Die Gewichtsklassen sind ein grundlegender Bestandteil der UFC, der bekanntesten Mixed-Martial-Arts-Organisation der Welt. Gewichtsklassen sind Kategorien, die Kämpfer nach ihrem Körpergewicht unterteilen. Dieses System verhindert, dass Athleten mit großen Gewichtsunterschieden gegeneinander antreten, was ausgewogenere und sicherere Kämpfe gewährleistet.
Für MMA, also Mixed Martial Arts, gibt es verschiedene Regeln und Regelwerke. Die bekanntesten Regeln sind die Unified Rules of MMA, auf denen die meisten anderen Regelwerke basieren.
Die Geschichte der Gewichtsklassen
Zu Beginn hatte die UFC keine Gewichtsbeschränkungen. Die Kämpfe waren echte Stilduelle ohne Rücksicht auf Körperbauunterschiede. Im Gründungsjahr 1993 der Ultimate Fighting Championship (UFC) gab es keine Gewichtsklassen. 1997 revolutionierte die Einführung der ersten Gewichtsklassen den Sport. Zunächst gab es aber nur zwei UFC Gewichtsklassen - das Schwergewicht mit allen Kämpfern ab 91 kg (200 Pfund) und das Leichtgewicht mit allen Akteuren bis 90 kg (199 Pfund).
Im Jahr 2001 stieg die Gesamtzahl der UFC Ranglisten auf fünf Gewichtsklassen an: Leichtgewicht, Weltergewicht, Mittelgewicht, Halbschwergewicht und Schwergewicht. Bei den Frauen wurden nach und nach auch eigene Ranglisten erstellt. Begonnen hat es mit der Bantamgewicht-Division. Es folgten danach das Strohgewicht, Federgewicht und zuletzt das Fliegengewicht.
Die aktuellen Gewichtsklassen in der UFC
Die UFC unterteilt die Kämpfer derzeit in 12 Hauptklassen, 8 für Männer und 4 für Frauen. In der Ultimate Fighting Championship (UFC), der größten und besten Liga des Mixed Martial Arts, gibt es UFC Champions in insgesamt zwölf Gewichtsklassen: Acht für Männer und vier für Frauen.
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UFC Gewichtsklassen der Männer:
- Schwergewicht
- Halbschwergewicht
- Mittelgewicht
- Weltergewicht
- Leichtgewicht
- Federgewicht
- Bantamgewicht
- Fliegengewicht
UFC Gewichtsklassen der Frauen:
- Strohgewicht
- Fliegengewicht
- Bantamgewicht
- Federgewicht
Die Unified Rules of MMA definieren weltweit die Regeln, Gewichtsklassen und verbotenen Aktionen.
Die Gewichtsklassen im Frauen-MMA folgen größtenteils den Unified Rules, wobei die UFC Titel in den Klassen Strohgewicht, Fliegengewicht, Bantamgewicht und Federgewicht anerkennt. Diese Gewichtsklasseneinteilung ist Teil der Unified Rules, die im Jahr 2000 von der New Jersey State Athletic Commission eingeführt sowie später von allen US-Bundesstaaten für MMA-Kämpfe übernommen wurden.
Regeln und Vorschriften im MMA
MMA (Mixed Martial Arts) gewinnt weltweit immer mehr an Popularität und zieht Fans mit spektakulären Duellen in den Bann. Doch trotz der Freiheit im Käfig gibt es klare Regeln und Vorschriften, die den Sport lenken und für Fairness sorgen. Die Regeln des Mixed Martial Arts (MMA) variieren je nach Organisation und Land.
Die Vorgaben des offiziellen Regelwerks „Unified Rules of MMA“:
- Standardkämpfe dauern 3 Runden à 5 Minuten; Titelkämpfe 5 Runden.
- Ein Kampf umfasst 3 Runden à 5 Minuten.
- Titelkämpfe umfassen 5 Runden à 5 Minuten.
- Hauptkämpfe dürfen auch über 5 Runden gehen, wenn es sich nicht um einen Titelkampf handelt.
- Um den Kampf zu gewinnen, sind Schläge mit dem Ellbogen, dem Knie sowie Tritte und drehende Rückhandfaustschläge erlaubt.
- Männer und Frauen kämpfen barfuß.
