Der Judo-Club Schwenningen (JCS) ist ein traditionsreicher Verein in Villingen-Schwenningen, der sich seit seiner Gründung im Jahr 1963 dem Judo-Sport verschrieben hat. Die Heimstätte des Judo-Club Schwenningen ist die Neckarschule.
Geschichte und Gründung
Mit dem Bau der Turnhalle schlossen sich Judokämpfer der Region - vorwiegend aus der damaligen Athletenvereinigung - zusammen und gründeten 1963 ihren eigenen Judo-Verein.
Mitglieder und Jugendarbeit
Der Verein bezieht seine Mitglieder zwar überregional, aber gerade die Kinder und Jugendliche aus den Schwenninger Stadtteilen bilden die wichtigste Mitgliederbasis. Besonders erfreulich sei ein Zuwachs an Kindern und volle Judomatten bei den Kindern, „das heißt der Verein verjüngt sich, was hoffentlich zum Trend wird“.
So lag es nahe, dass auf der Suche nach schulbegleitenden Projekten die Schulleiterin Fenke Härtel und der Judo-Club Trainer Rainer Lickert auf gemeinsames Interesse trafen und eine Judo-AG ins Leben riefen. Damit möglichst viele Grundschüler in das Judo reinschnuppern, können sie sich für die auf 20 Teilnehmer beschränkte Gruppe halbjährlich anmelden. Wer Gefallen an diesem Sport findet und mehr machen möchte, dem stehen steht ein Vereinsbeitritt offen.
"Raufen nach Regeln" - Die Judo-AG
"Raufen nach Regeln" - das Ziel der Judo-AG: das Vermitteln der Werte wie Höflichkeit, Hilfsbereitschaft, Ehrlichkeit und Respekt. Die Kinder werden mit einem Partner spielerisch an den Sport herangeführt.
Lesen Sie auch: Was ist der Unterschied?
Fallübungen sollen die Angst vor dem Hinfallen nehmen und den Mut zu eigenen Aktionen fördern. "Judo findet in einem durch Rituale und Regeln geschütztem Handlungsraum statt, der es zulässt, das Kämpfen zu ritualisieren und in spielerischem Zweikampf umzusetzen", heißt es vonseiten des Judobunds.
Ein Training nach Werten, wie Rücksichtnahme und Verantwortung, trage dazu bei. Es fanden sich mit Philip Jäschke und Paolo Di Gioia zwei junge Trainer, die neben Studium und Beruf Zeit für die Betreuung der Grundschüler haben, unterstützt im Vertretungsfall von Rainer Lickert.
Judo: Mehr als nur Sport
Judo - Kampfkunst aus Fernost ohne Waffen, deren Wurzeln in anderen Kampftechniken liegen und Jahrhunderte zurückreichen. Judo ist nicht nur Sport, sondern zum Teil auch Lebensphilosophie und Lebenseinstellung. Die Kenner wissen, dass man viel Erlerntes in den Alltag mitnehmen kann.
Sportliche Betätigungsfelder gibt es in den Vereinen viele. Jeder, der sich nach dem Winter wieder fit machen will, kann etwas finden. Wir stellen in loser Reihenfolge einige Sportangebote vor, heute: der Judo Club Schwenningen.
Der Begründer des Judos in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war Kano Jigoro. Er war ein Mann von kleiner Statur, dem der deutsche Medizinprofessor Erich Bälz riet Sport zu machen. Bälz lehrte von 1876 bis 1892 in Tokio und war Leibarzt der japanischen Kaiserfamilie.
Lesen Sie auch: Exploring Precht's Philosophy
Jigoro folgte dem Rat und besuchte mehrere Kampfsportschulen, die ihn das Jiu-Jitsu lehrten. Er stellte jedoch fest, dass die tödlichen Schläge nichts für ihn sind und entwickelte das Judo, in dem er diese Schläge wegließ.
Ute Erdmann, die ihre Dissertation über das Judo schrieb, sieht konditionelle Fähigkeiten mit den Elementen Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer und Gelenkigkeit. Zu den Koordinations Fähigkeiten zählt sie Geschicklichkeit, Gleichgewicht, Orientierung im Raum und Reaktion. Die sensorischen Fähigkeiten unterteilt sie nach visueller sowie akustischer Wahrnehmung, taktil-kinästhetischer Wahrnehmung und Körperschema. Ein vierter Bereich ist die sozial-integrative Fähigkeit mit Kommunikation, Interaktion und Integration.
