Karat ist ein traditioneller Begriff, der im Schmuckbereich verwendet wird, um den Goldanteil in einer Legierung anzugeben. Dieser Anteil wird in 24tel Gewichtsanteilen ausgedrückt. Karat wird heute nur noch bei Goldschmuck verwendet.
24 Karat entspricht reinem Gold. Ein Schmuckstück mit 8 Karat enthält etwa ein Drittel reines Gold, während 1 Karat einem Goldanteil von 1/24 des Gesamtgewichts entspricht, was ungefähr 4,167 Prozent reinen Goldanteil bedeutet.
Heute wird die Angabe in Karat jedoch als veraltet betrachtet und häufig durch den Feingehalt in Promille ersetzt.
Der Feingehalt oder auch Feinheit bezeichnet den Anteil eines Edelmetalls in einer Legierung, angegeben in Tausendteilen (Promille) des Gesamtgewichts. Diese Angabe ist heute der Standard, auch im Schmuckbereich.
Sowohl Karat als auch Feingehalt beschreiben den Anteil von reinem Gold in einer Legierung. Während der Feingehalt in Tausendteilen (Promille) angegeben wird, erfolgt die Karat-Angabe in 24er Teilen.
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Karat und Feingehalt sollten nicht mit absoluten Angaben zum Gewicht, wie der Feinunze oder dem Feingewicht, verwechselt werden. Während Karat und Feingehalt den Anteil des reinen Goldes in einer Legierung angeben, beziehen sich Feinunze und Feingewicht auf das tatsächliche Gewicht des enthaltenen Edelmetalls.
Laut § 5 des Gesetzes über den Feingehalt von Gold- und Silberwaren muss der Reinheitsgrad auch bei Schmuck in Promille angegeben werden.
Bei Münzen und Barren wird der Goldanteil traditionell immer in Promille ausgewiesen.
Karat gibt es auch bei Diamanten, allerdings bezieht sich die Angabe dort auf ein absolutes Gewichtsmaß. 1 Karat bei Diamanten entspricht exakt 0,2 Gramm. Ein Diamant mit 5 Karat wiegt also genau 1 Gramm.
Reines Gold ist zwar sehr wertvoll, aber auch weich und daher anfällig für Kratzer. Um es widerstandsfähiger zu machen, werden oft Goldlegierungen verwendet, besonders im Schmuckbereich. Durch das Beimischen von Metallen wie Kupfer, Zink, Nickel, Silber oder Palladium können sowohl die Eigenschaften als auch das Aussehen des Goldes verändert werden.
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Die Angaben zu Karat oder Feingehalt geben den Anteil des reinen Goldes in einer Legierung an, auch bekannt als Reinheitsgrad. Diese Werte informieren über die Goldqualität und ermöglichen eine grobe Wertbestimmung von Goldprodukten.
Wo finde ich diese Hinweise zum Goldgehalt?
Der Goldgehalt wird bei Schmuckstücken durch eine Punzierung angezeigt - ein kleiner Stempel an einer unauffälligen Stelle des Schmuckstücks. Diese Punze war früher nicht zwingend vorgeschrieben, aber heute ist sie bei den meisten Goldwaren üblich.
Der Goldgehalt kann entweder in Karat oder als Feingehalt in Promille angegeben werden.
Bei Goldbarren und Goldmünzen gibt in der Regel eine deutlich sichtbare Prägung Auskunft über den Feingehalt.
Angenommen, eine Goldkette hat ein Gesamtgewicht von 15 Gramm. Wenn die Punzierung nur eine Karat-Angabe enthält, können Sie in der Goldtabelle nachsehen, welcher Karat-Wert welcher Feinheit in Promille entspricht.
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Um den reinen Goldanteil in Gramm zu berechnen, multiplizieren Sie das Gesamtgewicht mit dem entsprechenden Promille-Wert. So ermitteln Sie den exakten Anteil des reinen Goldes im Schmuckstück.
Weltweit gibt es unterschiedliche Vorlieben bei den Reinheitsgraden von Gold. Auf dem nordamerikanischen Kontinent ist das eher blasse, aber kratzfeste 585er Gold (14 Karat) besonders populär. Im arabischen Raum bevorzugt man 21 Karat Gold für die Schmuckherstellung, während in Indien oft 22 Karat verwendet werden. In China findet man sogar 24 Karat Goldschmuck, der als „Chuk Kam“ (volles Gold) bezeichnet wird.
In Deutschland ist Goldschmuck zwischen 8 und 18 Karat typisch, was einem Feingehalt von 333 bis 750 in Tausendsteln entspricht. Außerdem gibt es hierzulande gesetzliche Regelungen, die einen Mindest-Goldgehalt vorschreiben, damit Schmuck als Gold verkauft werden darf.
Karat (abgekürzt als „K“ oder „kt“) ist eine Maßeinheit, die den Anteil von reinem Gold in einer Goldlegierung angibt. Karat wird häufig verwendet, um den Goldgehalt in Schmuck, Münzen und anderen Goldgegenständen zu messen und zu kennzeichnen.
