Kampfsport im Alter beginnen: Fit und vital bleiben

Für Personen über 50, 60 oder sogar 70 ist es wichtig, aktiv zu bleiben. Der Körper fängt in diesem Alter langsam an abzubauen, besonders wenn Senioren immer häufiger und länger sitzen. Mit zunehmendem Alter wird unser Körper gebrechlicher. Tägliches Aktivsein wird durch diese Tatsache nur umso bedeutender. Darum sollte man unbedingt Aktivitäten in Betracht ziehen, die uns so fit halten, wie unser Körper es zulässt, damit wir gesund und munter bleiben und zukünftige Krankheiten vermeiden, die uns an einer hohen Lebensqualität bis ins späte Alter hindern könnten.

In einer Zeit, in der sie vom Alltagsdruck befreit sind und in die Phase des Ruhestands eintreten, sollten sich Senioren mehr denn je auf ihre Gesundheit konzentrieren. Natürlich müssen dabei körperliche Einschränkungen und gesundheitliche Bedenken berücksichtigt werden, bevor man sich auf diese Art von Aktivität einlässt. Aber das Schöne am Kampfsport ist, dass er ganz unabhängig vom Alter für jedermann geeignet ist und dass er auf jedes Fitnesslevel zugeschnitten werden kann. Kampfsporttraining erfreut sich bei Menschen dieser Altersgruppe immer größerer Beliebtheit.

Warum Kampfsport im Alter?

Wie die meisten unter uns wenden sich auch Senioren dem Kampfsport aus den gleichen Gründen zu, wie beispielsweise der Verbesserung der körperlichen Fitness und der mentalen Aufmerksamkeit. Darüber hinaus ist der Kampfsport eine Aktivität, in welcher Senioren neu entdecken können, wie weit ihre körperlichen Fähigkeiten sie bringen, während sie etwas Neues lernen.

Mentale und körperliche Fitness

Es ist eine Tatsache, dass körperliche und geistige Fitness direkt miteinander zusammenhängen. Bei Senioren arbeitet das Gehirn nicht mehr so schnell und so gesund wie in jungen Jahren. Sie neigen dazu, langsamer zu reagieren und weniger aufmerksam zu sein. Durch das Ausüben von Kampfsportarten können diese Auswirkungen des Alterns deutlich reduziert werden. Durch das wiederholte Üben von reflexiven Routinen, die ein solches Training erfordert, sind Senioren in der Lage, ihre geistige Wachheit aufrechtzuerhalten. Das Gehirn ist ein Muskel, der genauso trainiert werden muss wie andere Muskeln im Körper.

Kampfsport gibt Senioren nicht nur die Chance, ihre geistigen Fähigkeiten zu stimulieren, sondern stärkt und trainiert auch ihre körperlichen Fähigkeiten. Es geht dabei nicht nur um verschiedene Techniken, die ein paar Mal pro Woche im Fitnessstudio gelernt und geübt werden, sondern das Training wird zu einem Lifestyle, den Senioren lernen und annehmen, um ihre körperliche und geistige Disziplin beizubehalten.

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Soziale Interaktion und Gemeinschaft

Wenn Menschen in den Ruhestand gehen, nimmt ihr Freundeskreis tendenziell ab. Sie müssen nicht mehr regelmäßig zur Arbeit gehen, wo sie im ständigen Kontakt mit ihren Kolleg*innen sind. Die Teilnahme an Kampfsportarten ermöglicht es ihnen, neue Freundschaften mit Menschen zu schließen und aufzubauen, die dieselben Interessen teilen. Eine Gemeinschaft von Gleichgesinnten, die entschlossen sind, körperlich fit und gesund zu bleiben, ist für Senioren Motivation genug, diese Aktivität ernsthaft zu verfolgen und sich so inspirieren zu lassen, an ihre Grenzen zu gehen.

