Österreichische MMA-Kämpfer: Eine Übersicht

Mixed Martial Arts (MMA) hat in den letzten Jahren stetig an Popularität gewonnen. Besonders die Ultimate Fighting Championship (UFC) bietet Athleten die Möglichkeit, sich auf höchstem Niveau zu messen. Auch in Österreich erfreut sich der Sport wachsender Beliebtheit, und es gibt eine Reihe talentierter Kämpfer, die sich international einen Namen gemacht haben.

Aleksandar Rakić

Aleksandar Rakić, geboren am 6. Februar 1992 in Wien, ist ein österreichisch-serbischer Mixed Martial Arts (MMA)-Kämpfer, der in der renommierten UFC antritt. Aufmerksamen UFC-Fans in Österreich und Deutschland ist es schon länger aufgefallen: Aleksandar Rakić ist in Wien geboren und aufgewachsen. Er hat sein ganzes Leben in Österreich verbracht, dennoch tritt er als Serbe bei seinen UFC-Kämpfen an. Er erklärt das so: „Ich liebe Wien."

Seine sportliche Laufbahn begann im Jahr 2005, als er im Alter von nur 13 Jahren mit dem Kickboxen begann. Doch trotz erster Erfolge suchte er bald nach neuen Herausforderungen. Also bin ich 2011 zum Mixed Martial Arts (MMA) gewechselt - und das war rückblickend die beste Entscheidung meines Lebens.

Seinen ersten MMA-Fight bestritt Rakic am 15. Oktober 2011 bei der Veranstaltung „Rock the Cage 2“ in Greifswald. Der Kampf ging allerdings verloren. Ein Rückschlag, von dem er sich nicht irritieren hat lassen. Vier Monate später stand er am 4. Februar 2012 beim „New Talents 15“ in Erfurt wieder im Käfig. Danach nahm die MMA-Karriere von Aleksandar Rakic Karriere ordentlich Fahrt auf.

Sein offizielles Debüt in der UFC feierte er am 2. September 2017. Kurze Zeit später stand Aleksandar Rakic dann auch das erste Mal im Octagon: Im September 2017 besiegte er Francimar Barroso bei seinem UFC-Debüt. Seither hat sich Aleksandar Rakić kontinuierlich einen Namen gemacht und sich unter den besten Kämpfern der Welt etabliert. Mit bislang 13 Siegen in seiner Profikarriere hat er sich einen festen Platz in der Elite des Sports gesichert.

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Nachdem Rakic seine ersten vier UFC-Fights allesamt gewinnen konnte, verlor er bei der UFC Fight Night 165 gegen Volkan Oezdemir nach Split-Decision. In den folgenden Fights kämpfte er sich allerdings durch zwei weitere Siege bis auf den 2. Platz des UFC-Rankings vom Halbschwergewicht.

Als er auf dem besten Weg war, sich für einen Titelkampf im Halbschwergewicht in Stellung zu bringen, verletzte Rakic sich schwer am Knie. Kreuzbandriss im Mai 2022. Der in Österreich geborene Serbe hat den Thron der Halbschwergewicht-Klasse weiterhin im Visier. Der Weltbeste zu werden war von Anfang an sein Ziel, seine Eltern haben ihn dabei immer unterstützt. Bei seinen Kämpfen sind sie aber dennoch sehr selten im Publikum zu sehen.

In einem Interview sagte Rakic dazu: „Meine Mutter hat natürlich immer Angst vor meinen Kämpfen und weint auch kurz vor dem Kampf meistens. Mein Vater kommt sehr selten zu Kämpfen, da er das Nervenspiel nicht mitmachen kann. Ich verstehe das und ich finde es auch besser so."

