Es gibt eine breite Auswahl an Kampfsportarten, zu den bekanntesten zählen Karate, Judo, Kickboxen, Boxen, MMA oder Krav Maga. Aber es gibt weitaus mehr Kampfsportarten, nicht nur aus dem asiatischen Raum. Im Folgenden findet ihr eine Liste mit Kampfsportarten.
Entdecke die aufregende Welt der Kampfsportarten! Kampfsportarten bieten eine Vielzahl von Möglichkeiten, sich physisch und mental herauszufordern. Von Selbstverteidigung bis zur Verbesserung von Ausdauer und Koordination bieten sie eine ganzheitliche Erfahrung für Interessierte. Von traditionellen Stilen bis hin zu modernen Disziplinen gibt es für jeden etwas Passendes.
Bekannte Kampfsportarten und ihre Vielfalt
Zunächst waren im Westen nur Karate und Judo bekannt. Mittlerweile steigt das Interesse an weiteren asiastischen Kampfsportarten wie Jiu Jitsu, Aikido oder Kendo. Überhaupt entwickeln sich immer wieder neue Kampfsportarten aus bestehenden Stilen.
Mittlerweile haben wir schon 200 Kampfstile aufgelistet. Heutzutage wird aber ein viel breiteres Spektrum an Kampfsportarten oder Kampfstilen angeboten. Alle haben ihre eigenen Vorteile und verschiedene Ausrichtungen. Sei es nun eine Spezialisierung auf Kampfsport Selbstverteidigung, der Fokus auf sportliche Herausforderung oder das Ziel der geistigen Ausgeglichenheit.
Die nachfolgende Kampfsportarten Liste ist alphabetisch sortiert und bietet einen schnellen Überblick über nahezu alle bekannten Kampfkünste weltweit.
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Asiatische Kampfsportarten
Von asiatischen Kampfsportarten geht eine große Faszination aus. Sie versprechen häufig nicht nur eine kämpferische Überlegenheit gegenüber (nicht selten körperlich stärkeren) Gegnern, sondern fast immer auch philosophische Ansätze, die zur Entspannung, Meditation und sogar zur geistigen Erleuchtung dienen. Japanische Kampfkünste werden unter dem Oberbegriff Budo zusammengefasst. Im Gegensatz zu reinen Kriegskünsten ist der Budo Kampf auch stets durch eine innere Do-Lehre geprägt.
Heutzutage wird asiatischer Kampfsport im Übrigen auch in sportliche und rein kämpferische Elemente getrennt. Sportliche Regeln wie im Judo oder Karate sind unbekannt.
In China, wo auch der eigentliche Ursprung für das japanische Karate liegt, gilt Kung Fu nur als Oberbegriff vieler verschiedener Stile. Im Westen sind vor allem Shaolin und Wing Chun bzw. Wing Tsun sehr bekannt. Auch in anderen asiatischen Ländern haben sich Derivate der verschiedenen Kampfkünste entwickelt. So spricht man beim koreanischen Tae Kwon Do oft von einer „akrobatischen Variante des Karate“. Aber auch Hapkido, das Elemente unterschiedlicher Stile in sich vereint, ist dort sehr populär.
Vor allem die Karate- und Kung Fu-Filmwelle der 1970er (hier allen voran Bruce Lee, Chuck Norris und David Carradine) hat zur Verbreitung von asiatischem Kampfsport im Westen beigetragen. Später kamen dann eher unbekannte Stile wie Aikido oder Kendo hinzu, die aber mittlerweile gleichrangig zu den anderen Kampfsportarten stehen. Heute gelten Stile wie Tai Chi (das als „Schattenboxen“ gegen imaginäre Gegner im Prinzip oft mehr als Gymnastik denn als Kampfkunst betrachtet wird) als ebenso populär wie das reine Wettkampf-Judo der 70er Jahre.