Für einige Senioren mag es überraschend klingen, dass sie im Kampfsporttraining einem sozialen Umfeld beitreten, das dem anderer sozialer Aktivitäten ähnelt. Neue Freundschaften, die durch das regelmäßige Training der Kampfsportart entstehen, inspirieren und motivieren die Menschen, an ihrer Routine festzuhalten. So unterstützen sich die Teilnehmer gegenseitig dann, wenn der Wille gering ist, Widrigkeiten durchzustehen. Teil einer Gruppe von Personen zu sein, die ähnliche Ziele anstreben, wenn es um ihre körperliche und geistige Fitness geht, ist ein großer Vorteil des Kampsporttrainings für Senioren.

Kampfsport kehrt den Alterungsprozess um

Kampfsport verlangsamt den Alterungsprozess und verhindert die Entwicklung von altersbedingten Krankheiten. Während wir älter werden, macht unser Körper große Veränderungen in Bezug auf Gleichgewicht, Kraft, Haltung, Flexibilität und Ausdauer durch. Die Hauptursache dafür ist meist Inaktivität. Ihr Gleichgewicht lässt mit der Zeit nach, da sich die Muskeln anspannen und schwächer werden. Auch Ihre Körperkraft ist davon betroffen, wodurch Muskelschwund begünstigt wird.

Eine Studie, die an Männern und Frauen im Alter von über 90 Jahren durchgeführt wurde, ergab, dass die Teilnehmer nach einer bestimmten 6-wöchigen Routine oder einem gewissen Trainingsprogramm einen Kraftzuwachs von fast 200 Prozent erzielten. Eine schlechte Körperhaltung ist eine der größten Veränderungen, die unser Körper im Laufe der Jahre erfährt. Im Kampfsporttraining muss man Formen und Techniken ausführen, die eine verbesserte Körperhaltung garantieren, wodurch Krankheiten wie etwa Osteoporose vorgebeugt wird.

Auch der Verlust der Kollagenstruktur des Körpers ist eine Folge des Alterungsprozesses. Muskeln, Gelenke, Sehnen, Bänder und anderes Bindegewebe werden steifer und die Beweglichkeit des Körpers nimmt dadurch ab. Wenn man Schwierigkeiten hat, selbst einfachste körperliche Aktivitäten durchzuführen, ist auch das ein Zeichen für die verringerte Ausdauer, die mit dem Alter einhergeht. Bei regelmäßigem Kampfsporttraining können Herzfrequenz und Lungenkapazität erhöht werden mit der Folge einer deutlich verbesserten Ausdauer.

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Grundsätzlich kann Kampfsporttraining die Anzeichen des Alterns umkehren bzw. verlangsamen, und das sollte unser aller Ziel sein.

Geeignete Kampfsportarten für Senioren

Es gibt viele verschiedene Kampfsportarten, die sich in ihrer Intensität und ihrem Schwierigkeitsgrad unterscheiden. Einige, wie Karate und Judo, sind bereits für Kinder ab einem Alter von vier oder fünf Jahren geeignet, während andere, wie Muay Thai und Kickboxen, eher für Jugendliche oder Erwachsene empfohlen werden.

Hier sind einige Beispiele für Kampfsportarten, die sich besonders gut für Senioren eignen:

  • Karate: Karate ist eine der beliebtesten Kampfsportarten für Senioren aufgrund ihrer aeroben Natur. Griffstärke und Hüftbeweglichkeit nehmen ab dem Alter von 50 Jahren ab und Karate fördert diese Fähigkeiten durch spezielle Routinen, die gerade Senioren zugutekommen. Die Bewegungsabläufe fördern Beweglichkeit, Gleichgewicht und Muskulatur. Darüber hinaus wirkt sich das Training positiv auf die Psyche aus. Durch feste Strukturen, klare Ziele und die Philosophie des Kyokushin-Karate entsteht ein neues Selbstvertrauen.
  • Judo: Judo kann in jedem Alter erlernt werden, da es weniger körperliche Anforderungen hat als andere Kampfsportarten wie Boxen oder Kickboxen.
  • Aikido: Aikido ist ein Geschenk für Ältere. Die Beweglichkeit und Koordination wird geschult, dazu Gleichgewichtssinn und Muskelkraft. Die sanften Übungen erfordern Konzentration, Körperspannung und Lernbereitschaft. Zum Lohn wächst das Gefühl, einem Angriff nicht schutzlos ausgeliefert zu sein. So wird das Selbstbewusstsein von Älteren gestärkt, die vor lauter Alltagsangst ihre Jalousien schon um 16 Uhr herablassen. Der Gedanke, der der Kampfkunst zugrunde liegt: Verteidigen ist aktives Handeln, furchtlos, klar und zielstrebig.

