Kickboxen ist nichts für Zartbesaitete. Gerade bei der Vollkontaktversion geht es ordentlich zur Sache.
Ein Mann, der es wissen muss, ist Alexander Grunwald vom SV Stahl Hennigsdorf, amtierender Ostdeutscher und Deutscher Meister und seit dem vergangenen Jahr auch im Deutschen Nationalkader.
Grunwald trainiert unter anderem beim SV Stahl Hennigsdorf mit seinem dortigen Trainer Daniel Ide.
Beim Kickboxen gibt es mehrere Dachverbände. Der in Deutschland am präsentesten auftretende ist dabei die Wako. Die World Association of Kickboxing Organizations ist der größte internationale Fachverband im Kickboxen.
Der Wako gehören 126 nationale Verbände an, deren überwiegende Mehrheit die Anerkennung ihres jeweiligen Nationalen Olympischen Komitees besitzt.
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Am Samstag Abend bei der Budo- Gala in der Deutschlandhalle wird der zweite Kampf des Abends angekündigt, Kickboxen.
„Aus Berlin«, brüllt der Ansager im schwarzen Anzug, „aus Berlin Sven Reichmann.«
»Er wird auch der rote Sven genannt, wegen seiner Haarfarbe und weil es in der Ecke des Gegners brennt, wenn er im Ring ist.«
»Sven ist von Beruf Polizist.«
Der Gegner von Sven Reichmann ist ein schwarzer Franzose, Eddy Saban.
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Gleich in der ersten Runde bekommt der Polizist eins auf die Mütze, die er im Augenblick nicht aufhat.
Ein Bulle wird angezählt und keine Anzeige wegen Widerstand gegen die Staatsgewalt.
Bei acht hört der Ringrichter auf, es geht weiter.
In der dritten Runde kippt Sven wieder aus den Pantinen und gibt auf.
Unter der Leitung von Carsten von Leupoldt (6.Dan) fand am 01.01.2025 das traditionelle Neujahrstraining des SC Bushido e.V. statt.
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Neben Sven Reichmann (Weltmeister, Kickboxen), Kaderathleter*innen und ehemaligen Mitgliedern, die den Weg wieder auf die Matte gefunden haben, durften die Kinder nicht fehlen.
Wir trainieren in den Räumlichkeiten der Sportschule Randori Pro in der Ernststr. 2-4, 13509 Berlin.
Viele Frauen scheuen sich davor, einen Kickboxen - Kurs zu besuchen.
Sie glauben, dass es ein aggressiver Sport ist, bei dem man sich unkontrolliert schlägt.
Doch so sieht ein normales Kickboxtraining nicht aus.
Zwar ist der Wettkampf ein elementarer Bestandteil dieses vielschichtigen und spaßigen Sports, doch ist er keine Pflicht.
Jede Frau, die auf der Suche nach einem coolen Fitnessprogramm ist und gleichzeitig mehr Selbstbewusstsein aufbauen möchte, ist im Kickboxen gut aufgehoben.
Trainiert wird am Sandsack, mit Schlagpolstern, in Form von Schattenboxen, oder mit einem Partner.
Wie die meisten sportlichen Aktivitäten beginnt auch ein Training im Kickboxen mit einem WarmUp.
Anschließend werden je nach Stundenziel verschiedene Tritte, Schläge und Kombinationen trainiert oder in selteneren Fällen auch einzelne Selbstverteidigungstechnicken.
Die ersten Schlag- und Trittkobinationen beherrscht man dabei oft schon nach den ersten paar Stunden.
Das Verletzungsrisiko ist beim Kickboxen deutlich geringer als beispielsweise beim Fußball.
Für deine erste Probestunde benötigst du keine besondere Ausrüstung, außer normaler Sportsachen.
Solltest du bereits Dinge wie Schienbeinschoner, Handschuhe, Mundschutz oder Tiefschutz besitzen, kannst du diese natürlich auch zum Training mitbringen.
Auch wenn das Verletzungsrisiko gering ist, bleibt wie bei jeder Sportart ein Restrisiko.
Um dieses Risiko so gering wie möglich zu halten, solltest du beim Training vollkommen konzentriert sein.
Als Kampfsportler freuen wir uns natürlich über jeden, der im Training voll durchstarten möchte, dennoch sollten vor allem Anfänger eine bewusste Regeneration im Auge behalten.
Wie bei jeder neuen Belastung braucht der Körper ein wenig Zeit, um sich auf alles einzustellen.
Denke also an Ruhephasen und übertreibe es nicht von Anfang an.
