Das Gehalt ist ein wichtiger Aspekt im Berufsleben. Auch wenn der Job Spaß macht und das Team großartig ist - stimmt die Bezahlung nicht, steigt die Frustration. Dieser Artikel beleuchtet die Gehaltsstrukturen im MMA-Bereich, insbesondere bei der Organisation Oktagon, und untersucht, welche Faktoren die Verdienstmöglichkeiten von Kämpfern beeinflussen.
Wie hoch sind die Gehälter bei Oktagon MMA?
Die Icon League hat sich in kurzer Zeit zu einer professionellen Liga entwickelt, in der Spieler attraktive Vergütungen erhalten. Laut Aussagen von Elias Nerlich in einem Twitch-Livestream liegt der monatliche Netto-Verdienst der Spieler im vierstelligen Bereich. Eine genaue Summe wurde nicht genannt, doch dieser Einblick zeigt, dass die Liga bestrebt ist, wettbewerbsfähige Gehälter zu bieten.
Gehaltsobergrenze in der Icon League
Elias Nerlich brachte in einem Twitch-Livestream die Idee einer Gehaltsobergrenze für die Icon League ins Gespräch. Der sogenannte Salary Cap könnte ab der zweiten Saison eingeführt werden, um den Wettbewerb fairer zu gestalten. Ein Salary Cap soll dem entgegenwirken, indem ein festgelegtes Budget für Spielergehälter auf alle Teams angewendet wird. Nerlich nannte in seinem Beispiel eine hypothetische Summe von 1.000 Euro, die ein Team auf alle Spieler verteilen müsste. Dabei betonte er, dass die genaue Höhe des Caps noch festgelegt werden müsse.
Abschließend hob Nerlich hervor, dass der Salary Cap zwar eine Grenze schaffen solle, aber hoch genug angesetzt werden müsse, um die Bemühungen erfolgreicher Teams nicht zu untergraben. Teams, die durch geschickte Vermarktung hohe Werbeeinnahmen erzielen, sollten ihrer Leistung entsprechend belohnt werden. Gleichzeitig sei es jedoch wichtig, dass die Gehälter nicht „übertrieben“ werden, um die Chancengleichheit zwischen finanziell unterschiedlich starken Teams zu wahren.
Die UFC Gagen: Ein Vergleich
Die Ultimate Fighting Championship UFC - sozusagen die „Königsklasse“ der furchtlosen Käfig-Kämpfer - ist in den letzten Jahren zu einem Milliarden-Imperium aufgestiegen. Grundsätzlich bestehen die UFC Gehälter aus einem Basis-Fixum. Wie hoch das ist, hängt vom Bekanntheitsgrad des Kämpfers und von seinen bisherigen Erfolgen ab. Die Bandbreite der UFC Gage für einen Kampf kann sich von ein paar tausend Dollar bis auf beispielsweise 750.000 Dollar strecken - dieses Fixum kassierte beispielsweise Schwergewichtler Stipe Miocic für seinen Titelkampf bei UFC 252.
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Noch namhaftere MMA-Superstars wie Khabib Nurmagomedov kassieren Beträge im Millionenbereich als UFC-Gage. Ein Sieg bei einem UFC-Kampf bringt eine entsprechende Prämie ein, die vorab vertraglich vereinbart wurde. Zusätzlich gibt es noch das Prämiensystem von UFC-Ausrüster Reebok. Für bekanntesten Octagon-Gladiatoren sind diese Prämien aber nur ein kleines Taschengeld.
Zur Verdeutlichung: Der Kampf zwischen McGregor und Khabib im Herbst 2018 hatte fast 2,5 Millionen PPV-Verkäufe erzielt und damit einen UFC-Rekord aufgestellt. McGregor hat damit fast 50 (!) Millionen Dollar verdient. Seine Fix-Gage von der UFC von 3 Mio. Diese extreme UFC Gage von McGregor ergibt sich daraus, dass der Ire an den Abschlüssen in Australien, Kanada, Irland und England beteiligt ist. Rund 90 Prozent der Einnahmen aus diesen Ländern fließen direkt in die Tasche von McGregor.
Beeindruckend war auch die UFC Gage für McGregor für sein Comeback im Januar 2020 gegen Donald „Cowboy“ Cerrone. 40 Sekunden braucht McGregor für seinen Sieg - 4,4 Millionen Dollar bekam vorab als Fixum. Bombastisch war auch die UFC Gage für seine Kämpfe danach. Damit ist McGregor mit Abstand der bestverdienende Käfig-Fighter aller Zeiten!
Auch Islam Makhachev - neuer Champion in der Leichtgewicht-Division - kommt bei weitem nicht an die millionenschweren UFC Gagen eines Conor McGregor oder Khabib heran. Der Dagestaner verdient dabei natürlich nicht nur als Kämpfer, sondern auch darüber hinaus als Werbefigur.
