Die Bedeutung von 18 Karat Gold und Methoden zur Echtheitsprüfung

Gold ist ein zeitlos schönes und wertvolles Edelmetall. Gerade bei Trauringen erfreut es sich großer Beliebtheit. Die gängigste Legierung ist 18-karätiges Gelbgold, das zu 75 % aus Gold besteht und einen hellen, eleganten Farbton hat.

Wie man die Echtheit von Gold erkennt

Genau das ist auch schon erfahrenen Käufern passiert, die nicht über entsprechende Tests oder Geräte Bescheid wissen. Es gibt verschiedene Methoden, um die Echtheit von Gold zu überprüfen. Einige davon können Sie einfach zu Hause durchführen, während andere professionelle Ausrüstung erfordern.

1. Die Punzierung

Untersuchen Sie Ihr Goldstück. In der Regel entdecken Sie eine dreistellige Zahl, welche angibt, wie hoch der Goldgehalt eines Stückes sein soll. Diese Zahlen lassen sich natürlich auf jedes Metall und vor allem auch auf Fälschungen aufbringen.

2. Der Magnettest

Gold ist nicht magnetisch. Wenn Sie das entsprechende Teil nur einen Millimeter bewegt, können Sie davon ausgehen, dass es nicht zu 100% bzw. Sollte kein starker Magnet zur Hand sein, reicht oft der von Verschlüssen (Handtaschen) oder aus älteren technischen Geräten. Kühlschrankmagnete sind häufig zu schwach für Ihren Magnettest.

3. Der Dichte-Test

Gold hat eine Dichte von 19,32 g/cm³. Das Gewicht in Gramm (g) geteilt durch das verdrängte Wasser in ml ergibt die Dichte des Objekts. Sie wiegen ein Objekt mit 25g. Aus Ihrem 100ml Wasserstand werden 103ml. Die Dichte ist in diesem Fall viel geringer als beim Gold. Dies könnte bedingt durch leichte Messfehler etwa der Dichte von Bronze, Nickel oder Eisen entsprechen.

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4. Der Essig-Test

Gold testen mit Essig ist eine weitere einfache und relativ sichere Methode, um die Echtheit von Gold zu überprüfen. Diese Methode nutzt die chemischen Eigenschaften von Gold und seine Reaktion auf milde Säuren wie Essig.

  1. Geben Sie einige Tropfen Essig auf das Goldstück.
  2. Beobachten Sie, ob eine Reaktion stattfindet.

Ergebnis: Echtes Gold wird nicht auf Essig reagieren. Es behält seine ursprüngliche Farbe und Glanz bei.

Hinweis: Obwohl der Essig-Test eine sanfte Methode ist, sollten Sie ihn trotzdem an einer unauffälligen Stelle durchführen.

5. Der Feuerzeug-Test

Der Gold Test mit Feuerzeug ist eine einfache und schnelle Methode, um die Echtheit von Gold zu überprüfen. Diese Methode basiert auf den einzigartigen thermischen Eigenschaften von Gold und kann zu Hause durchgeführt werden.

  1. Halten Sie die Flamme eines Feuerzeugs für 20-30 Sekunden an das Goldstück.
  2. Beobachten Sie, wie das Gold reagiert.

Ergebnis: Echtes Gold wird nicht anlaufen, sich verfärben oder schmelzen. Es behält seine ursprüngliche Farbe und Form bei.

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Wichtiger Hinweis: Obwohl der Gold Test mit Feuerzeug eine schnelle Methode zur Echtheitsprüfung ist, birgt er auch Risiken. Das Goldstück kann beschädigt werden, insbesondere wenn es sich um vergoldete Gegenstände handelt. Verwenden Sie diese Methode daher nur, wenn Sie bereit sind, das Risiko einer möglichen Beschädigung einzugehen.

6. Der Keramik-Test

Wir können den Keramik-Test jedoch nicht empfehlen, weil er Ihr Gold beschädigen wird. Sie benötigen eine unglasierte Keramikfläche (z.B. Keramivasen, -teller und -tassen). Reiben Sie Ihr Goldstück an der rauhen Oberfläche.

7. Der Säuretest

Achtung gefährlich (aber effektiv): Verwendet als Zutat für starke Farbstoffe und Sprengstoffe ist Salpertersäure nicht zu unterschätzen. Da Salpetersäure wird häufig auch in Mischung mit Salzsäure (Königswasser) zum Nachweis von Gold verwendet. Legen Sie Ihr Goldstück in ein stabiles Gefäß (z.B. Färbt sich das Objekt grün, haben Sie es mit einem unedlen Metall zu tun. Wird es weißlich, milchig (evtl.

8. Die Resonanz

Jeder kennt den berühmten Biss der Olympiasieger auf ihre Medaille. Die Resonanz eines Körpers ist dessen Schwingungseigenschaft. Sie kennen das “Pling”-Geräusch, wenn Sie eine Münze fallen lassen? Hören Sie genau auf die Art des “Pling”. Noch besser als mit dem eigenen Gehör lässt sich die Eigenschwingung eines Objektes per Ultraschall messen. Man weiß bereits, dass Gold eine Schallgeschwindigkeit um 3200 - 3400 m/s (Meter pro Sekunde) aufweist. Ein Ultraschallmessgerät sieht im Detail aus wie der Schlägel einer Trommel. Der Kopf des Schlägels schlägt sachte auf die Metalloberfläche. Daraufhin breitet sich ein Schall im Objekt aus, welcher an dessen Grenzen reflektiert wird. Im Schlägel befindet sich ein Messgerät, welches die Zeit der Bewegung der Schallwelle misst.