Beim Karate oder Tae Kwon Do sind die Grundpositionen bereits ein Warnsignal an den Gegner und dienen der Abschreckung. Beide Elemente vereinen viele Kung Fu-Stile. Judo oder Aikido kommen erst dann zur Anwendung, wenn der Angreifer den Gegner bereits berührt, weil die Techniken direkten Körperkontakt erfordern. Daran sieht man, dass eine defensive Ausrichtung ohne Schläge und Tritte nicht unbedingt mit Schwäche gleichzusetzen ist. Kommt es jedoch zum Kampf, soll er auch gewonnen werden.
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Im Wing Chun folgt man zum Beispiel eher der „sanften“ Federtechnik und leitet die Energie des Angreifers wirkungsvoll ab. Wing Chun wurde konsequent von einer Frau entwickelt, um sich gegen die aggressiven Shaolin-Techniken wehren zu können, die in vergangenen Jahrhunderten das Kung Fu prägten. Komplett offensiv ausgerichtet ist hingegen Kendo, das auf den Schwertkampftechniken der Samurai basiert.
Doch auch beim Kendo gilt inzwischen das meditative Element als wichtig. Ganz ähnlich ist es beim Sumo, das zwar ohne Waffen auskommt, aber eher aggressiv in der Anwendung ist. Im starken Gegensatz dazu steht Kyudo, das japanische Bogenschießen, dessen viele rituell festgelegte Abläufe einen stark meditativen Charakter besitzen.
Für Kung-Fu und Tai Chi ist nicht nur die innere Einstellung wichtig. Auch das richtige Schuhwerk kann eine entscheidende Rolle spielen. Asiatischer Kampfsport wird manchmal in Tabi-Socken, häufiger aber mit blanken Füßen auf gepolsterten Matten ausgetragen, etwa beim Judo oder Karate.
Aus dem Kung Fu übernehmen daher viele Kampfsportschulen mittlerweile die Tradition der Kung Fu Schuhe. Sie schützen die Füße, ohne die Verletzungsgefahr des Trainingspartners zu erhöhen und geben außerdem festen Halt auf glatten Böden. Da gerade im Kung Fu oft ohne Matten trainiert wird, ist der feste Stand besonders wichtig.
Kampfsport, Kampfkunst, Selbstverteidigung: Was ist der Unterschied?
In dieser Übersicht beantworten wir die wichtigsten Fragen rund um die Themen Kampfsport, Kampfkunst und Selbstverteidigung. Kampfsport wird häufig als Oberbegriff für verschiedene Kampfstile verwendet. Beim Kampfsport geht es vor allem um eines: den sportlichen Wettkampf. Die bekannteste Kampfsportart ist das Boxen.
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MMA ist keine eigene Sportart - vielmehr kombiniert sie mehrere Kampfsportarten miteinander. Beim MMA sind neben Boxschlägen unter anderem auch Tritte, Schläge mit Ellenbogen oder Bodenkampf erlaubt. Weitere beliebte Kampfsportarten sind Judo oder Ringen.
Wer Kampfkunst betreibt, der beschränkt sich nicht auf den sportlichen Bereich, sondern verfolgt einen ganzheitlichen Aspekt. Kampfkünste folgen häufig einer langen Tradition, die oft im fernen Osten ihren Ursprung haben. Dazu zählen zum Beispiel Kung-Fu, Aikido oder Karate. Bei Kampfkunst liegt der Fokus nicht auf dem sportlichen Wettkampf, sondern auch auf der Entwicklung der eigenen Persönlichkeit.
Bei Selbstverteidigung kommt es nicht auf den sportlichen Wettkampf an. Außerdem spielen Tradition und Disziplin keine Rolle. Denn: Bei Selbstverteidigung kommt es einzig darauf an, sich im Ernstfall gegen einen oder mehrere Angreifer zu schützen. Eine Fragestellung bei Selbstverteidigung ist häufig: Was tue ich, wenn mich jemand auf der Straße angreift? Die Antwort darauf ist in vielen Fällen eine einfache, aber hart und schnell ausgeführte Technik.
