Die Geschichte des Judo beim SV Motor Wolgast

Der SV Motor Wolgast 1949 ist ein bekanntes und renommiertes Mitglied in der Sportlandschaft von Wolgast und gehört zu den beliebtesten Vereinen. Im SV Motor Wolgast 1949 findet man eine große Gemeinschaft von engagierten Sportbegeisterten.

Die Anfänge des Judo in Wolgast

Die Geburtsstunde des Wolgaster Judosports schlug in den 1950er Jahren in der Turnhalle des Gymnasiums am Lustwall. Im Jahre 1955 versuchten zwei gute Turner, Ulli Ziemann und Günter Seehagen, Judogriffe einzuüben. Sie hatten sich aus Turnmatten eine weiche Fläche zusammengeschoben, um Uki Goshi, Tomoe Nage oder Fallübungen zu trainieren. Einer hatte eine Judojacke um, beide waren in kurzen Hosen eifrig bei der Sache. Aus diesem Duett sei später ein Trio geworden.

Diese Interessengruppe wurde immer größer, so dass sich die etwa 20 jungen Männer am 4. Mai 1956 zur Sektion Judo in der BSG Motor Wolgast zusammenfanden. Nach dem Gründungsjahr der Sektion Judo 1956 wurde zwei Jahre später, im Jahre 1958, der Umzug von der Halle des Gymnasiums am Lustwall zur Trainingsstätte am Wolgaster Hafenbahnhof realisiert. Hier begann die eigentliche Ära der Wolgaster Judokas.

Diese neue Trainingsstätte, die als solche erst einmal hergerichtet werden musste, wurde immer wieder aus- und umgebaut. Und zwar entsprechend der Erfordernisse und der Bedürfnisse der Sportler sowie der materiellen und finanziellen Möglichkeiten. Nicht unerwähnt soll bleiben, dass der VEB Peene-Werft und die Stadt erhebliche Mittel beisteuerten. Den Zeitraum bis 1960 kann man als Aufbauphase der Sektion und die des „Hineinfühlens“ in den Judosport bezeichnen.

Nicht nur was das Sporttechnische betraf, denn Kyu-Prüfungen mussten zunächst in Rostock abgelegt werden. Bei den Mitgliedern waren darüber hinaus auch immer wieder handwerkliche Fertigkeiten gefragt.

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Frühe Wettkämpfe und Erfolge

1957 fanden erste Freundschaftskämpfe statt. Am 15. Juni 1957 um 20 Uhr wurde im Klubhaus das zweite Kreis-, Sport- und Kulturfest durch den Vorsitzenden des Kreis-, Turn-, und Sportbundes, Genossen Wachlin, eröffnet. Danach sahen erstmalig etwa 200 Wolgaster einen Judo-Freundschaftskampf, ausgetragen von unserer Judo­ Sektion gegen HSG Rostock und HSG Greifswald.

Den ersten Mannschaftskampf gewann HSG Rostock gegen HSG Greifswald 9:3. Den zweiten gewann unsere Sektion gegen Greifswald 9:3 und gegen Rostock ebenfalls 9:3.

Am 20. Oktober 1957 fand im Gymnastiksaal der Neptun-Schwimmhalle in Rostock die Bezirkseinzelmeisterschaft der Jugend und Männer im Judokampfsport statt. Unsere Judokas standen alle zum ersten Mal bei Bezirkseinzelmeisterschaften auf der Matte. Gekämpft wurde nach dem System jeder gegen jeden.

1960 begann das Jahr mit einem Paukenschlag: Eberhard Neas wird DDR-Meister in der Jugend! Für die kleine Stadt Wolgast war das sensationell. Dadurch geriet die Sektion in den positiven Fokus der Bevölkerung. Ein weiterer Effekt war, dass viele Kinder und Jugendliche Judo lernen wollten. Sie strömten zum Training in die Halle am Hafen und wollten auch DDR-Meister werden.

Es folgten 1962 Jürgen Quade sowie 1963 Peter Jahnke, die DDR-Titelträger in ihrer Altersklasse wurden. Drei Jahre später, als mit Klaus Heyn bei den Männern ein weiterer Wolgaster die Gold­medaille im Leichtgewicht bei DDR-Meisterschaften gewann, war allen Sportbegeisterten klar, dass in der Sektion Judo eine ausgezeichnete Trainingsarbeit geleistet wurde. Und die Erfolge rissen nicht ab.

