Informationen über 18 Karat Gold Uhren

Gold wird seit Jahrtausenden für die Herstellung von Schmuck genutzt. Das funkelnde Material wird unter anderem wegen seiner Seltenheit, Beständigkeit und der einzigartigen Farbe sehr geschätzt. Reines Gold (Feingold) wird für die Schmuckherstellung in der Regel mit Silber und Kupfer legiert (vermischt), sodass die Härte, Festigkeit und Polierbarkeit optimiert werden können, denn Feingold ist extrem weich und somit nicht sehr stabil und alltagstauglich.

Was bedeutet 18 Karat Gold?

Die sogenannte «Legierung» wird dann z.B. als 18 Karat bzw. 750er Gold bezeichnet. In unserem Goldschmiedeatelier arbeiten wir vorwiegend mit 750er bzw. 18 Karat Gelbgold, Roségold sowie Weissgold. Was ist mit 750er Gold bzw. 18 Karat gemeint? Die Zahl 750 steht für den Feingehalt einer Goldlegierung, d.h. 750 von 1000 Teilen sind reines Gold. Je kleiner die Zahl des Feingehalts (750, 585 etc.), desto weniger Gold ist effektiv in der Legierung enthalten. In Deutschland gibt es zudem noch 333er Gold.

Die beigemischten Bestandteile sind wesentlich günstiger als Gold, weshalb der Preis mit sinkendem Goldgehalt tiefer wird. Optisch sind für Laien die unterschiedlichen Legierungen meist nur am Feingehaltsstempel erkennbar (z.B. 750). Die hochwertigste und beliebteste Legierung für Goldschmuck in der Schweiz ist 18 Karat (750), die auch wir nutzen.

Zusammensetzung und Farbvarianten von 18 Karat Gold

Eine 18 Karat (750er) Legierung besteht in der Regel aus Feingold, Silber und Kupfer. Die Anteile an Silber und Kupfer variieren wie erwähnt je nach gewünschter Goldfarbe. Bei Roségold wird etwas mehr Kupfer als Silber verwendet, sodass die Farbe etwas rötlicher wird als beispielsweise bei Gelbgold. 18 Karat Gelbgold hat durch den hohen Goldanteil (75 %) eine wunderschöne warme Gelbgoldfarbe.

Weissgold gibt es in dieser dunkelgrauen Farbe nicht in der Natur. Um der Legierung die gelbe Goldfarbe weitgehend zu entziehen, werden Edelmetalle wie z.B. Palladium, Platin oder Silber beigemischt. Um den Gelbstich noch weiter zu minimieren, wird Weissgoldschmuck am Schluss oftmals noch mit einer Schicht Rhodium überzogen.

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Vorteile von 18 Karat Gold

Die goldene Farbe trägt sich nicht ab, wie dies bei vergoldetem Schmuck im Laufe der Zeit unweigerlich geschieht. Die wunderschöne Goldfarbe bleibt ein Leben lang erhalten. Gold ist härter als Silber und somit insgesamt robuster und widerstandsfähiger. Feingold oxidiert nicht, d.h. es läuft nicht an. Mit «anlaufen» ist umgangssprachlich der bräunliche/schwarze Belag (Silbersulfid) gemeint, welcher sich bei Silber mit der Zeit an der Oberfläche bilden kann, da das Material unweigerlich mit Schwefelverbindungen in der Luft in Kontakt kommt und diese chemische Reaktion so ausgelöst wird. Auch bei Goldschmuck mit niedrigem Feingehalt (z.B. 333) kann es vorkommen, dass dieser anläuft.

Oftmals ist die Freude an Modeschmuck nur von kurzer Dauer. Nebst der raschen Abtragung der Goldschicht (bei vergoldetem Modeschmuck) sind auch sogenannte «Kontaktallergien» keine Seltenheit. In der Schweiz sind etwa 15 % der Bevölkerung betroffen, meist Mädchen und Frauen. Jede vierte weibliche Person reagiert allergisch auf Nickel. Bei 750er Goldlegierungen sind keine allergenen Bestandteile enthalten. Neben dem persönlichen Element wie Kremationsasche oder Haar (etc.) verleiht auch das wertvolle Edelmetall dem Schmuckstück seinen Wert.

Leichtgold: Eine Innovation aus der ETH Zürich

ETH-Forschende stellten 18-karätiges Gold her, das sehr leicht ist. Sieht einem echten Nugget verblüffend ähnlich: 18-Karat-Gold, dessen Trägermaterial Latex ist. Liebhaberinnen und Liebhaber von Golduhren und schwerem Schmuck können sich freuen. Die Objekte ihrer Begierde dürften dereinst viel leichter werden und trotzdem edel glänzen. Gerade bei Armbanduhren ist ein geringes Gewicht entscheidend. Niemand mag eine schwere Uhr am Handgelenk tragen, selbst wenn sie aus echtem Gold besteht. Das ist auf die Dauer unangenehm und störend.

