Die UFC (Ultimate Fighting Championship) ist die führende Liga für Mixed Martial Arts (MMA) weltweit. Sie organisiert ihre Kämpfe in verschiedenen Gewichtsklassen, um faire und gleichberechtigte Wettbewerbe zu gewährleisten. Diese Strukturierung ermöglicht Konfrontationen zwischen Athleten ähnlicher Größe und ähnlichen Gewichts, wodurch Wettbewerbsfähigkeit und Sicherheit maximiert werden.
Das Gewichtsklassensystem der UFC
Die UFC hat ein Gewichtsklassensystem eingeführt, das sowohl Männer- als auch Frauenklassen umfasst und ein breites Spektrum vom Fliegengewicht bis zum Schwergewicht abdeckt. Jede Kategorie hat eine definierte Gewichtsbeschränkung, wodurch ein ausgewogenes Wettbewerbsumfeld entsteht. Die Wahl der richtigen Gewichtsklasse ist ein entscheidender Faktor in der Karriere eines Kämpfers und hat direkten Einfluss auf seine Leistung im Achteck.
Kämpfer greifen häufig auf Techniken zur Gewichtsreduktion zurück, um die Grenzen ihrer Gewichtsklasse zu erreichen. Diese Praxis ist zwar üblich, muss jedoch unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden, um Gesundheitsrisiken zu vermeiden. Diese Divisionen ermöglichen Wettkämpfe zwischen Athleten vergleichbarer Stärke und Größe und gewährleisten so Integrität und Fairness in jedem Kampf.
Einige Elitekämpfer der UFC haben das Kunststück geschafft, Titel in mehreren Gewichtsklassen zu gewinnen, eine Leistung, die ihre Vielseitigkeit und ihr Können in der MMA-Kunst unter Beweis stellt. Conor McGregor war der Erste, der diesen Meilenstein erreichte, was die Möglichkeit verdeutlichte, in verschiedenen Divisionen zu konkurrieren und erfolgreich zu sein. Gewichtsklassen in der UFC strukturieren nicht nur den Wettbewerb, sondern fügen dem Sport auch eine strategische Ebene hinzu, bei der die Kämpfer ihre körperliche und taktische Vorbereitung sorgfältig abwägen müssen.
Bekannte englische UFC-Kämpfer
Paddy Pimblett gilt als einer der vielversprechendsten MMA-Kämpfer seiner Generation. Mit 17 Jahren stand er zum ersten Mal im Käfig, bald darauf gewann er seine ersten Meisterschaften.
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Inzwischen erkannte auch Dana White die Strahlkraft von Paddy und somit steht er seit 2021 in der UFC unter Vertrag und begeistert Kampfsport-Fans mit spannenden Fights in Las Vegas. Einen Teil seiner Einnahmen erhält Paddy Pimblett in Form von Gagen für seine MMA-Kämpfe. So kassierte er für die Fights gegen Luigi Vendramini im September 2021 und gegen Rodrigo Vargas im März 2022 jeweils rund 70.000 Euro. Für den Fight gegen Jordan Leavitt im Juli 2022 waren es sogar mehr als 300.000 Euro.
Zudem wird Pimblett von verschiedenen Firmen finanziell unterstützt. 2021 wurde er Testimonial und Content Creator des New Yorker Medienunternehmens Barstool Sports, der Deal erhöhte sein Vermögen um rund 900.000 Euro. Seit Ende 2019 betreibt Pimblett einen YouTube-Kanal, mit dem er ebenfalls Geld verdient. Die mehr als 900.000 Abonnenten unterhält er in den Videos mit Vlogs und Q&As.
Im Sommer 2009 sah der damals 14-jährige Paddy Pimblett im Fernsehen ein Ereignis, das sein Leben prägen würde. In Las Vegas traten die MMA-Kämpfer Diego Sanchez und Clay Guida gegeneinander an. Bis heute gilt der Kampf als einer der besten MMA-Fights aller Zeiten. Das sah auch Pimblett so und beschloss, Mixed Martial Arts zu trainieren.
Dafür meldete er sich bei der in seiner Heimatstadt Liverpool ansässigen Kampfsportschule Next Generation MMA an. Im Oktober 2012 absolvierte Pimblett für die lokale MMA-Organisation Olympian MMA Championships (OMMAC) seinen ersten Profikampf. Nach technischem K.o. in der ersten Runde besiegte er dabei Nathan Thompson. Im Dezember 2012 und im Juni 2013 bestritt er zwei weitere Fights für OOMAC, bis er zu Cage Warriors wechselte.
Den ersten Rückschlag seiner noch jungen Karriere erlebte Pimblett im Oktober 2013, als er nach nur 35 Sekunden gegen Cameron Else aufgeben musste. Im Anschluss startete er allerdings eine Siegesserie: Bis April 2017 gewann er neun Kämpfe in Folge - darunter den Titelkampf um die FCC Featherweight Championship im März 2015 gegen Kevin Petshi. Den Titel verlor er aber im April 2017 gegen Nad Narimani wieder.