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Spätestens mit dem Gewinn des Bezirksmannschaftsmeistertitels im Jahre 1962 wird Wolgast neben Rostock und Ribnitz als die Judo-Hochburg im Bezirk Rostock der DDR anerkannt. Neben Arno Kroll als Mannschaftsleiter, der damals bereits den 1. Dan trug, waren Arnold Weber, Klaus Heyn, Gerhard Berg, Rudi Schulz und Werner Hanmann am Titelgewinn beteiligt.

Noch im Jahr 1960 warb die Sektion auch in der Peene-Werft-Zeitung „Das Bullauge“ um Mit­glieder. Hier war u.a. folgendes bei einem lnterview mit Arno Kroll zu lesen: „Im Jahr 1960 wurden in unserer Sektion folgende Gürtelprüfungen abgelegt: 15 Judokas den V.Kyu (gelb), zehn Judokas den IV. Kyu (orange), drei Judokas den III. Kyu (grün), fünf Judokas den II. Kyu (blau) und ein Judoka den I. Dan (schwarz).

Da wir 1960 einige gute Kämpfer zur NVA, zur Erlernung des Waffenhandwerks, delegierten, können wir uns für das Wettkampfjahr 1961 noch keine guten Chancen ausmalen. Wir werden uns aber bemühen, vom 3. zum 2. oder 1. Platz in der Bezirksliga zu gelangen.“ Weiter ist in dem Beitrag zu lesen: „Für unsere Jugend sieht es 1961 nicht so gut aus, da wir mit dem Nachwuchs von 14 bis 16 Jahren in allen Gewichtsklassen Schwierigkeiten haben.

„110 Judokas aus allen Teilen unserer Republik bewarben sich jüngst (1963) um den Deutschen Meistertitel im Judo. Die interessantesten Kämpfe standen am Sonntag auf dem Programm, wobei sich bei den schweren Männern die beiden Europameister Nitz (SC Dynamo) und Niemann (ASK Vorwärts) durchsetzten.

Am Sonntag, dem 12. April 1964, fand im Wirtschaftsgebäude ein DDR-offenes Judoturnier statt. Die Bezirke Neubrandenburg, Schwerin, Rostock und Frankfurt/Oder nahmen daran teil. 75 Judokas stellten sich in den einzelnen Gewichtsklassen. Während im Feder- und Leichtgewicht „jeder gegen jeden“ antreten musste, wurde im Welter-, Mittel-, Halbschwer- und Schwergewicht nach dem Vier-Minus-System gekämpft.

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Am 10. und 11. Juni 1967 fanden in Neustrelitz die Deutschen Meisterschaften statt. Teilnehmer waren Judokas der Mei­sterklasse und die Bezirksmeister.

Arno Kroll: Eine prägende Figur

Arno Kroll hat in Wolgast Geschichte geschrieben. Auf dem Neujahrsempfang der Stadt Wolgast Anfang Januar 2012 war er ausgezeichnet worden, sich in das Goldene Buch der Stadt Wolgast eintragen zu dürfen. Aus Krankheitsgründen konnte der Senior an diesem Festakt nicht teilnehmen. Im März desselben Jahres wurde es nachgeholt. Nicht im Rathaus, sondern im Sportforum, seinem zweiten Zuhause.

Umgeben von dutzenden Pokalen, Medaillen, Fotos und Urkunden, die während seines fast 60-jährigen Wirkens für den Verein Motor Wolgast erkämpft wurden, setzte Arno Kroll seine Unterschrift. Nein, nicht im Anzug. Der damals 83-Jährige empfing Bürgermeister Stefan Weigler und Ratspräsidentin Brigitte Grugel im Kimono, der Kampfkluft der Judokas. Ein rot-weißer Gürtel, der 7. Dan, komplettierte sein Outfit.

Arno Krolls Wirken für den Wolgaster Sport ist außergewöhnlich. Er war 1956 Mitbegründer der Sektion Judo in der BSG Motor Wolgast, zudem Kampfrichter, Lehrwart, Präsidiumsmitglied des Deutschen Judoverbandes, Leiter der Graduierungskommission oder Mannschaftsleiter bei zahllosen Wettkämpfen. Und er war ein Trainerfuchs allererster Güte.

Für seine Verdienste hat er zahlreiche Ehrungen erhalten. Viele Talente reiften unter seinen Händen zu geachteten Wettkämpfern. Sie errangen bei nationalen und internationalen Wettkämpfen in der DDR, im Bezirk Rostock, im Land MV, in Deutschland und Europa Edelmetall.

