Viele Athleten haben in der DTU große Erfolge gefeiert. An dieser Stelle wollen wir ihnen für ihren jahrelangen Einsatz danken und ihnen einen würdigen Platz in unserer Hall of Fame geben. Wir fragen uns, was macht eigentlich ...
Alexander Bachmann: Gold in Muju
Alexander Bachmann hat bei den Taekwondo-Weltmeisterschaften im südkoreanischen Muju Gold für Deutschland geholt. Alexander Bachmann bezwingt im südkoreanischen Muju den Weltranglistenersten Wladislaw Larin. Er ist der erste deutsche Weltmeister in seiner Gewichtsklasse.
Der 22 Jahre alte Sportsoldat gewann das Finale der Klasse bis 87 Kilogramm am Donnerstag gegen den russischen Weltranglistenersten Wladislaw Larin mit 11:9. Bachmann, deutscher Meister von 2013 und Nummer vier der Weltrangliste, ist der erste deutsche Taekwondo-Weltmeister in seiner Gewichtsklasse.
Tahir Güleç: Weltmeister 2013 in Mexiko
Sie sind 2013 in Mexiko Weltmeister geworden, als erster Deutscher seit 1995. Ist es besonders befriedigend, wenn man Weltmeister wird, obwohl Taekwondo in vielen anderen Ländern weitaus populärer ist? Ich bin auf jeden Fall sehr stolz, den Titel errungen zu haben.
Man muss unheimlich hart arbeiten dafür, und in Ländern wie der Türkei sind die Bedingungen schon etwas anders als hier. Es hatte auch keiner damit gerechnet, dass ich Weltmeister werde, als erster Deutscher nach so langer Zeit. Aber ich wusste, dass ich es schaffen kann, und ich habe es geschafft, auch dank meines Vereins.
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Vor allem in Mexiko erreichte er bisher hohe Ziele, dort holte er 2010 Silber bei der Junioren-WM, war Teilnehmer bei den Olympischen Jugendspielen im gleichen Jahr in Singapur und wurde im Juli 2013 Weltmeister der Senioren bis 80 Kilo.
Der Weg zum Titel
Ihr Verein ist der von Ihrem Onkel gegründete Taekwondo Özer in Nürnberg, ein Stützpunkt des DOSB-Programms „Integration durch Sport“. Würden Sie sagen, Sie hätten auch woanders Weltmeister werden können? Auf keinen Fall, das ging nur hier.
Mein Onkel trainiert mich ja, seit ich ein Kind bin. Er weiß genau, was ich brauche und hat immer an mich geglaubt. Zum Beispiel nach der Jugend-WM 2010, auch in Mexiko, als ich das Finale im Sudden Death gegen einen Türken verloren habe. Danach haben wir richtig hart gearbeitet. Vor dem WM-Finale im letzten Jahr haben wir ganz genau die Taktik besprochen, und es hat geklappt. Auch der Rest vom Verein und die Kollegen im Nationalteam haben immer hinter mir gestanden.
Taekwondo soll auch den Geist schulen. Was hat Ihnen Ihr Onkel, Ihr Verein in dieser Hinsicht vermittelt? Dass Schule total wichtig ist, zum Beispiel. Wir haben viele Nationalkadermitglieder in unserem Verein, die Abitur machen, studieren oder wie ich direkt nach der Schule zur Bundeswehrsportfördergruppe gehen und Soldaten werden. Schule und Ausbildung zählen genauso viel wie der Sport, das lernen wir hier.
Identität und Zukunft
Kann man daraus schließen, dass Sie sich eher als Deutscher als als Türke fühlen? Nein. Ich fühle mich mehr als Türke, das liegt daran, dass meine beiden Eltern Türken sind. Aber ich bin in Deutschland geboren und aufgewachsen, Nürnberg ist mein Zuhause. Ich habe keine sehr starke Beziehung zur Türkei als Land. Ich könnte mir nicht vorstellen, dort zu leben. Eine türkische Identität, aber an Deutschland gebunden? Ja.
