Fabio Schäfer (37), bekannt aus „7 vs. Wild“, wagte am Samstagabend den Sprung in den MMA-Käfig. Am Samstag gab Fabio Schäfer bei „We Love MMA 76“ in Berlin sein Käfig-Debüt.
Der Weg zum Debüt
Der YouTube-Star (630.000 Abonnenten) sollte im Weltergewicht gegen Marcel Klos kämpfen. Dann hat Schäfer 672 Tage auf seine zweite Chance gewartet. Denn schon einmal wollte er unter Profibedingungen kämpfen.
Im Februar 2023 sollte es die Schäfer-Premiere bei „NFC12“ gegen Timo Ernst in Bonn geben. Das Duell platzte jedoch in letzter Sekunde.
Schäfer damals im Käfig: „In der Nacht bin ich aufgewacht und habe Panik bekommen. Ich will keine Ausrede erfinden, ich habe einfach nicht die Eier heute in diesen Käfig zu steigen. Es ist wie ein Albtraum und das wird mich noch lange verfolgen.“
Das Publikum reagierte damals teilweise mit Buhrufen, honorierte aber auch die Ehrlichkeit von Schäfer. Im Internet hagelte es Beschimpfungen. Viele nannten den leidenschaftlichen Mountainbiker einen „Feigling.“
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In BILD spricht Schäfer nun exklusiv vor seinem zweiten MMA-Versuch, sagt: „Ich mache das nicht, um mein Ego zu pushen oder weil mich die Leute Feigling nennen. Ich mache das, weil mich dieser Sport schon so lange fasziniert und motiviert.“
Und weiter: „Ich habe diesen Tag der Absage lange bereut. Heute bin ich dafür dankbar. Denn das war eine große Chance für mich auch persönlichen Wachstum. Die Absage hat einen Prozess ausgelöst in mir. Ich habe viel Zeit mit Reflexion verbracht und habe mich bewusst mit Leben im Allgemeinen auseinandergesetzt.“
Damit es im zweiten Anlauf mit seinem MMA-Auftritt klappt, will sich Schäfer nicht ablenken lassen, sagt: „Das war der Fehler. Jetzt möchte ich alles ganz bewusst wahrnehmen. Die Fahrt nach Berlin, das Hotel und alles vor, während und nach dem Kampf. Das Bewusstsein ist das Entscheidende. Es gibt vermutlich keinen Athleten, der sich vor einem Kampf nicht mit seinen inneren Dämonen auseinandersetzen muss. Wenn das jetzt passiert, ist das nicht überraschend für mich und ich werde damit umgehen können.“
Der Kampf gegen Marcel Klos
Der letzte Kampf vor der Pause war das mit Spannung erwartete Duell zwischen Marcel Klos vom RFS Pro-Center Saarbrücken und YouTube-Star Fabio Schäfer, der für MMA Spirit Frankfurt antrat.
Nach einer abtastenden ersten Runde hatte Schäfer in der zweiten Runde leicht die Oberhand und dominierte am Boden. Doch Klos brachte sich mit einem Knie zum Kopf zurück in den Fight. Auch in der dritten Runde schenkten sich beide Fighter nichts, mit leichten Vorteilen für Klos.
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Nach drei spannenden Runde mussten die Ringrichter entscheiden, die 2:1 zugunsten von Klos votierten.
We Love MMA 76 Berlin - Die Fightcard (Auszug)
Für alle Fans des Kampfsports gab es dieses Jahr ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk: We Love MMA gastierte zur 76. Auflage in Berlin.
Viele Fans fieberten auch dem Auftritt von YouTube-Star Fabio Schäfer entgegen. Schon 600.000 Follower hat der Influencer auf seinem Kanal angesammelt, nachdem er durch Formate wie „7 vs. Wild“ bekannt geworden ist. Am Samstag traf er im Käfig auf Marcel Klos.
Auszug aus der Fightcard
| Gewichtsklasse | Kämpfer 1 | Kämpfer 2 |
|---|---|---|
| Mittelgewicht (Titelkampf) | Kevin Hangs (Kampfgeist Gym Reilingen) | Daniel Makin (Lee Gym Hannover) |
| Schwergewicht | Nicolas Djurdjevic (Yoseikan Academy Toulon) | Frederic Vosgröne (Combat and Sports Club Düsseldorf) |
| Weltergewicht | Marcel Klos (RFS Pro-Center Saarbrücken) | Fabio Schäfer (MMA Spirit Frankfurt) |
| Federgewicht | Rahman Magamschapiev (Ta Force Eckental) | Hamidullah Nooristani (MMA Spirit Frankfurt) |
Doch auch 2025 können sich MMA-Fans auf echte Kampfsport-Highlights freuen.
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