AEW Fight Forever: Tipps zum Freischalten von Wrestlern

AEW Fight Forever überzeugt mit nostalgischem Gameplay und einem erfrischenden Ansatz, der es zu einem der besten Sportspiele überhaupt macht.

Wenn ihr gerne zusammen mit Freunden daddelt, bekommt ihr hier über ein Dutzend Minispiele im Mario-Party-Stil, die von bis zu vier Spielern gespielt werden können - weitere Minispiele sind in kommenden Zusatzinhalten auch geplant. Neben den spaßigen Minigames gibt es auch einen tollen Karrieremodus sowie 9 weitere Spielmodi, die alle für Abwechslung sorgen. Alle die mal etwas anderes im Wrestling-Genre ausprobieren möchten, werden hiermit sicherlich stundenlang Spaß haben.

Fight Forever wird von dem japanischen Studio Yukes entwickelt. Das Studio ist seit 30 Jahren für seine Wrestling-Spiele bekannt. In den ersten Jahren entwickelte Yukes die Spiele für NJPW und zwischen 2000 und 2018 wurden die WWE-Spiele realisiert.

Das eigentliche Konzept hinter Fight Forever ließ mich damals bei der Ankündigung aufhorchen. Es sollte wieder ein Wrestlingspiel in der Tradition der frühen 2000er Jahre werden. Keine Simulation, sondern ein schnelles, arcadelastiges Gameplay. Und die Action im Ring ist dem Studio hervorragend gelungen.

Gesteuert wird der Wrestler mit dem linken Analogstick. Mit den vier Tasten A, B, X und Y werden alle Aktionen ausgeführt. Die linke und rechte Schultertaste dienen zum Abwehren und Kontern von Schlägen und Moves. Dabei kommt es darauf an, diese Tasten im richtigen Moment zu drücken - blindes Button-Smashing führt nicht zum Erfolg.

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Alle Aktionen werden im Spiel erklärt - in den Spieloptionen gibt es auch eine Übersicht aller Tutorials und im Hauptmenü kann man auch ein Trainingsmatch auswählen. Im Großen und Ganzen braucht ihr zwei, drei Matches, dann habt ihr die Steuerung intus.

Natürlich ist es möglich, seinen eigenen Wrestler zu erstellen. Aber ganz ehrlich? So einen limitierten Modus habe ich seit 20 Jahren nicht mehr gesehen. Weder ist es möglich, die Größe der Gesichter oder der einzelnen Körperteile einzustellen, noch gibt es sonderlich viel Auswahl, was Kleidung und Kostüme betrifft. Auch in diesem Bereich boten selbst die alten PS2-Spiele mehr Möglichkeiten.

Der Karriere-Modus, wenn man ihn so nennen darf, gefällt mir an sich ganz gut. Ihr verbringt ein Jahr in AEW - dieses Jahr ist in vier kürzere Storyabschnitte aufgeteilt. Welche Story im jeweiligen Abschnitt dran kommt, wird im wesentlichen von den Entscheidungen und Matchergebnissen beeinflusst. Es ist kein sonderlich langer Modus, nach drei Stunden war ich durch. Es animiert aber zum wiederholten Spielen.

Sehr schön finde ich beispielsweise, dass man für die Begegnungen unter den Wrestlern nicht nur die Halle genommen hat, sondern auch Cafés, Trainingsräume, TV-Shows oder Pressekonferenzen. Das gibt dem Modus Abwechslung, die ich sehr mag. Auch, weil die Dialoge sich nicht immer um das Geschehen im Ring drehen.

Aufgelockert wird das Geschehen zwischen den Matches auch mit optionalen Minispielen, die man bei den Young Bucks spielen kann. Egal ob Memory, Quiz oder an Mario Party angelehnte Reaktionsspiele. Leider wiederholen sich entsprechende Geschichten natürlich, wenn man den Karriere-Modus mehrmals spielt.

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Rechtfertigt das den Vollpreis von 60 Euro und weitere 30 Euro für den Season Pass? Die Antwort müsst ihr euch selbst geben: Seid ihr AEW-Fans sowie Fans des alten Arcade-Wrestling-Gameplays und wollt die Promotion auf diesem Weg unterstützen? Dann lautet die Antwort wahrscheinlich ja.

Abschließend sei noch erwähnt, dass laut Yukes und Kenny Omega, einem der Mitbegründer von AEW, keine jährlichen Veröffentlichungen neuer Spiele geplant sind. Dafür fehle das nötige Kapital. Vielmehr soll dieses eine Spiel über Monate, vielleicht sogar Jahre mit immer neuen Updates für neue Wrestler, Modi und Gameplay-Erweiterungen unterstützt werden.

