Kampfsport Akademie Bitburg: Erfahrungen, Erfolge und Engagements

Die Kampfsport Akademie (KA) Trier Föhren ist eine Institution, die sich seit Jahren dem Kampfsport in all seinen Facetten widmet. Mit dem ersten Studio in Trier im Jahr 2012 und der Erweiterung um das Studio in Föhren 2017 hat die Akademie einen wichtigen Beitrag zur Verbreitung des Kampfsports in der Region geleistet. Weitere Standorte in Serrig und Hasborn bieten ein breites Spektrum an Trainingsmöglichkeiten.

Vielfältiges Angebot und Trainerteam

Unter der Leitung von Sascha Baschin, einem mehrfachen deutschen und Weltmeister im Vollkontakt und zugleich Präsident der WKU in Luxemburg sowie Bundestrainer Ringsport, bietet die Kampfsport Akademie eine breite Palette von Kampfkünsten an. Von Kickboxen in verschiedenen Disziplinen über Thaiboxen, K1 und Boxen bis hin zu Fitboxen gibt es für jeden Interessierten das passende Angebot.

Erfolge bei Wettkämpfen

Mit einer treffenden Trainer-Analyse der Gegner konnten sich zwei Kämpferinnen aus Trier für die Kickbox- Weltmeisterschaft im amerikanischen Orlando qualifizieren. Am 9. April sicherten sich zwei Kämpferinnen aus Trier in Köln die Teilnahme an der Kickbox-Weltmeisterschaft im amerikanischen Orlando. Die Kölner Qualifikationsrunde ist die dritte von insgesamt sieben Runden und wurde von der World Kickboxing und Karate Union (WKU) - als der Fachverband für Kickboxen - auf der FIBO, der Internationalen Messe für Fitness, Wellness und Gesundheit ausgerichtet.

Die Kickbox WM in Orlando (Florida) vom 23. bis 30. September 2016 wird damit von zwei Trierer Kämpferinnen angeführt. "Mit der Teilnahme an dem WKU FIBO Kwon Cup 2016 am 9. April in Köln und der Nominierung als Klassenbeste hatten beide Kämpferinnen sich den Deutschen WM-Platz 1 in der Klasse "Weibliche Jugend - 14 bis 17 Jahre - bis 50 Kilo" und „Damen - bis 50 Kilo“ gesichert. Leon konnte sich ebenso ersten Platz in seiner Klasse sichern.

Sehr zufrieden konnten die Kickboxer mit ihrem Abschneiden sein. Bei zwei internationalen Turnieren schlugen sich die Aktiven der Kampfsportakademie Trier und Föhren unter ihrem Trainer Sascha Baschin achtbar. Zuerst ging es zur Fibo nach Köln (Europas größte Kampfsport- und Kraftsportmesse), um dort beim Kwon-Cup die WM-Qualifikation zu sichern und später zur verbandsoffenen Europameisterschaft in Villingen-Schwenningen.

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Ajla Mujic sicherte sich jeweils den ersten Platz im Kickboxen-Leichtkontakt und bei der Fibo zusätzlich noch den dritten Platz im Kick-Light. Bonnie von Juterzenka erreichte ebenfalls zwei mal Platz eins im Leichtkontakt, so wie auch Samih Mese der zusätzlich in Köln eine Gewichtsklasse höher den zweiten Platz belegte. Für Dennis Ullrich war der Kwon-Cup das erste Turnier nach einer Knieverletzung. Er erreichte Platz zwei im Kick-Light und Platz drei im Leichtkontakt. Bei der EM kämpfte er anstatt Kick-Light noch Pointfight und konnte sich dort überraschend einen zweiten Platz sichern.

Bekannte Sportler der Kampfsportakademie

  • Till Knopp (geboren 2005, Kickboxer seit 2014), Amateurweltmeister 2018 in Athen und Vize Europameister 2018, Internationaler deutscher Meister 2018, 3.
  • Ajla Muijic (geboren 2001, Kickboxerin seit 2015), Amateurweltmeisterin 2018 und Vizeweltmeisterin im Kick-Light in Athen, Europameisterin 2018, Fibo-Kwon Cup 2018 1. Platz, 2.
  • Bonnie von Juterzenka (geboren 2001, Kickboxerin seit 2013), Amateurweltmeisterin 2018 in Athen, Europameisterin 2018, Fibo-Kwon Cup 2018 1. Platz, 3.