Neben seinen Erfolgen im Oktagon hat sich Rakić auch abseits des Käfigs als Marke etabliert. So zählt unter anderem seine eigene Merchandising-Kollektion zu seinen unternehmerischen Errungenschaften. Seit 2021 ist er zudem als spielbarer Charakter in der bekannten EA-Sports-Videospielreihe Ultimate Fighting Championship (UFC) vertreten - ein Zeichen für seinen wachsenden Einfluss sowohl in der Sportwelt als auch in der Gaming-Community.

Rakic ist erst der dritte Österreicher nach Nandor Guelmino und Mairbek Taisumov, der von der UFC verpflichtet wurde.

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UFC-Gage und Vermögen

Die UFC Gagen und Gehälter der Akteure setzen sich aus den persönlichen Verträgen zusammen. Umso bekannter und erfolgreicher ein Fighter ist, umso höher ist sein „UFC-Grundgehalt“. Wie hoch die UFC-Gage von Aleksandar Rakic Gage ist, lässt sich daher nur schätzen - offizielle Zahlen sind nicht bekannt. Da der in Österreich geborene Serbe noch keinen Titel gewonnen hat und auch noch keinen Titelkampf bestritten hat, hat er auch noch keine großen Prämien kassiert.

Da Rakic seit 2017 in der UFC ist, soll seine gesamte UC-Gage auf etwa 400.000 Dollar betragen. Sein bislang größter Zahltag in der MMA-Eliteliga war für Rakic der Sieg gegen Thiago Santos bei UFC 259. Allein die UFC-Gage von MMA-Superstar Conor McGregor liegt pro Kampf bei rund 3 Millionen US-Dollar.

Rakic selbst sagte zu seiner UFC-Gage: „Im Boxen sind Millionenbeträge im Spiel. In der UFC ist das nicht der Fall. Ich finde das schade. Wir als MMA-Kämpfer leisten enorm viel und setzen unsere Gesundheit aufs Spiel. Vor einem Kampf muss ich mehrere Sportarten trainieren, da es eben ja nicht nur Boxen oder Kickboxen ist."

Rakic hat es aber sprichwörtlich selbst in der Hand mehr zu verdienen. Mit einem Titelgewinn würde das Vermögen von Aleksandar Rakic ganz schnell ansteigen. Wie groß das Rakic Vermögen derzeit ist, weiß wohl nur er selbst und sein Finanzberater. Aber mehrere hunderttausend Euro dürfte der Austro-Fighter schon auf der Kante haben.

Mit seiner UFC-Gage die ihm pro Jahr 100.000 Euro und mehr einbringt, hat Aleksandar Rakic im Nachgang alles richtig gemacht. Er hat schon sehr früh alles auf die MMA-Karte gesetzt. Dennoch war ihm wichtig, auch einen Plan B zu haben. Ursprünglich wollte er Automechaniker werden, sein Bruder riet ihm zu einem anderen Job, bei dem er sich nicht dreckig machen müsse. Noch heute denkt er an den ursprünglich erlernten Rakic Beruf zurück: „Im Hotel habe ich vom Putzen bis zum Kellnern alles gemacht. Diese Zeit hat mir sehr geholfen." Nach der Ausbildung musste Rakic zunächst ins Bundesheer.

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Inzwischen braucht Aleksandar Rakic wohl keinen Plan B mehr. Er ist in der UFC angekommen und kann von der Gage gut leben. Durch seine Auftritte in der UFC ist auch das öffentliche Interesse an dem Privatleben von Rakic gestiegen.

Privatleben

Bereits seit 2014 hat Rakic eine Freundin, die inzwischen auch seine Frau wurde. Wann die beiden geheiratet haben, ist allerdings nicht öffentlich bekannt. Die Frau heißt von Aleksandar Rakic heißt Melanie und unterstützt ihn, wo er nur kann. Sie kümmerte sich auch nach schweren Verletzungen und Operationen um ihn: „Meine damalige Freundin und jetzige Frau musste mich täglich waschen, obwohl sie zwei Jobs hatte, die uns am Leben gehalten haben."

