In der Welt des Kickboxens gibt es viele herausragende Athleten, die durch ihre Leistungen und Hingabe den Sport geprägt haben. Dieser Artikel widmet sich den deutschen Jugend-Kickboxweltmeistern, die mit ihrem Talent und ihrer Disziplin beeindruckende Erfolge erzielt haben.
Hall of Fame des Kickboxens
Die „Hall of Fame“ ehrt Sportler und Funktionäre, die den Kickboxsport durch ihre Taten und Leistungen vorangebracht haben. Ohne diese Persönlichkeiten wäre der Sport in seiner heutigen Form nicht denkbar.
Georg F. Brückner: Der Vater des Kickboxens
An erster Stelle steht Georg F. Brückner, der Gründer des Kickboxens. Ihm ist es zu verdanken, dass der Sport in der heutigen Form betrieben werden kann. Er organisierte die ersten Veranstaltungen und reiste durch Europa, um das Kickboxen zu etablieren. Brückner gründete die WAKO und veranstaltete die ersten Welt- und Europameisterschaften in Deutschland. Zudem entwickelte er eine Schutzausrüstung, die höchsten Sicherheitsstandards entspricht. Georg F. Brückner widmete sein Leben der Verbreitung des Kickboxens.
Dr. Ludger Dietze: Ein Mann der ersten Stunde
Dr. Ludger Dietze kam 1977 über Taekwondo zum Kickboxen und bestritt 1979 seinen ersten internationalen Einsatz bei der EM in Italien. 1983 wurde er Weltmeister im Semikontakt. Nach seiner aktiven Laufbahn blieb er dem Kickboxen als Trainer und Funktionär verbunden. Er wurde 1987 Bundestrainer im Semikontakt und leitete über acht Jahre als Präsident die Geschicke des Verbandes in Deutschland. Auf Weltebene war Dr. Ludger Dietze von 1991 bis zum Jahr 2000 als Vizepräsident tätig.
Ferdinand Mack: Der Allrounder
Ferdinand Mack begann im Alter von 16 Jahren mit Karate und wechselte 1978 zum Vollkontakt-Kickboxen. Er wurde viermal Europameister und viermal Weltmeister der Amateure. 1988 wechselte er ins Profilager und wurde Europameister der PKO. 1991 wurde er Weltmeister der PKO und Intercontinental Champion der ISKA. Von 1987 bis 2011 war Ferdinand Mack Bundestrainer im Vollkontakt-Kickboxen und prägte zahlreiche Welt- und Europameister.
Lesen Sie auch: Thai Kickbox Studios Hannover
Peter Zaar: Der Mann der Prinzipien
Für Peter Zaar sind Ehrlichkeit, Verlässlichkeit, Gerechtigkeit, Freundschaft, Disziplin, Respekt und Anerkennung Lebensinhalt. Er begann in den 70er Jahren mit dem Kickboxen in Köln und erkämpfte vier Deutsche Meistertitel im Leicht- und Semikontakt. Seit 1990 ist Peter Zaar Bundestrainer im Leichtkontakt Kickboxen und zählt zu den erfolgreichsten Trainern weltweit. Sein Lehrbuch über das Kickboxen ist ein Standardwerk. 1999 wurde Peter Zaar zum Präsidenten der WAKO Deutschland gewählt.
Weitere Legenden des Kickboxens
- Werner Sossna: Begann 1979 mit dem Kickboxen und konzentrierte sich nach sportlichen Erfolgen auf seine Tätigkeit als Trainer und Funktionär.
- Peter Harbrecht: Dominierte das Kampfgeschehen von 1977 bis 1979 mit einem kompromisslosen und technisch brillanten Kampfstil. Er blieb in 50 Kämpfen unbesiegt und wurde 3x Deutscher Meister, 3x Europameister und 1x Weltmeister.
- Peter Kruckenhauser: Verbuchte europaweite Erfolge im Semikontakt und gründete die Firma Budoland.
- Andreas Riem: Wurde mit 19 Jahren Einzel- und Mannschaftsweltmeister im Semikontakt Kickboxen und 1995 Bundestrainer im Semikontakt Kickboxen.
- Birgid Sasse: Deutschlands erfolgreichste Leichtkontakt Kickboxerin und Taekwondo Kämpferin aller Zeiten, mit zahlreichen Weltmeistertiteln.
- Gustav Baaden: Gehörte zu den ersten Weltkampfrichtern im Kickboxen und blickt auf eine unglaubliche Erfolgsgeschichte zurück.
