Max Coga: Der Frankfurter MMA-Kämpfer und Double-Champion

Max Coga ist ein bekannter Name in der deutschen MMA-Szene. Der Frankfurter Bub ist Double-Champion von NFC - Deutschlands größter und bekanntester MMA-Organisation. MMA steht für Mixed Martial Arts. Dabei handelt es sich um eine Vollkontakt-Kampfsportart, einer Mischung verschiedener Kampfsportdisziplinen wie Boxen, Kickboxen Taekwondo oder Brazilian Jiu-Jitsu, Ringen oder Judo, bei der die Gegner in einem Käfig antreten.

Sportliche Erfolge und Herausforderungen

„Ich bin Champion im Federgewicht und im Leichtgewicht. Bin also eine Gewichtsklasse höher gegangen. Das birgt natürlich ein Risiko“, betont der 34-Jährige. Das sportliche Wagnis ging er bewusst ein. „Ich hatte es mir zur Aufgabe gemacht, der erste Double-Champion zu werden.“ Das ist ihm gelungen. „Das zusätzliche Highlight ist, dass der Kampf in der Süwag-Energie-Arena stattgefunden hat und ausverkauft war“, so der Frankfurter Bub, der sich über sein Heimspiel freut.

„Ich habe in meiner gesamten Laufbahn noch nie zuvor als Profi in Frankfurt gekämpft, deshalb war das ein ganz besonderer Moment“, so Coga. Dieser Augenblick war so wichtig für ihn, dass er ihn „allen Müttern, die für ihre Kinder kämpfen“ widmete. So wie einst seine Mutter. „Sie war alleinerziehend und hat drei Kinder großgezogen, ist viele Risiken eingegangen, damit wir unsere Träume erfüllen konnten. Aus diesem Grund war es mir sehr wichtig, diese Widmung auszusprechen“.

Viele hätten erwartet, dass er nach diesem Erfolg seine Karriere beendet und zurücktritt. Aber: „Ich habe noch einiges vor. Ich möchte mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber ich werde wieder in Frankfurt kämpfen“, kündigt er an. Verhandlungen dazu seien bereits im Gange. Und so viel verrät der Double-Champion: „Obwohl dieser Sieg schon ein historischer war, wird es noch monumentaler. Es wird noch mehr MMA-Geschichte geschrieben werden.“

Fast ein Jahr ist es her, dass der Frankfurter MMA-Kämpfer Max Coga (35) im Käfig stand. Bei Oktagon 62 im Frankfurter Stadion gewann er sein Heimspiel gegen Antun Racic. Doch den Sieg bezahlte er teuer - brach sich bereits in der ersten Runde die Mittelhand. In der Folge erlebt er Monate voller Höhen und Tiefen.

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Im Dezember 2024 erklärte Coga im Münchner SAP Garden mit Schiene: „Ich brauche viel Geduld. Es war ein sehr komplizierter Bruch und sehr komplizierte Operationen, es wird ein längerer Prozess. Aber ich bin Optimist und hoffe, dass ich so schnell wie möglich wieder auf der Matte stehen kann.”

Am vergangenen Wochenende bei Oktagon 73 strahlt der Besitzer des Frankfurter Clubs „Pik Dame” ebenfalls Optimismus aus - dabei ist sein rechter Arm immer noch - oder besser: wieder - geschient.Grund: Coga hat sich vor wenigen Monaten im Training erneut die Hand gebrochen. Dennoch betont er im Gespräch mit RTL: „Mir geht es sehr gut.” Und scherzt: „Der Hand ging es schon mal besser und ich werde wahrscheinlich kein Handmodel mehr.” Trotzdem hat er das Ziel, in diesem Jahr noch mal in den Käfig zu steigen, noch nicht aufgegeben. „Ich erziehe mich gerade zum Linkshänder um. Ich hoffe sehr, dass ich bald wieder kämpfen kann, aber das ist natürlich abhängig von der Hand. Vielleicht sogar noch dieses Jahr. Natürlich liebäugele ich mit Oktagon 76 im September in Frankfurt.”