9. Goldmessgeräte

Mit dem Goldmessgerät GoldScreenSensor können Sie den Golggehalt bestimmen und das sogar durch den Blister. Die Funktionsweise der GoldScreenBox basiert auf dem sogenannten Wirbelstrommessprinzip und ermöglicht die Untersuchung des „Innenlebens“ von Edelmetall-Gegenständen. Auf diese Weise können von Fälschern aufgebrachte Gold- oder Silberschichten bis zur jeweiligen Eindringtiefe durchdrungen werden und somit weit unterhalb der Oberfläche liegende Fälschungen detektiert werden.

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10. Rasterelektronenmikroskop

Eine spannende und sehr genaue Methode zur Überprüfung einer Goldoberfläche ist unter Verwendung eines Rasterelektronenmikroskops möglich. Eine Glühkathode “versprüht” Elektronen. Diese werden durch eine Anode (positiver geladener Pol) beschleunigt und auf das Testobjekt gerichtet. Der Detektor misst das Verhalten der Reflektion und damit die Beschaffenheit der Oberfläche. Wie auch schon beim Säuretest kann der Strahl nicht in die Tiefe der Münze treffen. Eine tiefe von 100 nm (Nanometern) bzw.

11. Röntgenfluoreszenzspektroskopie

Die Röntgenfluoreszenzspektroskopie macht es jedoch möglich bis zu 200 mal so tief in das Objekt einzudringen und erhält damit ein deutliches Materialbild.

12. Magnetische Abstoßung

Für die Prüfung benöigen Sie einen straken Magneten, eine Feinwaage mit zwei Nachkommastellen, eine Kunststoffschale, ein Stück Pappe und einen Goldbarren. Die Methode beruht auf folgendem Prinzip: Gold ist diamagnetisch und wird von Magneten abgestoßen, während häufige Fälschungsmaterialien wie beispielsweise Wolfram paramagnetisch sind und angezogen werden. Die Gegenstände werden wie folgt aufgebaut: Auf dem Boden liegt die Waage, auf der beliebige Pappestücke zur Trennung von Gold und Waage aufgestellt werden. Über dies Konstruktion wird eine Kunststoffschale platziert, die einen engen Spalt zu den Pappestücken bildet. Zunächst wird dann, indem das Gold zwischen Kunststoffschale und Pappe gesetzt wird, allein gemessen. Im Anschluss wird der Magnet auf der Kunststoffschale über dem Edelmetallgegenstand gelegt. Unten befindet sich eine Feinwaage. Auf dieser Waage sollten Pappschachteln in Zylinderform oder Ähnlichem liegen. Es ist allerdings zu beachten, dass die hier entstehende Gewichtsdifferenz sehr schwach ausfällt. Bei einem Goldbarren von 250 g würde sich die Differenz auf etwa 0,11 g bis 0,13 g belaufen. Je stärker der Magnet desto geringer kann das gewicht des Prüfgegenstandes sein.

Professionelle Analyse

Für eine professionelle Analyse kommen tatsächlich nur Labore in Frage. Ein professioneller Test sollte stets mehrere der Test enthalten, um verschiedene Fälschungsarten zu erkennen. Wenn Ihre Wertstücke aus einer vernünftigen Quelle kommen, besteht sowieso wenig Grund der Sorge. Die Experten prüfen die verkaufte Ware vor dem Verkauf. Somit hatten wir bei über 50.000 Bestellungen noch keine Retoure aus Echtheitsgründen.

Goldfälschungen

Früher wurden auch Goldfälschungen in falschen Farben angeboten. Unser Tipp: Vergleichen Sie Ihr neu gekauftes Gold stets mit Ihren bestehenden Produkten der gleichen oder ähnlichen Art.

Die Pavé-Fassung

Im zweiten Teil unserer kleinen Reihe zum Thema Schmuckwissen geht es um die Pavé-Fassung, eine ganz besondere und ganz besonders schöne Art, Edelsteine zu fassen. Aus dem Französischen kommt es, das Wort Pavé, das dieser Fassungsart ihren Namen gibt. Es bedeutet gepflastert - und auf eine elegante Art und Weise ist es genau das, was mit den glänzenden Steinen passiert. Meist werden hier etwa gleichgroße Edelsteine dicht an dicht auf Gold, Platin oder andere Edelmetalle eingefasst, und zwar so viele von ihnen, dass eine flächendeckende Edelsteinoberfläche entsteht.

Auch wir mögen die Optik eines Pavés sehr! Weshalb wir beispielsweise in unserer Collection Classic häufig mit Pavé-Fassungen arbeiten. Im Unterschied zu sonst üblichen Pavés legen wir allerdings Wert darauf, die Diamanten und Edelsteine so auszuwählen, dass sie nicht nur in etwa, sondern tatsächlich gleich groß sind - und zwar in Durchmesser, Tafeldurchmesser und sogar in der Höhe! Denn je besser die Auswahl der Steine, desto ebenmäßiger das Pavé.

Deshalb sind unsere Pavés auch so besonders: Gut zu erkennen ist unsere Fertigkeit zum Beispiel bei diesem Anhänger aus unserer Collection Classic. So ist das rechteckige Element des Anhängers aus 18-karätigem Weißgold gefertigt und gleichzeitig über und über mit insgesamt 148 gleich großen glitzernden und funkelnden Diamanten besetzt.

Und bei den Schmuckstücken unserer Collection Mystère setzen wir die Pavé-Technik ebenfalls gerne ein. Allerdings auf eine etwas andere Art und Weise: Hier ist die Fassung bewusst ungeordnet, die nun unterschiedlich großen Diamanten und Saphire sind in einem organisierten Durcheinander auf 18 Karat Gold platziert.