In den 57 Jahren seines Schaffens als Judo-Lehrer hat Arno Kroll über 2000 Kindern und Jugendlichen das Abc des Judokampfsports beigebracht. Aus seinen Schützlingen wurden Trainer, Sportlehrer oder geachtete Persönlichkeiten.

Trainer ist er bis zu seinem letzten Tag, am 30. Mai 2012, kurz vor seinem 84-jährigen Geburtstag, geblieben. Auch wenn ihm seinerzeit - körperlich gehandikapt - der Gang zum Sportforum sehr schwer fiel. Co-Trainer Manfred Schmidt und andere ehemalige Aktive, wie etwa Egon Burmeister, standen ihm damals dankenswerterweise auch als Freunde und Helfer bis zu seinem Tode zur Seite.

Arno Kroll bleibt fest im Gedächtnis der Wolgaster Judokas.

Die Kinder- und Jugendspartakiaden

Die Kinder- und Jugendspartakiaden waren zu DDR-Zeiten regelmäßig veranstaltete Sportwett­kämpfe, die zur frühzeitigen Erkennung potenzieller Leistungssportler dienten. Die Spartakiaden waren, zusammen mit den Kreis-, Bezirks- und DDR-Meisterschaften sowie seinerzeit dem Pionierpokal, die wichtigsten sportlichen Wettbewerbe im Kinder- und Jugendbereich der DDR.

Es fanden Vorwettkämpfe, Kreisspartakiaden, alle zwei Jahre Bezirksspartakiaden und die zentralen DDR-Spartakiadewettkämpfe statt. Nach der Wende brachen die Organisationsstrukturen der Spartakiaden zusammen. In unseren östlichen Bundesländern werden inzwischen offene Kinder- und Jugendsportspiele durchgeführt, die sich auf die Tradition der Kinder- und Jugendspartakiade beziehen, allerdings nur auf Ebene der Landkreise.

Unter den vielen Wettkampfformen im Kinder- und Jugendsport stellten die Spartakiadewettkämpfe die Krönung dar. Im Bild die Schülermannschaft im Judo, Gruppe A, die den 3. Platz von 1962 während der Wettkämpfe bei der V. Pionier­spartakiade im August erfolgreich verteidigt.

Aktuelle Situation und Erfolge

Der Verein nahm an allen Landesmeisterschaften sowie Turnieren teil. Mit Mark Cagava, Nils Drühl und Leonie Behm haben wir 3 Landeskader, die regelmäßig am Training mit den Landestrainern teilnehmen. Nina Lietz ist seit dem 01.09.2024 zur Sportschule nach Schwerin gewechselt. Ihr wünschen wir Erfolg in der weiteren Laufbahn.

Es wurde eine gute Zusammenarbeit mit den Medien (Presse und Fernsehen) organisiert, um die Arbeit und die Erfolge des Vereins darzustellen und präsent zu sein. Damit wurde eine hohe Medienwirksamkeit erreicht.

In der Öffentlichkeit wurden mehrere Judovorführungen als Sportwerbeveranstaltungen durchgeführt, um den Judosport bekannter zu machen und neue Mitglieder zu gewinnen. Hierbei waren die Trainer Oliver Rinke sowie Sven und Nico Reinke immer bereit, den Verein zu vertreten.

Zielgerichtete Arbeit und Unterstützung zur Integration sozial benachteiligter Kinder und von Migranten und deren Einbindung in den Trainings- und Wettkampfbetrieb war eine Aufgabe des Vorstands und der Trainer.

Als Verein können wir berichten, was wir in den vergangenen Jahren alles getan haben, um erfolgreich zu sein. Hier ein paar Bespiele:

  • In der Coronazeit ist es uns gelungen, mit unserem Beitrag „Seid Judo - bleibt Judo“, der unter Mitarbeit unserer Eltern und Kämpfer entstand, und von Maik Raunick zusammengefasst wurde, bis in die Medienabteidlung des DJB zu schaffen. -Eine tolle Sache.
  • Es entstand der Carport für unseren Vereinsbus.
  • Renovierung des Dojo sowie des Flures durch unsere „alten Herren“ und einiger Eltern.
  • Mit unserer Wettkampftechnik gehören wir unter den Vereinen in MV zu den Spitzenclubs.
  • Wir haben neue Wettkampftaschen sowie Caps und einen Gasgrill angeschafft.
  • Höhepunkte sind unsere Turniere zu Ostern, Nikolaus sowie das Arno-Kroll-Turnier.

