Russische UFC-Kämpfer: Eine Übersicht

Russland hat sich im Jahr 2025 weiterhin als eine der führenden Nationen im Mixed Martial Arts (MMA) etabliert. Russland kann mittlerweile zahlreiche starke UFC-Fighter vorweisen, egal ob ehemalige wie Khabib Nurmagomedov oder aktuelle wie Khamzat Chimaev.

Islam Makhachev: Der aktuelle Star aus Dagestan

Wie bei vielen anderen MMA-Kämpfern ist auch die Islam Makhachev Herkunft die russische Region Dagestan. Damals gehörte Dagestan noch zur Sowjetunion und hieß Dagestanische ASSR (Autonome Sozialistische Sowjetrepublik). Islam Makhachev ist Teil der Laken, die fünftgrößte Ethnie in Dagestan, zu der in ganz Russland rund 178.630 Menschen gehören.

Das vorläufige Highlight hat er im Oktober 2022 erreicht, als er Champion im Leichtgewicht wurde. Im Oktober 2022 erfolgte dann die Krönung: Gegen Charles Oliveira kürte er sich zum Leichtgewicht-Champion und ist damit auch endgültig in die Fußstapfen seines Mentors Khabib Nurmagomedov getreten.

Schon in seiner Jugend soll Islam mit dem Kampfsport begonnen haben. Combat Sambo ist eine russisch-sowjetische Kampfsportart, welche eine Mischung aus Judo, Jiu-Jitsu sowie traditionellen Kampf- und Ringerkünsten aus Europa darstellt. Der Sport ist dem MMA sehr ähnlich. Bei der World Combat Sambo Championship 2016 kürte sich Makhachev zum Weltmeister bis 74 KG. Im Finale siegte er 7-0 und holte so Gold. Schon davor fing er aber mit Mixed-Martial-Arts an.

Nach fünf Siegen bei verschiedenen Wettbewerben, kam er 2013 wieder zurück zu M-1 Global. In der Leichtgewicht-Division, in der der seit jeher aktiv ist, wurde ihm aber auch gezeigt, dass er keineswegs unbesiegbar ist. Bereits in seinem zweiten Kampf in der „Champions League des MMA“, ging Makhachev in der 1. Runde gegen gegen Adriano Martins KO. Aus dieser Pleite hat er die richtigen Schlüsse gezogen.

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Nicht mit einbezogen werden können zudem seine Werbedeals Wahed Invest, Monster Energy Drink oder Al Hadaya. Bekannt ist allerdings, dass er mit dieser verheiratet ist. Von der Hochzeit aus dem Jahr 2021 tauchten auf Social Media aber mehrere Bilder und auch Videos auf. Apropos Social Media: Islam Makhachev ist regelmäßig mit einem anderen Star des World Wide Web zu sehen: Hasbulla Magomedov.

Die genauen Verträge der einzelnen UFC Fighter sind nicht immer bekannt - so auch nicht die Islam Makhachev Gage. Dem Vernehmen nach hat Makhachev durch seine bisherigen Kämpfe bei der UFC ungefähr eine Million US-Dollar verdient. Das Islam Makhachev Vermögen dürfte sich Gerüchten zufolge auf rund 650.000 US-Dollar belaufen. Genaue Angaben gibt es allerdings nicht.

Islam Makhachev verteidigte seinen Titel im Leichtgewicht bereits dreimal. Bei UFC 311 verteidigte er seinen Titel erfolgreich gegen Renato Moicano und baute seine Siegesserie auf 15 Kämpfe aus.

Khabib Nurmagomedov: Eine Legende des MMA

Khabib Nurmagomedov, geboren am 20. September 1988 in Russland, beendete seine Karriere ungeschlagen mit einer perfekten Bilanz von 29 Siegen. Chabib Abdulmanapowitsch Nurmagomedow, auch bekannt als Khabib Nurmagomedov, wurde am 20. September 1988 in Sildi, Dagestan ASSR, Russische SFSR, Sowjetunion geboren. Khabib begann im Alter von sechs Jahren mit dem Kampfsport, trainiert von seinem Vater Abdulmanap Nurmagomedow, einem bekannten Judoka. Er trainierte verschiedene Kampfsportarten wie Sambo, Judo, Pankration und Freistilringen.

