Karat Bandmitglieder: Eine musikalische Reise durch die Zeit

Karat, eine der erfolgreichsten Rockbands der DDR, hat seit ihrer Gründung im Jahr 1975 Musikgeschichte geschrieben und Generationen von Fans begeistert. Ihre Musik, die deutschsprachigen Rock mit anspruchsvollen Texten verbindet, hat sie zu einer Institution des Deutschrock gemacht.

Die Anfänge und prägende Köpfe von Karat

Hervorgegangen ist Karat aus der Formation Panta Rhei (altgriechisch für "alles fließt"), die 1971 in Berlin von Herbert Dreilich (Gitarre, Gesang), Henning Protzmann (Bass) und Ulrich "Ed" Swillms (Cello) gegründet wurde. Neben Songschreiber Dreilich gehörten zu Panta Rhei noch Texter Jens Gerlach und die Sängerin Veronika Fischer. Aus den Überbleibseln von Panta Rhei entstand Karat.

Zu Beginn der Karat-Ära stand noch Hans-Joachim Neumann am Mikrofon. Zusammen mit Konrad Burkert und Ulrich Pexa wurde neues musikalisches Terrain erschlossen. 1976 kamen Michael Schwand und Bernd Römer als neue Mitglieder hinzu. Nachdem Dreilich den Gesangspart übernahm, stand die Besetzung, die das erste Album, schlicht "Karat" betitelt, einspielte.

Ulrich "Ed" Swillms: Der Komponist der Bandklassiker

Schweren Herzens wurde der Tod von Ed Swillms, dem früheren Keyboarder, Karat-Gründungsmitglied und Komponisten zahlreicher Bandklassiker bekannt gegeben. Am 7. August 2023 wurde er in aller Stille beigesetzt. Der 1947 in Berlin geborene Ulrich «Ed» Swillms hatte die Band 1975 mitgegründet.

Ulrich «Ed» Swillms (Bild), geboren am 7. März 1947 in Berlin, studierte Cello und Klavier an der Hanns-Eisler-Hochschule für Musik. Bekannt wurde Swillms insbesondere als Mitgründer (1975) und bis 1987 Mitglied der Gruppe Karat, für die er Hits wie «Über sieben Brücken musst Du gehn», «Der blaue Planet», «Albatros», «König der Welt», «Schwanenkönig» und «Jede Stunde» schrieb. Er starb am 27. Juni 2023 in Berlin.

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Die Erfolgsgeschichte von Karat

Der Zweitling "Über Sieben Brücken" ist ein Meilenstein der Karat-Geschichte. Das Songwriting präsentierte sich ausgereifter, und mit dem Titeltrack, der in der bekannten Coverversion die Charts in Westdeutschland stürmte, konnten sie auch in der Bundesrepublik für vermehrtes Aufsehen sorgen.

Mit dem nachfolgenden "Der Blaue Planet" stiegen Karat sensationell auf dem siebten Platz in den (west)deutschen LP-Charts ein. Nimmt man beide Teile des damals gespaltenen Landes zusammen, verkaufte sich "Der Blaue Planet" insgesamt über eine Millionen mal.

Zum zehnjährigen Bestehen erschien das erste Live-Album "Auf Dem Weg Zu Euch", und diesen Titel kann man durchaus wörtlich nehmen, denn live zu spielen, ist für die Band um Dreilich ein essentieller Bestandteil der Philosophie. Nach der Tour, auf der die Live-Scheibe aufgenommen wurde, verließ Bassist und Gründungsmitglied Protzmann die Band, für ihn kam Christian Liebig.

Die Zeit nach der Wende und der Verlust von Herbert Dreilich

In den Jahren vor dem Mauerfall verharrten Karat in einer künstlerischen Lethargie, die sich durch die Umwälzungen des Novembers 1989 noch verstärkte. Das zweite Album, das als Titel lediglich den Bandnamen benutzt, erschien 1991 und konnte nicht an die Glanzleistungen der Vergangenheit anknüpfen. In die kreative Spur zurück fanden sie erst wieder mit "Die Geschenkte Stunde", dies setzte sich bei dem 97er Album "Balance" fort, das sehr ruhig daher kam.

Zu der Zeit hatte Sänger Dreilich bereits mit schweren gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Nachdem er 1997 in Magdeburg einen Schlaganfall erlitt, war er zeitweise gelähmt. Mit eisernem Willen arbeitete er auf eine vollständige Genesung hin, und so konnten Karat im Millenniums-Jahr 2000 ihr 25-jähriges Jubiläum feiern. Im Frühjahr 2004 diagnostizierten die Ärzte Leberkrebs bei Herbert Dreilich, woraufhin Karat alle noch geplanten Auftritte absagten. Im Dezember erlag Dreilich seinen Leiden.

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Claudius Dreilich übernimmt das Erbe seines Vaters

Kaum einer zweifelte zu diesem Zeitpunkt daran, dass die Band sich nun auflösen würde. Doch zumindest zu einem Abschiedskonzert im April 2005 kamen die Berliner noch einmal zusammen. An das Mikrofon trat Claudius Dreilich, der 34-jährige Sohn des Verstorbenen, der seinerseits bereits einige Erfahrung als Sänger hatte.

Ende 2005 eskalierte ein Streit mit der Witwe von Herbert Dreilich um die Rechte am Namen Karat. Tatsächlich musste für eine Weile die kastrierte Kurzform K.... herhalten, bevor das Berliner Landgericht im Juni 2007 der Band ihren vollen Namen zurückgab.