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Weitere Erfolge und Persönlichkeiten
Viele Athleten haben in der DTU große Erfolge gefeiert. An dieser Stelle wollen wir ihnen für ihren jahrelangen Einsatz danken und ihnen einen würdigen Platz in unserer Hall of Fame geben. Wir fragen uns, was macht eigentlich ...
Teilnahme an Kampfturniere mit zahlreichen Vizetiteln und 3. Träger des 7. Lehrer von vielen Deutschen und Internationalen Dt. Internationale Dt.
22 x Hamburger Meister - Titel für Traditionelle Formen Hyong im Einzel und mit der Synchronmannschaft. Turniere der Verbände: DAKV, BAE, ITKO, DWHKDV und IPKL.2 x Hamburger Meister 1981 + 1984 im Freikampf.
Plazierungen 1.,2. and 3. Trägerin des 6. Int. 2. Platz Int. 3. Platz Int. 2. 3. Int. 3. 1. 2. Platz Int. 3. 1. 1. Platz Int. Belg. 1. Platz Int. 1. 1. Platz Int. 2. 1. Platz Int. 1. 2. 1. Platz Int. 1. 1. 1. 2. 2. 3. 1. 1. 2. 2. 2. 2. 1. 2. 2. 1. 3. 2. 2. 3. 2. 1. 2. 2. 4. 1. 3. 3. 2. 2. 3. 3. 3. 1. 1. 2. 1. 3. 3. 1. 3.
Nach einer längeren Pause hatte ich entschieden, ich trete zurück und verabschiede mich vom Leistungssport. Als allerdings die Info kam Taekwondo ist als Demosportart bei den Olympischen Spielen Seoul dabei, konnte ich neue Motivation sammeln. Mein neues Ziel war gesetzt. Die große sportliche Enttäuschung kam dann, als ich im Medaillenkampf gegen meinen spanischen Gegner verloren habe, gegen den ich 3 Monate vorher klar gewonnen hatte. Es schien als wäre es eine politische Niederlage gegen Spanien. Das Team damals mit Rainer Müller etc. war ein total eingeschweißtes Team. Wir hatten einen unheimlichen Zusammenhalt.
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Erfahrungen und Herausforderungen
Meine größte Enttäuschung waren definitiv die Olympischen Spiele 2008 in Peking, wo ich im Bronzemedaillenkampf gegen den amtierenden Weltmeister (-74 kg) aus Chinese Taipei gekämpft habe. Leider musste ich mich aufgrund einiger Fehlentscheidungen durch den Kampfrichter mit einem Punkt knapp geschlagen geben.
Ich hatte eine sehr harte Vorbereitung für die Olympischen Spiele und habe alles investiert, um diese Medaille zu holen. Doch am Turniertag konnte ich wie nur selten meine 100%ige Trainingsleistung abrufen - alles hat einfach gepasst und ich wusste, egal was passiert, mein Team steht voll und ganz hinter mir. Als die Jury verkündete, dass ich Gold gewonnen hatte, ist eine riesengroße Anspannung von mir gefallen und ich war einfach nur überglücklich.
Es gab viele Turniere, bei denen ich enttäuscht zurückkam. Das erste Mal war das so richtig der Fall nach der WM 2009 in Kairo. Die Matten waren super uneben, die erhöhten Flächen vibrierten bei jeder Bewegung und ich kam damit einfach nicht gut zurecht.
Bedeutung des Sports
Ja täglich habe ich Kontakt mit der Sportart. Das tolle ist, das Leistungssportler sehr viele Fähigkeiten mit bringen, die optimal für das tägliche Leben sind. Zum Beispiel Ehrgeiz, Selbstdisziplin, Zielstrebigkeit. Das hilft mir nun auch in meiner beruflichen Karriere.
