Sven Grunewald: Eine Judo-Biographie

Es war ein spannendes und erfolgreiches, aber wohl auch ein tieftrauriges Leben.

Frühe Jahre und Ausbildung

Bereits ab etwa 1886 kamen die ersten Studenten. studierten zumeist Medizin, aber auch Jura, Philosophie, Ingenieurwesen oder Zoologie oder besuchten die Militärakademie.

Karrierebeginn

Ravensberg-Brunswik-Düsternbrook in der Baustraße, Schauenburgerstraße, Feldstraße, Kleiststraße, im Lorentzendamm oder Niemannsweg.

Internationale Beziehungen

1861 eröffneten das Königreich Preußen und das Kaiserreich Japan offizielle (Handels)beziehungen. Tomomi im Rahmen seiner politischen Mission 1873 kurz in Kiel auf.

Prinz Fushimi Hiroyasu besuchte von 1892-1895 in Kiel die Marineakademie. Kotohito im Rahmen seiner Europareise als erster offizieller japanischer Gast Kiel. Prinz Heinrich gab ihm zu Ehren ein Festmahl im Schloss.

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Der erste japanische Angestellte in Schleswig-Holstein war Masaharu Sasaki. in Kiel. Auch sollte er sich um die Errichtung des ersten deutschen Museums für Ostasiatische Kunst kümmern.

Fischer hatte den damaligen Kieler Bürgermeister für seine Idee begeistern können. Die große Zahl von künstlerischen und wissenschaftlichen Kontakten/Besuchen durch die Jahrzehnte kann hier nur kursorisch wiedergegeben werden.

Erinnert sei u.a. Maejima, von dem das ehemalige Kieler Völkerkundemuseum 1970 vier Bilder geschenkt bekam und an den Friesischspezialisten Prof. Forschungssemester in Kiel u.a. 1994 wurde in Halstenbek die Japanische Schule begründet.

2005 hatte das Schleswig-Holstein-Festival einen Japanschwerpunkt. Auch gab es wiederholt Flottenbesuche, z.B.

Einflüsse und Vermächtnis

bleibende Sputen hinterlassen. die Freude“ auf und setzte damit den Grundstein für Japans Beethovenbegeisterung.

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Dieses Ereignis wurde 2006 in einem Spielfilm festgehalten (Baruto no gakuen - Ode an die Freude Trailer - YouTube), der in Japan ein Kassenschlager war.

Kulturelle Artefakte und ihre Bedeutung

Im Nordfrieslandmuseum Nissenhaus Husum wird ein Objekt aufbewahrt, das drei oder sogar vier Kontinente in sich vereinigt.

Bei dem Objekt handelt es sich um einen beschnitzten Sockel, den ursprünglich eine Figur des Jesusknaben als „Guter Hirte“ zierte. üblicherweise auf einer Erhöhung sitzend dargestellt, die Beine sind übereinander geschlagenen.

Die erhobene rechte Hand berührt den leicht geneigten Kopf. Art Stufenpyramide aus drei Ebenen gestaltet. In der untersten Ebene ist Maria Magdalena in einer Höhle zu sehen. linke Hand liegt vor ihr auf einem aufgeschlagenen Buch.

Auf der Rückseite sind liegende Tiger zu sehen. Auf der zweiten Ebene tummeln sich Schafe. (ewigen) Lebens zu sehen, in die zwei Vögel (Pelikane?) ihre langen Schnäbel stecken. symbolisierten und jetzt ebenfalls fehlen.

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Der Sockel und auch die fehlende Figur ist/war aus Elfenbein gearbeitet und stammt aus dem 17. Jahrhundert. komprimierte symbolische Darstellung von drei „Gärten der Hirten“ sind: der himmlische Garten, der Garten Eden und die katholische Kirche mit Jesus als Hirte des dritten Gartens.

Vorstellung wurde erstmals 1658 im Buch des Jesuiten Miguel del Almeida formuliert, der das Buch in lateinischer Schrift und in der indischen Konkani-Sprache geschrieben hat. Dort in Goa wurde die Figur auch geschnitzt.