- Rüdiger Hermann: War jahrelang Mitglied der Nationalmannschaft im Leichtkontakt-Kickboxen und Jugend-Landestrainer von NRW.
- Michael Kuhr: Wurde in der Klasse bis 57 kg auf Anhieb Berliner Meister und 9-mal Deutscher Meister im Full-Contact Kick-Boxen.
- Peter Blankenburg: Mitgründer und langjähriger Geschäftsführer der WAKO Germany sowie Präsident der WAKO Berlin.
- Klemens Willner: Kämpft vor allem mit dem Kopf und verfolgte konsequent sein Ziel, Weltmeister zu werden.
Aktuelle Erfolge im Jugendbereich
Auch in der jüngeren Vergangenheit gab es bemerkenswerte Erfolge im deutschen Jugend-Kickboxen.
Max Melnik: Ein 15-jähriger Weltmeister
Max Melnik aus Bad Schussenried wurde in Budapest Jugend-Weltmeister im Point Fighting der WAKO. Er vereint Schule, Sport, Wettkämpfe, Familie und Freunde. Max trainiert mit Disziplin und Unterstützung seiner Eltern. Sein Trainer Tim Grootherder ist stolz auf seine Leistungen. Trotz seines Erfolgs ist Max ein normaler Junge, der auch mal etwas vergisst. Bei der Weltmeisterschaft in Budapest fieberten seine Eltern mit. Max will auch bei den Erwachsenen Weltmeister werden.
Theresa Pekrul: Eine Bundeskaderathletin auf Erfolgskurs
Theresa Pekrul ist eine Bundeskaderathletin, die im Kickboxen große Erfolge feiert. Beim World Cup in Budapest holte sie eine Gold-, eine Silber- und eine Bronzemedaille in den Disziplinen Pointfight und Lightcontact. Trainer Dirk Pekrul zeigte sich begeistert von der Leistung seiner Tochter. Nun hofft sie auf eine Nominierung für die Europameisterschaft in Italien.
Erfolge von Theresa Pekrul beim World Cup in Budapest:
Lesen Sie auch: Kickboxen lernen in Limburg
| Disziplin | Wettbewerb | Ergebnis |
|---|---|---|
| Pointfight | Juniorinnen -55 kg | Silber |
| Pointfight | Erwachsene -55 kg | Bronze |
| Lightcontact | Juniorinnen -55 kg | Gold |
Yuna Elias: Ein Ausnahmetalent auf dem Weg zur WM
Yuna Elias aus Brunsbüttel wurde norddeutsche Kickbox-Meisterin und will in Kanada Weltmeisterin werden. Ihr Trainer Enrico Bulla ist fasziniert von ihrem Talent und ihrer mutigen Art zu kämpfen. Yuna hat noch keinen Kampf verloren und trainiert hart für die WM. Sie wird von Polina Mishchenko, einer Europameisterin im Boxen, unterstützt. Ihr Vater startete einen Spendenaufruf, um die Reise zur WM zu finanzieren.
Weitere Engagements und Erfolge
Neben den sportlichen Höchstleistungen gibt es auch zahlreiche Engagements im Bereich des Kickboxens, die zur Förderung des Sports beitragen.
- Der SportClub Rhein-Nahe e.V. bietet Schwimmkurse für Kinder an, um ihnen eine lebenswichtige Fähigkeit zu vermitteln.
- Das Bundesprogramm „Integration durch Sport“ feierte sein 35-jähriges Bestehen und würdigte Vereine, die sich für Integration, Respekt und Fairness einsetzen.
- Ein Vorbereitungslehrgang für die Jugend EM 2025 fand in Thale statt, an dem auch Theresa Pekrul teilnahm.
- Der Sportclub Rhein-Nahe präsentierte den Kickboxsport beim easi-Day in Bingen-Büdesheim und begeisterte Kinder für den Kampfsport.
- Eine Gürtelprüfung beim Sportclub Rhein-Nahe e.V. in Langenlonsheim war ein bedeutender Erfolg für die Sportlerinnen und Sportler.
Diese Erfolge und Engagements zeigen, dass der Kickboxsport in Deutschland eine lebendige und erfolgreiche Gemeinschaft hat, die sowohl sportliche Höchstleistungen als auch soziale Verantwortung vereint.
Lesen Sie auch: Anwendung von Vergeltungstechniken
