Der Rubin ist ein faszinierender Edelstein mit langer Historie. Die Geschichte des Edelsteins Rubin reicht bis in die Antike zurück. Bereits in der Bibel ist von zwölf Edelsteinen auf dem Brustschild des Hohepriesters die Rede - einer von ihnen ein Rubin. Auch in der griechischen Mythologie spielte der Rubin eine wichtige Rolle.
Herkunft und Abbau von Rubinen
Funde gibt es an zahlreichen Orten weltweit. Rubin wird unter anderem in Myanmar (Burma), Thailand, Sri Lanka und Tansania abgebaut. Viele Rubine kommen aus Myanmar, ehemals bekannt als Burma. Das Land ist reich an Korund-Vorkommen, ausgezeichnete Saphire stammen ebenfalls von dort. Auch in anderen Ländern wie Thailand, Sri Lanka und Tansania gibt es bedeutende Rubin-Vorkommen. Die Qualität und Färbung der Steine variiert je nach Fundstätte.
Die begehrten, hochwertigen Rubine aus Myanmar sind besonders teuer. Das liegt an ihrer intensiven roten Färbung und der hohen Transparenz, die ihnen eine einzigartige Brillanz verleiht. Der Abbau von Rubinen in Myanmar hat eine lange Tradition. Bereits vor über 2000 Jahren fanden Einheimische hier erste Exemplare. Seitdem gilt das Land mit seinen reichen Vorkommen als eines der wichtigsten Zentren für hochwertige rubinrote Edelsteine.
Das Geheimnis hinter dieser Qualität liegt zum Teil im geologischen Aufbau des Landes begründet. Bei Rubinen aus Thailand, Sri Lanka und Tansania muss der Käufer Abstriche in Bezug auf Qualität machen. Wer beim Kauf von Rubin-Schmuck darauf achtet, dass der Stein aus einer renommierten Quelle stammt, erhält in der Regel gute Qualität. Die Suche nach dem perfekten Rubin erfordert Zeit und setzt voraus, dass Interessenten sich vorab informieren.
Eigenschaften und Zusammensetzung
Der Edelstein Rubin ist Teil der Mineralgruppe Korund. Saphire gehören ebenfalls zu den Korunden. Der Unterschied zwischen Rubinen und Saphiren liegt in ihrer Farbe. Rubin ist die rote Varietät des Minerals Korund; blaue Korunde heißen Saphir. Rubine bestehen hauptsächlich aus Aluminiumoxid. Die rubinroten Edelsteine gehören zu den härtesten Edelsteinen überhaupt und können es fast mit Diamanten aufnehmen.
Lesen Sie auch: Wissenswertes über Goldkarat
Die Härte von Edelsteinen wird mithilfe der Mohs-Skala gemessen, die von 1 bis 10 reicht. Rubine haben eine auffällige rote Farbe, die von zartem Rosa bis hin zu kräftigem Dunkelrot reicht. Diese Farben entstehen durch in den Edelstein eingebettete Spuren verschiedener Metalle. Die begehrtesten Rubine strahlen in sattem Rot und haben einen blauen Unterton, sie werden „Pigeon Blood Red“ genannt. Diesen Farbton findet man hauptsächlich in Myanmar.
Symbolische Bedeutung und Verwendung
Schon seit Jahrhunderten begehren Menschen Rubine wegen ihrer Schönheit und Leuchtkraft und aufgrund ihrer symbolischen Bedeutung. Rubine werden mit Liebe, Leidenschaft und Mut assoziiert. In der Antike glaubte man, dass Rubine das Blut des Herzens symbolisieren und somit die Vitalität und Kraft fördern. Heute werden Rubine oft als Schmuckstein für Verlobungsringe oder als Geschenk für Jubiläen verwendet, um Liebe und Engagement auszudrücken.