Ein Karat entspricht einem Zwanzigstel (1/20) des Gesamtgewichts der Goldlegierung. Mit anderen Worten, wenn Sie von einem 24-Karat-Gold sprechen, bedeutet dies, dass das Gold zu 100 Prozent rein ist, da 24/24 Karat reinem Gold entsprechen.
Die Punzierung - oder auch „Punze“ - in der Goldlegierung bezieht sich auf das Anbringen von Stempeln oder Markierungen auf Goldschmuck oder Goldmünzen, um Informationen über die Goldlegierung und andere wichtige Details zu kennzeichnen. Diese Markierungen sind entscheidend, um die Echtheit und Qualität des Goldes zu überprüfen und sicherzustellen.
Goldlegierungen werden hergestellt, um die natürliche goldene Farbe des reinen Goldes zu variieren. Dies ermöglicht die Schaffung von Goldschmuck in verschiedenen Farbtönen, einschließlich Gelbgold, Weißgold und Roségold, je nach den Vorlieben der Verbraucher.
Reines Gold (24 Karat) ist sehr weich und anfällig für Kratzer und Verformungen. Durch Zugabe von anderen Metallen wie Kupfer, Silber oder Palladium wird die Härte und Haltbarkeit von Gold erhöht.
Bestimmte Goldlegierungen werden in der Elektronikindustrie verwendet, aufgrund ihrer hervorragenden Leitfähigkeit für Elektrizität und ihrer Korrosionsbeständigkeit. Beispielsweise werden sie in der Medizin für Implantate und medizinische Geräte verwendet, aufgrund ihrer Biokompatibilität und ihrer Fähigkeit, korrosionsbeständig zu sein.
Farbgoldlegierungen
Farbgoldlegierungen sind Goldlegierungen, die speziell entwickelt wurden, um verschiedene Farbtöne im Vergleich zum traditionellen Gelbgold zu erzielen. Diese Legierungen werden in der Schmuckherstellung verwendet, um eine breite Palette von ästhetischen Optionen für Juweliere und Schmuckdesigner zu bieten.
Weiß- bzw. Weißgold ist eine Goldlegierung, die einen silbrigen Farbton hat. Sie wird auch für die Herstellung von Luxusuhrengehäusen genutzt und verleiht den Uhren ein elegantes und ansprechendes Aussehen.
Um dies zu erreichen, wird Gold mit Metallen wie Nickel, Palladium oder Platin in eingemischt. In einigen Fällen kann auch Zink oder Silber verwendet werden, um den Farbton leicht anzupassen. Der genaue Anteil und die Art des beigemischten Metalls können die Farbnuance und die Eigenschaften der Legierung beeinflussen. Typischerweise enthält Weißgold 14 Karat (58,3 % Gold) oder 18 Karat (75 % Gold) Gold.
Die feminine Erscheinungsform des Goldes im rosafarbenen Mantel hat einen kennzeichnenden warmen Glanz, der durch Verschmelzung von Kupfer und Gold zustande kommt. Der rosafarbene Farbton von Roségold variiert je nach Kupfergehalt und kann von einem zarten Rosa bis zu einem tiefen Rot reichen.
Roségold kann durch spezielle Legierungstechniken und Oberflächenbehandlungen weiter verfeinert und angepasst werden, um unterschiedliche Farbtöne und Oberflächenstrukturen zu erzeugen.
Gelbgold ist eine der königlichsten und reinsten Legierungsformen. Seine gelbe Farbe reflektiert den reichhaltigen Goldgehalt und eignet sich hervorragend, um Schmuckstücke wie Ringe, Halsketten, Ohrringe oder Armbänder herzustellen.
Gelbgold enthält 14 Karat (58,3 % Gold) oder 18 Karat (75 % Gold) Gold. Um den charakteristischen gelben Farbton zu erzielen, werden in der Regel Silber und Kupfer in die Legierung eingemischt.
Grüngold oder Blaugold wird gelegentlich für Schmuck verwendet, insbesondere für individuelle und avantgardistische Designs. Für den charakteristischen Grün- oder Blaufarbton werden üblicherweise Kupfer, Silber, Cadmium, Kobalt in speziellen Proportionen hinzugefügt.
Silber, Nickel, Kupfer z. B. Goldlegierungen haben dem Edelmetall Gold unschlagbare Eigenschaften angeeignet, um dem schimmernden Edelmetall ein neues Image zu verpassen. Den obwohl ihm alle Farben stehen und es sich in Verbindung mit Kupfer, Nickel oder Silber als hochwertiges Schmuckstück präsentiert, lassen sich die Fähigkeiten in der Elektrobranche und der Medizin um ein vielfaches verbessern.
21 Karat Gold
875 Gold ist eine Goldlegierung mit einem Feingehalt von 87,5 %. Dies entspricht 21 Karat. 875er-Gold ist eine beliebte Goldlegierungen für hochwertigen Schmuck. 875er-Gold ist aufgrund des hohen Goldgehalts sehr haltbar, allerdings auch recht weich.
