Im Judo gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Wurftechniken. Vergleicht man diese untereinander, so lassen sich trotz zahlloser Unterschiede in den Details in den einzelnen Bewegungsphasen prinzipielle Gemeinsamkeiten in den Hauptfunktionsphasen feststellen.
Feger und Sichel sind Würfe. Im Sambo wird ein Feger mit der Fusssohle (Fussfeger) oder mit dem Bein (Bein-/Hüftfeger) gemacht, und eine Sichel mit dem Bein.
Der Fußfeger wird mit der Fußsohle durchgeführt und ist gegen das gerade zu belastende Bein gerichtet. Die Sichel wird mit dem Bein gegen das belastete Bein geführt. Bei allen Wurftechniken ist zuvor ein Gleichgewichtsbruch zu initiieren.
Die kleine Außensichel würde im Sambo auch Feger heißen. Es ist nur ein sprachliches Problem.
Halt ein Wurf in zwei Varianten, aber eins bleibt dabei Fakt: gesichelt wird das belastete Bein und gefegt wird das unbelastete Bein.
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Eine Sichel ist ein Gerät, das stabile Stangen abknickt. Damit erklären sich Feger und Sichel von alleine. Da die Stabilität massgeblich durch die Beine des Gegners bestimmt wird sind diese natürlich Hauptangriffspunkt.
Wurfprinzipien
Bei allen Wuftechniken ist zuvor ein Gleichgewichtsbruch zu initiieren.
- Ukes sich bewegendes Bein wird in Bewegungsrichtung weitergeleitet, gefegt. Der Wurfansatz erfolgt in dem Moment, in dem Ukes Bein gerade abhebt bzw.
- Ukes vorwärts kommendes oder stehendes Bein wird unterhalb des Körperschwerpunktes mit der Fußsohle oder der Beininnenseite blockiert oder gestoppt.
Die japanische Terminologie im Judo
Judo wurde ursprünglich in Japan entwickelt und fand seinen Weg erst später nach Europa, daher werden die Judo Begriffe bis heute japanisch gesprochen. Auch die Judo Zeichen auf den Gürteln der Judoka oder am Eingang des Dojos sind japanisch und wurden im Lauf der Zeit zwar übersetzt, werden aber aus Tradition weiterhin in ihrer originalen Sprache geschrieben.
Da eine wortwörtliche Übersetzung japanischer Redewendungen und Schriftzeichen ins Deutsche sehr schwierig ist, können für manche davon verschiedene Übersetzungen existieren.
Einige Beispiele für japanische Begriffe im Judo:
| Japanisches Wort | Deutsche Übersetzung |
|---|---|
| Hajime | Beginnen |
| Mate | Aufhören/Lösen! (Kampfrichterbefehl) |
| Sono-mama | Nicht bewegen! (Kampfrichterbefehl) |
| Yoshi | Weiterkämpfen! |
Generell gilt: Der Wortschatz des Judoka wächst mit seinen körperlichen Fähigkeiten. Lernt also die Grundlagen und der Rest kommt mit der Zeit.
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Kodokan Judo
Since the establishment of Kôdôkan jûdô, jûdô has become something that should be studied not only as a method of self-defence but also as a way of training the body and cultivating the mind.
Die Techniken des Kodokan-Judo sind definiert - aber nicht durch ihre Namen, sondern durch ihr "Wirkprinzip", durch Ihre Wurfidee (ein in Deutschland mitunter gebrauchter Begriff) im japanischen durch ihr "riai". "Ri" kann man mit "Prinzip" übersetzen, aber "Theorie" oder "Grundidee" trifft es genauso, bzw. bietet nicht so viel fundamentalistische Versuchung. "Ai" heißt Harmonie" oder auch "Übereinstimmung".
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