Unsere jährlichen Sommerfeste, die Kinderweihnachtsfeier und die Jahresabschlussveranstaltung für die Erwachsenen Mitglieder auf der Kegelbahn sind feste Bestandteile unseres Jahresplanes. Eine Bereicherung unseres Vereinslebens war die unter Leitung von unserem Sportfreund Gerhard Jürgens organisierten und durchgeführte Imbissversorgungen zu den Turnieren. Auch hier ein Dank an alle Unterstützer.

Gut entwickelt hat sich die Elternsportgruppe, die durch Nico und Sven Reinke geleitet wird. Es gab Kyu-Prüfungen und immer wieder kommen Eltern dazu, die den Judosport erlernen möchten. Dank an die genannten Trainer.

Bei der Spendenaktion 2023 der OZ war die Abteilung mit einem Projekt vertreten und konnte 1500,00 € in Empfang nehmen. Mein besonderer Dank bei dieser Aktion geht an Sven Drühl sowie Pirusa Shahbazyan mit ihren Kindern Nils, David und Hayk.

Jetzt ein paar Worte zu unserer Trainingsgruppe der „alten Herren“ unter der Leitung von Sportfreund Hans-Jürgen Glockner. Es wird regelmäßig an jedem Dienstag trainiert. Einmal im Jahr gibt es ein Traditionstreffen bei Wildschweinbraten und Bier bei Sportfreund Oehmichen in Jägerhof.

Da unsere Vereinsvorsitzende Ulrike Dämering heute bei uns ist, möchte ich mich für die sehr gute Zusammenarbeit mit ihr und ihrem Vorstand bedanken. lch konnte mich mit jedem Problem ansie wenden und wir haben gemeinsam immer eine Lösung gefunden.

Ich möchte auch nicht vergessen zu erwähnen, das wir so erfolgreich sind, ist auch unseren Sponsoren und ihren jährlichen Zuwendungen zu verdanken. Höhepunkt war der Sponsorenvertrag mit der WoWi Wolgast, der über 3 Jahre läuft und in diesem Jahr endet. Es gibt aber gute Nachrichten von der WoWi, dass der Vertrag verlängert wird.

Bevor ich eine Einschätzung der Arbeit des Vorstands gebe, möchte ich mich bei allen Mitgliedern der Abteilung Judo für die gute Zusammenarbeit bedanken. Eigentlich müsste ich jetzt alle Namen einzeln nennen, aber das würde zu weit führen, deshalb danke ich allen, die immer mit Einsatz und Willen für unseren Verein da sind, denn ohne diese Aktivitäten geht es einfach nicht.

Zu meiner eigenen Einschätzung nur soviel: ich habe versucht, die Aufgaben des Vereins in die richtigen Rahmen und Bahne zu lenken und habe den Verein nach besten Wissen und Gewissen zu führen versucht. Sollte ich jemanden zu nahe getreten sein, bitte ich um Nachsicht. Ihr wisst ja - Das Alter.

Nun noch ein kleiner Ausblick auf das Jahr 2026. Da heißt es dann „70 Jahre Judo in Wolgast“. Der Vorstand wird versuchen, 3-4 Veranstaltungen im Jubiläumsjahr zu organisieren. Dazu werden wir ein Organisationskomitee zusammenstellen und unsere Vorstellungen unter einen Hut bringen.

Am 18. Januar trafen sich unsere Wolgaster Judoka in Neuenkirchen zum 20. Neujahrsturnier des JSV. Auch unsere ganz kleinen Sportler stellten sich der Herausforderung und meisterten sie gut. Das kleine feine Turnier wurde diesmal Live übertragen von „Judo Fanpage Nürnberg“. Es kämpften im Turnier die Altersklassen U7, U9, U11 und U13. Alle unsere Judokas konnten durchweg stolz auf ihre Leistung sein. Wir sagen Danke an die Trainer und mitgereisten Eltern die tatkräftig unterstützten.

Am 10. Januar machten sich eine kleine Auswahl unserer Judoka auf nach Jena zum 28. Sparkassenpokal. Mit 798 Kämpfern aus 75 Vereine u.a. aus Österreich und Tschechien, war das Turnier gut besucht. Unsere Truppe bestand aus Gustav, Nils, Black, Johann, David und Bennett und unseren mitgereisten Freunden vom SG Medizin Bansin, Paul und Pia. Mit dabei war unser Vorsitzender Holger Bähr und Sven Reinke in seiner Funktion als Trainer, der all unsere Kämpfer tatkräftig unterstützte. Danke auch an die Eltern, die unser Team begleitet haben.