2010 erschien mit "Weitergeh'n" das erste Studioalbum mit dem neuen Sänger Claudius Dreilich. Danach veröffentlichten Karat in größeren Abständen weitere Alben, darunter "Seelenschiffe" (2015) und "Labyrinth" (2018).

Anfang Januar 2023 stiegen Christian Liebig und Michael Schwandt aus, den Bass bediente fortan Daniel Bätge, das Schlagzeug übernahm Heiko Jung. Claudius Dreilich, übernahm nach dem Tod seines Vaters 2005, die Stelle des Sängers in der Band. Er sorgte nicht nur dafür das KARAT am Leben blieb, sondern auch mit neuen Ideen und neuen Songs für frischen Wind.

Karat in der Corona-Pandemie

Die Ost-Rockband Karat gab ein Konzert vor aussergewöhnlicher Kulisse. Sänger Claudius Dreilich und seine Kollegen erheben dabei die Stimme für die coronageschädigte Veranstalterbranche.

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Die Band Karat («Über sieben Brücken») hat in Chemnitz mit einem Hotelzimmer-Rockkonzert ihre Fans begeistert. Zugleich machten die Musiker um Sänger Claudius Dreilich am Samstag auf die Nöte der Veranstaltungsbranche aufmerksam - wegen der Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie dürfen weder Konzerte noch Grossveranstaltungen oder Volksfeste stattfinden. Der gesamten Branche sei die Arbeitsgrundlage entzogen worden, sagte Dreilich (49). «Wir wollten medial ein Zeichen setzen: Die Kunst darf nicht still sein. Das haben wir heute bewiesen».

Für den Auftritt von Karat wurden Bühne und Technik im Innenhof des Hotels aufgebaut. Die Zuschauer verfolgten das Konzert aus Zimmer- und Suiten-Fenstern, von der Dachterrasse sowie aus Freiluft-Lounges. Die insgesamt 234 Karten waren innerhalb weniger Tage ausverkauft.

Das Konzert vor der ungewöhnlichen Kulisse ist das zweite im Rahmen der Tour zum 45-jährigen Bandjubiläum. Zuerst hätten sie der Idee ein wenig skeptisch gegenüber gestanden, doch seien sie schnell überzeugt worden, sagte Dreilich. «Die Hotelgeschichte finde ich irgendwie süss und muggelig», meinte er.

Während der Corona-Zwangspause konnte Claudius Dreilich seine Garten-Kenntnisse vertiefen. Er habe gelernt, wie man Rasen vertikutiert, berichtete der 49 Jahre alte Musiker in Chemnitz. «Ich bin nicht glücklich mit dieser Erfahrung, denn das wird jetzt jedes Jahr von mir verlangt», sagte Dreilich am Rande eines Auftritts.

Das 50-jährige Jubiläum und die Zukunft von Karat

So präsentieren sich KARAT 2025 traditionell mit modernen Einflüssen, aber auch irgendwie schwebend zeitlos. So zeigen KARAT auch das sie nach 50 Bandjahren nicht zur Altherrenriege der Musikergehören, die sich nur auf alten Erfolgen ausruhen, sondern auch mit neuen und inhaltlich tollen Songs.

KARAT touren 2025 zum Jubiläum:

  • Fr. 28.03.2025 Weimar
  • Sa. 29.03.2025 Karlsruhe
  • So. 30.03.2025 Filderstadt
  • Fr. 04.04.2025 Luckenwalde
  • Sa. 05.04.2025 Bernau
  • Fr. 11.04.2025 Altenburg
  • Sa. 12.04.2025 Suhl
  • Do. 17.04.2025 Dessau
  • Sa. 19.04.2025 Bremen
  • Fr. 25.04.2025 Sonneberg
  • Sa. 26.04.2025 München
  • Fr. 02.05.2025 Lüneburg
  • Sa. 03.05.2025 Kiel
  • Sa - Sa. 17.05.-24.05.2025 Jubiläums-Kreuzfahrt AIDAdiva
  • Fr. 30.05.2025 Oranienburg
  • Sa. 31.05.2025 Zeulenroda
  • So. 01.06.2025 Zeulenroda
  • Fr. 06.06.2025 Chemnitz
  • Sa. 07.06.2025 Halle
  • So. 08.06.2025 Potsdam
  • Fr. 13.06.2025 Thale
  • Sa. 14.06.2025 Thale
  • Fr. 20.06.2025 Görlitz
  • Sa. 21.06.2025 Dresden
  • Fr. 27.06.2025 Schwarzenberg
  • Sa. 28.06.2025 Bad Tennstedt
  • Sa. 09.08.2025 Bad Staffelstein
  • Sa. 16.08.2025 Greifswald
  • Fr. 29.08.2025 Kamenz
  • Sa. 30.08.2025 Plauen
  • So. 31.08.2025 Gotha
  • Sa. 20.09.2025 Freyburg
  • Sa. 04.10.2025 Lübeck
  • Sa. 18.10.2025 Düsseldorf
  • Fr. 30.10.2025 Hannover
  • Sa. 01.11.2025 Magdeburg
  • Fr. 07.11.2025 Leipzig
  • Sa. 08.11.2025 Neubrandenburg
  • So. 09.11.2025 Neuruppin
  • Fr. • 14.11.2025 Ilsenburg
  • Sa. 15.11.2025 Erfurt
  • Fr. 21.11.2025 Leinefelde
  • Sa. 22.11.2025 Frankfurt/Main
  • Fr. 28.11.2025 Gera
  • Sa. 29.11.2025 Schwerin
  • Fr. 12.12.2025 Chemnitz
  • Sa. 13.12.2025 Zwickau
  • So. 14.12.2025 Mannheim