Juni 2023 Genre: Kampfspiel, Sportspiel Nach einem großen Knall vor einigen Jahren nimmt das renommierte Wrestling-Game-Veteranen-Team von YUKE`s die Zügel wieder selbst in die Hand und präsentiert mit Publisher THQ Nordic, die Ihr Comeback in der Wrestlingwelt geben, in AEW: Fight Forever deren Neuinterpretation des Genres, welches sich seit geraumer Zeit hauptsächlich als realitätsgetreue Simulation versteht. Mit dem legendären Director von „WWF No Mercy“ Hideyuki „Geta“ Iwashita liefert das Team eine Liebeserklärung an die alten Arcade-Brawler und ikonischen Spiele, die auf der AKI-Engine basierten.

Hier begleitet Ihr einen frei wählbaren Charakter von seiner Unterschrift bei AEW, dem Debüt bei der Casino Battle Royale, ein Jahr lang bis zum nächsten Double or Nothing PPV und dem Match um die AEW World Championship. Hierbei ist die Geschichte in vier Blöcke eingeteilt, bestehend aus jeweils drei regulären Shows und einem PPV. Zwischen jedem Match kann der Spieler verschiedene Entscheidungen treffen, die die Gesundheit des gewählten Charakters beeinflussen.

So kann dieser Essen gehen, um die Energie aufzuladen. Aber auch andere Aktivitäten wie Sightseeing, welches eine positive Auswirkung auf den Gemütszustand hat, Promoauftritte zur Steigerung der Beliebtheit oder Minispiele gegen die Elite stehen auf Eurem Tagesprogramm. Dort könnt ihr In-Game-Währung und Skillpunkte verdienen, welche der Spieler nutzen kann, um den gewählten Charakter zu verbessern, vorausgesetzt dieser ist ein selbsterstellter Wrestler, da die Stats des AEW-Lizenz-Rosters selbst nicht verändert werden können. Zudem bekommt der Spieler die Möglichkeit weitere Matches bei DARK und Rampage zu bestreiten oder trainieren zu gehen, um Skillpunkte zu gewinnen, doch Vorsicht - ist Dein Charakter nicht in einem passenden Gemütszustand, ist die Verletzungsgefahr hoch!

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Die Story ist nett gemacht, jedoch fehlt jegliche Tiefe. Es wird eine Story angefangen, man bekommt Entscheidungen, ob man etwa einem Stable beitreten möchte, doch nach kurzer Zeit ist diese Story beendet und es startet direkt die nächste. Der rote Faden hinter dem Modus ist jedoch die Titeljagd um die AEW World Championship, das Ziel eines jeden AEW-Talents.

Als Abwechslung zu den regulären Matches bietet „AEW: Fight Forever“ eine große Auswahl an Minispielen, welche an Mario Party erinnern. So gibt es unter anderem ein AEW Pop Quiz, „Penta says“ - eine Adaption des Spiels „Simon says“, Pit Drop und viele weitere. Ein idealer Modus, um gemeinsam mit Freunden oder gegen die KI eine Menge Spaß zu haben.

Auch die Ladezeiten im Spiel fallen positiv auf, da diese kaum vorhanden sind und mit netten Tipps und Zitaten überspielt werden. Was jedoch ebenfalls auffällt - das Spiel besitzt keinen Kommentar, was von den Entwicklern bewusst gewählt wurde, um so die Atmosphäre eines Live-Event Besuches zu erwecken. Auditiv wird das Spielerlebnis von Musik gestützt. Doch auch das Herz aller Hardcore Fans lässt man mit über 40 verschiedenen wählbaren Waffen höher schlagen. Zu den Highlights zählen hier die explodierenden Gaskanister, welche man seinen Gegnern um die Ohren schleudern kann, aber auch die Skateboards, welche Ihr zusätzlich als Fortbewegungsmittel nutzen könnt.

Die Steuerung ist simpel gehalten, so lässt sich diese schnell meistern. Kontra am Spielerlebnis ist jedoch, dass nicht alles erklärt wird. So muss man sich die Steuerung manuell durchlesen, um zum Beispiel zu verstehen, wie man einen Gegner hochhebt, ein grundlegendes Element, welches eigentlich schnell verständlich sein müsste. Steckt man in einem Pin oder einer Submission, ist Button-Smashing angesagt.