Taekwondo Dehnübungen zu Hause: Eine Anleitung für Anfänger und Fortgeschrittene

Taekwondo ist nicht nur ein guter Sport für die körperliche und geistige Gesundheit, sondern es macht darüber hinaus auch Spaß und kann im Notfall zur Selbstverteidigung beitragen.

Warum Taekwondo Training?

Taekwondo kann sowohl im Verein als auch zu Hause trainiert werden.

  • Positive Förderung deiner charakterlichen Eigenschaften - Respekt, Hilfsbereitschaft, Gemeinschaftsgefühl, Freundlichkeit, Mut, Einfühlungsvermögen, Mitgefühl
  • Steigerung der körperlichen Fitness
  • Gezielte Angriffstechniken - Vitalpunkte des Körpers kennen lernen

Gerade für Frauen, Kinder oder auch Senioren ist Selbstschutz ein wichtiges Thema. Deshalb ist es wichtig zu lernen, wie du dich oder dein Kind effektiv davor schützen kannst.

Die richtige Ausrüstung für dein Taekwondo-Training

Mit der richtigen Taekwondo Ausrüstung kannst du gezielt an deiner Technik arbeiten und dich stetig weiterentwickeln.

Für das Training empfiehlt sich bequeme Bekleidung, die genügend Bewegungsfreiheit für hohe Tritte und schnelle Schläge bietet. Wer traditionell trainieren möchte, setzt auf einen Dobok (Taekwondo-Anzug).

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Taekwondo Training zu Hause, Outdoor oder im Verein - die richtige Ausrüstung

Taekwondo kann sowohl im Verein als auch zu Hause trainiert werden. Für Anfänger ist es empfehlenswert, die Grundtechniken unter Anleitung in einer Taekwondo-Schule zu erlernen, bevor sie das Training eigenständig fortsetzen.

Wer zu Hause trainiert, benötigt die passende Trainingsgeräte und Ausrüstung, um Technik, Kraft und Präzision zu verbessern. Dazu gehören unter anderem Matten für den Bodenschutz, verschiedene Trainingsgeräte wie Boxdummys oder Schlagpolster sowie die richtige Bekleidung für volle Bewegungsfreiheit.

Ergänzend dazu können Onlinekurse, Apps, DVDs oder Bücher wertvolle Trainingsanleitungen bieten.

Taekwondo Quickies: Kleine Übung - großer Spaß

Taekwondo Quickies sind kurze Übungen - die jeweils in Form einer kleiner Challenge aufgebaut sind. Mit simplen Hilfsmitteln, die jeder zu Hand haben sollte, kann auf kleinstem Raum trainiert werden.

Jede Übung ist eine kleine Herausforderung an die Technik, Schnelligkeit, Koordination, Kraft und das Gleichgewicht.

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  1. YOP-CHAGI KICK CHALLENGE: Der seitwärts ausgeführte Kick soll, ohne Kontakt, ein zusammengerolltes Papier umstoßen.
  2. MOMTONG-JIURUGI CHALLENGE: Der gerade ausgeführte Fauststoß soll ein Ziel treffen, welches sich im Fall befindet.
  3. MOMTONG-MAKKI CHALLENGE: Diese Übung konzentriert sich mittels einer Teil-Lernbewegung speziell auf die letzte Phase des Arm-Innenblocks - die Rotation.
  4. DOLYO-CHAGI KICK CHALLENGE: Der Drehkick sollte bereits mit Ausführungssicherheit ausgeübt werden können. Für diese Übung braucht man einen (mutigen) Partner, der das Zielobjekt ruhig halten kann.
  5. AP-CHAGI KICK CHALLENGE: Ziel der Übung ist es, einen Ballon mit dem Frontkick zu jonglieren. Weder Kickbein, noch Ballon dürfen den Boden berühren.
  6. AREA-MAKKI CHALLENGE: Diese Übung konzentriert sich auf die Beschleunigungsbewegung des Blockarms.
  7. AP-CHAGI CHALLENGE: Der gerade ausgeführte Kick wird, auf einem Bein stehend, wiederholt.