Bei den Erwachsenen waren Samih Messe, Dennis Ulrich und Markus Jüngling in den letzten Jahren sehr erfolgreich. Samih Messe belegte auf der WM in Athen 2018 den 3. Platz im Vollkontakt, gewann den Fibo Kwon-Cup im gleichen Jahr, wurde 2017 Deutscher Meister i Leichtkontakt und in Kicklight und Europameister 2018 nachdem er es in beiden Disziplinen im Vorjahr auf den 2.

Dennis Ulrich wurde 2019 und 2017 Meister in Kick- light in Baden-Württemberg. 2018 wurde er Amateurweltmeister in Athen Kick- Light und Vizeweltmeister der Amateure im Leichtkontakt und Europameister 2018. Außerdem erreichte er den 2018 und 2017 den 2. Platz auf der Internationalen Meisterschaft in Leichtkontakt und Kick-light.

Markus Jüngling hat u.a. auf der süddeutschen Meisterschaft im Leichtkontakt den ersten Platz erkämpft, ebenfalls auf der German Golden Trophy 2006, der Fighters Challenge 2011.

Mitglieder und soziales Engagement

Die Kampfsport Akademie hat sich zu einer lebendigen Gemeinschaft von über 600 Mitgliedern entwickelt. Am 1.1.2012 war es endlich soweit - Sascha Baschin (zu ihm später mehr) hat sich einen langjährigen Traum erfüllt und die Kampfsportakademie punktgenau zum Jahresbeginn im Bodystyle in Trier eröffnet. Das Angebot: Fitness-Training, Boxen, Kickboxen, K1 und Thai-Boxen.

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Später kommen noch Personal Training und Selbstverteidigungskurse dazu. Das neue Sportangebot trifft schnell auf Interesse, bereits am 29.4. fanden erste Gürtelprüfungen in Kickboxen statt mit 8 Teilnehmern statt. Mittlerweile hat die KA weit über 500 Mitglieder, davon sind gut 250 Kinder, 100 Jugendliche und150 Erwachsene - und die Nachfrage steigt weiter: allein in den beiden ersten Monaten des Jubiläumsjahrs hat die KA über 20 Personen als neue Mitglieder gewinnen können. Ebenfalls erfreulich: vor allem Kinder und Jugendliche begeistern sich für den Sport - und der Mädchen- und Frauenanteil ist hoch und liegt bei über 60%.

Man kann bei der KA im Alter von 5 Jahren mit dem Training beginnen, die ältesten Mitglieder sind über 60. Und es sind Menschen aus den verschiedensten Berufen vertreten. Die stetig wachsende Nachfrage hat auch zu einer Erweiterung der Standorte geführt. Am 12.3.

Die KA engagiert sich auch im sozialen Bereich und kooperiert seit Oktober 2020 mit dem Haus der Gesundheit Trier bei der Jugendarbeit in Trier-Ehrang. Unter dem Motto „Respekt mit Hand und Fuß“ bietet die KA dort ein aus dem Kampfsport abgeleitetes kostenfreies Training speziell und ausschließlich für Kinder und Jugendliche. Darüber hinaus arbeitet die KA mit verschiedenen Schulen zusammen und bietet z.B. eine Kickbox-AG an der Grundschule Föhren und einen Selbstverteidigungs-Workshop am Stefan-Andres-Gymnasium in Schweich an.

Positive Aspekte des Kampfsports

Boxen, Kickboxen, Kampfsport - die Begriffe sind häufig verbunden mit Vorstellungen von Schlägereien und Brutalität, kleinen und großen „Rambos“, hohen Verletzungsrisiken und Verbindungen in halbseidene und schlecht beleumundete Milieus. Gelegentlich haben solche Klischées ja durchaus einen realen Kern, hier ist dies aber eindeutig nicht der Fall. Kickbox - wie auch Boxwettkämpfe - und auch das Training - sind sehr anstrengend und fordern den ganzen Körper und sämtliche sportlichen Funktionsbereiche.

Das Training ist ein effektiver Mix aus Konditions-, Kraft-, Koordinations- und Beweglichkeitstrainings. Es gibt kaum eine Sportart, die ein besseres funktionelles Ganzkörpertraining bietet und auch erforderlich macht als Boxen und Kickboxen. Die mittel- und langfristigen Effekte eines regelmäßigen Trainings bestehen in einer deutlich verbesserten Kraftausdauer, größerer Beweglichkeit und Reaktionsschnelligkeit sowie einem größeren Selbstvertrauen.