Diese ca. 20 km landeinwärts am Fluss Mandovi gelegene Hafenstadt wurde im 15. Shah-Dynastie. 1510 wurde sie von den Portugiesen erobert, die es zu ihrem administrativen Zentrum machten.

missionierten: Franziskaner 1510, Jesuiten 1542, Dominikaner 1548, Augustiner 1572, Karmeliter 1609, etc.. Christentums in Asien“ oder „Rom des Ostens“.

wandte. In ihrem Zuge wurde u.a. nicht nur verboten, hinduistische Götterbilder zu besitzen. Erst seit ein paar Jahren beschäftigt sich die Forschung intensiver mit den Elfenbeinfiguren aus Goa.

schließen lässt. Es wird davon ausgegangen, dass hier indische Schnitzer unter portugiesischer Aufsicht arbeiteten. 2) Die Gesamtkomposition hat keine Entsprechung in der europäischen Kunst. Magdalen, etc.) auf europäische Vorstellungen und Vorbilder zurückführen.

existierenden Berges in Indien, der eng mit dem Indienapostel Thomas verbunden sein soll, als Kalvarienberg oder Berg Sinai. 3) Zusätzlich zu einer christlichen Interpretation gibt es aber auch eine hinduistische Interpretation.

jugendlicher Lehrer Daksinamurti, der seinen Anhängern hilft, ihr höchstes Ziel zu erlangen. friedlich miteinander lebenden Tieren (Raubtieren und ihren Beutetieren) bevölkert wird. Wiedergeburten.

miteinander auskommenden Tieren umgeben ist, auch in persischen und mogulischen Buchmalereien. Sie zeigen einen sich in Liebe verzehrenden Mann namens Majnun. Oberfläche darzustellen, sei dahingestellt.

christlichen Kontext nicht eindeutig waren. Zeitgenossen interpretierten sie höchst unterschiedlich z.B. als Jesusknabe oder Johannes der Täufer als Kind. weder „Repräsentationen kolonialer Macht noch […] Zeichen indigener Resistenz“, sondern Ausdruck transkultureller Aushandlungen und Wandlungen (Saviello 2013: 65).

Wahrscheinlichkeit aus Afrika. Zu Beginn des 15. Jahrhunderts begaben sich die Portugiesen mit ihren Schiffen auf den Weg um die Westküste von Afrika. Gewürzen (Indien) wollten sie erstens den Saharahandel umgehen, auf dem in Süd-Nord-Richtung Gold gehandelt wurde und zweitens den Seeweg nach Indien finden.

und Pfeffer zu einem begehrten Handelsobjekt. Die Portugiesen begannen sukzessive mit den afrikanischen Gesellschaften an der Küste Handel zu treiben. afrikanische Partner und deren Handelsnetzwerke, die ebenfalls einen neuen Markt wahrnahmen, wenn er sich ihnen bot.

Sie trafen z.T. und auf Gesellschaften mit königlichen Dynastien, entsprechenden Hofstaaten, Zeremonien und Künstlergilden. westlichen Indien verdrängten. Waldelefanten aus den heutigen Gebieten Senegal, Gambia und dem Golf von Guinea, später wurde es vornehmlich aus Mosambik exportiert.

Die Zahl der getöteten Elefanten bzw. geschifften Stoßzähne variiert in den Quellen. Ende des 16. und im 17. Jahrhundert sollen etwa 3.000 Stoßzähne jährlich nach Indien gekommen sein. dienten. Sie gelangten auch in die anderen portugiesischen Kolonien, so unter anderem auch nach Brasilien.

Es ist unklar, wo genau der Sammler die Figur erstanden hat. Brasilien in seiner Sammlung sind, besteht durchaus die Möglichkeit, dass er sie in Brasilien erstanden haben könnte. genannt; 3.702 qkm, etwa 1,5 Millionen Einwohner, Durchschnittstemperatur 27,4°C (SH: 2017: 8,3°C), ca.

Jahren entstanden, gelten als frühester Nachweis menschlicher Bewohner. Gebiet. Seit dem 10. Jahrhundert unterhielt der Hafen der damaligen Handelsstadt Gopakpattana Beziehungen u.a. zu Sansibar (Afrika) und Sri Lanka. Unabhängigkeit von den Briten erlangt).

war den Arabern unter den Namen „Sindabur / Sandabur“ bekannt. verlor. 1986 wurden die Kirchen und Klöster in die Liste der Welterbestätten aufgenommen. gelangte 1644 nach Goa. sogenannten „Goa-Szene“, die Festivals feiert und Drogen konsumiert.

Deutsch-Indischen Gesellschaft (Kiel, Lübeck) und liest, dass Lübecker Marzipan zunehmend in Indien geschätzt wird. Vom Indian Business Forum e.V. indische Firmen in Schleswig-Holstein ansässig sind, und dass Deutschland Indiens größter Handelspartner in der EU ist.

Weitere Aspekte

Wie sagte sie einmal zu ihrer Rückkehr nach Berlin? Verwobene Geschichte(n).