Es ist wichtig, eine Kampfsportart zu wählen, die den individuellen körperlichen Fähigkeiten und Bedürfnissen entspricht.

Worauf Sie achten sollten

Auf das Alter muss man beim Training von Kampfsportarten trotzdem Rücksicht nehmen. Im höheren Alter steigt nämlich das Risiko einer Verletzung, da Knochen, Bänder und Sehnen im Alter an Elastizität verlieren und Gelenke einen gewissen Verschleiß erlitten haben. Bestimmte ruckartige Bewegungen und Tritte werden deshalb beim altersgerechten Training vermieden. Ebenso Würfe und Bodenkampf. Stattdessen stehen konzentriert ausgeführte Bewegungen im Vordergrund, die häufig wiederholt werden. Der Schwerpunkt des Trainings liegt auf der Dehnung, der Stärkung & Steuerung der Muskeln, der Koordination, der Konzentration und der Haltung. In die Trainingseinheiten fließen Elemente wie Yoga, Pilates und Sling Training mit Gummibändern (TRX Training) ein.

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Für Senioren geht es bei unserem Training nicht um Kampfsport im eigentlichen Sinne, also nicht um einen sportlichen Leistungsvergleich oder und um die Teilnahme an Wettkämpfen. Das Training für Senioren ist vielmehr ein altersgerechtes Programm für Körper und Geist, gepaart mit Elementen einer effektiven Selbstverteidigung. Unsere Kampf-& Verteidigungstechniken sind sinnvoll, effektiv und leicht zu lernen, wenn man weis worauf es ankommt!

Die Bedeutung des Alters beim Einstieg in den Kampfsport

Mit zunehmendem Alter taucht bei manchen die Frage auf, ob ein Einstieg in den Kampfsport noch sinnvoll oder realistisch ist. Die gute Nachricht: Ein Einstieg ist auch mit 50, 60 oder später problemlos möglich.

Viele glauben, dass Kampfsportarten nur für junge Menschen geeignet sind. Doch das ist nicht unbedingt der Fall: Gerade im fortgeschrittenen Alter kann das Training besonders effektiv sein. Zweifel wie „Ich bin zu unbeweglich“ oder „Ich fange zu spät an“ sind häufig unbegründet. Im Fusion Dojo trainieren auch Anfängerinnen und Anfänger ab 50, die zuvor keinen Sport betrieben haben. Erfahrungen zeigen: Der Respekt vor dem eigenen Tempo und das individuelle Training sorgen dafür, dass Karate auch im Alter motivierend und machbar bleibt.

Auch wenn einige vielleicht denken, dass sie zu alt für Karate sind, zeigen die Mitglieder von Bushido Köln, dass dies nicht der Fall ist. Unser erfahrenes Trainerteam, angeführt von Meister Tahir Servan (5. Dan) und Geschäftsführer Ralf Vogt (6. Dan), legt großen Wert auf Sicherheit und Qualität. Also, wann ist man zu alt für Karate? Die Antwort lautet: nie.

Die richtige Einstellung

Karate ist keine Frage des Alters, sondern der Einstellung. Wer den ersten Schritt wagt, wird schnell die vielfältigen Vorteile spüren - im Körper und im Geist.

Schnuppertraining

Jedes gute Trainingsinstitut wird Ihnen zunächst ein Probetraining anbieten. Stellen Sie dabei all Ihre Fragen und achten Sie auf Ihr Bauchgefühl. Nur in einer Umgebung, in der Sie sich wohlfühlen, können Sie auch die geistigen Fähigkeiten trainieren,die für den Kampfsport notwendig sind.