Krav Maga: Selbstverteidigung in Perfektion
Die Ursprünge gehen auf Imrich Lichtenfeld zurück, der 1910 in Ungarn geboren wurde und in der Slowakei aufwuchs. Lichtenfeld lehrte erstmals in den 1930er Jahren seine Kampfmethode, um in der Slowakei lebende Juden gegen antisemitische Übergriffe zu unterstützen. Er emigrierte und reiste 1942 in Palästina ein. Nach der Gründung Israels wurde er Nahkampfausbilder der israelischen Armee.
Krav Maga gibt es inzwischen im zivilen Bereich für Privatpersonen, für die Polizei und das Militär. Es zeichnet sich durch einfache Techniken aus. Natürliche und instinktive Reaktionen werden im System verwendet. Es gilt nicht als Sport, deshalb gibt es auch keine Wettkämpfe. Trainiert wird vor allem auch das Reagieren unter Stress.
Welcher Kampfsport passt zu mir?
Es gibt unzählige Arten von Kampfsport - und es ist deswegen schier unmöglich, alle Arten aufzuzählen. Zu den gängigsten Stilen in Kampfsport und -kunst zählen Aikido, Boxen, Brazilian Jiu Jitsu, Capoeira, Fechten, Hapkido, Jeet Kune Do, Jiu Jitsu, Judo, Karate, Kendo, Kickboxen, Krav Maga, Luta Livre, Muay Thai, Ringen, Systema, Taekwondo, Wing Chun oder Wrestling.
- Steht der sportliche Wettkampf im Vordergrund?
- Oder möchte ich mich als Mensch weiterentwickeln?
- Wofür möchte ich einen Kampfstil erlernen?
Es gibt viele Gründe, die dafür sprechen, einen Kampfstil zu erlernen. Zum Beispiel den Abbau von Aggressionen, einen besseren Schutz in gefährlichen Situationen oder einer besseren Fitness. Denn beim Kampfsport werden in der Regel die Muskeln in allen Bereichen des Körpers angesprochen. Auch die geistige Weiterentwicklung kann ein Grund dafür sein, einen Kampfstil aus dem Bereich der Kampfkünste zu erlernen.
Sie fragen sich, welche Kampfsportart die beste für Selbstverteidigung ist? Das lässt sich nicht seriös beantworten. Denn jeder Angriff ist anders: Habe ich einen Gegner oder mehrere? Ist der Angreifer groß oder klein, stark oder schwach, trainiert oder untrainiert? Je nachdem, welche Faktoren bei einem möglichen Kampf zusammenspielen, können unterschiedliche Techniken wirksam sein. Die Effektivität eines Kampfstils hängt aber nicht nur vom Angreifer ab.
Krav Maga schult Teilnehmer speziell in Sachen Selbstverteidigung. Sie wollen im fortgeschrittenen Alter noch eine Kampfsportart erlernen? Keine Sorge: In vielen Kampfsport-Schulen ist das ohne Probleme möglich. Eine Altersgrenze gibt es in der Regel nicht, oft werden Einsteigerkurse für jedes Alter angeboten. Auch ein besonderes Maß an Fitness ist für die meisten Kampfsportarten nicht erforderlich.
Spektakuläre Kicks, geistige Weiterentwicklung, Spaß am Training: Eine Kampfsportart kann einem vieles versprechen. Der wichtigste Punkt bei der Ausbildung zum Kampfsportler ist aber ein guter Lehrer. Denn: Das Erlernen der Techniken in vielen Kampfstilen ist anspruchsvoll und zeitaufwendig. Nur ein guter Lehrer bzw. Trainer kann sicherstellten, dass sich seine Schüler bzw. seine Trainingsgruppe weiterentwickeln können.
Es reicht nicht aus, Videos beispielsweise auf Youtube anzuschauen, um eine Kampfsportart zu erlernen. Außerdem kann die Verletzungsgefahr bei nicht angeleitetem Training ansteigen. Es empfiehlt sich, sich gut über die einzelnen Kampfsportarten und -schulen in der Umgebung zu informieren.