Die ehemalige ETH-Postdoktorandin Leonie van ‘t Hag im Labor von Raffaele Mezzenga, Professor für Lebensmittel und weiche Materialien, hat deshalb eine neue Form von Gold geschaffen, die fünf- bis zehnmal leichter ist als traditionelles 18-Karat-Gold. Dieses besteht üblicherweise zu drei Vierteln aus dem Element Gold und zu einem Viertel aus Kupfer. Seine Dichte liegt bei rund 15 g/cm3. Nicht so das neue Leichtgold. Dessen Dichte beträgt nur 1,7 g/cm3. Trotzdem ist es 18-Karat-Gold.

Der Grund für diese wundersame Leichtigkeit: Van’t Hag, Mezzenga und Kollegen verwendeten Proteinfasern und ein Latexpolymer anstelle eines metallenen Legierungspartners. Diese Fasern bilden die Matrix, in die plättchenartige Gold-Nanokristalle eingebettet sind. Zudem enthält das Leichtgold zahlreiche winzige Lufteinschlüsse, die von Auge nicht sichtbar sind. Gold-Nanoplättchen, die in einer Latexmatrix eingebettet sind.

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Und hier ist das Rezept für die neue Leichtigkeit des Goldes: Die Forschenden geben die Zutaten in Wasser und erzeugen eine Dispersion. Diese versetzen sie mit einem Salz und verwandeln dadurch die Dispersion in ein Gel, bei welchem sie in einem nächsten Schritt das Wasser durch Alkohol ersetzen. In einer Druckkammer hohen Drücken und einer superkritischen CO2-Atmosphäre ausgesetzt, können sich der Alkohol und das Gas mischen. Sobald die Forscher den Druck entlasten verwandelt sich das Gemisch in ein gleichmässiges luftiges Aerogel. Anschliessend können die Kunststoffpolymere durch Wärmezufuhr ausgeglüht werden. Dadurch wandelt sich das Material erneut um und wird in die gewünschte endgültige Form verdichtet, wobei die 18-Karat-Zusammensetzung erhalten bleibt.

«Dieses Gold hat Materialeigenschaften eines Plastiks», sagt Mezzenga. Lässt man ein Stück davon auf eine harte Tischplatte fallen, klingt es wie Plastik. Die Forschenden können auch die Härte des Materials einstellen, indem sie die Zusammensetzung des Goldes verändert. Anstelle von Latex ist auch möglich, andere Kunststoffe wie Polypropylen als Trägermaterial zu verwenden. Da sich Polypropylen bei einer spezifischen Temperatur verflüssigt, kann Plastikgold mit diesem Kunststoff das Schmelzen von Gold imitieren, aber bei viel tieferen Temperaturen. Durch die Wahl der Gold-Nanopartikel lässt sich ausserdem die Farbe ändern. Gold-Nanoplättchen ergeben den typischen Goldschimmer. Kugelige Gold-Nanopartikel verleihen dem Material einen violetten Farbton. «Grundsätzlich können wir mit unserem Ansatz fast beliebige Arten von Plastikgold kreieren, je nachdem welche Eigenschaften gefragt sind», sagt Mezzenga.

Anwendungsgebiete für das Plastikgold sind laut dem ETH-Professor vor allem die Herstellung von Uhren und Schmuck. Es eignet sich aber auch für die chemische Katalyse, Elektronikanwendungen oder zur Abschirmung von radioaktiver Strahlung. Die Forschenden haben auf das Verfahren und das Material ein Patent angemeldet.

Bereits vor einiger Zeit machten Wissenschaftler um Raffaele Mezzenga mit dem leichtesten Gold der Welt von sich reden. Dieses Gold war so leicht, dass es selbst auf Cappuccino-Schaum schwamm. «Das Material war allerdings zu wenig stabil und konnte nicht weiterverarbeitet werden.

Beispiele für 18 Karat Gold Uhren

Tissot Goldrun

Die Tissot Goldrun ist unter den Golduhren ein „Must- have“. In all ihrer Schlichtheit ist diese Uhr eine echte Klassikerin, die mit ihren goldenen Noten Eleganz und Stil vermittelt - sei es bei dem 18 Karat Gelbgoldgehäuse, dem Lederarmband mit Dornschließe oder Details wie den goldfarbenen Zeigern und dem Zifferblatt mit Datumsanzeige. Dieses Modell aus der Tissot Goldrun Linie mit Swiss Made Quartzwerk mit Batterie-Endanzeige und kratzfestem Saphirglas hat ein champagnerfarbenes Zifferblatt mit Indizes und ein schwarzes Lederarmband.