- Männer mit freiem Oberkörper, Frauen mit eng anliegendem Oberteil.
- Die kurze Hose der Männer muss ohne Knöpfe und Reißverschlüsse sein.
- Auch Frauen kämpfen in Shorts ohne Taschen und Applikationen.
- Als Schutzausrüstung sind Zahnschutz, Tiefschutz und 110 Gramm schwere Faustschützer verpflichtend.
- Effektives Schlagen und effektives Grappling haben höchste Priorität bei der Beurteilung einer Runde.
- Effektives Schlagen bezieht sich auf die Bewertung der Wirkung legaler Treffer eines Kämpfers.
- So werden Schläge, die sichtbare Verletzungen oder Schmerzreaktionen beim Gegner verursachen, höher gewichtet als die bloße Anzahl der gelandeten Schläge.
Möglichkeiten zu siegen:
- Knock-Out (K.O.) oder der Technische K.O. (bestätigt durch Ringrichter oder Ringarzt).
- Aufgabe des Gegners durch Abklopfen oder mündliche Aufgabe (meist nach Hebel- oder Würgegriff).
- Wenn kein K.O. oder Aufgabe erfolgt, entscheidet die Punktwertung.
- Gewinner einer Runde bekommt 10 Punkte, der Verlierer 9 Punkte (bei starker Unterlegenheit auch 8 Punkte).
- Bei beidseitiger Disqualifikation oder K.O. nach unbeabsichtigter unerlaubter Aktion kann der Kampf als Unentschieden gewertet werden.
Weitere wichtige Regeln in der MMA:
Insgesamt gibt es 31 verschiedene Fouls, die unerlaubte Angriffe oder unsportliches Verhalten umfassen. Diese Verstöße können mit unterschiedlichen Strafen geahndet werden - von einer einfachen Verwarnung über einen Punktabzug bis hin zur Disqualifikation des Kämpfers.
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Die wichtigsten verbotenen Aktionen im Überblick:
- Beleidigungen, Spucken, Kratzen, Kneifen, das Festhalten der Hose des Gegners sowie Angriffe während Pausen oder Unterbrechungen gelten als Foul.
- Missachtung der Schiedsrichterentscheidung, Eingriffe von außen und Kampfvermeidung werden ebenfalls bestraft.
- Angriffe unter die Gürtellinie, auf die Wirbelsäule, den Hinterkopf und die Nieren sind strengstens verboten.
- Kniestöße und Tritte gegen den Kopf eines am Boden liegenden Gegners sind unrechtmäßig. Ein Kämpfer gilt als „am Boden“, wenn er mit beiden Füßen, einer Hand und einem weiteren Körperteil den Boden berührt.
- Kopfstöße, Beißen, Haarziehen, Augenstechen und das Fishhooking (Greifen und Ziehen des Mundes) sind ebenfalls verboten.
- Schläge und Griffe an die Kehle sowie das Greifen des Schlüsselbeins sind unzulässig.
- Finger- und Zehenmanipulationen (z. B. Verdrehung oder Abspreizen) sind ebenfalls regelwidrig.
- Greifen des Rings oder Käfigs oder das absichtliche Werfen des Gegners außerhalb des Rings oder Käfigs stellen einen Regelverstoß dar.
- Fassen mit den Fingern in Körperöffnungen oder Wunden ist verboten.
- Kampfverhalten, das den Gegner ohne Chance auf einen Sieg blockiert oder den Kampf vermeidet, wie z. B. das ständige Verlassen des Käfigs oder das Zurückweichen ohne Interaktion.
Gewichtmachen und seine Herausforderungen
Eines der kontroversesten Themen in den Gewichtsklassen ist das sogenannte „Cutting“, also das schnelle Abnehmen, um das Gewichtslimit der eigenen Klasse einzuhalten. Obwohl es eine gängige Praxis ist, kann sie verheerende Auswirkungen auf die Gesundheit der Athleten haben, wie extreme Dehydrierung und Erschöpfung.
Eine der größten Herausforderungen für die Kämpfer in diesem System ist das sogenannte Gewichtmachen. Kämpfer müssen vor ihrem Kampf bestimmte Gewichtsgrenzen einhalten, um in ihrer Klasse antreten zu können. Dies erfordert oft eine strenge Diät und intensive Trainingsroutinen.