Elf populäre Kampfsportarten im Kurzportrait
Um Ihnen eine Entscheidungshilfe zu geben, welcher Kampfsport für Sie in Frage kommt, folgen hier elf populäre Kampfsportarten im Kurzportrait. Diese Kampfsportarten-Liste lässt Sportarten wie Fechten oder Kendo aus, für die eine (kostspielige) Spezialausrüstung erforderlich ist.
Aikido
Aikido ist eine japanische Kampfkunst aus dem frühen 20. Jahrhundert. Die Kampfsportart Aikido ist defensiv: Hauptziel ist, die Bewegunsgenergie, die in einem Angriff steckt, abzuleiten und es dem Gegner oder der Gegnerin zu erschweren, den Angriff fortzuführen. Dazu gibt es spezielle Wurf- und Haltetechniken. Auf einen Gegenangriff wird verzichtet. Die Grundidee beim Aikido ist nicht, die angreifende Person zu bezwingen, sondern sie zur Aufgabe zu bewegen. Beim Aikido gibt es weder Alters- oder Gewichtsklassen noch eine Aufteilung nach Geschlechtern. Alle trainieren miteinander.
Boxen
Boxen gilt neben Ringen als die älteste Kampfsportart der Welt: Schon auf über 5000 Jahre alten Höhlenzeichnungen sind Boxer und Ringer abgebildet. Beim modernen Boxen versuchen die Sportler und Sportlerinnen Schläge auf den gegnerischen Kopf oder den Oberkörper zu landen, um Punkte zu erzielen oder einen Kampf durch K. O. zu gewinnen. Schläge auf den Kopf oder andere empfindliche Körperteile sind auch mit angemessener Schutzbekleidung gefährlich. Aus diesem Grund gibt es in Deutschland das Leichtkontaktboxen. Hier sind harte Schläge verboten, um Verletzungen zu vermeiden. Es gibt keinen K. O.: Über Sieg und Niederlage wird ausschließlich nach Punkten entschieden.
Capoeira
Die afro-brasilianische Kampfkunst Capoeira vereint Kampf, Musik und Tanz. Capoeira entstand im 17. Jahrhundert unter den Sklaven auf den Plantagen Brasiliens als eine Art Kampftanz. Im 20. Jahrhundert kamen Einflüsse anderer Kampfsportarten hinzu. Bei Capoeira kämpft man nicht gegen sein Gegenüber, sondern spielt mit ihm. Zwei Personen inszenieren in fließenden Bewegungen einen Kampf. Es gibt eine Vielzahl von Bewegungen und Bewegungskombinationen, darunter Kopfstöße, Würfe und Fußfeger, wobei Angriffe im letzten Moment gestoppt werden oder der Gegner oder die Gegnerin ausweicht. Den Bewegungsabläufen liegen unterschiedliche erlernbare Regeln zugrunde. Es gibt Capoeira-Meisterschaften, aber nicht alle betrachten Capoeira als Wettkampfsport, da der Wettkampfgedanke nicht zum kulturellen Hintergrund der Capoeira passe.
Jiu Jitsu
Die Kampfsportart Jiu Jitsu geht auf die japanischen Samurai zurück. Die Grundidee ist „Siegen durch Nachgeben“. Deshalb ist die erste Verteidigungsmaßnahme beim Jiu Jitsu schnelles und geschicktes Ausweichen, um dann die Kraft eines Angriffs gegen die angreifende Person selbst zu verwenden. Dazu stehen verschiedene Wurf-, Griff-, Hebel- und Schlagtechniken zur Verfügung. Je nach Art des gegnerischen Angriffs gehören zur Selbstverteidigung beim Jiu Jitsu auch Tritte und Würgen. Es gibt verschiedene Schulen des Jiu Jitsu, in denen jeweils unterschiedliche Techniken bevorzugt werden.