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Nachdem Pimblett jahrelang bei Cage Warriors unter Vertrag stand, wagte er im Jahr 2021 den Sprung in die USA. Er unterschrieb bei Ultimate Fighting Championship (UFC) und erhielt dadurch die Chance, dank höherer Kampfprämien und größerer Bekanntheit sein Vermögen zu vermehren. Für den Verband debütierte er im September 2021 in Las Vegas, wo er Luigi Vendramini k.o. schlug. Bis Dezember 2022 gewann er drei weitere Fights bei Veranstaltungen der UFC.
Doping in der UFC
Doping ist in der UFC seit jeher ein Thema. Mixed Martial Arts ist eine der härtesten Sportarten der Welt. Die besten Fighter zeigen ihre Kampfkunst in der UFC. Es ist nicht verwunderlich, dass der eine oder andere Profi zu illegalen Hilfsmitteln greift. In der Liste der UFC-Dopingsünder sind mehrere der Top-Kämpfer zu finden.
- Jon Jones ist der aktuelle UFC Champion im Schwergewicht. Frei von Skandalen war die Karriere des Amerikaners aber nicht.
- 2015 wurden bei Anderson Silva vor dem Kampf gegen Nick Diaz anabole Steroide gefunden.
- Gedopt war Lesnar bei der UFC 200 Fight-Night 2016. Er wurde nach seinem Kampf positiv auf Clomifen getestet.
- Gestoppt wurde die Karriere von TJ Dillashaw durch einen positiven EPO-Befund 2019.
- Anfang des Jahrtausends war Barnett kurzzeitig jüngster UFC Schwergewichts-Champion aller Zeiten. Der Titel wurde ihm aufgrund eines positiven Dopingtests aber aberkannt.
Die UFC hat nach der Häufung der Dopingvergehen in den zurückliegenden Jahren reagiert. Die Zusammenarbeit mit den Testern der USADA wurde Ende 2023 gestoppt. Zuvor hatte es bereits Kontroversen mit den Prüfern hinsichtlich einer UFC-Rückkehr von Superstar Conor McGregor gegeben. Neuer Anti-Doping Partner der UFC ist die Drug Free Sport International (DFSI).
Die DFSI hat bis zum 20. September 2024 in diesem Jahr insgesamt 3.667 Dopingtests durchgeführt. Interessanterweise wurde dabei Conor McGregor elf Mal getestet, obwohl die Rückkehr des Iren in den Octagon immer noch nicht zu 100% feststeht. Die Arbeit der DFSI hat bereits den einen oder anderen Dopingsünder ans Tageslicht gebracht.
- Walt Harris ist das erste bekannte Opfer des neuen Anti-Doping-Programms der UFC. Der Amerikaner hat von der CSAD eine vierjährige Sperre erhalten.
- Der Fall von Khalil Rountree zeigt, wie differenziert die UFC in Sachen Doping vorgeht.
- Noch im August stand der 31-jährige Brasilianer erfolgreich gegen Manuelo Morales Etoube im Ring. Nach dem Kampf wurde der Mittelgewichtler positiv auf Steroide getestet.
Ein positiver Dopingbefund kann für die Sportler unterschiedliche Folgen haben. Die UFC ist - wie beschrieben - bemüht, bei den Strafen Abstufungen vorzunehmen, je nach der Schwere des Vergehens. Die entscheidenden Punkte für die Dopingsünder sind aber das ramponierte Renommee und die Einnahmeverluste.
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Weitere bemerkenswerte Persönlichkeiten im MMA
Neben den Kämpfern gibt es auch Trainer und andere Persönlichkeiten, die einen wichtigen Beitrag zur MMA-Szene leisten. Hier sind einige Beispiele:
- Din Thomas: Der zweite Dan Träger im Brazilian Jiu Jitsu, Din Thomas wurde am 28.
- Robert Pastuch: Mit Robert Pastuch dürfen wir ein wahres Kraftpaket in unseren Reihen willkommen heißen. Der symphatische Argentinier ist hochmotiviert sich in der MMA-Szene zu etablieren und somit war der Schritt zu einer Zusammenarbeit mit dem MMA Spirit ein ganz kleiner.
- Juan Ignacio Yalour: Mit Juan Ignacio Yalour, geboren am 22. Januar 1984, sind wir unheimlich froh einen absolut würdigen Nachfolger für Robert Pastuch gefunden zu haben.
- Flavio Serafim: Der am 8. Oktober 1979 geborene Schwarzgurt war eine fantastische Ergänzung für unser Trainergespann.
- Watcharachai Kaewsamrit: Ganz besonders in der europäischen Szene ist er durch seinen langen Aufenthalt als Trainer im Londoner „Keddle Gym“ ein bekanntes Gesicht geworden- aber seine größten sportlichen Erfolge feierte er natürlich in seiner Heimat Thailand.
- Diego Braga: Dieses wahre Kraftpaket wurde am 16. November 1977 in Brasilien geboren und betreibt seit seiner Kindheit Kampfsport.
- Vitor Viana: Seit über zehn Jahren trainiert Vitor Jiu Jitsu und die gemischten Kampfkünste.
