Judo in Erfurt: Mattenteufel und mehr

Der Judo und Freizeitverein - Die Mattenteufel - e.V. ist ein bekanntes und renommiertes Mitglied in der Sportlandschaft von Erfurt und gehört zu den beliebtesten Vereinen.

In Erfurt und Umgebung gibt es jedoch eine Fülle von weiteren Sportangeboten, die für Damen, Herren, Kinder, Jugendliche, Senioren oder Menschen mit einer Behinderung zugänglich sind. Wie wäre es z.B. mit einer Partie Fußball, Handball, Badminton oder Radrennen zusammen mit Sportbegeisterten in Erfurt? Oder bevorzugst du lieber Kampfsportarten wie Judo, Karate, Boxen oder Fechten die du bei einem Sportclub in Erfurt ausüben kannst?

Die vielfältigen Sportangebote in Erfurt bieten nicht nur die Möglichkeit, fit zu bleiben, sondern auch soziale Kontakte zu knüpfen. Im Judo und Freizeitverein - Die Mattenteufel - e.V. findet man eine große Gemeinschaft von engagierten Sportbegeisterten. Also worauf wartest du noch?

Ehrungen und Auszeichnungen

Am Landesleistungsstützpunkt des Thüringer Judoverbandes in Jena wurde Ronja Klein von den Mattenteufeln Erfurt und Carl Then vom Judoclub Jena im Rahmen ihres letzten Trainings der Saison 2021 durch Landestrainer Jan Steiner ausgezeichnet.

Beide Judoka trainierten in diesem Jahr an über zweihundert Tagen am Landesleistungsstützpunkt des TJV und absolvierten dabei über vierhundert Trainingsstunden. Dafür erhielten sie vom Thüringer Judoverband eine Urkunde sowie ein speziell angefertigtes T-Shirt und wurden auf diese Weise symbolisch in den „Club # 200“ aufgenommen.

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Das sich regelmäßiges und engagiertes Training langfristig für die Athleten auszahlt, haben die beiden Sportschüler des Sportgymnasiums Jena in diesem Jahr bei vielen Wettkampfeinsätzen, oft sogar als jahrgangsjüngste Teilnehmer, bewiesen.

So wurde Carl Then im Herbst dieses Jahres souverän Deutscher Jugendmeister in der Gewichtsklasse bis 46 Kilogramm und erreichte bei drei internationalen Turnieren die Medaillenränge. Ronja Klein stand in der Gewichtsklasse bis 48 Kilogramm gleich bei mehreren internationalen Turnieren ganz oben auf dem Treppchen und erkämpfte sich bei der Deutschen Jugendmeisterschaft die Vizemeisterschaft.

Sie wurde kürzlich aufgrund ihrer hervorragenden nationalen und internationalen Erfolge, bereits als jahrgangsjüngste Athletin der Altersklasse u18, in den Jugendnationalkader des Deutschen Judobundes berufen.

Trainer-Ehrung

Beim letzten Training des Jahres 2021 am Landesleistungsstützpunkt des Thüringer Judoverbandes erhielt Lothar Gwosdz für seine überaus engagierte Trainertätigkeit für den TJV aus den Händen von Landestrainer Jan Steiner ein kleines Präsent.

Lothar Gwosdz arbeitete viele Jahre sehr erfolgreich als Judo- Spezialsportlehrer am Sportgymnasium Jena und außerdem in unterschiedlichen Bereichen als Honorartrainer für den Thüringer Judoverband.

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Nach seiner Pensionierung half der heute 70-jährige Diplomsportlehrer und Träger des dritten Dan-Grades noch einmal für zwei weitere Jahre beim Thüringer Judoverband als Honorartrainer aus, um die schwierige Übergangszeit bei der Suche nach einem neuen Trainerteam für den Landesleistungsstützpunkt zu überbrücken.

Der Thüringer Judoverband sowie alle Trainer und Athleten des Landesleistungsstützpunkts Judo bedanken sich bei Lothar Gwosdz für unzählige, schweißtreibende Trainingsstunden und unvergessliche Erlebnisse auf und abseits der Judomatte.