Am 1./2.11.1912 schrieb der Oberzahlmeisters der Marine Otto Schulze aus Berlin an seine Frau: „Erst japanisches Diner, dann Geishatänze. ich werde kaum hingehen, da ich für diese Affenweibchen mit ihren ungraziösen Bewegungen nicht soviel Geld ausgebe. ist … .“

Am folgenden Tag setzt er seinen Brief fort: „Heute Nachmittag war ich wieder einkaufen für die Messe und habe den Kauf perfekt gemacht. Weihnachtsgeschenke gekauft, meist Bronzesachen. lieber das Leben verlieren / als Schimpf leiden.

jedermann aufrichtig handeln sollen / gleich wie sie wollen / daß man mit ihne thun soll. Jahren von der westlichen Außenwelt und ihren Errungenschaften abgeschottet und gestattete ausschließlich den Niederländern Zugang. streng bewachten Insel Deshima geschehen.

Arbeit von Lackwerke als Laden / Schreibe-Cantoren / Kisten und allerhand Geschirre. Gülden gegeben worden.“ Auch Waffen begeisterten die Niederländer. Andersen berichtet: „Ich habe aber einen sehr köstlich gezierten Säbel gesehen, den die Compagnie um 300 Rthl.

Ostindien Kompagnie. dies verdient besonders angemerkt zu werden, daß das Holl. Gouvernement uns zwey Kamele mitgab, welche dem Kayser zu Japan als Geschenke dargebracht werden sollten. Tokyo, Osaka und Kobe.

Zu dieser Zeit war die Öffnung Japans von den US-Amerikaners bereits erzwungen worden. Erkundung der Meerestiefen. Aus Osaka schrieb er am 7. Preußen und Emil Nolde.

Der Bruder des letzten deutschen Kaisers, der bis 1918 im Kieler Schloss wohnte, reiste insgesamt dreimal nach Japan. Rahmen seiner Marineausbildung japanischen Boden. Er blieb fast ein Jahr, reiste zumeist standesgemäß durch das Land und erhielt mehrere Audienzen beim japanischen Kaiser.

50 Jahren besuchte er erneut das Land, zuletzt 1912 zu den Trauerfeierlichkeiten des damaligen japanischen Kaisers. kaufte vermutlich auch selbst einige Gegenstände. Teile seiner Japansammlung sind im Museum Schloss Gottorf ausgestellt.

alles maritime bekannt war, gehörte zu den diplomatischen Geschenken auch eine herausragende Daimyo-Rüstung mit dem Wappen der Tokugawa-Familie. Der Maler Emil Nolde und seine Frau Ada betraten Japan im November 1913. Kunst auseinandergesetzt. Seebüll).

Auch befanden sich zu diesem Zeitpunkt bereits Gegenstände aus Japan in seinem Besitz. Pfaden. Man besuchte unter anderem die Städte Tokio, Kobe, Nikko und Kyoto, sowie den Horyu-ji Tempel in Ikaruga und die Schwefelfelder und heißen Quellen Owakudanis in Hakone.

Generalkonsul, Kapitän japanischer Postdampfer, Hotelbesitzer, Missionar, für die Kriegsmarine oder an Universitäten zu arbeiten. damaligen deutschen Schutzgebiet in China, Tsingtau (Qingdao), stationiert waren, in japanische Kriegsgefangenschaft. Unter diesen befanden sich 220 Schleswig-Holsteiner.

beim dem dort ansässigen japanischen Ladenbesitzer T. heute einen großen Teil der etwa 450 Japangegenstände der beteiligten Museen aus. Theatermasken. Mit Ausnahme der Gastgeschenke, die Prinz Heinrich erhalten hat, wurden sie vermutlich in speziellen Geschäften erstanden.

beschriebenen Antiquitäten- bzw. Curio-Geschäfte. interior. Coloured photograph by Felice Beato, ca. 1868. | Wellcome Collection). gehabt, die ausschließlich für den Verkauf an die Ausländer bestimmt waren.

Obwohl für die „Gaijin“ bzw. empfohlen, die Bronze, Cloisonné, Silber, Bücher, Papierwaren und Fächer, Perlen, Seidenwaren und Stickereien, Lackwaren, Porzellan und Kunst führten. unter dem Begriff „Shopping“ die japanischen Begriffe für Rüstung, Helm, Pfeile, Masken, Gemälde usw. aufgeführt.

verkaufen mussten. bedingt Einblick in das traditionelle Leben im Japan des 19. Jahrhunderts. Eher geben sie Auskunft darüber, was ein Reisender damals für kaufwürdig ansah. Japan der Meiji-Zeit.