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Da das Training anstrengend ist, wird auch die Willenskraft gefordert und gestärkt. Zudem stärkt das Training auch das Selbstbewusstsein und die persönliche Ausstrahlung: Kampfsportler werden seltener „Opfer“. Dabei lernen sie im Training sehr schnell, dass die besten Kämpfe (außerhalb des Trainings und bei Wettkämpfen) immer die sind, die man vermeidet.

Das Training selbst ist - für den Nichtkampfsportler vielleicht überraschend - deutlich weniger verletzungsträchtig als z.B. Fußball, Handball oder Skifahren. Man lernt von Anfang an, seine Möglichkeiten und Grenzen und die des Trainingspartners einzuschätzen und zu respektieren. Sparring im Training ist in der Tat ein Training miteinander und kein Kampf zweier Gegner.

Neben den schon erwähnten positiven physischen Aspekten des Trainings schult eine Kampfsportausbildung deshalb auch die Disziplin, Wahrnehmung und Teamfähigkeit. Boxen und Kickboxen sind mithin nicht nur Sportarten mit Hand und Fuß, sondern auch mit Kopf. Der schwerste Gegner ist man sich oft selbst, gerade wenn einen das Training oder ein Turnierkampf an die eigenen Grenzen bringen und man letzte Reserven mobilisieren muss. Mentale Stärke ist hier mindestens ebenso gefragt wie physische Fitness.

Die KA legt deshalb auch großen Wert auf eine breitgefächertes Mentaltraining und bietet dazu regelmäßig Seminare an mit erfolgreichen Kampfsportlern wie Roland Conar, Ramin Abtin, Peter Aerts, Daniel Gärtner oder Klaus Nonnemacher. Um die die beiden ersten etwas näher vorzustellen: Roland Conar ist 13facher Amateurweltmeister im Kickboxen.

Über Sascha Baschin

Sascha Baschin wurde 1976 in Trier geboren und ist seit seiner frühen Jugend vielseitig sportlich interessiert, aktiv und erfolgreich. Neben Laufen und Leichtathletik hat er zunächst aktiv und regional erfolgreich Fußball gespielt (u.a. beim FSV Salmrohr) bis er dann 1997 in den Kampfsport wechselte. Er begann zunächst mit Karate und wechselte 1999 zum Boxen und Kickboxen, dass er seitdem sehr erfolgreich betreibt.

Er hat den 3.Dan im Kickboxen, die Kampfrichterlizenz und verschiedene Trainerlizenzen. Er hat zudem Erfahrungen auch in Judo und Jiu-Jitsu. Kurzum: er ist ein sportliches Multitalent und prädestiniert als Leiter für eine (Kampf-)Sportakademie.

Die Liste seiner sportlichen Erfolge im Kickboxen ist sehr lang, die wichtigsten sind: neunmal Deutscher Meister (in den Jahren 2001 bis 2012), World-Cup Sieger (2004), German Golden Trophy Sieger (2005), zweimal Europameister (2012 und 2013), Weltmeister (2013 und 2014).

Veranstaltungen und Turniere

Die KA ist seit einigen Jahren auch selbst Ausrichter von nationalen Turnieren. 2018 fand schon das dritte Newcomer-Turnier in Schweich mit 240 Starts statt. Seit 2019 ist die KA auch Veranstalter von Wertungsturnieren für die jährlichen Weltmeisterschaften der WKU. Das Wertungsturnier 2019 wurde ebenfalls in Schweich ausgetragen (mit 420 Starts).

Los geht es am 7.5. in der (frisch renovierten) Stefan-Andres Halle in Schweich mit einer wirklichen Großveranstaltung, nämlich der Nox Tournamentum, einem nationalen Qualifikationsturnier für die Kickbox-Weltmeisterschaft 2022 in Wales. Diese WM wird jährlich von der WKU, der World Kickboxing und Karate Union, einem der weltweit größten Kampfsportverbände, veranstaltet.

Dieses Turnier hatte die KA bereits am 4.5. 2019 ausgerichtet (und wäre auch in den beiden letzten Jahren Veranstalter gewesen, wenn nicht wegen Corona alle Sportveranstaltungen abgesagt worden wären.) Die KA legt den Termin bewusst immer auf Anfang Mai, weil dann auch das Fest der römischen Weinstraße stattfindet und dies für einige Teilnehmer ein zusätzlicher Anreiz ist, an die Mosel zu kommen.