Er gewann die UFC-Weltmeisterschaft gegen den US-Amerikaner Al Iaquinta und wurde damit der erste Russe, der einen UFC-Weltmeistertitel gewann. Nach dem Tod seines Vaters an COVID-19 im Sommer 2020 gab Khabib im Oktober 2020 sein Karriereende bekannt. Privat ist Khabib für seine starke Bindung an seine Familie und seinen Glauben bekannt.

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„Es ist seit langer Zeit Khabibs Mindset: Als Erstes ist er ein Moslem und erst danach ein Fighter und alles andere. Er ist ein positives Beispiel und zeigt wie ein echter Muslim zu sein hat. „Wenn wir trainiert haben, dann hatten wir Sparring, Grappling, Wrestling und haben danach aufgehört. Aber er [Khabib, Anm.] gibt uns danach immer noch Aufgaben. Manchmal bin ich wütend auf ihn.

Weitere russische UFC-Kämpfer

Usman Nurmagomedov, Cousin von Khabib Nurmagomedov, setzte die Familientradition fort und dominierte die Leichtgewichtsklasse bei Bellator. Shamil Musaev eroberte den Weltergewichtstitel in der Professional Fighters League (PFL). Anatoly Malykhin dominierte sowohl die Schwergewichts- als auch die Halbschwergewichtsklasse in der ONE Championship. Magomed Ankalaev krönte sich zum UFC-Halbschwergewichtschampion, nachdem er mehrere Top-Gegner besiegt hatte.

Khamzat Chimaev und seine Verbindung zu Ramsan Kadyrow

MMA-Profi Khamzat Chimaev ist ein Gefolgsmann des Diktators und ein Superstar in der Szene. Chimaev ist nicht nur einer der momentan größten Kampfsportstars, sondern auch enger Freund des tschetschenischen Diktators Ramsan Kadyrow.

Kadyrow inszeniert sich gerne als großen Helden, Anführer und ist das, was man im Westen getrost als toxisches Männlichkeitsideal par excellence bezeichnen kann. Als Vehikel dafür benutzt er den Kampfsport, insbesondere MMA und das Boxen. Chimaev versteckt seine Freundschaft zu Kadyrow nicht. Im Gegenteil, in den sozialen Medien zelebriert er sie regelrecht. Die UFC ignoriert das gekonnt. Selbst dann, wenn Chimaev dem Diktator im Käfig öffentlich die Treue schwört.

Nicht nur wegen Chimaevs überwältigenden Siegs war der Kampfabend UFC 308 eine gute Nacht für Kämpfer aus der Russischen Föderation. Zwar wurden Magomedov noch keine offiziellen Verbindungen zu Kadyrow nachgewiesen, dafür aber seinem Manager Ali Abdelaziz, der etliche Kämpfer des Fight Club Akhmat vertritt.

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Für seine Söhne hat der Putin-Verbündete jedenfalls bereits Ersatz gefunden - sie werden jetzt von UFC-Star Khamzat Chimaev (28) trainiert.

Der Fall Abdul-Kerim Edilov

Der ehemalige UFC-Kämpfer Abdul-Kerim Edilov ist im Dezember 2022 im Alter von 31 Jahren verstorben. Der Tod des russischen Athleten wirft jedoch weiterhin viele Fragen auf. Der Tod des russischen Mixed-Martial-Arts-Athleten Abdul-Kerim Edilov (†31) wirft auch drei Monate nach seinem Ableben noch viele Fragen auf. Wurde ihm am Ende seine politische Karriere zum Verhängnis?

Edilov war nämlich enger Vertrauter des tschetschenischen Diktators Ramsar Kadyrow (46). Im Jahr 2014 gründete der russische Politiker seinen eigenen MMA-Klub und veranstaltete regelmäßig Wettbewerbe. Edilov gehörte bereits damals zu seinen wichtigsten Kämpfern und unterschrieb anschließend sogar einen Profi-Vertrag bei der UFC. Sein dortiges Debüt verzögerte sich allerdings wegen einer positiven Doping-Kontrolle im Jahr 2015.

2017 absolvierte der damals 25-Jährige dann seinen ersten und auch einzigen Kampf bei der UFC. Bei der Fight-Night 115 am 2. September in Rotterdam gewann er seinen Kampf gegen den Serben Bojan Mihajlović (42) durch ein technisches K.O. in der zweiten Runde.