Dehnübungen für Taekwondo zu Hause

Bei jeder Dehnungsübung sollte am Schmerzpunkt die Muskelspannung 20 Sekunden statisch gehalten und danach langsam gelöst werden. Leichtes federndes Dehnen ist erlaubt, ruckartige Bewegungen sollten allerdings vermieden werden.

Übung 1: Bei dieser Dehnungsübung winkelst du ein Bein an und streckst das Andere aus. Versuche nun mit deiner Hand deine Zehen zu fassen, falls dir das nicht gelingt, kannst du auch dein Schienbein greifen. Versuche nun deinen Bauch auf deinen Oberschenkel abzulegen. Lass das Kreuz dabei gerade und halte ca.

Übung 2: Bei dieser Dehnungsübung winkelst du ein Bein an und legst es im 90 Grad Winkel zur Seite, das Andere streckst du aus. Versuche nun mit deiner Hand deine Zehen zu fassen, falls dir das nicht gelingt, kannst du auch dein Schienbein greifen. Versuche nun deinen Bauch auf deinen Oberschenkel abzulegen. Lass das Kreuz dabei gerade und halte ca.

Übung 3: Bei dieser Dehnungsübung streckst du beide Beine aus. Versuche nun mit deinen Händen deine Zehen zu fassen, falls dir das nicht gelingt, kannst du auch deine Schienbeine greifen. Versuche nun deinen Bauch auf deine Oberschenkel abzulegen. Lass das Kreuz dabei gerade und halte ca.

Übung 4: Bei dieser Dehnungsübung streckst du das eine Bein gerade aus, das Andere winkelst du an und fasst es mit der Hand, die auf derselben Seite wie dein angewinkeltes Bein ist. Greif mit deiner Hand in den Innenspann deines Fußes. Versuche nun das angewinkelte Bein auszustrecken und dabei hinter deinen Körper zu dehnen. Du solltest so weit dehnen, bis dein ausgestrecktes Bein leicht vom Boden abhebt. Halte ca.

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Übung 5: Bei dieser Dehnungsübung greifst du die Innenseite deiner Ferse. Versuche bei der kompletten Übung beide Beine und Hände in der Luft zu halten und nicht abzusetzen. Strecke nun ein Bein zur Seite aus und halte es ca. 20 Sekunden ausgestreckt. Ziehe das gestreckte Bein zurück und strecke das Andere für 20 Sekunden aus. Danach kannst du versuchen, beide Beine zur Seite auszustrecken. Versuche dabei sie hinter deinen Körper zu dehnen.

Übung 6: Bei dieser Dehnungsübung streckst du ein Bein aus, das Andere überkreuzt du. Drücke nun mit dem diagonalen Arm, dein angewinkeltes Bein nach außen, halte am Schmerzpunkt ca. 20 Sekunden, danach dehnst du das andere Bein. Anschließend winkelst du ein Bein an und streckst das Andere nach vorne aus. Stütz dich auf deine Unterarme nach hinten ab oder leg dich auf den Rücken ab. Wippe nun mit dem angewinkelten Bein ca.

Übung 7: Bei dieser Dehnungsübung winkelst du beide Beine an, so dass sich die Fußsohlen berühren. Ziehe die Füße möglichst nah an dich heran und drücke die Knie zum Boden, du kannst dabei auch leicht wippen. Halte diese Dehnung ca. 20 Sekunden, danach versuche mit deinem Kopf deine Füße zu berühren. Halte auch diese Dehnung ca.

Übung 8: Bei dieser Dehnungsübung rutscht du mit den Beinen möglichst weit auseinander. Halte am Schmerzpunkt ca. 20 Sekunden und lauf dann langsam mit den Händen nach hinten, so dass du da sitzt. Rutsche noch mal etwas mit deinem Gesäß nach vorne, dass die Dehnung etwas stärker wird. Versuche nun mit deinem Oberkörper den Boden zu berühren. Halte am Schmerzpunkt ca.