Rubine sind begehrte Schmucksteine, klar! Sie kommen aber auch in der Industrie und Wissenschaft zum Einsatz. Rubine haben den Vorteil, dass sie eine hohe Wärmeleitfähigkeit besitzen. Sie eignen sich daher für Anwendungen in Bereichen mit hoher Temperatur. Im Gegensatz zu Diamanten, die als Schneide- oder Schleifwerkzeuge dienen, sind Rubine als Lager oder Dichtungen im Einsatz. Dank ihrer Härte minimieren Rubine den Verschleiß industrieller Anlagen. In der Forschung finden Rubine Verwendung als Lasermedium oder zur Messung von Änderungen bei Druck und Temperatur. Mediziner setzen Rubine zur Diagnostik ein.
Rubin-Wert Schätzung
Der Rubin ist wegen seiner Schönheit und Seltenheit ein begehrtes Sammlerobjekt. Ein großer Rubin aus Myanmar kann Preise im sechsstelligen Bereich erreichen. Die Farbe des Rubins spielt eine wichtige Rolle bei der Preisbildung. Ein leuchtend roter Rubin ohne Einschlüsse wird immer teurer sein als ein dunkler Rubin. Abgesehen von der Farbe beeinflusst auch die Reinheit des Steins den Rubin-Wert.
Als Käufer muss man wissen, dass es keine festen Regeln für die Preisbildung von Rubinen gibt. Jeder Händler macht seine eigenen Preise für seine Steine. Wenn Sie sich für den Kauf eines Rubins entscheiden, ist die Farbe ein entscheidender Aspekt. Ein hochwertiger Rubin sollte eine kräftige, leuchtend rote Farbe haben. Je intensiver und reiner die Farbe, desto wertvoller ist der Stein. Auch die Reinheit des Steins spielt eine Rolle. Ein weiterer wichtiger Faktor ist das Edelsteingewicht des Steins, bei Edelsteinen wird es in Karat angegeben. Größere Rubine sind in der Regel seltener und daher teurer als kleinere Steine. Dem Rubin sollte ein Zertifikat vorliegen, das die Echtheit des Steins bestätigt. Seriöse Händler werden das bei größeren Edelsteinen ungefragt beilegen.
Lesen Sie auch: Schlaganfall: Was Sie wissen müssen
Rubine sind seit Jahrtausenden begehrte Edelsteine und haben eine lange Geschichte als Schmuck- und Sammlerobjekt. Informieren Sie sich vorab über die verschiedenen Farbvariationen und wählen Sie eine Färbung, die zum eigenen Stil passt.
Beispiel-Preise von Rubinen (carat-online)
Um die Preisunterschiede zu verdeutlichen, hier drei Beispiele von Rubinen mit ähnlichem Gewicht:
| Rubin | Gewicht | Herkunft | Schliff | Einschlüsse | Preis |
|---|---|---|---|---|---|
| Rubin 1 | 1,18 Karat | Burma | Oval | Mittel | 480€ |
| Rubin 2 | 1,02 Karat | Burma | Oval | Klein | 2.410€ |
| Rubin 3 | 1,14 Karat | Mosambik | Oval | Klein | 5.000€ |
Sie sehen also, die Preise variieren stark und die Frage „Wie teuer ist ein Rubin?“ lässt sich niemals pauschal beantworten.
Rubine als Wertanlage
Sowohl der internationale Wirtschaftsaufschwung bis 2020, als auch das Rütteln der multiplen Krisen an den Finanzmärkten in den letzten Jahren zeigte klar: Bei Anlegern trenden Investments in Sachwerte. Ganz besonders sticht die Wertentwicklung von Edelsteinen hervor. Sie konnten in Zeiten des Booms als Grundlage für Luxusgüter punkten und auch als mobile Sicherheit in Krisenzeiten überzeugen.
Die Hauptargumente für Edelsteine als Wertanlage sind die überdurchschnittlich gute Performance in den letzten Jahrzehnten und die stabile Entwicklung des Werts. Rückblickend auf die letzten Jahrzehnte konnten Edelsteine fast durchgängig eine linear positive Wertentwicklung zeigen. Abhängig ist die Entwicklung der Preise insbesondere von den individuellen Steineigenschaften, wobei die sogenannten "4C" besonders relevant sind.