Im Juni 2019 gab es Nachwuchs - Aleksandar Rakic und Frau Melanie wurden Eltern eines Sohnes. Ansonsten hält Rakic sein Privatleben weitgehend aus der Öffentlichkeit raus. Auf seinen Social Media Profilen sind nur sehr selten private Schnappschüsse seiner kleinen Familie zu sehen. Das Gesicht seines Sohnes ist dabei stets mit einem Emoji überdeckt. Auch seine Frau macht sich in den Sozialen Netzwerken rar - das Profil von ihr ist auf „privat“ gestellt.

Rückschläge und Comebacks

Mit Rückschlägen weiß Aleksandar Rakic umzugehen. Als professioneller Fighter weiß er, dass er viel einstecken muss. Auch Verletzungen. Allerdings verdrehte Rakic sich bei einem Schritt zurück das rechte Knie und ging zu Boden, womit er den Kampf verletzungsbedingt beenden musste. Die bittere Diagnose: Kreuzbandriss. Wieder Operation. Die Rückkehr zu alter Stärke hat fast zwei Jahre gedauert. „Das waren zwei Jahre voller Aufregung."

Angst hat Rakic bei seinen Kämpfen allerdings nicht, vielmehr vertraut er dabei auf Gott. „Nein, ich habe keine Angst, sondern empfinde dann eine positive Aufregung. Ich habe nur Angst vor Gott, der letztendlich bestimmt, wie alles kommen wird."

Aleksandar Rakic: Ergebnisse

Ergebnis Gegner Siegart Veranstaltung Datum
Sieg Devin Clark TKO (Schläge) UFC 231: Holloway vs. Ortega 8. Dezember 2018
Sieg Justin Ledet Punktentscheidung (einstimmig) UFC Fight Night: Shogun vs. Smith 22. Juli 2018
Sieg Francimar Barroso Punktentscheidung (einstimmig) UFC Fight Night: Volkov vs. Struve 2. September 2017

Mairbek "Beckan" Taisumov

Der Wiener ist mit einem Kampfrekord von 27:5 der routinierteste Kämpfer der drei Österreicher. Zudem war er damals gegen Michel Prazeres von einer Infektion geschwächt.

Inzwischen legte Taisumov eine 6-Kämpfe-Siegesserie hin und bekam dabei 3-mal den 50.000-Dollar Bonus für die "Performance of the Night" verliehen. Viele Insider sehen in ihm schon lange einen Titelanwärter.

Doch leider schlugen den gebürtigen Tschetschenen immer wieder Visum-Probleme für die dafür wohl notwendige Einreise in die USA zurück. Zuletzt wurde er zudem ein halbes Jahr wegen eines Doping-Tests gesperrt.

Taisumov kehrt voraussichtlich am 7. September in Abu Dhabi in das Oktagon zurück.

Mairbek "Beckan" Taisumov: Ergebnisse

Ergebnis Gegner Siegart Veranstaltung Datum
Sieg Desmond Green Punktentscheidung (einstimmig) UFC Fight Night: Hunt vs. Oliynyk 15. September 2018
Sieg Felipe Silva KO (Schläge) UFC Fight Night: Volkov vs. Struve 2. September 2017
Sieg Damir Hadžović KO (Schläge) UFC Fight Night: Rothwell vs. dos Santos 10. April 2016
Sieg Alan Patrick TKO (Head-Kick und Schläge) UFC Fight Night: Jedrzejczyk vs. Penne 20. Juni 2015
Sieg Anthony Christodoulou KO (Schläge) UFC on Fox: Gustafsson vs. Johnson 24. Januar 2015
Sieg Marcin Bandel TKO (Schläge) UFC Fight Night: Nelson vs. Story 4. Oktober 2014
Niederlage Michel Prazeres Punktentscheidung (einstimmig) UFC Fight Night: Shogun vs. Henderson 2 23. März 2014
Sieg Tae Hyun Bang Punktentscheidung (einstimmig) UFC Fight Night: Saffiedine vs. Lim 4. Januar 2014

Islam Makhachev

Islam Makhachev ist ein russischer Mixed Martial Arts-Kämpfer, der derzeit bei der Ultimate Fighting Championship (UFC) unter Vertrag steht, wo er der aktuelle UFC-Leichtgewichtschampion ist. Ab dem 13. Februar 2023 steht er auf Platz 1 der UFC-Pound-for-Pound-Rangliste der Männer.