Judo
Der Jiu-Jitsu-Lehrer Jigoro Kano entwickelte Judo (deutsch: der „sanfte Weg“) Ende des 19. Jahrhunderts aus dem Jiu Jitsu. Kano setzte den Schwerpunkt beim Judo auf Griffe, Hebel und Würfe - gefährliche Kampftechniken wie Schläge und Tritte strich er zugunsten von Fallübungen aus dem Training. Bei einem Judo-Wettkampf ist das Ziel, den Gegner oder die Gegnerin zu Boden zu bringen und dort für eine bestimmte Zeit festzuhalten. Außerdem gibt es Punkte für eingesetzte Wurf- und Grifftechniken.
Karate
Um 500 nach Christus erschufen chinesische Mönche aus gymnastischen Übungen eine waffenlose Kampfkunst zur Selbstverteidigung. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts etablierte sich diese Kampftradition in Japan unter dem Namen Karate als Sport mit eigenem Regelwerk. Beim Karate erlernt man Stoß-, Schlag- und Tritttechniken. Schläge und Tritte müssen aber im Training und im Wettkampf abgestoppt werden, bevor sie den Gegner oder die Gegnerin berühren. Das erfordert eine gute Körperbeherrschung, die bei dieser Kampfsportart systematisch trainiert wird.
Kickboxen
Kickboxen nahm als „Sport-Karate“ seinen Anfang in den USA der 1970er Jahre. Die Kampfsportart verbindet Schlagtechniken des klassischen Boxens mit Tritttechniken aus Karate und Taekwondo. Es gibt verschiedene Wettkampfarten des Kickboxens. Die Hauptvarianten sind Leicht-, Semi- und Vollkontakt. Die ersten beiden werden wie Karate auf der Matte ausgeübt. Es geht um die Anzahl der gelandeten Treffer und darum, wie sauber die Kämpfenden die Schlag- und Kicktechniken ausführen. Beim Vollkontakt-Kickboxen im Boxring ist ein Sieg auch über K. O. möglich.
Krav Maga
Krav Maga ist hebräisch und bedeutet auf Deutsch „Kontaktkampf“. Der Selbstverteidigungsstil wurde für israelische Sicherheitskräfte entwickelt. Nach eigenem Selbstverständnis ist Krav Maga kein Sport, sondern ein Selbstverteidigungssystem. Deshalb gibt es auch keine sportlichen Wettkämpfe. Krav Maga beruht vor allem auf den intuitiven menschlichen Reaktionsmustern und Reflexen. Es geht weniger um Spezialtechniken wie in der asiatischen Kampfkunst, sondern um einfache und dennoch effektive Methoden, um sich gegen Angriffe zu wehren
Ringen
Seit 708 vor Christus ist Ringen eine Disziplin der antiken olympischen Spiele und ist bis heute olympisch. Schon in der Antike waren beim Ringen Schläge und Tritte verboten. Heute geht es bei der Kampfsportart darum, den Gegner oder die Gegnerin mit beiden Schultern auf die Matte zu bringen oder Punkte zu sammeln. Es gibt zwei Ringstile: griechisch-römisch und Freistil. Beim griechisch-römischen Ringen dürfen nur die Arme und der Oberkörper eingesetzt und festgehalten werden. Beim Freistil setzen die Sportler und Sportlerinnen auch ihre Beine ein und dürfen ihr Gegenüber auch unterhalb der Taille festhalten. Punkte gibt es für Techniken wie Würfe, Schleuder- und Hebelgriffe.
Taekwondo
Taekwondo ist eine koreanische Kampfsportart und bedeutet auf Deutsch „Fuß, Faust, Disziplin“. Taekwondo stammt aus der Zeit um 50 vor Christus und ist seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts der populärste Kampfsport in Korea. Es ähnelt vordergründig chinesischen oder japanischen Selbstverteidigungsstilen, ist aber eine selbständige Kampfsportart, die seit dem Jahr 2000 olympische Disziplin ist. Besondere Merkmale von Taekwondo sind die ausgeprägten Fußtechniken, Tritte, Drehungen und Sprünge. Der Gebrauch der Hände ist erlaubt, sie werden aber nicht so oft eingesetzt wie etwa beim Karate.