Lesen Sie auch: Testbericht: Burg Wächter Karat MT 26 NE
- Farbe
- Reinheit
- Karat
- Schliff
Die Abkürzung "4C" ist auf vier englischsprachige Fachbegriffe zurückzuführen. Das sind: Carat, Clarity, Color und Cut. Aufgrund dieser Eigenschaften ist es möglich, dass zwei ähnliche Edelsteine dennoch eine unterschiedliche Wertentwicklung zeigen, wenn einer der Parameter weniger gut ausgeprägt ist. Daher kommt es für Anleger unter anderem darauf an, den "richtigen" Edelstein zu erwerben, was mit Hilfe von Zertifikaten und Wertgutachten auch dann gelingt, wenn der Anleger noch keine Erfahrungen mit Edelmaterialien oder Schmuck gemacht hat.
Beim Vergleich der Performance von Edelsteinen und anderen Anlageformen zeigt sich, wie erwähnt, eine überdurchschnittliche und stabile Entwicklung. In den vergangenen rund 30 Jahren konnte beispielsweise ein standardisiertes Rubin-Portfolio seinen Wert um über 600 Prozent steigern. Bei dieser Wertentwicklung können Aktien, Edelmetalle oder Gold im Durchschnitt nicht mithalten. Edelsteinportfolios sind daher lohnenswert, in Fachzeitschriften regelmäßig als alternative Anlageform empfohlen und eine beliebte Form der Diversifizierung des Vermögens geworden.
Durch Diversifikation reduzieren Anleger ihr Risiko und optimieren im besten Fall zudem ihre Gesamtrendite. Ein Grund für die Eignung zur Diversifizierung des Vermögens ist, dass Edelsteine in den letzten Jahrzehnten in Zeiten des Aufschwungs mit der positiven Entwicklung korrelierten, bei Krisen ihre Nachfrage aber nicht abgenommen hat. Aus Expertenkreisen werden Anteile von 10 bis 20 Prozent am Gesamtvermögen ins Spiel gebracht.
Neben der positiven Wertentwicklung sind auch andere Vorteile seit Generationen geschätzt: Edelsteine vereinen auf kleinstem Raum größte Werte. Verglichen mit Gold erreicht 1 Carat Rubin rund 100 Mal mehr Wert als die gleiche Masse Gold. Außerdem sind sie eine der wenigen mobilen Anlageformen wodurch sie im Bedarfsfall sehr leicht mitgenommen werden können. Diese Eigenschaften machten Edelsteine nicht nur zu einer Krisen- sondern auch zu einer Fluchtwährung, was traurigerweise in der Geschichte immer wieder bewiesen werden musste.
Auch die Tatsache, dass sie sehr pflegeleicht verwahrt werden können - vor allem im Vergleich zu Kunst oder auch Schmuck - verdeutlicht diese Stärke. Als eine der wenigen verbliebenen nicht digitalisierten Anlageform folgen zwei weitere positive Eigenschaften. Zum einen kann kein Blackout, kein Hacker-Angriff und keine staatliche (Krisen-) Maßnahme dem Anleger den Zugriff auf diesen Teil seines Vermögens verwehren - was an den sprichwörtlichen Sparstrumpf unter dem Kopfpolster erinnert - und zum anderen ist diese analoge Anlageform eine vergleichsweise nachhaltige, ökologisch- und sozial verträgliche.
Edelsteine sind nicht nur als Anlageform für Investoren beliebt, sondern sind zudem als Geschenk für besondere Anlässe geeignet, wie das seit Jahrzehnten beispielsweise auch mit Golddukaten der Fall ist. Auf diese Weise lassen sich Emotionen und Gefühle auch in edler Optik - Edelsteine haben eine unglaubliche Anziehung und Wirkung auf Menschen - und dem Vertrauen auf weiteres Wachstum ausdrücken. Edelsteine stellen für besondere Anlässe und Menschen ein gutes Geschenk dar, zum Beispiel zu Hochzeit, Geburtstag, Weihnachten Firmung oder Ausbildungserfolgen.
Wie zuvor angeführt, ist es von großer Bedeutung, dass sich Käufer auf die Qualität der Edelsteine verlassen können. Daher empfiehlt es sich beim Kauf nicht von der ersten Wirkung von Edelsteinen auf Menschen ablenken zu lassen, sondern auf Zertifikate oder Wertgutachten von unabhängigen Instituten zu achten.
