Fabio Schäfer: Vom Survival-Star zum Kämpfer und zurück ins Rampenlicht

Fabio Schäfer, ein bekannter Influencer der Mountainbike- und Fitness-Szene, hat sich einen Namen gemacht. Er betreibt einen eigenen YouTube-Kanal und war in Formaten wie "7 vs. Wild" und "Survival Squad" zu sehen.

Frühe Karriere und Durchbruch

1986 in Koblenz geboren, entdeckte Fabio Schäfer früh seine Liebe zu Extremsituationen. Seine Begeisterung für Sport begann in seiner Kindheit, wo er verschiedene Disziplinen wie Kampfsport, Ballsport, Fechten und Leichtathletik ausprobierte. Mit 12 Jahren fand er seine wahre Leidenschaft: das Mountainbiken.

Neben seiner Karriere als Mountainbiker war Fabio Chefredakteur des Gravity Mountainbike Magazines „6undZwanzig“. Zusammen mit Jannik Hammes bildete er das Team All2Ride und produzierte Reisereportagen und Videos für YouTube und Fachzeitschriften.

"Survival Squad" und weitere Projekte

Kaum ein Format begeisterte die YouTube-Gemeinschaft so sehr wie „Survival Squad“. In der Show stürzen sich die zwei ehemaligen Teilnehmer von „7 vs. Wild“, Otto Karasch und Fabio Schäfer, für 30 Tage in die raue Wildnis Kanadas. Bewaffnet mit nur einem Rucksack und einem Messer müssen sie sich selbst alles beschaffen, was für ihr Überleben notwendig ist.

2016 gründete er sein eigenes Modelabel für Mountainbiker namens „Hyped Bock Angriff“. Im vergangenen Juni veröffentlichte er ein Buch mit dem gleichen Titel. Darin erklärt er, dass er eigentlich nie im Mittelpunkt stehen wollte und erst durch sein Hobby, das Mountainbiken, den Weg in die YouTube-Gemeinschaft fand. Seine Videos sollen Menschen motivieren und inspirieren.

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Das Buch erzählt von Outdoor-Abenteuern und gibt Einblicke in Fabios Gedankenwelt, Ängste und das Mindset, das ihn stark macht.

Ausflug in die MMA-Welt

Im Interview sprach Fabio über eine unerwartete Wendung in seinem Leben, als er sich auf seinen ersten MMA-Profikampf vorbereitete. Trotz sechs Monaten intensiver Vorbereitung überkamen ihn kurz vorher Zweifel und Ängste. Die Sorge um seine Kinder und die Vorstellung möglicher bleibender Schäden führten schließlich dazu, dass er den Kampf im Februar 2023 absagte.

Der letzte Kampf vor der Pause war das mit Spannung erwartete Duell zwischen Marcel Klos vom RFS Pro-Center Saarbrücken und YouTube-Star Fabio Schäfer, der für MMA Spirit Frankfurt antrat. Nach einer abtastenden ersten Runde hatte Schäfer in der zweiten Runde leicht die Oberhand und dominierte am Boden. Doch Klos brachte sich mit einem Knie zum Kopf zurück in den Fight. Auch in der dritten Runde schenkten sich beide Fighter nichts, mit leichten Vorteilen für Klos. Nach drei spannenden Runde mussten die Ringrichter entscheiden, die 2:1 zugunsten von Klos votierten.

Private Herausforderungen

Stolze 16 Jahre ging er zusammen mit seiner Frau Lisa Schäfer durchs Leben - jetzt ist alles aus. In einem YouTube-Video sprach er erstmals über die schmerzvolle Trennung, die im Frühjahr stattfand. Laut eigener Aussage habe er die Entscheidung schnell getroffen. Über die genauen Gründe sprach Fabio allerdings nicht. Für viele Fans kam die Trennung völlig überraschend: Zuvor tauchte Lisa immer wieder in seinen Videos auf und unterstützte ihren Mann bei seinen Vorhaben.