Übung 9: Bei dieser Dehnungsübung greifst du aus dem Spagat, einmal mit dem gleichen Arm, einmal mit dem diagonalen Arm deine Zehen. Wenn du dies nicht schaffst, kannst du auch dein Schienbein greifen. Halte am Schmerzpunkt ca.

Übung 10: Bei dieser Dehnungsübung schiebst du ein Bein nach vorne, das Andere nach hinten raus. Halte am Schmerzpunkt ca. 20 Sekunden, danach langsam lösen.

Übung 11: Bei dieser Dehnungsübung versuchst du deine Hände hinter deinem Rücken zu greifen und deinen oberen Arm leicht nach unten zu ziehen. Anschließend wechselst du die Arme. Bei der zweiten Übung, streckst du einen Arm gerade aus und nimmst den anderen im 90 Grad Winkel vor deinen Körper. Drücke nun die Arme an deine Brust und halte dies für ca.

Übung 12: Bei dieser Dehnungsübung versuchst du deine Hände auf den Boden zu bringen, falls du das schaffst, versuchst du mit den Ellenbogen den Boden zu berühren. Anschließend fasst du deine Beine und versuchst mit dem Bauch deine Oberschenkel zu berühren. Achte auf einen geradem Rücken und halte am Schmerzpunkt für ca.

Typischer Trainingsablauf zu Hause oder im Freien

Wenn du Taekwondo eigenständig trainierst, solltest du dein Training gut strukturieren. Eine feste Routine hilft dir dabei, deine Technik, Ausdauer und Kraft gezielt zu verbessern. Besonders draußen kannst du von der frischen Luft und mehr Bewegungsfreiheit profitieren.

Ein typischer Trainingsablauf zu Hause oder im Freien:

  1. Aufwärm- und Dehnphase (ca.
  2. Abkühlphase - leichte Dehnübungen zum Abschluss

So trainierst du Taekwondo richtig

Ein effektives Taekwondo-Training beginnt mit einer Aufwärm- und Dehnphase, um Muskeln und Gelenke zu lockern und Verletzungen zu vermeiden. Diese Vorbereitung sorgt für mehr Beweglichkeit und eine bessere Ausführung der Techniken.

Das Grundtechniktraining dient dazu, Techniken sicher zu beherrschen, anzuwenden und zu variieren. Durch ständige Wiederholung entwickelt sich nicht nur Präzision, sondern auch ein meditativer Effekt, der Fokus und Körpergefühl stärkt. Gleichgewichtsübungen helfen dir dabei, nach jeder Bewegung stabil zu stehen.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Trainings ist die richtige Atemtechnik. Durch bewusstes Atmen kannst du deine Konzentration steigern und deine Kraft gezielt einsetzen.

Beintechniken im Taekwondo

Die Beintechniken sind das Herzstück des Taekwondo und werden deshalb in vielen Variationen ausgeführt, die meisten Tritte können entweder geschnappt oder gestoßen werden.

  • Frontkick (Ap Chagi): Das ist der grundlegendste Tritt im Taekwondo, bei dem das Bein gerade nach vorne ausgestreckt wird.
  • Seitwärtstritt (Yop Chagi): Ein kraftvoller Tritt, bei dem das Bein seitlich in Richtung des Ziels ausgestreckt wird, meistens auf die Mitte des Körpers oder den Kopf des Gegners abzielend.
  • Drehkick (Dollyo Chagi): Dieser kreisförmige Tritt wird ausgeführt, indem das Bein in einer bogenförmigen Bewegung nach vorne geschwungen wird.
  • Rückwärtstritt (Bandae Chagi): Ein überraschender Tritt, der nach hinten ausgeführt wird, ohne dass man den Gegner anschaut.
  • Springtritt (Twio Chagi): Bei dieser Technik springt der Kämpfer, um zusätzliche Höhe und Kraft zu erlangen, bevor er einen Tritt ausführt.
  • Axttritt (Naeryeo Chagi): Ein abwärts gerichteter Tritt, der oft darauf abzielt, die Schulter, den Rücken oder den Kopf des Gegners zu treffen.
  • Hakenkick (Huryeo Chagi): Ein Tritt, bei dem das Bein in einer hakenförmigen Bewegung geführt wird, meist zielt man damit auf den Kopf des Gegners.