Wing Chun (Wing Chun Kung-Fu, Wingtsun)
Wing Chun ist ein spezieller Kung-Fu-Stil. Kung-Fu ist der Oberbegriff für unterschiedliche chinesische Kampfkünste. Ähnlich wie bei Aikido kommt es auch beim Wing Chun darauf an, die Kraft des gegnerischen Angriffs durch Schritttechniken und geschickte Wendungen abzuleiten.
Wie effektiv sind die einzelnen Kampfsportarten?
Kann die Kampfsportart im Ernstfall helfen sich gegen einen oder mehrere Gegner zur Wehr zu setzen.- Hier schneiden letztendlich alle Kampfsportarten gut ab. Denn ihr Hintergrund ist die Verteidigung.- Davon ausgenommen sind nur sehr wenige, wo es eher um Fitness und Beweglichkeit geht (bspw.
Als effektivste Kampfsportart zur Selbstverteidigung können wir Euch guten Gewissens das Krav Maga empfehlen. Der Begründer legte großen Wert darauf, dass es effektiv ist, schnell erlernt werden kann und dabei keine allzu hohen körperlichen Anforderungen benötigt. Ihr erlernt hier gezielt jene Techniken, die Euch im Notfall helfen können.
Wie hoch ist der Kraftbedarf bei Kampfsportarten?
Ist die Kampfsportart auch ohne hohen Kraftbedarf zu erlernen bzw. auszuüben - bzw. wie wirkt sich das Training auf das Training der Muskelkraft aus.- Kampfkünste die explizit die Kraft des Gegners nutzen, um sie gegen diesen einsetzen sind für körperlich schwache Menschen gut geeignet. Das ist beispielsweise Judo sowie Jiu Jitsu.- Aber auch sehr effektive Kampfsportarten gleichen diesen Faktor aus, so ist auch Krav Maga oder Sambo eine gute Wahl.- Beim Training werdet ihr natürlich an Fitness zulegen. Allerdings werdet ihr dadurch nicht unbedingt Muskelpakete. Daher könnt ihr euer Kampfsport-Training noch um ein Muskeltraining ergänzen.Es ist jedoch selten entscheidend, wie viel Kraft ihr habt.
Wie beweglich sollte man für Kampfsport sein?
Die Anforderungen an die Beweglichkeit variieren innerhalb der Kampfsportarten mitunter erheblich. Das betrifft in erster Linie die Beweglichkeit für Würfe oder auch Fußtritte.- In jeder Kampfsportart existieren beim Training für Fortgeschrittene Tritttechniken, die ein hohes Maß an Beweglichkeit erfordern.- Jedoch kann das Anfängertraining auch mit geringer Beweglichkeit absolviert werden.
Wie oft sollte man Kampfsport trainieren?
Das ist ganz von eurem Ziel abhängig:- Wenn ihr an einem Wettkampf teilnehmen und euch mit den besten messen wollt, dann solltet ihr täglich trainieren oder mindestens 5-mal die Woche. Und das über mehrere Jahre.- Wenn ihr euch fit halten und im Ernstfall verteidigen möchtet, dann ist es ausreichend, wenn ihr zweimal die Woche trainiert. Und noch einen weiteren Sport (Joggen, Schwimmen, Fitnessstudio…) ausübt.- Wenn euer Ziel ist, besser auf einen Ernstfall vorbereitet zu sein, dann solltet ihr ein paar Intensivkurse besuchen (bspw.
Wie schwer ist welche Kampfsportart?
Wie komplex ist die jeweilige Kampfsportart zu erlernen, weichen die Bewegungsabläufe stark vom Alltag ab? - Grundsätzlich werden bei allen Kampfsportarten intuitive Bewegungsabläufe gelehrt und gesucht.- Hervorzuheben sind hierbei ggf. Krav Maga, Sambo und ggf. Kickboxen. Denn diese Kampfsportarten wurden teilweise vom Militär entwickelt, mit dem Ziel, dass die Techniken schnell zu vermitteln und zu erlernen sind.Es gibt auch Kampfstile, die Jahrelange Übung erfordern.