Die Auswahl an Gegnern wäre bereits recht groß. Und seit Dienstagabend ist mit Christian Jungwirth ein weiterer Fighter hinzugekommen. Auf seinem Instagram-Kanal fordert Coga den Stuttgarter zum Duell heraus. Ob sich die beiden jedoch wirklich im Käfig treffen, ist mehr als fraglich.

Soziales Engagement und Inspiration

„Ich habe in diesem Sport viel erreicht.“ Aber es gehe ihm um mehr als das Kämpfen. „Ich möchte junge Menschen inspirieren. Ich möchte sie motivieren, für ihre Träume einzustehen.“ Eins weiß er, trotz seiner vielen Trophäen: „Es geht um den Weg, nicht um das Ergebnis. Es ist egal, wenn es nicht so läuft, wie du dir das vorstellst. Du kannst immer darauf aufbauen. Das macht einen erfolgreichen Menschen aus, das sollen junge Leute lernen.“

Coga wäre nicht Coga, wenn er nur darüber sprechen würde. „Deshalb habe ich mich entschlossen, einen gemeinnützigen Verein zu gründen.“ Genannt hat er ihn „Quantix“ - ein Box- und Basketballverein. „Frankfurt und der Sport haben mir extrem viel gegeben und ich möchte etwas zurückgeben.“ Wichtig sei ihm, Menschen aus anderen kulturellen Kreisen zu integrieren. Und zwar mit Hilfe von Sport und Musik. „Denn das sind Elemente, die grenzübergreifend Menschen zusammenführen.“

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„So ein Verein bietet nicht nur die Möglichkeit, den Kindern und Jugendlichen Disziplin beizubringen. Entscheidender ist es, dass sie einen Leitfaden erhalten, nach dem sie sich richten können. Außerdem trägt’s zur Gewaltprävention bei“, zählt Coga die Vorteile auf. Mit im Boot: Daniel Weichel, „einer meiner besten Freunde und einer der erfolgreichsten Kämpfer“, freut sich Coga. Mit ihm betreibt er bereits eine Stiftung in Sansibar, die über Sport und Bildung Wissen vermittelt.

„Mithilfe des Kampfsports kannst du die Leute erziehen, ihnen bewusst machen, wie gefährlich unkontrollierte Gewalt sein kann und dass sie verantwortungsbewusst mit den Kampfsportfähigkeiten umgehen müssen“, sagt Coga. Er selbst sei „kein Fan von Gewalt“. MMA war seine Möglichkeit, „mich selbst besser kennenlernen zu können. Deshalb ist es ganz klar, dass wir junge Menschen dazu erziehen möchten, sich von negativen Verlockungen fern zu halten“. Und davon gibt es im Bahnhofsviertel mehr als genug.

Aber noch kann er nicht loslegen. „Es scheitert an der Halle“, klagt Coga, der aber hinzufügt, dass ihm die Stadt hilft, einen geeigneten Ort zu finden.

Mögliches Duell gegen Christian Jungwirth

Ein YouTube-Video, einige Sätze in einem Podcast - und plötzlich ist die deutschsprachige MMA-Community elektrisiert: Steht etwa ein Kampf zwischen Christian Jungwirth, dem „Unsterblichen Kelten“ und Phantom-Athlet, und Max Coga, dem Frankfurter KO-Spezialisten, bevor? Dabei werfen die Fans vor allem eine Frage auf: Wie realistisch ist ein solches Duell - sportlich, körperlich, organisatorisch?

Christian Jungwirth ist in vielerlei Hinsicht ein Sinnbild für mentale Stärke, Härte und Durchhaltevermögen. Einst vielversprechender Fußballtorhüter beim VfB Stuttgart unter Trainer Thomas Tuchel, zwang ihn eine Verletzung zum Karriereende - und brachte ihn über Umwege in den Käfig. Der 36-jährige Frankfurter debütierte im Oktober 2024 auf eindrucksvolle Weise bei Oktagon - und sorgte für einen Moment, der europaweit Schlagzeilen machte: Trotz offenem Bruch der rechten Hand besiegte er den zähen Kroaten Antun Račić durch Knockout.

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In der Welt des MMAs sind 7 Kilogramm Unterschied jedoch eine sportliche Hürde - keine unüberwindbare Wand. Der Aufstieg einer Gewichtsklasse ist kein Novum in der Geschichte des Sports. Auch Jungwirth hat in der Vergangenheit Kämpfe angenommen, bei denen Gewicht nicht das Hauptkriterium war.

Doch genau das ist es, was dieses mögliche Duell so spannend macht: Der Kontrast. Der Unterschied. Was beide Kämpfer bei aller Unterschiedlichkeit eint, ist ihr unbedingter Wille, sich jeder Herausforderung zu stellen. Jungwirth, der mit seinen fast 38 Jahren noch immer zu den fittesten Athleten seiner Gewichtsklasse gehört, trainiert diszipliniert wie eh und je. Coga wiederum lebt die Philosophie des kompromisslosen Finishers.

Genau diese Mentalität ist es, die auch Phantom Athletics als Marke prägt - und die Christian Jungwirth seit Jahren auf und neben der Matte verkörpert. Als offizieller Phantom-Athlet lebt er nicht nur die Markenwerte, sondern trägt sie aktiv in die Community.

Bisher gibt es keine offizielle Bestätigung eines Kampfes zwischen Jungwirth und Coga. Das YouTube-Video, das die Diskussion entfacht hat, bleibt vage. Es ist von einem „möglichen Match-up“ die Rede, von internen Gesprächen, von spekulativen Gedankenspielen.

In Rücksprache mit Phantom Athletics wurde Christian Jungwirth um eine Stellungnahme gebeten. „Ein Kampf gegen Max Coga wäre auf mehreren Ebenen interessant. Er ist brandgefährlich, keine Frage. Aber ich glaube fest an mein System, an meine Ruhe und meine Erfahrung. Gewichtsklassen sind ein Thema - aber keine Ausrede. Noch ist nichts offiziell. Doch die Welle der Aufmerksamkeit, die dieses mögliche Duell ausgelöst hat, zeigt deutlich: Die MMA-Szene ist hungrig nach großen Geschichten. Ob es zu einem Kampf gegen Max Coga kommt, bleibt abzuwarten. Doch selbst das Gerücht reicht aus, um zu zeigen, wie stark das deutsche MMA inzwischen geworden ist.

Max Coga in der ZDF-Dokureihe 'Kiezkämpfer'

Max Coga bewegt sich zwischen den Extremen: Als Besitzer eines Frankfurter Nachtclubs und MMA-Kämpfer steht er im Fokus der ZDF-Dokureihe 'Kiezkämpfer'. "Ich will keinen Schwächling als Sohn", sagt Maria in der eigenwilligen, tief ins Nachtprogramm geschobenen ZDF-Dokureihe "Kiezkämpfer". Sie spricht von ihrem Sohn Max Coga, der in Rotlicht-Kreisen als Legende gilt.

Der heute 35-Jährige, der im Frankfurter Bahnhofsviertel aufwuchs und schnell die harten Gesetze der Straße lernen musste, ist heute erfolgreicher Unternehmer - als Besitzer eines Nachtclubs. Gleichzeitig betreibt Coga einen gefährlichen Sport - als sogenannter Mixed-Marital-Arts-Kämpfer.