Weitere österreichische MMA-Kämpfer

Neben Rakić und Taisumov gibt es eine Reihe weiterer talentierter MMA-Kämpfer aus Österreich, die in verschiedenen Organisationen antreten. Dazu gehören:

  • Adin Buljubasic
  • Marko Kisic
  • Gökhan Aksu
  • Emin Jamini

Es ist wichtig zu beachten, dass die MMA-Szene in Österreich ständig wächst und sich weiterentwickelt. Es bleibt spannend zu sehen, welche neuen Talente in Zukunft auftauchen werden.

Fighting MMA Ranking

Beim Fighting MMA Ranking handelt es sich um eine maschinell erstellte Rangliste, die durch einen Algorithmus automatisch berechnet wird. Grundlage der Berechnung sind eine Vielzahl von Daten, die in verschiedener Gewichtung in die Berechnung eingehen und eine Gesamtpunktzahl ergeben, aus der sich der Ranglistenplatz ergibt. Grundlage der Berechnung sind eine Vielzahl von Daten, wie Bilanz, Bilanz der Gegner, Aktivität, Art der Siege und Niederlagen, Aktualität der Kämpfe, Größe der Organisation u. v. m.

Das Ranking wird anhand eines komplexen mathematischen Algorithmus automatisch berechnet. Der Berechnung liegt eine Vielzahl von Variablen zugrunde, die unterschiedlich Gewichtet werden. Das Ranking soll keine Abbildung der Lebensleistung sein, sondern eine möglichst präzise Momentaufnahme.

Aktuelle Leistungen zählen daher mehr als alte. Aktivität wird belohnt. Sieg ist nicht gleich Sieg. Der Algorithmus berücksichtigt nicht nur die Bilanzen der gerankten Kämpfer, sondern auch die Bilanzen von deren Gegnern, die Art und Weise der Siege und Niederlagen sowie die Organisationen, in denen die Kämpfe bestritten wurden. Siege zählen mehr als Niederlagen.

Klingt logisch, spielt aber vor allem dann eine Rolle, wenn ein Kämpfer zwar in großen Organisationen gekämpft, dort aber häufig verloren hat. Drei Siege in einer kleineren Organisation sind z. B.

Sonderregel Wildcard

Internationale Kämpfer, die dauerhaft im D-A-CH-Raum antreten, können eine Wildcard für das Ranking erhalten (z. B. Chequina Noso Pedro). Dafür müssen sie in einem Jahr mindestens zwei Kämpfe im D-A-CH-Raum bestreiten. Beim „Verlassen“ des D-A-CH-Raums (z. B. durch Unterzeichnen eines UFC-Vertrags) erlischt die Wildcard (z. B.

Wer ohne erkennbare Kontinuität in mehreren Gewichtsklassen antritt, wird in der Klasse gerankt, in der in den vergangenen zwei Jahren die meisten Kämpfe bestritten wurden. Wer einmalig außerhalb der eigenen Gewichtsklasse antritt, etwa weil das Kampfgewicht nicht erbracht oder ein Catchweight-Duell bestritten wurde, wird weiter in der regulären Klasse gerankt.

Wer in Gewichtsklassen antritt, die in den Unified Rules of MMA nicht anerkannt sind (z. B. Wer zwei Jahre lang nicht gekämpft hat oder absehbar längere Zeit nicht kämpfen wird (z. B.