Martin von den Benken, Präsidiumsmitglied des niedersächsischen Judoverbands sieht drei Gründe, warum diese Kampfsportart Aggressionen abbauen kann. Ihm zufolge gibt es einen natürlichen Drang zu raufen und seine körperlichen Kräfte zu erfahren und zu bestimmen. Judo gibt einen Rahmen, ein Regelwerk und eine gewisse Etikette vor, damit dieser Drang ausgelebt werden kann.
Von den Benken sieht die Judokas auch immer wieder mit den eigenen Schwächen konfrontiert, man lerne mit diesen Niederlagen umzugehen und seine Frustrationstoleranz zu erhöhen. Ruhe, Ausgeglichenheit und Distanz zur eigenen Psyche sind für die Sportler Pluspunkte.
Der sicherste Weg, einen Kampf zu verlieren sei das aggressive Agieren eines blindwütigen Kämpfers. So wird auch in Schwenningen ein ganzheitliches Training absolviert, bei dem Muskeln, Koordination und mentale Fähigkeiten gefördert werden.
Lesen Sie auch: Was sind die Judo Regeln?
Trainingszeiten und -ort
Trainiert werden die Kinder montags und Freitags von 17.30 bis 19 Uhr, die Erwachsenen sind von 19.10 bis 20.40Uhr auf der Matte, beides findet in der Neckarturnhalle statt.
Neuer Anfängerkurs
In Schwenningen ist der Judoclub eine gute Anlaufstelle, um sich mit dem Sport zu befassen. Am Montag, 20. April, startet der neue Anfängerkurs im Judo. Aufgenommen werden in dem Verein Kinder ab dem Jahrgang 2008.
Der Vorsitzende des Judo Clubs Schwenningen, Harald Burkart , erklärt warum: Die jüngeren Kinder seien noch etwas zu verspielt und da es ein Partnersport ist, machen ein paar Zentimeter und einige Kilo Körpergewicht einiges aus.
Grundsätzlich gibt es keine besonderen Voraussetzungen für Neu-Interessierte des Sports. „Wir haben auch Leute, die erst mit 40 angefangen haben“, beschreibt er, diese würden es allerdings nicht mehr als Wettkampfsport sehen, sondern als ganzheitlichen Sport.
Vorstandswechsel und Ehrungen
Der Kassierer Carlo Peduzzi tritt in den Ruhestand, sein Nachfolger wird Vladimir Bubori. Gerd Jentsch (83) wird (wieder einmal) Abteilungsleiter der Gymnastik, nachdem sein Vorgänger den Verein nach einen Jahr überraschend verlassen hat. Lucrezia Wenzler löst Sonja Bodmer als Schriftführerin ab.
Alle anderen stellten sich wieder zur Wahl und wurden in ihrem Ämtern bestätigt. Gewählt beziehungsweise bestätigt wurden: Vorsitzender Rainer Lickert, Vize-Vorsitzender Andreas Morlock, Kassierer Vladimir Bubori, Technische Leitung Monika Meyer, Schriftführerin Lucrezia Wenzler, Abteilungsleiter Judo Paolo DiGioia, Abteilungsleiter Kendo Dietmar Craul, Abteilungsleiter Gymnastik Gerd Jentsch, Kassenprüfer Joachim Firnkorn und Karl-Heinz Suske, Beisitzer und Ältestenrat Harald Burkart, Ulrike Riedinger-Riebl, Jan Schilling und Vitali Titow.
Eine solide und sparsame Haushaltsführung vermeidet nicht, dass wegen Kostensteigerung der Mitgliedsbeitrag um fünf Euro erhöht wurde, übrigens die erste Erhöhung des Grundbeitrags seit der Euro-Einführung, schreibt der Club. Auch der Familientarif bleibe attraktiv: 60 Euro Grundbeitrag, egal wie viele Kinder.