Das Gewichtmachen ist jedoch nicht ohne Risiken und ist oft Gegenstand von Kontroversen, da extreme Gewichtsabnahme gesundheitliche Probleme verursachen kann.
Besonderheiten der einzelnen Gewichtsklassen
Jede Klasse hat Besonderheiten, die die Kampfstrategien beeinflussen. In den leichteren Klassen sind Geschwindigkeit und Technik entscheidend, während in den schwereren Klassen die Schlagkraft eine zentrale Rolle spielt.
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Die Ultimate Fighting Championship (UFC) ist eine weltweit führende Organisation im Bereich Mixed Martial Arts (MMA) und zeichnet sich durch eine Vielfalt an Gewichtsklassen aus, die sowohl faire als auch spannende Kämpfe garantieren.
- Fliegengewicht (bis zu 57 kg): Diese Klasse zeichnet sich durch schnelle sowie technisch versierte Kämpfer aus.
- Bantamgewicht (bis zu 61 kg): Hier treten Kämpfer an, die mehr auf Geschwindigkeit und Ausdauer setzen.
- Federgewicht (bis zu 66 kg): Diese Klasse bietet eine Mischung aus Geschwindigkeit und Kraft und ist bekannt für einige der spannendsten Kämpfe in der UFC-Geschichte.
- Leichtgewicht (bis zu 70 kg): Als eine der tiefsten und talentiertesten Klassen in der UFC, zieht das Leichtgewicht große Aufmerksamkeit auf sich.
- Weltergewicht (bis zu 77 kg): Hier sehen wir einen größeren Schwerpunkt auf Kraft und Ausdauer.
- Mittelgewicht (bis zu 84 kg): In dieser Gewichtsklasse wird eine Kombination aus Kraft, Geschwindigkeit sowie technischem Können benötigt.
- Halbschwergewicht (bis zu 93 kg): Mit einem Sprung von 9 kg gegenüber dem Mittelgewicht, bietet diese Klasse Kämpfe mit schweren Schlägen sowie hoher physischer Präsenz.
- Schwergewicht (bis zu 120 kg): Die Königsklasse im MMA, in der die größten und stärksten Kämpfer antreten.
Doppelchampions in der UFC
Zehn Mal kam es in der UFC-Geschichte bislang vor, dass eine Person zwei Titel in unterschiedlichen Gewichtsklassen gewonnen hat. Randy Couture war der erste Titelträger in zwei verschiedenen Gewichtsklassen. In der jüngeren Vergangenheit kürten sich Alex Pereira und Ilia Topuria zu UFC Champions in zwei Gewichtsklassen.
Hier ist eine Liste der Doppelchampions in der UFC-Geschichte:
- Randy Couture (Schwergewicht, Halbschwergewicht)
- B.J. Penn (Weltergewicht, Leichtgewicht)
- Conor McGregor (Federgewicht, Leichtgewicht)
- Georges St-Pierre (Weltergewicht, Mittelgewicht)
- Daniel Cormier (Halbschwergewicht, Schwergewicht)
- Amanda Nunes (Bantamgewicht, Federgewicht)
- Henry Cejudo (Fliegengewicht, Bantamgewicht)
- Jon Jones (Halbschwergewicht, Schwergewicht)
- Alex Pereira (Mittelgewicht, Halbschwergewicht)
Längste Regentschaften in der UFC
Die längste Regentschaft in einem UFC Ranking hat Anderson Silva. Der Brasilianer regierte insgesamt 2.457 Tage im Mittelgewicht. Das schaffte er mit zehn Titelverteidigungen.
Hier ist eine Liste der längsten Regentschaften in der UFC:
- Anderson Silva - 2.457 Tage (Mittelgewicht)
- Demetrious Johnson - 2.142 Tage (Fliegengewicht)
- Georges St-Pierre - 2.064 Tage (Weltergewicht)
- Amanda Nunes - 1.981 Tage (Bantamgewicht - Frauen)
Jon Jones ist wiederum in der UFC Rangliste der meisten Titelfights die Nummer 1 der MMA-Königsklasse. Insgesamt 17 Mal trat er im Halbschwer- bzw.
