0 Wertungspunkten. Seine strategische Vorgehensweise erwies sich als entscheidend, um seinen Gegner aus Österreich, Tamir Batnasan, zu besiegen. Dies brachte dem 20-jährigen Lehramtsstudenten den ersten Platz ein.
- Diese Leistung wiederholte der Eisenacher Sportler im Leichtkontakt -63kg. Bereits im ersten Kampf konnte Jason einen deutlichen Vorsprung gegen Geordie Metzler (Karate- und Kickboxunion Hard, Österreich) durch schnelle Kombinationen und Kopftreffer aufbauen, den er bis zum Ende erfolgreich verteidigte und ausbaute. Auch im zweiten Kampf behielt Bätzel die Oberhand, indem er seinen Gegner Johannes Leitl (TV 1868 Burghausen) mit geschickten Bewegungen und Kontern dominierte.
- Rizki Arifani von der Kampfsportschule Berk Eisenach erzielte in der Disziplin Leichtkontakt Kickboxen -74kg den 3. Platz auf dem Podium. Trotz seiner engagierten Leistung reichte es dem 20-jährigen Athleten dieses Mal nicht, Edwin Nepp vom Karate DojoAleksandar zu besiegen.
- Im Pointfighting der Herren -74kg traf der Wildecker auf Sebastian Hoeflinger von den TV Mallersdorf Starfighters. Hier zeigte Rizki eine konzentrierte Leistung und punktete mit präzisem Timing. Der Kampf war ausgeglichen und auf Augenhöhe. Leider führte das knappe Endergebnis von 12:14 gegen den Athleten der Kampfsportschule Berk zu einem frühen Ausscheiden und einem 5.
- Einen erfolgreichen Kampf und Platz 1 konnte Lucas Bodach in der Disziplin K1 -86kg verbuchen. Der Schmalkalder trat im Hochring gegen Konstantin Juncke (Taekwondo am Tegernsee) an. Mit starker Boxarbeit und guter Kondition konnte er den bestehenden Größenunterschied wettmachen und den Kampf für sich entscheiden.
Mit insgesamt 7 Goldmedaillen, 1 Silbermedaille und 2 Bronzemedaillen hat das Wettkampfteam der Kampfsportschule Berk ein beeindruckendes Wochenende in der Nähe von Bayreuth erlebt.
| Sportler | Disziplin | Platzierung |
|---|---|---|
| Iven Baumann | Pointfighting -37kg | 1. Platz |
| Till Sauer | Pointfighting -52kg | 2. Platz |
| Robin Enders | Pointfighting -52kg | 5. Platz |
| Louis Sauer | Pointfighting -57kg | 1. Platz |
| Louis Sauer | Leichtkontakt -57kg | 1. Platz |
| Jason Bätzel | Pointfighting -63kg | 1. Platz |
| Jason Bätzel | Leichtkontakt -63kg | 1. Platz |
| Rizki Arifani | Leichtkontakt Kickboxen -74kg | 3. Platz |
| Lucas Bodach | K1 -86kg | 1. Platz |
Lesen Sie auch: Ein Leben dem Judo gewidmet: Johannes' Weg