In der U9 hatten wir einen sehr guten Beginn. Charlotte holte Gold. In der U11 holten Johann Silber und Bennett Bronze. Die Goldmedaillien richtig abgeräumt hat dann unsere U15 mit 4 Siegen. Durch Ippon überzeugte einmal mehr Leonie. Sie beendete alle Kämpfe vorzeitig. Auch Nils kam zu einem überzeugenden Sieg nach 3 Kämpfen und nahm die Goldmedaillie in Empfang. Ebenfalls erfolgreich waren David mit Gold und Hayk mit Silber in Schwerin. In der Mannschaftswertung erreichten unsere Judokas den 2.

Überblick über die Medaillengewinner

Hier ist ein Überblick über die Medaillengewinner bei den Kinder- und Jugendsportspielen:

  • 🥇 Leon S.
  • 🥇 Artur T.
  • 🥇 David S.
  • 🥇 Bennett H.
  • 🥇 Gustaf R.(u13,u15)
  • 🥇 Hayk S.(u13,u15)
  • 🥇 Daria G.
  • 🥇 Melia K.
  • 🥇 Artur R.
  • 🥇 Johann K.(u13)
  • 🥈 Karl Oskar S.
  • 🥈 Johann K. (u11)
  • 🥈 Ben-Luca N.
  • 🥈 David S.

Das Arno-Kroll-Gedenkturnier

Am Samstag, dem 06. Juni 2015, fand zum zweiten Mal das Arno-Kroll-Gedenkturnier in Wolgast statt. Der SV Motor Wolgast hatte eingeladen und viele Vereine waren gekommen, um die besten Judoka der Altersklassen U11 bis U15 zu ermitteln. Als erstes fand sich die U11 auf der Matte ein.

In der U13 starteten Lilly, Finnja, und Matthi. In der U15 gingen abschließend noch Lyssi und Jonas auf die Matte. Alles in allem war es wieder ein tolles Turnier mit spannenden Begegnungen in einem schönen Rahmen und auch der Imbiss soll an dieser Stelle noch Erwähnung finden.

Entwicklung des Judo in Senftenberg

Im Jahr 1960 gab es in der Sportgemeinschaft (SG) Dynamo Senftenberg bereits Judobegeisterte Sportler. 5 Sportfreunde übten unter der Aufsicht und Anleitung des Polizeihelfers Hartmann (50 Jahre) die Würfe und Techniken. Durch das VPKA wurde Sportfreund Sobe, 2. Kyu, als Verantwortlicher für diese Gruppe benannt, der Peter Dzialek (5. Kyu) die Aufgabe übertrug die Judoka zu trainieren.

Die Judomatten waren mit Seegras- oder Rosshaar gefüllt, mit einer Seitenlänge von 2 x 3 m, auf die eine Plane aus grobem Leinen gelegt wurde. Nachteilig war, dass die Füllung ständig verrutschte. Die entstehende Judo- Sektion wurde im Rahmen der SG Dynamo Senftenberg von der Abteilung Kriminalpolizei betreut. Der Chef der Abteilung war meist auch Sektionsleiter. Trainiert wurde zuerst im Sportraum des Pionierhauses. Dies war aber keine Dauerlösung.

Im Sommer 1964 wurde das erste Trainingslager in der Vereinsgeschichte durchgeführt. Geschlafen wurde im Großen Mannschaftszelt. Die Matte war auf der Wiese aufgebaut, bei Regen trainierte man in der nahe gelegenen Jugendherberge. Das Training wurde von Heinz Knecht (1. Kyu) aus Doberlug geleitet.

Die Männermannschaft hinterließ einen sehr guten Eindruck und wurde Sieger des Turniers. Die Männermannschaft der SG Dynamo Senftenberg belegte den 2. Platz bei den Bezirksmeisterschaften. Durchgeführt von Bezirkskampfrichter Klaus Kliem.

Die Mannschaft der SG Dynamo Senftenberg galt zwar als Außenseiter, aber man hatte sich vorgenommen, gegen die besten Mannschaften der DDR ehrenvoll abzuschneiden. Die erste Runde gegen die Mannschaft der TU Karl-Marx-Stadt konnte durch sehr gute kämpferische Leistungen mit 4:1 gewonnen werden. Die nächste Runde gegen Motor Wolgast ging verloren. Das war der 7. Platz in der Endabrechnung.