Anfang des Jahres machte die ganze Familie mit dem Wohnmobil einen Roadtrip durch die USA. Auf YouTube nahmen sie ihre Fans mit auf die Reise, von der viele nur träumen können. Dann ist plötzlich Schluss. Keine Urlaubsvideos mehr, nichts. Das Traumpaar hatte sich getrennt, wie sich jetzt herausstellt. Warum? „Ich will auch gar nicht so auf die Details eingehen“, so Fabio.

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Gerüchte und Dementi

Stephan Pütz alias „t800“ unterstellt Fabios Frau Liz und dessen Kumpel Kuni einen Seitensprung. Stephan Pütz behauptet hier, dass Fabios Ehefrau mit seinem Kumpel Kuni fremdgegangen sein soll. Fabio selbst hat sich noch nicht dazu geäußert. Der Kommentar ist inzwischen verschwunden.

Ex-Frau Lisa Schäfer dementiert die Vorwürfe gegenüber BILD: „Die Beziehung wurde meinerseits nach 16 Jahren Mitte Januar beendet. Ich habe dabei weder die Beziehung für einen anderen Mann beendet, noch hatte ich eine Affäre. Daher weise ich die Anschuldigungen entschieden zurück.“

Neuanfang

Vor einigen Wochen teilte sie jedoch einen Instagram-Clip, der sie in verschiedenen Situationen ihres Alltages zeigt. In der Bildunterschrift deutete sie bereits an, dass es in ihrem Privatleben Veränderungen gab: "Ich war immer die Tochter, Mutter oder Ehefrau von jemandem. Ich konnte mein Leben nie selbst in die Hand nehmen." Zusätzlich zu den vielsagenden Worten wählte sie die Hashtags "Neuanfang", "Neue Wohnung" und "Neues Leben".

Gefährlichste Situationen und Verletzungen

Auf Sizilien war ich mit einem Freund beim Biken unterwegs und wir wurden überfallen. Mir wurde eine Pistole an den Kopf gehalten. Dann hat der Räuber die Waffe durchgeladen und ich dachte: "Okay, das war's jetzt!" Diesen Bruchteil einer Sekunde habe ich wie in Zeitlupe erlebt. Ich wusste, dass ich nichts machen konnte, und in diesem Moment war so eine Akzeptanz, so ein Frieden in mir, dass ich schon verwundert war, dass mir das keine Angst gemacht hat - wahrscheinlich, weil ich mit mir im Reinen war und das Gefühl hatte, alles gesehen und gemacht zu haben, was ich wollte. Und andererseits super dankbar dafür zu sein, dass ich das alles überhaupt erleben durfte.

Vor einigen Jahren habe ich mir beim Biken in der Wildnis von Utah einen Milzriss zugezogen. Es hat fünf Stunden gedauert, bis wir im nächsten Krankenhaus waren. Mein Kumpel ist mit dem Wohnmobil, mit dem wir unterwegs waren, wie ein Gestörter gefahren, weil er wusste, wie ernst die Situation ist - und ich habe hinten gelegen und versucht, möglichst ruhig zu bleiben. Das war schon knapp, weil ich in den Bauch hineingeblutet habe. In der Notaufnahme bin ich dann kollabiert. Später lag ich viele Tage im Krankenhaus.

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Noch schmerzhafter war, als ich mir 2019 bei einer Bike-Show einen Trümmerbruch am Handgelenk zugezogen habe. Bei einem Vorwärtssalto bin ich mit voller Wucht auf dem Beton aufgekommen. Danach durfte ich mich drei Monate lang nicht mal mehr mit der Hand auf dem Tisch abstürzen. Die Ärzte sprachen damals vom "Worst Case" bei so einer Verletzung, haben mich zum Glück aber wieder zusammengeflickt. Die Reha danach, für die ich teilweise drei Stunden zum Olympiastützpunkt nach Saarbrücken gefahren bin, war schon hart.