2,5 Karat: Betrug und illegale Geschäfte zur Leipziger Messe

Die Episode "2,5 Karat" aus der DDR-Krimiserie "Der Staatsanwalt hat das Wort" erzählt eine Geschichte von Täuschung, illegalen Geschäften und den Verlockungen des schnellen Geldes.

Handlung

Während der Leipziger Messe lernt Anne Lüders den charmanten Geschäftsmann Albrecht Schubert kennen und stellt ihn ihren Eltern vor. Doch es ist nicht Liebe, was Albrecht Schubert zu ihr hinzieht, er ist vielmehr an den „geschäftlichen Möglichkeiten“ interessiert, die er sich von einer Beziehung zu Anne Lüders erhofft.

Dafür ist er bereit, Anne Lüders zu täuschen und ihr Vertrauen zu missbrauchen. Er verspricht ihr die Ehe und verschweigt, dass er bereits verheiratet ist und auch nicht die Absicht hat, sich scheiden zu lassen.

Seine Rechnung scheint aufzugehen. Anne Lüders Vater, der Inhaber eines selbständigen Juweliergeschäftes wird sein Partner bei illegalen Geschäften mit Gold und Edelsteinen, mit denen Albrecht Schubert das Geld für einen einträglichen Schmuggel mit Antiquitäten erwirtschaftet.

Die Charaktere

  • Anne Lüders (Margit Bendokat): Die naive Tochter eines Juweliers, die von Albrecht Schubert getäuscht wird.
  • Albrecht Schubert (Peter Aust): Der skrupellose Geschäftsmann, der Anne und ihren Vater für seine illegalen Machenschaften ausnutzt.
  • Alexander Lüders (Fred Düren): Annes Vater und Inhaber eines Juweliergeschäfts, der sich auf illegale Geschäfte einlässt.
  • Klara Lüders (Marianne Wünscher): Annes Mutter.

Details zur Episode

  • Regie: Vera Loebner
  • Drehbuch: Käthe Riemann, Horst Pollesche
  • Produktion: Lenelies Pfeiffer
  • Erstausstrahlung: 16.07.1975

Gold und Karat: Eine Erklärung

Die Episode trägt den Titel "2,5 Karat". Karat ist eine Einheit, die den Feingoldgehalt in Goldlegierungen angibt. Hier eine kurze Erklärung zu Gold und Karat:

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Feingold ist ein sehr weiches Material. Da es leicht verbiegt, wird nur selten Schmuck aus reinem Gold geschmiedet. Stattdessen wird es mit anderen Metallen zu sogenannten Legierungen verarbeitet. Dabei verändern sich nicht nur die Verarbeitungseigenschaften, sondern auch die Farbe des gelben Goldes.

Ein Karat entspricht einem Goldanteil von 1/24. Feingold hat dementsprechend 24 Karat.

Auf jedem Goldschmuck, der in Deutschland gekauft wurde, sollte sich eine Prägung befinden, die den Goldanteil der Legierung anzeigt. Diese Prägung nennt man auch Punze oder Goldstempel. Hierzulande sind Händler verpflichtet, den Goldanteil in Tausendsteln anzugeben. Ist in einem Ring zum Beispiel die Zahl 750 eingeprägt, so bedeutet das, dass er zu 750 von 1000 Teilen aus Gold besteht, der Rest setzt sich aus anderen Metallen zusammen. Das entspricht einem Goldanteil von 75 Prozent.

Je höher die Prägung, desto höher der Wert. Zu den gängigen Goldlegierungen gehören 333, 375, 585, 750, 900 und 916 Promille. In einigen arabischen Ländern ist auch 875er Gold verbreitet. 999 steht für Feingold und ist daher keine Legierung. Es ist technisch unmöglich, alle Verunreinigungen zu beseitigen und somit 1000er Gold herzustellen. Da Gold zu den teuersten Edelmetallen gehört, steigt der Wert des Schmuckstückes in der Regel mit der Zahl in der Punze.

Schmuckstücke aus dem Ausland können auch mit Karat gestempelt sein.

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Karat Goldanteil (in Promille) Goldanteil (in Prozent)
24 Karat 999 99,9%
18 Karat 750 75%
14 Karat 585 58,5%
8 Karat 333 33,3%

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