Karate Kid (2010): Eine Neuinterpretation des Klassikers

Karate Kid prügelt sich im neuen Jahrtausend erneut mit Hilfe fernöstlicher Kampfkunst und Weisheit auf die Leinwand.

„Karate Kid“ von 2010, eine Neuauflage des gleichnamigen Films von 1984, fesselt durch sein Sport Drama-Genre. Harald Zwart führte Regie und Christopher Murphey sowie Robert Mark Kamen zeichneten für das Drehbuch verantwortlich. Hauptdarsteller sind Jaden Smith als Dre Parker und Jackie Chan als Mr. Han. Unterstützt werden sie von Taraji P. Henson, Han Wenwen, Wang Zhenwei und Yu Rongguang. Produzenten waren Jerry Weintraub, Will Smith und Jada Pinkett Smith, und für die musikalische Untermalung sorgte James Horner.

Im Mittelpunkt steht Jaden Smith als junger Dre Parker. Der Film beginnt holprig, gewinnt aber an Fahrt, als Jackie Chan als Mr. Han auftritt. Smith und Chan bilden ein harmonisches Duo, das den Film trotz einiger Schwächen trägt. Ihre Beziehung verleiht dem Film eine gewisse Tiefe, die über die einfache Handlung hinausgeht.

Handlung vom Film „Karate Kid“

„Karate Kid“ erzählt die Geschichte des jungen Dre Parker, der sich nach einem Umzug von Detroit nach Peking einer Reihe von Herausforderungen gegenübersieht.

Als der zwölfjährige Dre Parker mit seiner Mutter Sherry von Detroit nach Peking umzieht, steht er vor großen Herausforderungen. Sherry hat eine Stelle in einer Autofabrik angenommen, was den Umzug nötig macht.

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Seine Mutter Sherry hat dort eine neue Arbeitsstelle angenommen, was für Dre einen radikalen Wechsel seiner Lebensumstände bedeutet. In China konfrontiert mit neuen Sitten und einer fremden Sprache, fühlt sich Dre zunächst verloren und isoliert.

In Peking trifft Dre auf Meiying, eine talentierte junge Geigerin, die seine Aufmerksamkeit erregt. Ihre aufkeimende Freundschaft wird jedoch von Cheng, einem rebellischen Kung-Fu-Wunderkind, getrübt.

Seine Situation wird komplizierter, als er Meiying, eine begabte Violinistin, trifft und sich in sie verliebt. Cheng, dessen Familie eng mit Meiying verbunden ist, schikaniert Dre ständig.

Nach einem Schulausflug zur Verbotenen Stadt rächt sich Dre, indem er Cheng und seine Gang mit schmutzigem Wasser überschüttet. Die erboste Gruppe verfolgt Dre daraufhin und prügelt ihn in einer Gasse, bis Mr. Han, ein Hausmeister, der Dres Mutter zuvor geholfen hat, eingreift.

Mr. Han kümmert sich um Dres Verletzungen mit traditionellen chinesischen Heilmethoden, darunter das Schröpfen. Er erklärt Dre, dass Cheng und seine Freunde durch ihren Lehrer Master Li zu Unnachgiebigkeit gegenüber Feinden erzogen wurden.

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Fasziniert von der Kunst des Kung Fu, bittet Dre Mr. Han, ihn zu unterrichten. Anfangs zögerlich, stimmt Mr. Han zu und führt Dre zu Master Lis Kampfschule, um Frieden zu stiften.

Der Versuch schlägt fehl, als Li ein Duell zwischen Dre und Cheng vorschlägt. Stattdessen vereinbart Mr. Han, dass Dre bei einem anstehenden Kung-Fu-Turnier gegen Lis Schüler antreten soll.

Er verlangt, dass Dre bis zum Turnier unbehelligt bleibt, um trainieren zu können. Der Film zeigt, wie Dre durch diese Konflikte in eine Situation gedrängt wird, die ihn überfordert.