Wann ist man bereit für einen Wettkampf?
Es dauert mindestens Jahre bis man im Vollkontakt kämpfen kann, und nicht völlig untergeht. Je nach Kampfstil müssen Kampftechniken, Hebel, Faustkampf, Fußtechniken, Bodenkampf oder der Kampf mit Waffen lange geübt und perfekt beherrscht werden, bevor man für einen Wettkampf bereit ist.
Man muss zwar keinen schwarzen Gürtel haben, bis man an einem Wettkampf teilnehmen kann, allerdings sollte man schon fortgeschrittener sein.
Kampfsport und Gesundheit
Menschen verfolgen mit Kampfsport in der Regel zwei Ziele: Sie möchten ihre Fähigkeit zur Selbstverteidigung steigern und ihre körperliche Fitness verbessern. Tatsächlich trainieren die meisten Kampfsportarten körperliche Fähigkeiten wie Beweglichkeit, Gleichgewicht, Koordination und Kondition. Studien haben positive Effekte von regelmäßigem Kampfsporttraining auf die körperliche Fitness nachgewiesen. Außerdem scheinen die Bewegungsabläufe bei asiatischen Kampfkünsten die Knochengesundheit besonders gut zu fördern . Studien haben zum Beispiel eine verbesserte Knochendichte bei jungen Menschen nachgewiesen, die Judo, Karate und Taekwondo ausüben. Als Gesundheitssport für Menschen über 60 Jahre sind vor allem „weiche“ Kampfsportarten gut geeignet.
Kampfsport kann sich zudem günstig auf die psychische Gesundheit auswirken. Die Rituale für Achtsamkeit, die Teil traditioneller asiatischer Kampfkünste sind, fördern die Selbstachtung und die Wertschätzung des Gegenübers. Eine neuere Studie liefert Hinweise darauf, dass Menschen, die japanische Kampfkünste über einen längeren Zeitraum regelmäßig ausüben, zufriedener und weniger anfällig für psychische Erkrankungen sind als der Durchschnitt der Bevölkerung. Außerdem lassen sich mit Kampfsportarten Aggressionen zielgerichtet abbauen. Und schließlich verleiht Kampfsport Sicherheit. Das Wissen, sich bei Gefahr angemessen verteidigen zu können fördert die Selbstsicherheit und das Selbstbewusstsein.
Liste von Kampfsportarten
Neben den weit verbreiteten Kampfsportarten Judo, Karate oder Kickboxen gibt es noch zahlreiche weitere und eher unbekanntere Kampfsportarten bzw. Kampfkünste. Die Geschichte der verschiedenen Kampfsportarten und Kampfkünste ist lang und reicht in vielen Ländern hunderte Jahre zurück. Somit sind bestimmte Kampfsportarten, Kampfkünste oder Kampfstile heute fester Bestandteil der jeweiligen Kultur oder Tradition.
Um einen Überblick über alle Kampfsportarten und Kampfkünste (Material art) zu erhalten, hilft eine übersichtliche Liste von Kampfsportarten und den verschiedenen Kampfkünsten in alphabetischer Reihenfolge. Es sei aber dazu gesagt, dass diese Kampfsport-Liste bzw. Kampfkunst-Liste nicht vollständig ist, da es zu vielen Kampfsportarten und Kampfkünsten diverse Kampfstile gibt. Hinzu kommen zahlreiche verschiedene Kampfstile der jeweiligen Kampfkunst, welche in dieser Liste der Kampfsportarten und Kampfkünste jedoch nicht einzelne aufgeführt sind. Man könnte die Liste auch nach Alter oder dem kulturellem Ursprung gliedern.
Hier ist eine alphabetische Liste verschiedener Kampfsportarten:
