Sebastian Baron ist ein bekannter Name in der deutschen Mixed Martial Arts (MMA)-Szene. Mit über 15 Jahren Erfahrung als Kämpfer und Trainer hat er sich einen Namen gemacht und gilt als einer der kultigsten Kämpfer Deutschlands.
Frühe Karriere und Erfolge
Die Kampfsportlaufbahn von Sebastian Baron begann 1988 mit Judo im Sportverein Remagen. Seit 1994 trainiert Sebastian Shaolin Kung Fu. Er hat den Schwarzen Gürtel und wurde u.a. Weltmeister im Kung Fu Vollkontakt. 1996 kam Boxen und 1997 Kickboxen und Ju Jutsu hinzu. Im Jahr 2003 begann er mit Luta Livre und konnte auch in dieser Disziplin einige Paltzierungen auf großen Turnieren holen.
Seit 2005 ist er als Kämpfer aktiv und kann einen amtlichen Rekord von 10-14 vorweisen. Mit der TV Show „Martial Arts Xtreme“ wurde er auch in der deutschen MMA Szene zu einer Größe.
Auszeichnungen und Anerkennung
Im Jahr 2009 wurde Sebastian Baron mit dem Award als kultigster deutscher Kämpfer ausgezeichnet.
Der Titel „kultig“ sagt ja nun erstmal aus, dass man schon eine ganze Zeit dabei ist und offenbar Eindruck hinterlassen hat - vor, während und nach den Kämpfen.
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Denkwürdige Kämpfe
Trotz der Niederlage bleibt der Hauptkampf von Respect.3 gegen Nordin Asrih als einer der besten Kämpfe in der Geschichte des deutschen MMA-Sports in Erinnerung. Das Auf und Ab des Kampfes sicher, und bestimmt auch die vielen Emotionen, die mitspielten.
Bei Respect.4 traf Baron im September auf den Frankfurter Christian Eckerlin, der unter der Leitung von Daniel Weichel zu einem der größten Talente Deutschlands gereift ist.
Die Kampfsportschule Baron
Sebastian ist Trainer für Kung Fu, Luta Livre und Mixed Martial Arts (MMA).
Die Kampfsportschule Baron in Wuppertal bietet ein breites Spektrum an Kampfsportarten an. Das Angebot verschiedener Kampfsportarten ist sehr ansprechend.
Sebastian Baron über MMA
Im Interview spricht der Wuppertaler Trainer Sebastian Baron (39) über den steinigen Weg der Vorbereitung und warum die Szene mit ihrem schlechten Ruf kämpft.
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Warum lieben Menschen den Zweikampf?
Sebastian Baron: Man möchte sich messen. Es wird trainiert, danach sieht man, wie gut man wirklich ist. Wir betreiben einen Kampfsport. Sicher, das ist kein Aerobic.
Warum hat Mixed Martial Arts einen schlechten Ruf?
Baron: Ich weiß, was passiert, wenn jemand bei einem sportlichen Wettkampf am Boden geschlagen wird. Andere wissen das nicht. Wer nur wilde Zusammenschnitte von Knockouts schaut, der sieht nicht, dass es Regeln gibt. Dass sich die Sportler die Hand schütteln. Sich respektieren. Wir kämpfen nicht wie Tiere im Käfig.
Welche Regeln gibt es?
Baron: Gegner dürfen nicht senkrecht auf den Kopf geworfen werden. Griffe in die Augen gibt es nicht. Finger dürfen nicht gehebelt werden. Man muss dem Gegner Zeit geben, abzuklopfen. Wer nachschlägt, wird disqualifiziert. In 20 Jahren hatte ich nur eine schwerere Verletzung. Das ist ein ziemlich guter Schnitt.
Wie trainieren Wettkampfsportler?
Baron: Fünf Wochen lang wird das Training intensiviert. Länger macht es kaum Sinn, da Blessuren hinzukommen können und die Motivation womöglich leidet. Profis trainieren bis zu zehnmal in der Woche.
Kann man in Deutschland davon leben?
Baron: Es gibt Leute, die für den Sport leben, aber nicht davon. Für Kämpfer gibt es Preisgelder, das ist aber gemessen am Aufwand ein Taschengeld. Wenn man in der gleichen Zeit Zeitungen verteilen würde, hätte man das gleiche Geld.
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Kennen Kämpfer Lampenfieber?
Baron: Bei unerfahrenen Kämpfern kann es Lampenfieber geben. Vor großen Kulissen und bei vielen Kameras können selbst gute Kämpfer plötzlich blockieren. Ich sag’ dann meistens: Egal, wie viele Leute da sitzen, von denen kommt keiner mit in den Ring.
Wieso ist Ihr Kampfname „Pusteblume“?
Baron: Ich habe Locken und einen Vollbart. Einem Ex-Trainer habe ich den Namen zu verdanken. Andere nennen sich „Destroyer“ und „Punisher“.
