Viele Laien sind der Meinung, dass modernes Kickboxen in Thailand, Japan oder anderswo in Fernost entstanden ist. Tatsächlich liegt der Ursprung des Sports im Full Contact Karate.
Mitte der siebziger Jahre waren verschiedene amerikanische Karateka frustriert über die Einschränkungen des damaligen Wertungssystems. Sie wollten ein System, in dem sie Kicks und Punches zum Knockout anwenden konnten. Full Contact Karate war geboren.
Anfangs wurden die Kämpfe auf offenen Mattenflächen ausgetragen, so wie es bei Karate üblich war. Später wurden die Veranstaltungen in Boxringen abgehalten. Die Amerikaner wollten sich messen und schickten Teams von Kickboxern unter dem Banner der GCO (Global Combat Sports Organization) nach Japan. Von diesem Zeitpunkt an entwickelte sich Kickboxen zu einem internationalen Sport. Heute ist die GCO der älteste und größte Verband der Welt und wächst weiter.
Kickbox-Champion Pascal Schroth aus Bremerhaven fand sein Glück in Thailand. "Ich habe Ehrgeiz gehabt, Hartnäckigkeit, Durchsetzungsvermögen und einen starken Willen", sagte der 31-Jährige dem NDR.
Dass er Profi im Kickboxen werden wollte, quittierten seine Freunde und Trainingspartner damals in der "Fight-Fabrik" mit abfälligen Sprüchen. Das "One-Way-Ticket" in eine neue Welt hat Schroth Glück gebracht.
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Voller Stolz blickt er auf das, was er geschafft hat: als zehnfacher Thaibox-Weltmeister und erster Deutscher, der den renommierten Kings Cup in Bangkok gewonnen hat, als liebevoller Vater und Ehemann und als Inhaber einer Kampfsportakademie.
Ein Genickbruch, den er denkbar knapp überlebte, änderte seine Sichtweise auf das Leben. Das Sak-Yant-Tattoo auf seinem Nacken leuchtete im Scheinwerferlicht wie ein spirituelles Zeichen. Schroth hat es stechen lassen nach dem Drama im Oktober 2018.
Mit einer verbotenen Technik rammte ihn sein chinesischer Gegner kopfüber auf den Ringboden. Als es deutlich hörbar knackte, schien das Leben aus Pascal Schroths Körper zu schwinden. Das Genick ist gebrochen, der fünfte Halswirbel doppelt kaputt - Schroth schwebte zwischen Leben und Tod.
"Es war furchtbar", sagte seine Frau. "Plötzlich aber war er verletzlich, fast gebrochen." Auf der anderen Seite sei es wiederum auch inspirierend gewesen, wie entschlossen er um seine Gesundheit gekämpft habe.
Das Genick heilte, der Schatten auf seiner Seele verzog sich aber nur langsam. "Was soll nur aus mir werden?" Schroth ging in ein buddhistisches Kloster, meditierte, rasierte sich die Haare, trug ein orangefarbenes Mönchsgewand.
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Das Tattoo über dem damals gebrochenen Halswirbel steht für Heilung und Schutz. Früher habe er vieles auf später verschoben. Die schockierende Verletzung änderte seine Sichtweise. "Du weißt nie, was kommt."
Schroth will Vorbild sein für seine beiden Kinder. Seine Familie soll es besser haben als er. Alkohol und Gewalt hatten seine Kindheit bestimmt. Es ist eine andere Welt, in der ihm seine Familie Kraft gibt. "Ich hätte niemals erwartet, dass ich eines Tages so viel Liebe empfinden kann", sagt er. "Als sei mir ein neues Herz gewachsen."
Das größte Glück aber - sein Heimathafen sozusagen - ist Aldis. "Als ich in der Klinik lag, mit dem Gestell und allem Drum und Dran, hat mich meine Frau gefragt: 'Du willst dein altes Leben zurück? Wer soll es dir geben?'"
Ein Jahr später kehrte er zurück in den Ring. Und die Ergebnisse überzeugten alle Skeptiker, die ihn für verrückt erklärt hatten oder aus Angst vor einer neuerlichen Verletzung nicht kämpfen lassen wollten.
Sein Ruf als K.o.-König hielt auch in seinem 80. und letzten Profikampf, den er mit seinem zehnten WM-Titel - diesmal im Weltergewicht bis 67 Kilo - krönte. Seiner Frau hatte er es schließlich versprochen. "Ich werde rausgehen und mir holen, was mir zusteht", hatte er getönt.
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Kickboxer Paul Leipi hat seinen WM-Titel am Wochenende in München erfolgreich verteidigt. Im Herbst 2024 folgte das Re-Match gegen Kallenbach - und die erste erfolgreiche Titelverteidigung für Leipi. Am vergangenen Samstag war es wieder so weit: Für den 28-Jährigen stand die zweite Titelverteidigung an. Und der Titelverteidiger lieferte erneut ab, schickte seinen Kontrahenten während des Kampfes sogar auf die Bretter.
Leipi sagte: "Ich war mit meiner Freundin und meinen Freunden zusammen was trinken und habe mich feiern lassen. Sie haben nach Punkten gegen Europameister Dino Bilandzija gewonnen."