Wir wünschen dem jung gebliebenen Urgestein des Thüringer Judosports alles nur erdenklich Gute, Gesundheit und Lebensfreude und hoffen, dass auch in Zukunft noch viele Nachwuchskämpfer unseres Verbandes von seinem riesigen Erfahrungsschatz profitieren dürfen.

Gemeinsames Training und Wettkämpfe

Am letzten Wochenende vor Weihnachten lud der JC Jena zum „Gemeinsamen Trainieren und Kämpfen“ der U11 und U13 ein. Trotz der gegenwärtigen Situation nutzten vier Thüringer Vereinen dieses Judo-Event.

Die Corona-Regeln (Sportler- Testnachweis der Schule, Trainer 3 G, Eltern-2 G) wurden strikt eingehalten. Insgesamt nahmen 33 Sportler vom PSV Erfurt (4), JSV Auma (8), TSG Gera-Zwötzen (2), Nippon Schleiz (5) und vom gastgebenden JC Jena (11) teil.

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Der Trainingsinhalt hatte sich bewährt. Es begann mit einer gemeinsamen Erwärmung mit kleinen Spielen, Bodenturnen und Tandoku-renshu. Beim Technikteil wurden Standtechniken wiederholt und gefestigt. Am Boden wurden zwei Festhalten angeboten.

Carl Then „Deutscher Meister 2021“ der U18 und zwei weitere Sportschüler Henry Röder und Marie Jochum vom JC Jena unterstützten das Techniktraining und gaben Tipps und Ratschläge weiter. Der erste Teil der Veranstaltung wurden mit vier Randori-Runden abgeschlossen.

Beim Wettkampf wurden 4er-Gruppen zusammengestellt, es kämpfte die U11 und U13 zusammen.

Trainer-C Lehrgang

Noch vor der Weihnachtspause konnten sich die Teilnehmer des diesjährigen Trainer-C Lehrgangs über ihre erworbene Lizenz freuen. Alle Teilnehmer bestanden ihre Prüfung zum Fachübungsleiter Judo erfolgreich. Tino Berg und Tobias Danz leiteten den Lehrgang an der Sportschule Bad Blankenburg.

Der Thüringer Judo-Verband freut sich über die zahlreichen neuen jungen und engagierten Trainer.

Erfolgreiche Judoka in Belgien

Eine kleine Auswahl des Thüringer Judoverbandes startete äußerst erfolgreich beim internationalen Judotunier im belgischen Dielsen-Stokkem.

Am Samstagmorgen, um neun Uhr, machen sich die fünf Athleten und ihr Trainer Jan Steiner auf den Weg zu einer 6-stündigen Autofahrt in die Niederlanden, um in Grenznähe zu Belgien zu übernachten. Vor Ort trafen die jungen Sportler auf eine rustikale Pension mit einem sehr freundlichen Gastgeber.

Am Folgetag dürfen die Judoka ausschlafen, denn der Wettkampfbeginn war erst um zwölf Uhr. Nach dem Wiegen startete Carl Then, (Judoclub Jena) in der Gewichtsklasse bis 50 Kilogramm und konnte sich mit drei Siegen den ersten Platz sichern.

Dan-Prüfungen

Am 11.12.22 fand nun endlich die lang ersehnte Dan-Prüfung statt. Auf Grund der aktuellen Coronamaßnahmen wurde die Prüfung im Dojo des USV Jena und nicht wie sonst üblich in Erfurt durchgeführt. Leider waren am Ende nur 4 Prüflinge zur Prüfung angetreten.

Die Prüfungsinhalte wurden, trotz einer langen Anspannungszeit, erfolgreich den drei Prüfern (V. Schaller, 7. Dan; Dr. U. Mosebach, 6. Dan und T. Sommer, 4. Dan) präsentiert. Die neuen Dan-Grade im TJV sind:

  • 1. Dan: Tasillo Bankenburg und Sebastian Silen (beide Budokan Sonneberg)
  • 2. Dan: Julian Jäger (JC Jena) und Maximilian Moderer (PSV Weimar)

Günter Schnürch erhält 6. Dan

Thüringen hat einen neuen Roku-Dan Träger. Günter Schnürch vom FSV 1950 Gotha wurde im Rahmen des Gothaer Vereinstrainings mit der Überreichung des rot-weissen Gürtels überrascht.

