Kommen wir zu dem wichtigsten aller Schützer: dem Kopfschutz. Jeder Kampfsportler sollte unserer Meinung nach seinen Kopf im Training unbedingt schützen. In Sportarten wie z.B. Football, Radfahren, Skifahren, Skaten und vielen weiteren Sportarten ist es absolut üblich, einen Schutzhelm zu tragen, um die Sicherheit der Sportler zu erhöhen.
Warum nun ein Kopfschutz ausgerechnet in Sportarten, in denen es die Zielsetzung ist, einen harten Kopftreffer mit Faust, Fuß, Knie oder Ellbogen zu landen, teilweise verpönt ist, ist mehr als verwunderlich. Selbst wenn ein Kopfschutz bei Wettkämpfen nicht in jedem Verband erlaubt sein sollte, sollte im Training und in harten Sparringseinheiten keinesfalls auf einen Kopfschutz verzichtet werden.
Bei einem Schlag oder Tritt auf den Kopf wird durch die Kraftübertragung das Gehirn beschleunigt, wodurch dieses an die Schädelinnenwand stößt. Die direkte Folge auf eine derartige Krafteinwirkung auf unser Gehirn kann eine Gehirnerschütterung zur Folge haben. Die langfristigen Folgen bei wiederholten Erschütterungen aufgrund harter Treffer, können sich durch eine Verminderung der kognitiven Fähigkeiten, Parkinson oder Demenz zeigen. Besonders gefährlich ist der Sturz nach einem K.o.- Schlag, bei dem der Kämpfer ohne jegliche Muskelspannung unkontrolliert und schutzlos auf den Boden aufschlägt.
Kriterien für den richtigen Kopfschutz
Bevor wir uns einen Kopfschutz zulegen, müssen wir uns erst darüber klar werden, welche Kriterien der Kopfschutz für uns erfüllen soll. Kopfschützer stellen immer eine Art Kompromiss aus Schutz und dem Blickfeld dar. Bei Kampfsportarten bei denen auch mit den Beinen gekämpft wird, ist erfahrungsgemäß ein weiteres Blickfeld von Vorteil. Daher sollte eher ein Kopfschutz gewählt werden, der den Kopf von alle Seiten (auch von oben) effektiv schützt, jedoch das Gesicht offen lässt und somit eine bessere Sicht bietet.
Handelt es sich eher um den Infightkämpfer, der seine Stärke direkt am Gegner sieht, kann ein Kopfschutz gewählt werden, der ein Großteil des Gesichtes bedeckt und somit ein noch effektiveren Schutz bietet. Bei der Materialauswahl ist es ähnlich wie bei den Boxhandschuhen. Wenn eine lange Lebensdauer gewährleistet werden soll, sollte auf echtes Leder zurückgegriffen werden. Bei Kopfschützern aus Leder sollte zudem darauf geachtet werden, dass der Innenteil ebenfalls aus glattem Leder besteht, damit auch dieser gut gereinigt werden kann.
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Für Personen, die tierische Produkte ablehnen, gibt es bei Kopfschützern anders als bei Boxhandschuhen eine gute Nachricht: Einige der besten Kopfschützer auf dem Markt bestehen aus einem speziellen Kunststoff, der einen hervorragenden Schutz bietet und eine lange Lebensdauer besitzt.
Auch wenn hier nur Produktempfehlungen genannt werden, die aus unserer Erfahrung den besten Schutz und die längste Haltbarkeit besitzen, sollte auch bei einem möglichen kleineren Budget nicht auf einen Kopfschutz verzichtet werden.
Warum ein Kopfschutz im Kampfsport wichtig ist
- Ein Kopfschutz gibt Dir Sicherheit im Training und verhindert Verletzungen welche durch harte Schläge im Sparring entstehen könnten, vor allem wenn Du nicht siehst woher der Schlag kommt.
- Besonders bei Disziplinen mit Schlägen und Tritten ist der Schutz des Kopfes unverzichtbar.
- Gehirnerschütterungen verhindern
- Schwellungen und Platzwunden vermeiden
- Sicherheit im Sparring und Wettkampf erhöhen
Die richtige Größe finden
Es ist sehr wichtig das der Kopfschutz fest sitzt und sich nicht verdreht oder allgemein verrutscht wenn Du getroffen wirst. Aus diesem Grund ist es extrem wichtig die richtige Größe zu kaufen, weil nur dann der Kopfschutz richtig sitzt und schützt. Schlägt der Sparringspartner in dem Moment nach in dem dein Kopfschutz verrutscht, siehst Du den Schlag nicht kommen und wirst hart getroffen. Achte also bitte auf folgende Kriterien:
- Kopfumfang messen: Etwa 2 cm über Augenbrauen messen.
- Größentabelle nutzen: S = 54-56 cm, M = 57-59 cm, L = 60-62 cm.
- Passform prüfen: Eng, aber bequem. Kein Verrutschen.
Wann ist das Tragen eines Kopfschutzes Pflicht?
