Russland hat sich im Jahr 2025 weiterhin als eine der führenden Nationen im Mixed Martial Arts (MMA) etabliert. Zahlreiche russische Kämpfer haben in verschiedenen Organisationen Weltmeistertitel errungen und verteidigt. Russland kann mittlerweile zahlreiche starke UFC-Fighter vorweisen, egal ob ehemalige wie Khabib Nurmagomedov oder aktuelle wie Khamzat Chimaev.
Erfolgreiche russische UFC-Kämpfer
Einige der bemerkenswertesten russischen UFC-Kämpfer sind:
- Khabib Nurmagomedov: Geboren am 20. September 1988 in Russland, beendete seine Karriere ungeschlagen mit einer perfekten Bilanz von 29 Siegen. Er gewann die UFC-Weltmeisterschaft gegen den US-Amerikaner Al Iaquinta und wurde damit der erste Russe, der einen UFC-Weltmeistertitel gewann. Nach dem Tod seines Vaters an COVID-19 im Sommer 2020 gab Khabib im Oktober 2020 sein Karriereende bekannt. Privat ist Khabib für seine starke Bindung an seine Familie und seinen Glauben bekannt.
- Islam Makhachev: Wie bei vielen anderen MMA-Kämpfern ist auch die Islam Makhachev Herkunft die russische Region Dagestan. Das vorläufige Highlight hat er im Oktober 2022 erreicht, als er Champion im Leichtgewicht wurde. Makhachev verteidigte seinen Titel im Leichtgewicht bereits dreimal. Bei UFC 311 verteidigte er seinen Titel erfolgreich gegen Renato Moicano und baute seine Siegesserie auf 15 Kämpfe aus.
- Magomed Ankalaev: Ankalaev gewann seinen Kampf im Halbschwergewicht und wird den nächsten Titelkampf bekommen. Magomed Ankalaev krönte sich zum UFC-Halbschwergewichtschampion, nachdem er mehrere Top-Gegner besiegt hatte.
- Khamzat Chimaev: MMA-Profi Khamzat Chimaev ist ein Gefolgsmann des tschetschenischen Diktators und ein Superstar in der Szene. Chimaev kämpfte bereits fünf Mal in Abu Dhabi. Nicht nur, weil er sich dem Emirat als Muslim näher fühlt, sondern weil ihm die USA aufgrund seiner engen Verbindungen zu Ramsan Kadyrow ein Visum verwehrt haben. Kadyrow inszeniert sich gerne als großen Helden, Anführer und ist das, was man im Westen getrost als toxisches Männlichkeitsideal par excellence bezeichnen kann. Als Vehikel dafür benutzt er den Kampfsport, insbesondere MMA und das Boxen. Chimaev versteckt seine Freundschaft zu Kadyrow nicht. Im Gegenteil, in den sozialen Medien zelebriert er sie regelrecht.
- Fedor Vladimirovich Emelianenko: Geboren am 28. September 1976, ist ein russischer Politiker, ehemaliger professioneller Mixed Martial Artist (MMA), Sambist und Judoka. Emelianenko war Schwergewichtsweltmeister bei PRIDE von 2003 bis zur Schließung der Organisation im Jahr 2007, viermaliger Weltmeister im Combat Sambo und zweimaliger russischer nationaler Bronzemedaillengewinner im Judo. Er trat auch bei RINGS, Strikeforce, M-1 Global, Rizin und Bellator an und gilt als der bekannteste Kämpfer, der nie bei der UFC (Ultimate Fighting Championship) angetreten ist. Emelianenko gilt weithin als einer der größten MMA-Kämpfer aller Zeiten und wurde von 2003 bis 2010 durchgehend als bester Schwergewichtskämpfer und bester Kämpfer der 2000er Jahre bezeichnet.
Weitere russische Kämpfer in anderen Organisationen
- Usman Nurmagomedov: Cousin von Khabib Nurmagomedov, setzte die Familientradition fort und dominierte die Leichtgewichtsklasse bei Bellator.
- Shamil Musaev: Eroberte den Weltergewichtstitel in der Professional Fighters League (PFL).
- Anatoly Malykhin: Dominierte sowohl die Schwergewichts- als auch die Halbschwergewichtsklasse in der ONE Championship.
Kontroversen und Tragödien
Es gab auch einige dunkle Kapitel im Zusammenhang mit russischen MMA-Kämpfern:
- Abdul-Kerim Edilov: Der ehemalige UFC-Kämpfer Abdul-Kerim Edilov ist im Dezember 2022 im Alter von 31 Jahren verstorben. Der Tod des russischen Athleten wirft jedoch weiterhin viele Fragen auf. Wurde ihm am Ende seine politische Karriere zum Verhängnis? Davon berichtet zumindest die Wochenzeitung „der Freitag“ laut der der ehemalige UFC-Kämpfer in der russischen Region Tschetschenien sogar gefoltert worden sei. Edilov war nämlich enger Vertrauter des tschetschenischen Diktators Ramsar Kadyrow (46). Im Jahr 2014 gründete der russische Politiker seinen eigenen MMA-Klub und veranstaltete regelmäßig Wettbewerbe. Edilov gehörte bereits damals zu seinen wichtigsten Kämpfern und unterschrieb anschließend sogar einen Profi-Vertrag bei der UFC. Sein dortiges Debüt verzögerte sich allerdings wegen einer positiven Doping-Kontrolle im Jahr 2015. 2017 absolvierte der damals 25-Jährige dann seinen ersten und auch einzigen Kampf bei der UFC. Bei der Fight-Night 115 am 2. September in Rotterdam gewann er seinen Kampf gegen den Serben Bojan Mihajlović (42) durch ein technisches K.O. in der zweiten Runde.
Das UFC-Ranking System
Das UFC-Ranking ist ein komplexes System, das die Leistungen der Kämpfer bewertet. Ein ausgewähltes Medien-Panel ist für die Erstellung des UFC-Rankings verantwortlich. Journalisten bewerten die Kämpfer basierend auf ihren jüngsten Leistungen. Aktuelle Leistungen haben dabei mehr Gewicht als ältere Ergebnisse. Titelverteidigungen sind ein entscheidender Faktor im UFC-Ranking. Sie zeigen die Konstanz und Dominanz eines Champions. Das UFC-Ranking dient als Orientierung für Kampfpaarungen, hat aber keinen bindenden Charakter.
Die Position im UFC-Ranking wird durch Faktoren wie Bilanz, Gegnerqualität, Aktivität, Siegesart und die Organisation, in der gekämpft wurde, beeinflusst.
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Legendäre Kämpfe
Die UFC-Geschichte ist geprägt von beeindruckenden Titelverteidigungen und legendären Siegesserien. Zu den legendären Kämpfen zählen St-Pierre gegen Hendricks und Silva gegen Sonnen. Diese Duelle prägten die UFC-Geschichte und begeisterten Fans weltweit.
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