Zum Training angekündigt hatte sich der Präsident des Thüringer Judo-Verbandes, Thomas Sens, der auch das anschließende Training leitete. Er nahm im Auftrag des Deutschen Judo-Bundes die Verleihung des 6. Dan-Grades vor. Günter Schnürch war sichtlich gerührt.

Er ist der erste Judoka im Landkreis Gotha, dem diese hohe Ehrung zuteil wurde. Der 80-jährige hat entscheidend die Judolandschaft in Thüringen mit geprägt. Mit zahlreichen Vereinsgründungen, unter anderem in Bad Langensalza und Gotha trug er seit den 70er Jahren zur Entwicklung des Judosports bei.

Als Veteranensportler holte er zahlreiche Titel nach Thüringen. Als Welt-, Europa und zehnfacher Deutscher Meister ist er auch immer ein Botschafter des Thüringer Judo-Sports in der Welt gewesen. Auch heute noch steht er dem Verein als Trainer zur Verfügung, trainiert Erwachsene und Grundschulkinder.

Günter Schnürch war und ist noch immer ein vor-und mitmachender Trainer, der es versteht seine Schützlinge für das Judo zu begeistern. Vor allem für die Belange der jugendlichen Sportler hat er immer ein offenes Ohr.

Günter Schnürch hat sich stets für eine frühzeitige Einbindung der Jugendlichen in die Vereinsarbeit stark gemacht und somit für eine kontinuierliche Entwicklung im Verein gesorgt. Er demonstriert zudem in jedem Training beispielhaft, wie man sich durch Judo bis ins hohe Alter fit halten kann und welche Bedeutung Freundschaft und Zusammenhalt für den Judosport hat.

Gemeinsames Training mit Ringern

Die Judoka des Sportgymnasiums Jena standen am letzten Donnerstag bei ihrem Gegenbesuch in der Ringerhalle einmal ganz ohne Judogi und in Strümpfen auf der Ringermatte.

Landestrainer Hartmut Reich und Stützpunkttrainer Kay Taubert erläuterten nach einem kurzen Aufwärmtraining den rund 35 Athleten die vereinfachten Regeln für das gemeinsame Kampftraining und vermittelten anschließend auf sehr anschauliche Weise grundlegende Stand- und Bodentechniken aus dem Ringkampf.

Judo Landestrainer Jan Steiner freute sich besonders darüber, dass die Judoka mit den aus dem heutigen Judowettkampf seit 2010 verbannten Beingreiftechniken in Berührung kamen und dadurch eine bewusstseinserweiternde Trainingserfahrung machen konnten.

Die Judoka und Ringer des Sportgymnasiums Jena trafen sich am vergangenen Donnerstag unter der Leitung des TJV-Landestrainers Jan Steiner zu einem ersten gemeinsamen Kampftraining in der Judohalle.

Alle Teilnehmer profitierten einerseits von der größeren Anzahl an Trainingspartnern und andererseits von den doch ziemlich unterschiedlichen Wurf- und Grifftechniken beider Sportarten. Am Ende des knapp zweistündigen Trainings waren sich sowohl die anwesenden Trainer als auch die Sportler beider Trainingsgruppen einig, dass es schon in Kürze weitere gemeinsame Aktionen geben wird.

Trainerfortbildung in Erfurt

Über 20 Trainer aus Thüringer Vereinen nahmen trotz einiger Corona-Auflagen an der letzten Trainerfortbildung des Jahres in Erfurt teil. Der Erfurter Judo-Club stellte erneut sein Dojo für die Veranstaltung zur Verfügung. Vielen Dank an dieser Stelle.

Landestrainer Jan Steiner stellte den multimedialen Rahmentrainingsplan des TJV vor. Er soll den Trainern Unterstützung bei der Planung ihres Trainings bieten. Der Rahmentrainingsplan ist in Buchform gestaltet. Über Barcodes können kurze Videosequenzen mit Erklärungen abgerufen werden. So stehen für alle Wochen des Jahres Trainingsinhalte für den Nachwuchsbereich U11 und U13 zur Verfügung.

Mit Workshop, Online-Fortbildungen, Tageslehrgängen und der offenen Trainerfortbildung organisierte der Thüringer Judo-Verband in diesem Jahr zahlreiche Veranstaltungen zur Fortbildung seiner Trainer.

