Khabib Nurmagomedov, geboren am 20. September 1988 in Sildi, Dagestan, Russland, ist ein ehemaliger professioneller Mixed-Martial-Arts-Kämpfer (MMA), der in der Leichtgewichtsklasse der Ultimate Fighting Championship (UFC) antrat.
Der Kampfsportler, der über die Jahre zu einem der erfolgreichsten Profis im Mixed-Martial-Arts-Spektakel der Ultimate Fighting Championship (UFC) geworden ist, war in Russland schon eine große Nummer, bevor er 2018 den bis dato größten Star der UFC, den Iren Connor McGregor, besiegt hat.
Khabib gab sein UFC-Debüt im Januar 2012 und beeindruckte sofort mit seiner unnachgiebigen Kampfstil und außergewöhnlichen Ringerfähigkeiten. Im April 2018 sicherte er sich den UFC-Leichtgewichtstitel durch einen Sieg über Al Iaquinta bei UFC 223. Er verteidigte den Titel erfolgreich gegen namhafte Gegner wie Conor McGregor, Dustin Poirier und Justin Gaethje.
Khabib Nurmagomedov, der unbesiegte Leichtgewichtschampion, beendete seine aktive MMA-Karriere im Oktober 2020 mit einer makellosen Bilanz von 29 Siegen und keiner Niederlage.
Während seiner Siegesserie hatte er Top-Stars wie Conor McGregor, Dustin Poirier und Justin Gaethje besiegt, seine Kampfgagen summierten sich auf mehr als 20 Millionen Dollar.
Lesen Sie auch: UFC-Legenden
Nach seinem Rücktritt vom aktiven Wettkampf hat Khabib sich verstärkt auf die Förderung des MMA-Sports konzentriert. Er gründete die Eagle Fighting Championship (EFC), eine Organisation, die aufstrebenden Kämpfern eine Plattform bietet. Zudem engagiert er sich als Trainer und Mentor für UFC Kämpfer wie Islam Makhachev, der 2023 den UFC-Leichtgewichtstitel gewann.
Nach dem Tod seines Vaters im Jahr 2020 kündigte Khabib seinen Rücktritt vom aktiven Kampfsport an, um das Versprechen an seine Mutter zu erfüllen, nicht ohne seinen Vater weiterzukämpfen.
Sein ungeschlagenes Karriereende mit 29 Siegen ohne Niederlage ist in der MMA-Welt nahezu beispiellos. Nach seinem Rücktritt widmete sich Khabib der Förderung des MMA-Sports in Russland und gründete die Eagle Fighting Championship (EFC).
Zudem engagierte er sich als Trainer und Mentor für aufstrebende Kämpfer, darunter Islam Makhachev, der 2023 den UFC-Leichtgewichtstitel gewann.
Khabib ist verheiratet und Vater von drei Kindern. Er ist ein gläubiger Muslim und lebt nach den traditionellen Werten seiner dagestanischen Kultur.
Lesen Sie auch: Blumenkohlohr vorbeugen
Khabib Nurmagomedov wird als einer der größten MMA-Kämpfer aller Zeiten angesehen. Seine Dominanz im Octagon, gepaart mit seinem unerschütterlichen Charakter außerhalb des Rings, machen ihn zu einer inspirierenden Figur im Sport.
Kontroversen und politische Ansichten
25 Millionen Fans folgen dem Mann aus der Kaukasusteilrepublik Dagestan auf Instagram. Über 3,5 Millionen Menschen haben nun einen Instagram-Post Nurmagomedows mit einem Herzchen versehen, auf dem der französische Staatspräsident Emmanuel Macron mit einem schwarzen Fußabdruck im Gesicht zu sehen ist.
Es war Nurmagomedows Reaktion auf den Mord an dem französischen Lehrer Samuel Paty. Nach diesem Verbrechen hatte der französische Präsident zur bedingungslosen Verteidigung der Meinungsfreiheit aufgerufen.
Nur einen Tag späte legte Nurmagomedow mit einem weiteren Post nach: „Und möge Allah all diejenigen bestrafen, welche die Ehre der besten Menschen des Propheten Mohammed verletzen.“
Nurmagomedow hatte seine Kampfsportkarriere nach dem 29. Sieg im 29. UFC-Kampf Ende Oktober für beendet erklärt. Nach dem Erfolg gegen den US-Amerikaner Justin Gaethje waren dem Russen die Herzen der Kampfsportwelt zugeflogen.