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Das tief verwurzelte Schweizer Erbe von Tissot ist die Essenz seines Prestiges. Das emblematische Kreuz der Schweizer Flagge, das stolz in ihr Logo integriert ist, spiegelt die Qualität und Zuverlässigkeit wider, die ihre Uhrmacher seit 1853 unter Beweis stellen. Heute vermarktet Tissot seine Uhren in über 160 Ländern auf der ganzen Welt und bewahrt dabei seine einzigartige Identität. Die Marke bleibt ihren Ursprüngen treu und ist in der Stadt Le Locle im Herzen des Schweizer Juras verwurzelt.

Rolex Day-Date 36

Die geriffelte Lünette von Rolex ist ein Markenzeichen. Ursprünglich hatte die Riffelung der Oyster Lünette einen praktischen Zweck: Sie diente zum Verschrauben mit dem Gehäuse­, um die Wasserdichtheit der Armbanduhr zu gewährleisten. Die Riffelung entsprach deshalb der des Gehäuse­bodens, der ebenfalls mithilfe von Rolex Spezial­werkzeugen mit dem Gehäuse verschraubt wurde, um die Uhr wasserdicht zu machen. Mit der Zeit erhielt die Riffelung eine rein ästhetische Funktion und wurde zu einem prägenden Element des stilistischen Markenerbes von Rolex. Heute ist die geriffelte Lünette ein Distinktions­merkmal, das bei dieser Day-Date 36 in Gold gefertigt wird.

Um die Schönheit seiner Uhren in Roségold zu bewahren, entwickelte und patentierte Rolex eine exklusive 18 Karat Goldlegierung, die in der hauseigenen Gießerei hergestellt wird: Everose-Gold. 18 Karat Everose-Gold wurde 2005 eingeführt und kommt bei allen Rolex Oyster Modellen in Roségold zum Einsatz.

Alle Rolex Armbanduhren werden entsprechend den hohen Qualitätsstandards der Marke mit größter Sorgfalt von Hand gefertigt. Eine hohe Nachfrage kann zudem die Verfügbarkeit bestimmter Modelle einschränken. Die neuen Rolex Armbanduhren sind ausschließlich bei offiziellen Fachhändlern erhältlich. Bucherer ist stolz, Teil des weltweiten Netzwerks offizieller Rolex Fachhändler zu sein.

Merkmale der Rolex Day-Date 36:

  • Gehäuse: Oyster, 36 mm, Everose-Gold
  • Lünette: Geriffelt
  • Wasserdichtheit: Bis 100 Meter Tiefe wasserdicht
  • Uhrwerk: Mechanisches Perpetual-Uhrwerk, automatischer Aufzug
  • Kaliber: 3255, Rolex Manufakturwerk
  • Gangreserve: Circa 70 Stunden
  • Armband: President, dreireihig, halbrunde Elemente
  • Zifferblatt: Roséfarben mit Diamanten
  • Zertifizierung: Chronometer der Superlative (COSC + Rolex Zertifizierung nach dem Einschalen des Uhrwerks)
  • Zifferblatt Farbe: Rosé

Dieses Zifferblatt verfügt über Diamanten, Fassung 18 Karat Gold, und Diamantbaguetten auf der 6-Uhr und 9-Uhr-Position. Der Radialschliff lässt zarte Lichtreflexe auf vielen Zifferblättern der Oyster Perpetual Kollektion entstehen. Er umfasst virtuose Bürsttechniken, mit denen Riffelungen erzeugt werden, die von der Mitte des Zifferblatts her ausstrahlen. Licht fließt an jeder Einkerbung entlang und schafft damit einen charakteristischen subtilen Schimmer, der sich mit der Bewegung des Handgelenks verändert. Sobald der Radialschliff abgeschlossen ist, wird die Farbe anhand des PVD-Verfahrens (Physical Vapour Deposition, physikalische Gasphasen­abscheidung) oder der Galvanoplastik auf das Zifferblatt aufgetragen. Eine dezente Lackierung verleiht dem Zifferblatt sein vollständiges Erscheinungsbild.

Dank seiner hauseigenen Gießerei hat Rolex die einzigartige Möglichkeit, 18 Karat Gold­legierungen von höchster Qualität selbst zu produzieren. Je nach Silber-, Kupfer-, Platin- oder Palladium­anteil können verschiedene Arten von 18 Karat Gold kreiert werden: Gelb-, Rosé- oder Weißgold. Rolex greift dabei ausschließlich auf feinste Metalle zurück, die sorgfältig von einem hausinternen Labor mit hochmodernster Ausrüstung getestet werden, bevor das Gold unter Berücksichtigung strenger Qualitäts­standards geformt wird. Rolex' Streben nach Exzellenz beginnt an der Quelle.