2019 haben gut 500 Kampfsportler (und ungefähr ebenso viele Zuschauer) aus ganz Deutschland an dem Turnier teilgenommen. Am 7.7. organisiert die KA zusammen mit der Partnerschule in Nürtingen dort die Newcomer Fightnight Nürtingen. Newcomer-Turniere sind das Forum für junge Talente, die sich dort mit Kampfsportlern anderer Schulen messen können.

Zu solchen Fighnights reisen ebenfalls Teilnehmer aus ganz Deutschland an, bei der letzten Newcomer Fightnight waren über 20 Kampfsportler am Start. Am 16.7. veranstaltet die KA zum 10-jährigen Bestehen ein großes Sommerfest (der Ort steht noch nicht fest), bei dem dann allerdings nicht so sehr der Sport, sondern das Feiern und auch das Kennenlernen der Mitglieder im Vordergrund stehen.

Ein besonderer Höhepunkt für die jüngeren Mitglieder ist stets das (bisher) einwöchige KA-Sommercamp, welches die KA regelmäßig anbietet. Nun erstmalig werden es zwei Wochen sein - aus Anlass des 10-jährigen Bestehens und wegen der langen Zwangspause. Vom 29.8. bis 2.9. werden 15 Kinder und Jugendliche betreut von den Trainern bei hoffentlich gutem Wetter Sport - und nicht nur Kampfsport - und Spaß im Freien erleben und erstmals auch - so die aktuelle Planung - im Camp auch übernachten können.

Am 17.9. ist die KA wieder in Nürtingen auf der Fightnight - das hat inzwischen schon Tradition. Die Fightnight war das erste Turnier, welches im letzten Oktober nach der Corona-Zwangspause wieder stattfinden durfte - wenn auch mit einigen Einschränkungen. Trotzdem waren 300 Zuschauer vor Ort.

Die KA will das Jahr beenden, wie sie es begonnen hat und dabei noch etwas steigern: mit einer weiteren Großveranstaltung, die auch ein breiteres Publikum ansprechen soll, nämlich der Nox Gladiatorum Trier am 19. Für die Kampfsportakademie Trier-Föhren geht das Jubiläumsjahr - sie feiert ihr zehnjähriges Bestehen - erfolgreich weiter.

WM in Wales

Die WM wird jährlich von der WKU, einem der weltweit größten Kampfsportverbände, veranstaltet. Die WM stieß in den Jahren vor der Corona-Pause auf große Resonanz. Bei der bis dato letzten WM 2019 in Bregenz waren 2000 Sportler aus rund 40 Nationen am Start. Für Cardiff rechnen die Veranstalter mit ähnlich vielen Sportlern. Erwartet werden mehr als 2500 Starts von Athleten aus rund 35 Nationen.

Die Vorrundenkämpfe finden vom 24. bis 26. Oktober statt. Wer sich dort behaupten kann, wird am 27. oder 28. Die Kampfsportakademie Trier-Föhren hofft, dass viele oder am besten alle ihre Kämpfer bis ins Finale vorstoßen. Die zwölf Kämpfer der Kampfsportakademie - der jüngste ist 13, der älteste 70 Jahre alt - haben ihre Wettkampfvorbereitungen abgeschlossen und sind in Bestform.

Ein Grund für den Optimismus: Die Kämpfer stehen in ihren jeweiligen Disziplinen auf ersten Plätzen der nationalen deutschen Rangliste. Diese Positionen haben sich die Sportler bei den Qualifikationsturnieren in diesem Jahr erkämpft. Die Trier-Föhrener Kämpfer treten in sechs Disziplinen (Leichtkontakt, Kicklight, Pointfighting, K1 Rules, Vollkontakt und Formen Karate Traditionell) an.

Diese Disziplinen unterscheiden sich - kurz gesagt - durch die erlaubte Intensität von Schlägen und Tritten sowie die Trefferflächen. Auch beim Kickboxen gibt es zudem die Disziplin der Kata, hier Formen genannt. Die Tatsache, dass es sich um Amateursport handelt, hat auch Auswirkungen auf die Finanzierung der Teilnahme an einer solchen WM (und auch allen anderen Turnieren und Wettkämpfen). Öffentliche oder staatliche Unterstützung gibt es nicht - auch nicht für die jugendlichen Teilnehmer der Kampfsportakademie, die nach Wales fahren.