Coga will erster "Double Champ" seiner Organisation werden. Es ist eine Herausforderung, die enorme Disziplin und taffe Vorbereitungsarbeit - inklusive eines rigiden Ernährungsplans - erfordert. Der junge Mann ist bereits Champion im sogenannten Federgewicht. Nun will er sich auch den Titel in der nächsthöheren Gewichtsklasse den Sieg schnappen. Dafür trainiert er eisern - umgeben von Freunden und Leidensgefährten.

Max Coga hat zusammen mit seinem Bruder und engen Freunden den ehemaligen Stripclub "Pik Dame" zu einer der ersten Adressen im Frankfurter Nachtleben gemacht. Das Haus steht für den Spagat, den auch der titelgebene "Kiezkämpfer" aushalten muss: Im Untergeschoss steigen ausschweifende Partys. Oben lebt Max mit seinen Freunden - und arbeitet an seinem Trainingsprogramm.

"Wenn man Privatsphäre will, ist man hier absolut falsch", erklärt er im Film. "Es ist ein impulsives, verrücktes Haus. Aber die Leute, die hier leben, können damit umgehen."

Die Reportage von Maja Dielhenn kommt Coga ganz nahe. Geschildert wird die schillernde Vita eines Jungen, der als Sohn einer Stripperin aus Buenos Aires aufwuchs und sich im Milieu durchkämpfte. Mutter Maria ermutigte ihn zu seiner kämpferischen Karriere - nach einer Schulhofschlägerei. Sie wolle eben keinen Schwächling in der Familie haben.

Mittlerweile bereut sie ihre Entscheidung oft: Wenn Max in den "Käfig", die abschließbare Kampfarena für MMA-Fights, geht, leidet sie jeweils stark mit. Kein Wunder, Mix Martial Arts ist eine besonders brutale und gefährliche Kampfart - mit einem hohen Risiko, sich schwer zu verletzen.

Allerdings ist auch Maria eine Kämpferin - gegen eine Krebserkrankung. "Der Gedanke, dass sie sterben könnte, geht mir unheimlich nah", sagt ihr Sohn Max. "Meine Mutter ist für mich fast schon etwas Heiliges, und das will ich ihr einmal vor allen Leuten sagen." Er plant Großes für den Moment seines Champion-Kampfes. Das greift fraglos ans Herz.

Unterstützung seiner Mutter im Kampf gegen den Krebs

Doch nicht nur sportlich erlebt Coga gerade keine leichte Zeit. Mama Maria kämpft gegen Speiseröhrenkrebs, wegen dem auch Max sie ständig begleitet und versucht, seiner Mutter mit Liebe Kraft zu schenken. Coga erzählt: „Momentan geht es meiner Mutter sehr gut, was mich auch sehr glücklich macht. Solange die Phase geht, hat sie die zu genießen. Wir genießen die beide zusammen.”

Und weiter: „Ich bin einfach ein stabiler Sohn, der für sie da ist - zu jeder Zeit. Und ich schaue, dass wir eine Lösung finden, für die Probleme, die schon da waren oder noch kommen.

Überblick über Max Cogas Karriere

Hier ist eine Tabelle, die Max Cogas Karriere zusammenfasst:

Kategorie Details
Geburtsdatum Juni 1989
Gewichtsklasse -65,77kg | -70,3kg (Feder-/Leichtgewicht)
Größe 172cm
Nationalität italienisch
Kämpfername Mad Max
Team / Trainingscamp MMA Spirit / MMA Spirit
Sherdog Profi MMA Rekord 26-8-1 (10 KO | 12 Submissions)
Erfolge
  • 2x Respect FC Federgewichts Champion (2013)
  • 1x Fair FC Federgewichts Champion (2014)
  • 4x Superior FC Federgewichts Champion (2016 + 2017)
  • 1x No. 1 FC Federgewichts Champion (2016)
  • 2x NFC Federgewichts Champion (2021, 2023)
  • 1x NFC Leichtgewichts Champion (2024)
BJJ Schwarzgurt unter Daniel Weichel