Vielseitigkeitswettbewerb in Jena

Rund 80 Judoka aus 17 Thüringer Vereinen nahmen am ersten Vielseitigkeitswettbewerb des TJV für die Altersklassen u11 und u13 in Jena teil. Trotz der angespannten Coronalage gelang es dem Helferteam um Landestrainer Jan Steiner eine maximal sichere und reibungslose Veranstaltung zu organisieren.

Alle Teilnehmer wurden vor Veranstaltungsbeginn auf Verbandskosten getestet und ihre Kontaktdaten zur Nachverfolgung möglicher Infektionsketten aufgenommen. Landestrainer Jan Steiner modifizierte eine alternative Wettkampfform speziell für die Sichtung des TJV und die anstehende Auswahl zur Aufnahme aufs Sportgymnasium Jena, da es Corona bedingt in diesem Jahr für diese Altersgruppen leider keine Sichtungswettkämpfe gab.

An zwei Tagen organisierten die Trainer und Sportschüler des Sportgymnasiums Jena gemeinsam eine kurzweilige Mischung aus Technik- und Randori-Training mit Stützpunkttrainer Vincent Giller, Trainingswettkämpfen in gewichtsnahen Gruppen sowie verschiedenen allgemeinen und speziellen Überprüfungen, welche von Athletiktrainer Lothar Gwosdz und Michael Engel mittels eines speziellen Punktesystems ausgewertet wurden.

Hierfür wurden die Teilnehmer der vier Altersgruppen (Mu13/Fu13/Mu11/Fu11) vorab in Pools mit drei bis fünf Judoka eingeteilt und absolvierten dann gemeinsam als Gruppe alle Teststationen.

Viele Trainingskämpfe im Poolsystem jeder gegen jeden mit einer Hin- und Rückrunde, Technikdemonstrationen verschiedener Stand- und Bodentechniken, diverse Turnübungen und sechs unterschiedliche Athletiktests wurden so von allen Teilnehmern mit großem Eifer absolviert.

Am Ende der jeweils dreistündigen Veranstaltungen konnten die Jungen bei ihren Siegerehrungen ihre Urkunden vom frisch gebackenen Deutschen Meister Carl Then und die Mädchen von der aktuellen Deutschen Vizemeisterin Ronja Klein in Empfang nehmen. Beide sind aktive Sportschüler des Sportgymnasiums Jena und waren somit für die jüngsten TJV-Nachwuchssportler auch Vorbilder zum Anfassen.

Die besten Leistungen erreichte bei den Jungen in der AK u13 Konstantin Mindiyarov vom Kogatan Bad Salzungen, bei dem Mädchen in der AK u13 Mia Hofmann vom FSV 1950 Gotha, bei den Jungen in der AK u11 Julius Reuken vom JC Jena und bei den Mädchen in der AK u11 Elise Reuken vom JC Jena.

Die Vereine mit den meisten Teilnehmern an beiden Veranstaltungstagen waren der JC Jena, gefolgt vom FSV 1950 Gotha und dem SC Medizin Erfurt.

Am Ende gab es von allen Anwesenden großes Lob für eine gelungene Veranstaltung und die Hoffnung der Veranstalter, dass künftig noch mehr Vereine die Angebote des Verbandes nutzen.

Ronja Klein im Nationalkader

Ronja Klein von den Mattenteufeln Erfurt wurde aufgrund ihrer herausragenden Erfolge in den Nachwuchskader des Deutschen Judobundes berufen.

Ihre Erfolgsserie begann im Juni des Jahres bei den Ruhr Games in Bochum, wo das 15-jährige Judotalent mit ihrem Gewinn der Bronzemedaille erstmals auf sich aufmerksam machen konnte.

Nach diesem Achtungserfolg als jahrgangsjüngste Teilnehmerin trainierte Ronja Klein über die gesamten Sommerferien hinweg, gemeinsam mit Landestrainer Jan Steiner in verschiedenen Trainingscamps in Frankreich, Kroatien und an der Sportschule in Jena, um sich dort optimal auf die Hauptwettkämpfe des zweiten Halbjahrs vorzubereiten.