Franco Intrieri und Paolo Di Gioia bestanden ihre DOSB-Lizenz (Trainerlizenz) und ergänzen das Judotraining mit großen Engagement. Auf der Agenda standen auch die Einführung des Digitalen Judopass und die Hallensanierung der Neckarschule - der Trainingsheimat des Vereins seit 1963.
Die Mitgliederdaten der Judoka werden digitalisiert. Der alte Judopass in Papierform hat ausgedient. Die Hallensanierung zwingt den Verein vorübergehend in die Gymnastikräume der Gartenschule beziehungsweise der Deutenberg-Sporthalle. Glücklich ist man damit nicht, weil die Trainingsgruppe quasi zerrissen werden, die Zeiten kürzer und der Raum kleiner sind, schreibt der Judo-Club weiter.
Als die Stadt Schwenningen in der 1962 neu gebauten Halle der Neckarschule zugesagt hatte, lösten sich die Judoka von der „Athletenvereinigung Schwenningen“ und gründeten einen eigenen Verein, den Judo-Club Schwenningen. So manche Erinnerung, Geruch und „Kloschüssel“ seien bis heute erhalten geblieben. So freuen sich die Judoka und Kendoka auf den Rückzug im Herbst in eine sanierte Halle.
Erfolge bei Wettkämpfen
Erfolg für die Mannschaft beim Eichberg-Cup. Es fanden sich ca 70 Teilnehmer in Blumberg ein. Der JSV belegte den 2 Platz in der Mannschaftswertung hinter dem Freiburger FT.
Da alle Teilnehmer in Gewichtsnahe Klassen ausgewogen wurden bedingte, dass 17. Jährige gegen 30 Jährige kämpfen konnten oder DAN Grade gegen Orange-Gurte. Jan Sutermeistern, Kirill Hanicuk und Finn Obergfell waren in einer Gewichtsklasse. Mussten jeder gegen jeden kämpfen und sich leider alle 3 einem DAN Grad geschlagen geben.
Carlos Maier belegt den 2 Platz, musste sich aber dem deutschen Ü30 Meister Paolo DiGioia aus Schwenningen geschlagen geben. Simon Preusche hatte auch eine starke Gruppe mit 6 insgesamt 6 Teilnehmern. Octavian und Valentino starteten in der gleichen Gruppe mit insgesamt 6 Teilnehmern. Welche Nico Burkard der Sohn unseres Trainer Didi Burkard aus Pfaffenweiler gewonnen hat.
Unser zweit ältester Starter Lukas Wildpreth belegte einen starken 2. Nilas Gienger einer unserer jüngsten Starter mit 16 Jahren musste sich in Seiner Gruppe mit auch insgesamt 6 Startern mit einem 5. Als Kampfrichter waren vom JSV ebenfalls Anouk Steinmann und Julius Peter im Einsatz.
Am Wochenende fand das Kappelberg Turnier in Fellbach statt. und konnte viele Podestplazierungen, sowie den 3. Platz in der Vereinswertung wU18 erringen. Wie zum Beispiel Valentino Rottler, der 2 seiner 4 Kämpfe für sich entscheiden konnte aber seinen letzten Kampf auf Grund einer unglücklicher Kampfrichter Entscheidung verlor.
Die 3 Mädchen waren alle in der gleichen Gewichtskasse. Diese war in 2 Pools unterteilt, Anika, Lea und noch ein weiteres Mädchen hatten nach dem ersten Durchgang die gleiche Anzahl an Siegen jeweils mit Ippon. Daher mussten sie noch mal die Poolsieger auskämpfen und wurden erste und zweite. aus dem anderen Pool da diese deutlich frischer waren.
Wir gratulieren zum 3. Platz in der Vereinswertung U18. Bei den diesjährigen Süddeutschen Einzelmeisterschaften der Männer in Nürtingen am 4. Nach starker Leistung und trotz Schulterverletzung erkämpfte er sich die Silbermedaille und die Startberechtigung zur DM.
Mit gleich zwei Podestplätzen wurde ein toller Kampftag in Fellbach mit Erfolg gekrönt. Im großen Starterfeld siegte Wolodja im Finale. Dima erreichte einen exzelenten zweiten Platz. Besonderen Anteil am Erfolg hat natürlich die Betreuerin und stolze Mutter Svitlana Malona.