Dres Ausbildung zum Kung-Fu-Kämpfer

Die Trainingsmethoden von Mr. Han sind unkonventionell, aber wirkungsvoll. Er betont, dass Gelassenheit und Reife, nicht Gewalt und Kraft, den wahren Meister ausmachen.

Durch wiederholtes Aufheben und Ablegen seiner Jacke entwickelt Dre ein tiefes Verständnis und Muskelgedächtnis für die Bewegungen.

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Mr. Han nimmt ihn mit zu einem daoistischen Tempel in den Wudang-Bergen, wo Dre von einer Frau lernt, Bewegungen einer Kobra nachzuahmen.

Nach intensivem Training gönnt Mr. Han Dre einen freien Tag. Dre nutzt diese Gelegenheit, um Zeit mit Meiying zu verbringen, was sie fast ihr wichtiges Geigenvorspiel kostet.

In einer Nacht der Verzweiflung entdeckt Dre Mr. Han betrunken, wie er das Auto zerstört, in dem einst seine Frau und sein Sohn bei einem Unfall ums Leben kamen. Jedes Jahr zerstört Han das Auto am Jahrestag des Unfalls und repariert es anschließend, um sich selbst zu bestrafen. Diese Offenbarung motiviert Dre, noch härter zu trainieren und seinem Lehrer bei der Überwindung seines Schmerzes zu helfen.

Mr. Han hilft Dre, eine Entschuldigung auf Mandarin an Meiying’s Vater zu verfassen. Erfolgreich übermittelt, erlauben ihre Eltern Meiying, Dre beim Turnier zu unterstützen.

Das Kung-Fu-Turnier

Dort startet Dre mit Unsicherheit, besiegt aber einen Gegner nach dem anderen. Li befiehlt einem seiner Schüler, Dre im Halbfinale zu verletzen, was zu dessen Disqualifikation führt.

Im Finale gegen Cheng nutzt Dre eine Technik, die er im Tempel gesehen hat, und gewinnt. Dies verschafft ihm nicht nur den Sieg, sondern auch den Respekt von Cheng und seinen Klassenkameraden.

Dre überwindet seine Ängste und Herausforderungen, und Cheng überreicht ihm den Pokal, während alle Schüler von Fighting Dragon sich vor Mr. Han verbeugen.

Unterschiede zum Original

Die 26 Jahre, die zwischen Karate Kid von 1984 und seinem Remake liegen, machen sich an einigen Veränderungen des Remakes gegenüber dem Original bemerkbar. Da ist zum einen die Form der Kampfkunst, die Karate Kid Dre zu erlernen hat. Anstelle von japanischem Karate gibt es jetzt chinesisches Kung-Fu, anstelle von ‘Wischen und Polieren’ wird jetzt die Jacke aufgehängt und wieder abgenommen.

Die Hauptrolle wird von Jaden Smith gespielt, der damit in die Fußstapfen von Ralph Macchio tritt. Während letzterer ganze 22 Jahre alt war, als er Karate Kid mimte, entspricht Jaden Smiths reales Alter auch dem seiner Leinwand-Figur. Jaden Smith ist übrigens der Spross von Hollywoodstar Will Smith, der das Remake produzierte.

Neben Jackie Chan tritt eine weitere chinesische Filmikone in Karate Kid auf: Michelle Yeoh. Sie hat einen Gastauftritt als trainierende Kung-Fu-Kämpferin.

Drehorte und Auszeichnungen

Neben seiner kommerziellen Erfolgsgeschichte zeichnet sich „Karate Kid“ durch seine Drehorte aus. Erhielt Zugang zu Chinas Verbotener Stadt, der Großen Mauer und den Wudang-Bergen. Die Dreharbeiten starteten im Juli 2009, oft in Verhandlungen mit Ortsansässigen.

