Judo Eisbären Westerstede: Mehr als nur Kampfsport

Judo ist eine japanische Kampfsportart, die durch dauernde körperliche und mentale Auseinandersetzung mit einem Partner und sich selbst, neben körperlichem Training einen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung leisten kann.

Die Judo-Eisbären Westerstede sind ein familiär geführter Verein, der erst 2013 gegründet wurde. Dem Verein liegt der Zusammenhalt seiner buntgemischten, integrativen Truppe sehr am Herzen.

Bei den Judo Eisbären Westerstede ist jeder - mit oder ohne Handicap herzlich willkommen.

Neue Tatamis für optimales Training

Barfuß und in Kampfkleidung betreten die Judoka die Tatamis. Gemeint sind die Judomatten, auf der die Kämpfe ausgetragen werden.

Gleich 31 neue Tatamis können die Judo-Eisbären Westerstede ihr Eigen nennen - und die Freude hierüber ist riesig: Endlich können mehrere Teams gleichzeitig trainieren und für die nächsten Gürtelprüfungen üben!

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Die neuen 1 x 1 Meter großen Matten passen mit ihrer Höhe sowie ihren Dämpfungseigenschaften perfekt zu den bereits vorhandenen und ergeben zusammen eine richtig große Fläche.

Freizeitaktivitäten und integrative Truppe

Die Mitglieder der Judo-Eisbären treffen sich, zusätzlich zum Training zweimal die Woche, auch außerhalb der Halle gerne zu tollen Freizeitaktivitäten.

Besuch aus Hameln

Nachdem die Hamelner Judoka letztes Jahr bei der Hallenübernachtung ihren befreundeten Verein, die Eisbären aus Westerstede, bei sich zu Besuch hatten, stand nun der Gegenbesuch an. Mit zwei Autos machten sich die jungen „Rattenfänger“ am Samstagvormittag auf den Weg.

Gut angekommen, fing es gleich an mit den ersten Kennlernspielen, dann wurden mehrere Gruppen gebildet, natürlich gut gemischt aus Hamelnern und Westerstedern.

Außerdem war noch die G-Judogruppe, also eine spezielle Judogruppe für gehandicapte Sportler, aus Oldenburg zu Besuch. Auch diese wurde natürlich mit in die Gruppen integriert.

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Danach wurden die Wettkämpfe Judo und Brennball bestritten.

Nach fast vier Stunden Sport stand dann auch schon das Abendessen an und so wurde fleißig gegrillt und das „Highlight“ waren die frischen Pommes aus der Fritteuse.

Da in Westerstede keine Hallenübernachtungen erlaubt sind, wurden die Kinder in Gastfamilien aufgeteilt. Doch bevor es ins neue Zuhause ging, ging es erst einmal zum gemeinsamen „Rudelgucken".

Die Westersteder Trainerin Sylvia hatte alle Mann bei sich zuhause eingeladen und so tummelten sich fast vierzig Leute um zwei Fernseher, um ja kein Tor von Deutschland zu verpassen.

Nach diesem aufregenden Spiel ging es in die neuen Domizile und so lag man wenig später mal alleine, mal mit mehreren in einem bequemen Bett und versuchte, möglichst viel erholsamen Schlaf zu bekommen. Denn der nächste Tag sollte nochmal ein sehr anstrengender werden.

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Am Samstagmorgen wurden die jungen Judoka von den Gastfamilien wieder zur Turnhalle gebracht, wo es dann ein gemeinsames Frühstück mit leckeren Brötchen gab.

Danach wurden schnell die Judoklamotten übergeworfen und schon ging es weiter. Erst mit einer Partie Zombieball, um warm zu werden, und dann mussten noch die letzten Gruppenwettkämpfe fortgeführt werden.

Zum Schluss gab es eine kleine Siegerehrung, denn bei den Wettkämpfen wurde nicht nur auf die erspielten Punkte geachtet, sondern auch ein starkes Augenmerk darauf gelegt, wie gut der Teamzusammenhalt war.

Und so war es dann hinterher die Gruppe „Feuerlöwe" (siehe Foto), bestehend aus zwei Westerstedern und zwei Hamelnern, die den ersten Platz belegte.

Danach mussten sich alle noch verabschieden. Und so machten sich die Hamelner auf die dreistündige Heimfahrt.

„Bedanken müssen wir uns bei den Westerstedern, die uns sehr freundlich und mit offenen Herzen aufgenommen haben, Wunschschlafpartner akzeptiert haben und versucht haben, uns das Leben so angenehm wie möglich zu machen.