- Das tragen eines Kopfschutzes ist vor allem bei offiziellen Wettkämpfen im Amateur Boxen und Amateur MMA und Kickboxen Pflicht.
- Im Training ist das tragen eines Kopfschutzes freiwillig, aber zu empfehlen.
- Im Training: empfohlen
- Im Wettkampf: Pflicht bei Amateuren und Jugendlichen
- Bei Kindern: gesetzlich vorgeschrieben
Kopfschutz-Modelle im Überblick
Es gibt verschiedene Arten von Kopfschutz zum Boxen, die sich vor allem in ihrer Form und Größe unterscheiden. Der Vollkopfschutz bietet den umfassendsten Schutz, da er den gesamten Kopf inklusive Kinn und Wangen abdeckt.
Der Kopfschutz mit offener Stirn bietet Schutz für den oberen Teil des Kopfes, lässt jedoch die Stirn frei. Dies ermöglicht dem Boxer eine bessere Sicht und Atmung. Der Kopfschutz mit Visier ist eine Kombination aus einem Kopfschutz und einem Gesichtsschutz. Er schützt nicht nur den Kopf, sondern auch das Gesicht vor Schlägen.
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Modelle im Kampfsport
- Kopfschutz ohne Jochbeinschutz: Wettkampf, Leicht, maximale Sicht, minimale Polsterung
- Kopfschutz mit Jochbeinschutz: Sparring, Mehr Schutz für Wangen & Jochbein
- Kickbox-Kopfschutz mit Oberschutz: Wettkampf bei WAKO/WKU, Pflicht, Schutz bei Kopftreffern durch Kicks
- Kopfschutz mit Gesichtsgitter: Sparring mit Waffen, Schützt Gesicht vor Waffen-Kontakt
- Kopfschutz mit Nasenschutz: Bei oder nach einer Nasenverletzung bzw vorbeugend einsetzbar, Nasenbügel schützt direkt vor Frontaltreffern
Worauf kommt es beim Kauf an?
Beim Kauf eines Kopfschutzes zum Boxen solltest du unbedingt auf die Passform achten. Der Kopfschutz sollte eng anliegen, aber dennoch genügend Bewegungsfreiheit bieten. Zudem ist es wichtig, dass der Kopfschutz aus hochwertigem Material gefertigt ist und eine gute Verarbeitung aufweist. Leder oder Kunstleder sind besonders widerstandsfähig und langlebig.
Ein guter Kopfschutz sollte aus hochwertigem Material gefertigt sein, das sowohl stabil als auch leicht ist. Gängige Materialien sind Leder, Kunstleder oder Kunststoff. Wichtig ist, dass der Kopfschutz gut sitzt und nicht verrutscht. Die Polsterung ist ein entscheidender Faktor für die Schutzwirkung des Kopfschutzes. Sie sollte ausreichend dick sein, um harte Schläge abzufedern, aber dennoch nicht so dick, dass die Bewegungsfreiheit eingeschränkt wird.
- Passform und Komfort: Ein guter Sparringshelm sitzt bequem und fest, ohne Druckstellen zu verursachen. Verstellbare Riemen und Polsterungen tragen zur individuellen Anpassung bei.
- Sichtfeld: Ein weitreichendes Sichtfeld ist entscheidend für die Reaktionsfähigkeit. Das Gitter sollte also maximalen Sichtkomfort bei gleichzeitigem Schutz bieten.
- Belüftung: Angemessene Luftzirkulation ist wichtig, um Überhitzung und Schwitzen während des Boxens zu minimieren.
Produktvergleich: Kopfschutz zum Boxen
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Hier ist eine Übersicht von Kopfschützern, basierend auf einem Vergleich:
| Position | Modell | Preis (ca.) | Lieferzeit |
|---|---|---|---|
| Platz 1 | Rdx Kopfschutz | 41 € | Sofort lieferbar |
| Platz 2 | Venum Elite Kopfschutz | 89 € | Sofort lieferbar |
| Platz 3 | TOP TEN Competition Fight Helm | 89 € | Sofort lieferbar |
| Platz 4 | Adidas 140187 | 70 € | Sofort lieferbar |
| Platz 5 | Bad Company Full Face Kopfschutz mit transparentem Visier | 49 € | Sofort lieferbar |
Tipps zur Pflege & Lebensdauer
Pflege deinen Kopfschutz, so hast Du auch lange Freude ihn im Training oder Wettkampf zu tragen. Nehme ihn auf jeden Fall nach jedem Training aus deiner Kampfsport Tasche und lass ihn trocknen, sonst können üble Gerüche entstehen. Das Kunstleder lässt sich mit einem Feuchten Tuch eventuell mit Desinfektionslösung leicht reinigen. Das passende Modell für deine Kampfsportart ermitteln und auf Qualität achten.
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- Falsche Größe = kein ausreichender Schutz
- Keine Reinigung = unhygienisch & beschädigt
- Billigmaterial = schnell abgenutzt