Eine Besonderheit des Films ist ein alternatives Ende, in dem sich Mr. Han und Master Li duellieren. Ausgezeichnet wurde „Karate Kid“ bei den People’s Choice Awards 2011 und den Nickelodeon Kids’ Choice Awards.

Kritik

Während die Antagonisten Cheng und Master Li leider flach und eindimensional bleiben, erweist sich der Wechsel des Schauplatzes nach China als geschickter Schachzug. Regisseur Zwart nutzt die Kulisse Chinas effektiv, um die Geschichte neu zu interpretieren, auch wenn der Film an einigen Stellen durch uninspirierte komische Einlagen und eine übertriebene Wackelkamera in den Kampfszenen schwächelt.

Die Action-Sequenzen, obwohl ansprechend choreographiert, leiden unter dieser technischen Entscheidung. Trotz dieser Mängel liefert das Remake eine solide Unterhaltung, hauptsächlich dank der Leistungen von Smith und Chan.

Am besten ist „Karate Kid“, wenn nichts gesprochen wird. Beeindruckend sind die Bilder, wenn Dre in China trainiert oder schließlich bei dem Wettkampf gegen seine Gegner antritt. Ein klein wenig erfährst du sogar über die Lebensweisheit, die im Kung Fu steckt.

Doch so mitreißend der Kampfsportfilm manchmal ist, so ärgerlich ist er auch oft. Denn Dre schimpft immer nur über das fremde Land, in dem er nun leben soll, aber er bemüht sich auch überhaupt nicht, dieses kennen zu lernen. Alle sollen immer nur seine Sprache sprechen. So kann das nicht klappen. In gewisser Weise ist Dre damit nicht viel klüger als Cheng, der sich immer mit Gewalt durchsetzen will.

Ärgerlich ist jedoch der Unterton des Films: China wirkt hier wie ein - im negativen Sinne - fremdes und abweisendes Land. Am Anfang passt dies noch zu der Gefühlswelt von Dre. Doch der Junge interessiert sich überhaupt nicht für Land und Leute und erweist sich als überraschend lernresistent. Seine Integration „erarbeitet“ er sich vielmehr über den Sieg im Ring - und das ist eine durchweg fragwürdige Lösung.

Immerhin gelingt es dem jungen Smith durch eine ordentliche Leistung die schlimmsten Befürchtungen zu widerlegen, gemeinsam mit dem gut aufgelegten Jackie Chan bildet er ein harmonisches Hauptdarsteller-Duo, das das Martial-Arts-Drama aus dem Sumpf der Belanglosigkeit zieht.

Ich fand den film "Karate Kid" nach der schlechten Filmstarts kritik überraschend gut!!! Jaden smith macht seine sache stark und jackie chan ebenfalls! story ist nach alter vorlage natürlich,aber man hat sich gut an den alten film gehalten und hat eigene witzige elemente noch dazu gefilmt! meine einzigen kritikpunkte sind, dass das ende dann doch zu spektakulär war und dann der abspann viel zu schnell ging!

Es gibt also nur wenig neue Ideen, doch die Umsetzung war einfach gut gemacht.. Ich denke das dieser Film ...

Mit dem großen Auftritt von Jackie Chan fängt der Film so richtig an Spaß zu machen. Zum Glück stimmt die Chemie zwischen dem Altmeister und dem jungen Smith. Die Action-Sequenzen sind ansprechend choreografiert. Der Zuschauer profitiert von den großartigen Kampfkünsten des jungen Cheng-Darstellers.

Die dynamischen Kampfszenen, die akrobatischen Bewegungen sowie das betont coole Verhalten von Will-Smith-Sohn Jaden als Dre werden diese Zielgruppe durchaus ansprechen.

Besetzung

RolleDarsteller
Dre ParkerJaden Smith
Mr. HanJackie Chan
Sherry ParkerTaraji P. Henson
May YingHan Wenwen
ChengWang Zhenwei
Master LiYu Rongguang