Sven Marquardt: Eine Biographie zwischen Türsteher-Legende und Kampfsport

Security, Türsteher, Sicherheitsfirma, Nachtwächter, Bodyguard - der Job, außerhalb des Polizeidienstes zuständig zu sein für die Sicherheit von Menschen und Objekten, hat viele Namen. Laut Statista tummeln sich über 5000 Sicherheitsunternehmen auf dem deutschen Markt - mit mehr als einer viertel Million Mitarbeitern.

Die Anforderungen an das Personal werden immer heftiger. Trotz der hohen Risiken und Gefahren, die das Berufsbild mit sich bringt, boomt die Branche in Deutschland seit vielen Jahren. Schwebende Terrorgefahr, erhöhtes Gewaltpotential bei Veranstaltungen und strengere Sicherheitsauflagen lassen Sicherheitsfirmen wie Pilze aus dem Boden schießen. Laut Angaben des Bundesverbandes der Sicherheitswirtschaft hat sich der Gesamtumsatz der Branche seit 2009 auf rund 8,5 Milliarden Euro beinahe verdoppelt.

Vom Chef bis zum Angestellten schulen Sicherheitsfirmen ihre Mitarbeiter daher für körperliche Einsätze und den Notfall in Selbstverteidigung, Nahkampf und den Dienst an der Waffe. Der Einsatz ist hart. Trotz der strengen gewerblichen Auflagen und des hohen persönlichen Risikos wächst die Branche in Deutschland weiter an.

Um in der Branche zu bestehen, reichen Muskeln nicht aus; eine Sicherheitsfirma braucht Personal, das jede Menge Einfühlungsvermögen, eine gute Menschenkenntnis sowie ein selbstsicheres Auftreten mitbringt. Das beste Beispiel hierfür sind Türsteher-Legenden wie Constantin de Beauclair, vulgo Conny, wie er im Szene-Wien liebevoll genannt wurde. Von den Gästen geachtet und eng befreundet mit Stars wie Falco, leistete er durch sensitive Gästeauswahl seinen Beitrag zur Weltweiten Bekanntheit des U2. Heute nutzt er seine VIP-Kontakte, um sich als Szene-Fotograf einen Namen zu machen.

Eine ähnliche Biographie hat auch Sven Marquardt. Die wilden Zeiten der 80er sind vorbei. Heute hat das Aufgabenspektrum und demzufolge die Unternehmensstruktur privater Sicherheitsdienstleister einen deutlichen Wandel vollzogen: Standen vorher Dienstleistungen wie Objektschutz oder Pförtnertätigkeiten im Vordergrund, machen zunehmend spezialisierte Tätigkeiten wie der Schutz von AKWs, der WM oder krisenerprobten Botschaften das Berufsbild aus. Der Job wird zunehmend individueller.

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Unser Branchen-Einblick zeigt: Sowohl Beschäftigte als auch Unternehmer in der Sicherheitswirtschaft sind einem ganz besonderen Risikoprofil ausgesetzt. Gerade für sie ist daher eine individuelle Vorsorgeberatung geboten. Je nach Einsatzgebiet und Einsatzort gilt es, maßgeschneiderte Lösungen zu ermitteln und anzubieten.

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