Blocktechniken im Taekwondo

Die Blocktechniken mit den Beinen sind ebenso vielfältig wie die Angriffstechniken und können mit dem Knie, dem Fuß oder dem Schienbein ausgeführt werden. Die Blöcke werden dynamisch oder starr ausgeführt.

  • Ausweichtritt (Bakkat Chagi): Diese Technik involviert das schnelle Bewegen oder Drehen des Körpers, um einem Angriff auszuweichen, während man gleichzeitig in eine Position für einen Gegenangriff übergeht.
  • Niedriger Block mit dem Bein (Najunde Bakkat Makki): Ähnlich wie beim Arm-Block, aber mit dem Bein ausgeführt, wird diese Technik verwendet, um tiefe Tritte des Gegners abzuwehren.
  • Sweep (Hoejeok Chagi): Ein Sweep oder Feger wird eingesetzt, um den Gegner aus dem Gleichgewicht zu bringen oder zu Fall zu bringen.
  • Gegen-Tritt (Bandae Chagi): Dies ist eine defensive Tritttechnik, bei der ein Tritt des Gegners durch einen eigenen, gut getimten Tritt abgefangen wird.
  • Stopptritt (Geotjeok Chagi): Ein Stopptritt wird verwendet, um den Vorwärtsimpuls des Gegners zu stoppen, indem man ihm entgegen tritt, bevor sein Angriff voll ausgeführt ist.

Faustregeln fürs Dehnen

Als Faustregel kannst du dir merken: Dynamisches Dehnen macht als Warm-up Sinn, statische Dehnübungen niemals unaufgewärmt ausführen, sondern nur nach dem Training.

Außerdem wichtig: Immer auf einer rutschsicheren Unterlage dehnen. Währenddessen gleichmäßig weiter atmen. Sobald das Spannungsgefühl nachlässt, etwas intensiver in die Dehnung gehen. Es darf gern ziehen, aber nicht schmerzen.

Regelmäßiges Dehnen nach dem Sport oder auch an sportfreien Tagen nach einem Warm-up kann helfen, Verspannungen zu lösen, deine Gelenke sowie die umgebenden Strukturen beweglicher zu machen und Stress abzubauen.

Vor- und Nachteile Heim- oder Vereins-Workout

Du möchtest dein Training beginnen und weißt nicht was ein Heim- oder Vereinsworkout bietet?

Vorteile Heim-Workout:

  • Flexibel trainieren
  • Keine festen Termine

Nachteile Heim-Workout:

  • Störfaktoren die das Training unterbrechen und verzögern
  • Fehlende Anleitung eines erfahrenen Trainers
  • Anfangsinvestition für Trainingsgeräte erforderlich
  • Mangelnde Hygiene

Vorteile Vereins-Workout:

  • Strukturierter Unterricht
  • Direkte Korrekturen

Nachteile Vereins-Workout:

  • Auch bei schlechtem Wetter ins Training, da Termine fix sind

Taekwondo Training für Kinder - eine gute Vorbereitung auf die Grundschule & die Zukunft

Im Taekwondo lernt dein Kind alles Wichtige, um es auf das Leben in der Gesellschaft vorzubereiten.

Dein Kind lernt durch Taekwondo wichtige Werte wie, Höflichkeit, Respekt, Beständigkeit und Disziplin. Außerdem fördert es das soziale Miteinander, das Selbstvertrauen und das Selbstwertgefühl deines Kindes.