Russische MMA-Kämpfer: Eine Liste der Besten

Russland hat sich im Jahr 2025 weiterhin als eine der führenden Nationen im Mixed Martial Arts (MMA) etabliert. Zahlreiche russische Kämpfer haben in verschiedenen Organisationen Weltmeistertitel errungen und verteidigt.

Die Bedeutung von Sambo im MMA

In den Mixed Martial Arts (MMA) gibt es eine würdige Art, die sowohl erwähnt als auch genauer untersucht werden sollte: Das Sambo. Aus Rußland stammend ist dies eine hybride und vielseitige Kampfsportart, die mehrere Techniken der Martial Arts kombiniert. Mittlerweile ist Sambo in Spanien ziemlich populär geworden. Seit 1938 ist es Nationalsport in Rußland, seine Bedeutung: Selbstverteidigung ohne Waffen, das Ziel ist es, sich durch einen schnellen Nahkampf gegen einen bewaffneten Gegner zu verteidigen.

Die Geschichte des Sambo

Es lohnt sich, zu den Ursprüngen des Sambo zurückzukehren. Zu diesem Zweck machen wir eine Reise zurück in die Russische Revolution im Oktober 1917 (Roter Oktober), wo der sowjetische Führer Wladimir Lenin sein Expertenteam aufforderte, eine Kampfmethode zu entwickeln, die der Roten Armee, der sowjetischen Polizei und den Eliteeinheiten, als Unterscheidungsmerkmal dienen sollte.

Lenins Team machte sich gleich an die Arbeit und reiste durch die Mongolei, China und Japan, wo sie die besten Kampfstile der Welt studierten, um sie mit den traditionellen Techniken der riesigen russischen Steppe zu integrieren. Und so wurde Sambo geboren: eine Fusion orientalischer Kampftechniken (Jiu Jitsu, Kung Fu, Karate, Judo, Taekwondo) und denen, die in Armenien, Usbekistan, Georgien oder Moldawien beheimatet sind. Im Laufe der Jahre wurden Elemente des Boxens, des griechisch-römischen Wrestlings, des Muay Thai, des Kickboxens und des Taekwondo aufgenommen.

Die Stile des Sambo

Sambo zeichnet sich durch seine vielzählige Zulässigkeit aus, bei der praktisch alle Arten von Schlägen mit Beinen, Fäusten, Knien und Ellbogen erlaubt sind. Im Nahkampf sind Würfe, Fixierungen, Klammern, Hebeln, Würgen und alle Arten von Tritten und Schlägen zulässig.

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Im Sambo Sport ist Würgen nicht erlaubt, obgleich alle Formen von Beinschlüsseln erlaubt sind. Im Sambo Combat ist mehr erlaubt und ähnelt mehr seinem Original, die Sambo Selbstverteidigung ist eine Variante, die darauf angelegt ist, sich gegen unbewaffnete Gegner zu wehren. Heute ist es eine der vier Kampfsportarten, die im Wettkampf stattfinden, neben Judo, olympisches Wrestling und Greco.

Die Ausstattung für Sambo Praxis

Das notwendige Material für Sambo ist kurz und knapp: es besteht aus einer Jacke (Kurtka), die anders als Kimonos erlaubt, einen Gürtel in die Jacke einzuführen, damit die Jacke während des Kampfes nicht aufgeht. Die kurze Hose hat dieselbe Farbe wie die Jacke, und die Schuhe heißen Sambovki.

Im Sambo Combat ist ein Mundschutz, Schienbeinschützer, Genitalschutz, sowie Handschuhe und Helm vorgeschrieben. Bei der Bekleidung gibt es keine Merkmale für den Schwierigkeitsgrad.

Bis zum Untergang der Sowjetunion war Sambo eher unbekannt, und nach dem Zerfall der UDSSR breitete sich dieser Sport weltweit aus und hat die Welt der Mixed Martial Arts mit einer neuen hervorragenden Variante bereichert.

Kämpfer, die vom Sambo kommen, die du wahrscheinlich kennen

Sambo ist eine Disziplin, die viele großartige MMA- Kämpfer hervorgebracht hat. Logischerweise, da es sich um eine gemischte Disziplin handelt, die sowohl Schlagarbeit als auch Würfe und Bodenarbeit umfasst. Ein Sambosportler kann leicht in den MMA-Wettbewerb einsteigen.

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Liste der russischen MMA-Kämpfer

Hier eine Liste der besten MMA-Kämpfer, deren Basisdisziplin Sambo war:

  • Oleg Taktarov: Er war einer der bekanntesten Kämpfer in den frühen UFC-Events. Nachdem er in den Ruhestand getreten war und seine Popularität ausgenutzt hatte, wurde er Schauspieler in Hollywood, wo er logischerweise am häufigsten die Rollen des russischen Bösewichts in Actionfilmen erhalten hat.
  • Sergei Kharitonov: fiel beim Pride FC auf und ist heute noch bei Bellator aktiv.
  • Megumi Fujii: besser bekannt als Megu Megu, der sich 2013 zurückgezogen hat. Dieser Japaner hat einen gigantischen Rekord von 26 Siegen und nur 3 Niederlagen. Hauptsächlich kämpfte er in Japan, war aber auch bei Bellator zu sehen.
  • Andrei Arlovski: Dieser weißrussische Kämpfer wurde Champion beim UFC im Schwergewicht und fightet auch heute noch beim UFC mit.
  • Fedor Emelianenko: von vielen als bester im Schwergewicht der MMA Geschichte angesehen, ist Fedor ein schüchterner Kämpfer und wird von allen respektiert, Dank seiner Agressivität und Gefühlskälte, wenn er im Kampf ist. Auf sein Konto gehen 31 Siege und nur eine Niederlage, gegen alle Tops seiner Gewichtsklasse in seiner Zeit.
  • Khabib Nurmagomedov: Mit 29 Siegen und keiner Niederlage hat er sich in den Ruhestand begeben. Er hat nicht eine Runde verloren. Er vernichtete alle seine Gegner wie Conor McGregor,Justin Gaethje, Dustin Poirier oder Edson Barboza, der Dagestan Kämpfer mit Spitzname "The Eagle" ist wahrscheinlich neben Fedor der beste Exponent des Sambo in den MMA.

Wie du wahrscheinlich gemerkt hast, sind die meisten Russen, eben weil dieser Sport in Rußland entstanden ist.

Weitere bemerkenswerte MMA-Kämpfer

Es gibt auch viele weitere bemerkenswerte MMA-Kämpfer, die nicht unbedingt russischer Herkunft sind, aber dennoch großen Einfluss auf den Sport hatten:

  • Anderson Silva: Er ist bekannt für seine beeindruckenden Fähigkeiten im Standkampf und gilt als einer der besten MMA-Kämpfer aller Zeiten. Zu seinen größten Erfolgen im Kampfsport zählt der Gewinn des UFC-Titels im Mittelgewicht, den er von Oktober 2006 bis Juli 2013 hielt.
  • Jonathan Dwight Jones: Er ist bekannt für seine Dominanz im Octagon und seine Fähigkeit, Kämpfe auf unterschiedliche Weise zu gewinnen, sei es durch K.o., Aufgabe oder Punkte.
  • Demetrious Khrisna Johnson: Am 22. September 2012 gewann er in einem Kampf gegen Joseph Benavidez den neu geschaffenen Titel im Fliegengewicht, den er acht Mal erfolgreich verteidigen konnte.
  • Matt Hughes: Während seiner Zeit bei der Ultimate Fighting Championship stellte Hughes zwei separate Siegesserien über sechs Kämpfe auf, besiegte alle verfügbaren Gegner im Weltergewicht und verteidigte seinen Gürtel sieben Mal, was zu dieser Zeit einen Rekord darstellte.
  • Charles David „Chuck“ Liddell: Diesmal setzte er sich am 16. In der Folge verteidigte er seinen Titel gegen Jeremy Horn, Couture, Renato Sobral und Ortiz, bevor er ihn bei UFC 71 am 26. Mai 2007 an Quinton Jackson abgeben musste.
  • Jay Dee „B.J.“ Penn: Stevenson musste in der zweiten Runde aufgeben und Penn wurde neuer Lightweight Champion. Penns Karriere war von Höhen und Tiefen geprägt, darunter mehrere Rücktritte und Comebacks.
  • Conor Anthony McGregor: Er ist ehemaliger UFC Lightweight Champion und UFC Featherweight Champion sowie ehemaliger Cage Warriors Featherweight und Lightweight Champion.
  • Georges St-Pierre: Nach einer Verletzung und einer 19-monatigen Pause kehrte er 2012 in den Sport zurück und gewann den Titelvereinigungskampf gegen Carlos Condit. Er verteidigte seinen Titel erfolgreich gegen mehrere Herausforderer, bevor er 2013 seinen Rücktritt vom Boxsport bekannt gab und seinen Titel vakant machte.

Aktuelle UFC-Champions (Stand Februar 2025)

Stand Februar 2025 sind die aktuellen UFC-Champions:

  • Jon Jones: Schwergewicht
  • Alex Pereira: Halbschwergewicht
  • Dricus du Plessis: Mittelgewicht
  • Leon Edwards: Weltergewicht
  • Islam Makhachev: Leichtgewicht
  • Ilia Topuria: Federgewicht
  • Sean O’Malley: Bantamgewicht
  • Alexandre Pantoja: Fliegengewicht

Russische MMA-Kämpfer und Politik

MMA-Profi Khamzat Chimaev ist ein Gefolgsmann des Diktators und ein Superstar in der Szene. Chimaev ist nicht nur einer der momentan größten Kampfsportstars, sondern auch enger Freund des tschetschenischen Diktators Ramsan Kadyrow. Chimaev versteckt seine Freundschaft zu Kadyrow nicht. Im Gegenteil, in den sozialen Medien zelebriert er sie regelrecht. Die UFC ignoriert das gekonnt. Selbst dann, wenn Chimaev dem Diktator im Käfig öffentlich die Treue schwört.

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Nicht nur wegen Chimaevs überwältigenden Siegs war der Kampfabend UFC 308 eine gute Nacht für Kämpfer aus der Russischen Föderation. Magomed Ankalaev, ein weiterer Vorzeigeathlet aus dem Fight Club von Kadyrow, gewann seinen Kampf im Halbschwergewicht und wird den nächsten Titelkampf bekommen. Zwar wurden Magomedov noch keine offiziellen Verbindungen zu Kadyrow nachgewiesen, dafür aber seinem Manager Ali Abdelaziz, der etliche Kämpfer des Fight Club Akhmat vertritt.