Anstatt anschließend an seiner internationalen MMA-Karriere zu arbeiten, ging es für Abdul-Kerim Edilov in die Familie von Diktator Ramsar Kadyrow. Dort fungierte der ehemalige UFC-Kämpfer als Babysitter für die drei Söhne (im Teenageralter) von Kadyrow und brachte ihnen unter anderem das Kämpfen bei. Dadurch erarbeitete sich Edilov erst einen Posten als Stabschef und anschließend als stellvertretender Premier-Minister von Tschetschenien. Seine politische Karriere sollte allerdings noch weniger erfolgreich laufen, als seine sportliche.

Nur wenige Monate später wurde der frisch gebackene Politiker wegen Drogen-Konsum verurteilt und anschließend gefoltert. Er fiel in Ungnade. Daraufhin wurde er nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen und nur fünf Wochen nach seinem offiziellen Rücktritt wurde der Tod des ehemaligen Athleten bekannt gegeben. Auch Edilovs Bruder, der als Sportminister Tschetscheniens tätig war, wurde seit Dezember 2022 nicht mehr gesehen.

Da Tschetscheniens Präsident Kadyrwo bis heute über den Tod seines ehemaligen Vertrauten schweigt, sehen Menschenrechtsorganisationen wie „Vayfond“ den Diktator in der Verantwortung.

UFC Ranking System

Das UFC-Ranking spiegelt die Leistungen der besten Kämpfer in diesem Kampfsport wider. Die UFC bietet zwölf Gewichtsklassen, acht für Männer und vier für Frauen. Das Ranking-System der UFC basiert auf einem komplexen Verfahren, bei dem ein Gremium aus Medienvertretern die Leistungen der Kämpfer bewertet. Faktoren wie Siege, Niederlagen und die Art des Kampfausgangs fließen in die Bewertung ein.

Das UFC-Ranking ist ein komplexes System, das die Leistungen der Kämpfer bewertet. Ein ausgewähltes Medien-Panel ist für die Erstellung des UFC-Rankings verantwortlich. Journalisten bewerten die Kämpfer basierend auf ihren jüngsten Leistungen. Aktuelle Leistungen haben dabei mehr Gewicht als ältere Ergebnisse. Titelverteidigungen sind ein entscheidender Faktor im UFC-Ranking. Sie zeigen die Konstanz und Dominanz eines Champions.

Das UFC-Ranking dient als Orientierung für Kampfpaarungen, hat aber keinen bindenden Charakter. Die endgültige Entscheidung über Kämpfe liegt bei der UFC selbst. Das UFC-Ranking wird von einem Gremium aus Medienvertretern erstellt. Diese bewerten die Kämpfer basierend auf verschiedenen Faktoren wie Bilanz, Gegnerqualität, Aktivität und Siegesart.

Stand Februar 2025 sind die aktuellen UFC-Champions: Jon Jones (Schwergewicht), Alex Pereira (Halbschwergewicht), Dricus du Plessis (Mittelgewicht), Leon Edwards (Weltergewicht), Islam Makhachev (Leichtgewicht), Ilia Topuria (Federgewicht), Sean O’Malley (Bantamgewicht) und Alexandre Pantoja (Fliegengewicht).

Die UFC bietet eine faszinierende Welt der MMA-Meister. Jede Gewichtsklasse hat ihre eigenen Grenzen. Die UFC-Champions beeindrucken mit ihren Leistungen. Die Zukunft verspricht spannende Kämpfe. Raquel Pennington wird ihren Bantamgewichts-Titel gegen Julianna Peña bei UFC 307 verteidigen. Alex Pereira bereitet sich auf seine nächste Titelverteidigung bei UFC 303 vor.

Einige der erfolgreichsten UFC-Kämpfer aller Zeiten:

  • Anderson Silva
  • Demetrious Johnson
  • Georges St-Pierre
  • Jon Jones
  • Jose Aldo

Tabelle: Aktuelle UFC-Champions (Stand Februar 2025)

Gewichtsklasse Champion
Schwergewicht Jon Jones
Halbschwergewicht Alex Pereira
Mittelgewicht Dricus du Plessis
Weltergewicht Leon Edwards
Leichtgewicht Islam Makhachev
Federgewicht Ilia Topuria
Bantamgewicht Sean O’Malley
Fliegengewicht Alexandre Pantoja