Der Topverdiener bei UFC 300 war Alex Pereira, der im Hauptkampf der Jubiläumsveranstaltung seinen Titel gegen Hill verteidigen konnte. 2,8 Millionen US-Dollar beträgt die UFC Gage für Pereira, der für diesen Verdienst nur 3:14 Minuten brauchte, da er in Runde 1 durch TKO gewonnen hat. Die Nummer 2 auf der Liste der UFC Gehälter bei der UFC 300-Party war Justin Gaethje, der trotz seiner Niederlage gegen Max Holloway beeindruckende 2.369.000 Dollar kassiert hat. Holloway selbst kassierte für seinen KO-Sieg in Runde 5 satte 2,1 Mio. Auf dem dritten Platz der Gagen bei UFC 300 landet mit Zhang Weili eine Frau. Die Chinesin streifte $ 2.250.000 ein.
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Im Jahr 2018 betrugen die durchschnittlichen UFC Gehälter der Käfig-Künstler lediglich 138.000 US-Dollar. Der UFC-Boss verdient schätzungsweise rund 20 Millionen US-Dollar pro Jahr.
OKTAGON MMA: Das Gamechanger-Turnier und seine Preisgelder
Am Samstag kehrt die Mega-Organisation „OKTAGON MMA“ zurück nach Ostrava, Tschechien. Mit im Gepäck: der Auftakt im Gamechanger-Turnier. Acht Fighter aus dem Oktagon-Kader und acht weitere Weltergewichtler werden verteilt über das ganze Jahr gegeneinander antreten. Es wird das größte MMA-Turnier, das Europa je gesehen hat!
Insgesamt werden über 1 Mio. Euro Preisgeld ausgeschüttet, der Sieger bekommt die dicke Prämie von 300.000 Euro. 16 verschiedene Weltergewichtler aus 15 verschiedenen Ländern treten im Turnier gegeneinander an. Über fünf Events kämpfen sich die Käfig-Stars bis ins Finale.
OKTAGON gibt den Fans die Möglichkeit, online einen „Lucky Loser“ zu wählen. Wenn sich ein Fighter verletzt, entscheidet die Stimme der Fans, wer wieder ins Turnier zurückkehrt. Heißt: Nach dem Ende der ersten Runde stimmen die Fans ab, wer der 1. und 2. „glückliche Verlierer“ sein wird. Diese Kämpfer werden dann in Reservekämpfen gegen zwei von OKTAGON ausgewählte Gegner gestellt. Dieses Prinzip wird während des gesamten Turniers nach jeder Runde wiederholt.
So viel Geld verteilt OKTAGON:
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- Niederlage in der Eröffnungsphase: 15.000 Euro Preisgeld
- Niederlage im Viertelfinale: 40.000 Euro Preisgeld
- Niederlage im Halbfinale: 80.000 Euro Preisgeld
- Niederlage im Finale: 130.000 Euro Preisgeld
- Turniersieg: 300.000 Euro Preisgeld
- Insgesamt: 870.000 Euro
Preisgelder für Reserve-Kämpfe:
- Verlierer in der Eröffnungsrunde des Reserve-Kampfes: 4.000 Euro Preisgeld
- Gewinner in der Eröffnungsrunde des Reserve-Kampfes: 6.000 Euro Preisgeld
- Verlierer der Viertelfinal-Reserve-Kämpfe: 8.000 Euro Preisgeld
- Gewinner der Viertelfinal-Reserve-Kämpfe: 11.000 Euro Preisgeld
- Verlierer der Halbfinal-Reserve-Kämpfe: 11.000 Euro Preisgeld
- Gewinner der Halbfinal-Reserve-Kämpfe: 14.000 Euro Preisgeld
- Verlierer im letzten Reserve-Kampf: 14.000 Euro Preisgeld
- Sieger im letzten Reserve-Kampf: 18.000 Euro Preisgeld
- Insgesamt 130.000 Euro
Der Weg zum MMA-Referee
Angesichts der Popularität der Mixed Martial Arts, insbesondere der UFC, wollen viele in diesen Sport einsteigen und ihn professionell betreiben. Refs werden gesucht. Wenn du gut bist, kannst du auch schnell zu den großen Events aufsteigen. Mein Trainer schiedst mittlerweile UFC im Ausland. Das ist eine junge Szene, wo viel möglich ist, wenn du dich bewährst.
Es gibt einige Anbieter von entsprechenden Ausbildungen/Seminaren. Die gibt es bei der GEMMAF. Nicht umsonst werden die Judges und Referees der GEMMAF von nahezu allen internationalen Organisationen angefragt.
Gehaltsbeispiele von UFC-Kämpfern
Abus Magomedov, ein deutscher UFC-Star, gab interessante Einblicke in seine Verdienstmöglichkeiten. „Standard-Vertrag bei der UFC ist zehn plus zehn“, so Abus und erklärt: „Zehn Eintrittsgage und zehn bei Sieg. Das heißt, du machst bei einem Sieg 20.000 Dollar oder Euro.“ Bei seinem UFC-Debüt sicherte sich Magomedov direkt den saftigen Bonus von 50.000 US-Dollar.