Lesen Sie auch: Gehälter und Preisgelder bei Oktagon MMA
Seine jüngsten Hass-Postings erinnern nun an das finstere Bild, das Nurmagomedow nach seinem Kampf gegen McGregor abgegeben hat. Da stürzte er sich auf Betreuer seines Konkurrenten und versuchte diese zu verdreschen.
In Russland wurde er dafür gefeiert. Dass Nurmagomedow schon damals eine Nähe zum radikalen Islam entwickelt hatte, störte Putin nicht.
Der Kämpfer wurde in seiner Heimat Dagestan als Prediger eines reinen islamischen Lebens spätestens bekannt, als er die religiös motivierten Proteste unterstützte, die zu einer Absage eines Konzerts des russischen Rappers Egor Kreed in der dagestanischen Hauptstadt Machatschkala geführt hatten.
Auch seine Nähe zu Ramsan Kadyrow, dem unverhohlen islamistischen Präsidenten der russischen Teilrepubik Tschetschenien, war da schon lange kein Geheimnis mehr. Auch Kadyrow hat sich gegen Macron in Stellung gebracht.
Dafür hat er sich einen Rüffel vom Kreml eingefangen, der ihn daran erinnert hat, dass die Außenpolitik nicht die Sache von Regionalfürsten sei. Kadyrow ist das egal, und er hetzt auf seinem Telegram-Kanal munter weiter gegen Macron.
Steuerliche Schwierigkeiten und Ermittlungen
Der ehemalige ungeschlagene UFC-Champion Khabib Nurmagomedov hat offenbar Probleme mit dem Kreml. Der 35-Jährige soll der russischen Steuerbehörde 306 Millionen Rubel, umgerechnet 3,3 Millionen Dollar an unbezahlten Steuern schulden.
Infolgedessen seien mehrere private und geschäftliche Konten in Russland gesperrt worden. Das berichten Mash Media und RT. Demnach sollen vor allem Nurmagomedovs wirtschaftliche Aktivitäten nach dem Ende seiner sportlichen Karriere 2020 eine Steuerlast angehäuft haben.
Den Berichten zufolge hatte der 35-Jährige das Eigentum seiner Unternehmen an Verwandte und Partner übertragen, die Steuerbehörde soll daraufhin Unregelmäßigkeiten in Dokumenten im Zusammenhang mit der Schließung dieser Unternehmen gefunden haben.
Die russischen Behörden vermuten, dass Nurmagomedov den aus den Übertragungen angefallenen Steueranteil zum "Kauf von Hotels und Startups in den Vereinigten Arabischen Emiraten und der Türkei" verwendet hat.
Unter den eingefrorenen Konten befinden sich neben einigen Wohltätigkeitsorganisationen des Kampfsportlers auch seine MMA-Promotion, Eagle FC. Diese könnte nun seiner Steueraffäre zum Opfer fallen.
Nurmagomedov hatte die Gorilla Fighting Championship im Jahr 2020 für eine Million Dollar gekauft und sie als Eagle FC neu gegründet.
2022 veranstaltete der ehemalige UFC-Star unter diesem Banner erstmals ein Event in den USA, seit November 2023 gab es jedoch keine Kampfsportevents von Eagle FC mehr.
Wie „n-tv“ berichtet, soll der ehemalige UFC-Champion der Steuerbehörde seines Heimatlandes 306 Millionen Rubel (etwa 3.1 Millionen Euro) schulden. Infolgedessen wurden mehrerer seiner Konten in Russland gesperrt.
Insbesondere die wirtschaftlichen Aktivitäten des 35-Jährigen nach dem Ende seiner sportlichen Karriere im Jahr 2020 sollen zu seiner hohen Steuerlast beigetragen haben. Es wird angenommen, dass Nurmagomedov das Eigentum seiner Unternehmen auf Verwandte und Partner übertragen hat. Daraufhin ermittelte die Steuerbehörde gegen den ehemaligen MMA-Kämpfer, berichtet „n-tv“ weiter.
Unter den eingefrorenen Konten sind laut „n-tv“ auch einige von Nurmagomedovs Wohltätigkeitsorganisationen und die MMA-Promotion „Eagle FC“. Letztere könnte nun ihrer Steueraffäre zum Opfer fallen.
Allerdings fanden seit November 2023 keine Kampfsportevents von Eagle FC mehr statt.