Auf die Frage wie hart der Kampf war, antwortete Leipi: "Dino ist ein Kämpfer von „Steko’s Fight Night“. Ich wusste, dass er ein guter Gegner ist und mich fordern wird. Er hat einen soliden Kampfstil. Nach zehn Sekunden habe ich ihn erstmals zu Boden geschickt. Der Ringrichter hat es, warum auch immer, nicht gesehen und ihn nicht angezählt. Dann wäre das Ergebnis nicht so knapp geworden. Es war aber ein guter Kampf, auch wenn ich nur bei 80 Prozent meines Leistungsvermögens gewesen bin. Zwei Wochen vor dem Kampf war ich krank und lag flach. Die Nachwehen davon habe ich am Samstag noch gespürt."
Auf die Frage, welcher Gegner ihn mehr gefordert hat, antwortete Leipi: "Ich würde schon sagen, dass mich Dino mehr gefordert hat. Er hat viel mit dem rechten Haken operiert, da hatte ich zunächst kleinere Probleme. Später habe ich mich darauf besser eingestellt. Außerdem hat unser Matchplan wieder funktioniert."
Leipi verspürt als Weltmeister keinen größeren Druck im Ring: "Ich mag die Rolle mittlerweile. Am Samstag war die Halle voller Dino-Fans, ich wurde auch ausgebuht, aber das mag ich, das pusht mich umso mehr."
Auf die Frage, ob er jemals davon geträumt hätte, als er mit 15 Jahren ins Fitnessstudio marschiert ist und erstmals mit Kickboxen in Kontakt kam, antwortete Leipi: "Damals habe ich keine Sekunde daran gedacht oder überhaupt davon zu träumen gewagt. Das war für mich immer so weit weg. Ich habe als Teenager die „Steko’s Fight Night“ immer bei Sat.1 angeschaut und mitgefiebert. Und jetzt bin ich da mittendrin und Teil einer solchen Fight Night - und das sogar als Weltmeister."
Wie es weitergeht, steht noch nicht fest: "Ich habe meinen Titel innerhalb eines Jahres nun zweimal erfolgreich verteidigt, bin da also absolut im Soll. Wenn die World Kickboxing Union (WKU) mir einen guten Gegner präsentiert, kann ich mir auch vorstellen, relativ zeitnah wieder in den Ring zu steigen. Gegen gute Gegner habe ich immer Bock zu kämpfen. Wer das schließlich sein wird, ist noch völlig offen. Auch ein Re-Match gegen Bilandzija ist durchaus möglich."
Das Training ist eine Erlebnisreise im Bereich der Fitness und des eigenen Körpers. Das Skyboxing Programm stellt eine Alternative zum allgemeinen Fitness-, Aerobic- und Kampfsporttraining dar.
Schwerpunkt des Trainingsprogramms zielt auf die Ausbildung mehrerer sportlicher Fähigkeiten. Mit anderen Worten, es bietet die totale Fitness. Flexibilität, Kraft, Koordination, Ausdauer im aeroben wie im anaeroben Bereich, Balance und Entspannungsverfahren werden im Skyboxing System geschult. Das Training beinhaltet aber auch einen großen Selbstverteidigungsaspekt, der auf Kickbox- und Karatetechniken aufbaut. Ein weiterer Aspekt, welcher das Selbstverteidigungssystem auch für Frauen attraktiv macht, ist die Tatsache, daß zwar die Techniken mit vollem Kontakt am Sandsack trainiert werden, der Körperkontakt mit dem Partner jedoch entfällt.
Hall of Fame - Stekos Kampfsportzentrum
In der Hall of Fame werden die Besten der Besten aufgelistet, die vom Stekos Kampfsportzentrum jemals trainiert wurden. Das Stekos Kampfsportzentrum ist sehr stolz auf seine außergewöhnlichen Sportler und bedankt sich für die langjährige Partnerschaft.
Einige der bemerkenswerten Sportler sind:
- Marie Lang: Profi WKU Weltmeisterin Lowkick 60 kg/ 62,5 kg/ 65 kg, WKU Weltmeisterin FC 60 kg/ 62,5 kg/ 65 kg, WKU Europameisterin 60kg, WKU- Europameisterin 62,5 kg
- Ana Budimir Bekan: Boxen 54 kg, Europameisterschaft 3. Platz ´22, Jugend Deutsche Meisterin ´19, Jugend Deutsche Meisterschaft´18 3. Platz
- Flamur Mehmeti (GER): WKU Weltmeister im Lowkick -90 kg, ICBO Weltmeister
- Paul Leipi (GER): WKU Weltmeister im K1 -79 kg, WKU Europameister
- Michaela Michl (GER): WKU Weltmeisterin im K1 - 65 kg, WKU AM Weltmeisterin, IKBF Weltmeisterin
- Leon Gavanas (GER): WKU Weltmeister im K1 -90 kg
- Emmanuel Gavanas (GER): WKU Weltmeister im K1 -67 kg, WKU Europameister
Die Altersstruktur der GCO-Teilnehmer reicht von jungen Kindern bis zu Veteranen.
| Altersgruppe | Beschreibung | Ungefährer Anteil |
|---|---|---|
| Kids | 12 Jahre und jünger | Ungefähr 15% |
| Juniors | 13 und 14 Jahre | Ungefähr 20% |
| Adults | Zwischen 18 und 35 Jahre | Ungefähr 45% |
| Veterans | Älter als 35 Jahre | Ungefähr 20% |