Daher sollte man sehr achtsam mit den Schmuckstücken umgehen, um diese nicht zu beschädigen oder zu verbiegen.
875er-Gold hat einen schönen, leuchtenden Glanz. Es ist ein beliebtes Material für Schmuck, da es elegant und stilvoll aussieht.
Gold ist ein wertvolles Material, das seinen Wert über die Zeit behält. 875er-Gold ist daher eine gute Investition, da es in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit seinen Wert behält.
875er Gold wird aus Gold und anderen Metallen wie Silber und Kupfer hergestellt. Je nach Zusammensetzung der weiteren Metalle kann es nur noch leicht in der Farbe abweichen, da der Hauptbestand Feingold ist.
Der Goldanteil von 875er Gold ist höher als bei anderen Goldlegierungen wie 750er Gold (18 Karat) oder 585er Gold (14 Karat).
875er Gold wird für die Herstellung von hochwertigem Schmuck, ganz besonder für Colliers verwendet. Aber auch andere Schmuckstücke wie Ringen, Ohrringen, Halsketten und Armbändern können aus der wertvollen Legierung bestehen. Es ist besonders beliebt für Hochzeiten und andere besondere Anlässe.
875er Gold wird auch für die Herstellung von Anlagemünzen verwendet.
Die Nachfrage nach 875 Gold ist in verschiedenen Ländern unterschiedlich. In einigen Ländern, wie zum Beispiel im Nahen Osten und Südasien, ist 875 Gold besonders beliebt und findet beispielsweise bei Hochzeitschmuck verwendung.
Goldlegierungen Tabelle
| Goldlegierung | entspricht Karat | Anteil Feingold |
|---|---|---|
| 333er Gold | 8 Karat | 333 Tausendteile vom Gewicht |
| 375er Gold | 9 Karat | 375 Tausendteile vom Gewicht |
| 417er Gold | 10 Karat | 417 Tausendteile vom Gewicht |
| 585er Gold | 14 Karat | 585 Tausendteile vom Gewicht |
| 750er Gold | 18 Karat | 750 Tausendteile vom Gewicht |
| 833er Gold | 20 Karat | 833 Tausendteile vom Gewicht |
| 875er Gold | 21 Karat | 875 Tausendteile vom Gewicht |
| Feinheit 916,667 | 22 Karat | 916,667 Tausendteile v. Gewicht |
| Feinheit 999,9 | 24 Karat | 999,9 Tausendteile vom Gewicht |
Was die Zusammensetzung betrifft, so lassen sich viele Elementen zu einer Goldlegierung schmelzen. Gebräuchliche Beimischungen sind Kupfer, SiIber, Nickel, Palladium, Platin, Titan, Cadmium, Zink oder Zinn.
Von Umlegieren spricht man, wenn ein Goldschmied bei einer bereits bestehenden Legierung den Anteil an Feingold erhöht oder verringert. So lässt sich aus Altgold neues Gold schmelzen mit einer anderen Feinheit.
Typische Verwendungen
- 333er Gold: Mindestuntergrenze für Goldanteil, um sich in Deutschland offiziell als Goldschmuck bezeichnen zu dürfen
- 375er Gold: Mindestuntergrenze für Goldschmuck in Großbritannien
- 417er Gold: Mindestuntergrenze für Goldschmuck in USA
- 585er Gold: Populäre Schmucklegierung, da relativ hochwertig bei gleichzeitig hoher Kratzfestigkeit. Gern genommen für Goldohrringe, ein Goldarmband oder eine goldene Uhr
- 750er Gold: Auch “Kronengold” genannt. 750er Schmuckgold wird gern verwendet für relativ hochwertigen Schmuck, etwa eine Goldkette. Auch für Zahngoldlegierungen
- 833er Gold: Hochwertiger Schmuck
- 875er Gold: Für besonders hochwertigen Goldschmuck, etwa ein Gold-Collier
- 895er Gold: Historische Goldmünzen. Auch “Pistolengold” genannt (Pistole = historische spanische Goldmünze)
- Feinheit 900: Diverse Goldmünzen wie etwa die Goldmünze Tscherwonetz. Auch “Münzgold” genannt
- Feinheit 916,667: Diverse Goldmünzen, wie etwa der Kürgerrand. Aufgrund der Kupferbeimischung gilt der Kügerrand als weniger kratzempfindlich
- Feinheit 965: Auch “Thaigold” genannt. Hier wenig gebräuchlich
- Feinheit 986: Manche Goldmünzen wie etwa Kaiser Franz Joseph Dukaten aus Österreich. Auch “Dukatengold” genannt
- Feinheit 995: Mindestgehalt für Goldbarren. Mehr: LBMA Good Delivery Standard
- Feinheit 999: Manche Goldmünzen wie z.B. China Panda. Als 999er Goldschmuck in China populär
- Feinheit 999,9: Gängig für viele Anlagegold-Produkte, also Goldmünzen und Goldbarren
