Edelsteine: Preise pro Karat im Überblick

Wenn die Rede von hochpreisigen Edelsteinen ist, fällt fast immer das Wort Diamant. Doch längst führen Diamanten nicht mehr die Liste der teuersten Edelsteine der Welt an. Vielmehr sind es einige, wenige Mineralien, die weniger bekannt sind und die auf den obersten Plätzen der exklusivsten Mineralien der Welt stehen.

Weltweit sind aktuell über 5.000 Mineralien bekannt, von denen jedoch nur ein Bruchteil im Rampenlicht der Öffentlichkeit steht und einem Dasein als "reiner Luxusartikel" fröhnt. Klassische Edelsteine wie Smaragd, Diamant, Aquamarin, Rubin und Saphir sowie Schmuck- bzw. Halbedelsteine wie Rosenquarz, Amethyst, Opal, Bergkristall oder Achat sind vielen ein Begriff.

Dahingegen zählen Tsaregorodtsevit, Lomonosovit, Tyuyamunit, Yakhontovit, Charoit, Creaseyit, Roselith, Mansfieldit, Tranquilityit, Wakabayashilit und viele andere Mineralien mit teilweise unaussprechlichen Namen zu den Mineralien, die in den Auslagen von Mineralienfachgeschäften oder auf Mineralienbörsen nicht alltäglich sind.

Im Umkehrschluss bedeutet das allerdings nicht: je seltener ein Mineral respektive ein Edelstein ist, deto höher ist der Preis. Der Wert eines Minerals hängt von vielen Faktoren ab - sowohl von den Eigenschaften des Edelsteins per se als auch externen Faktoren.

Faktoren, die den Preis von Edelsteinen bestimmen

Die Frage, wie teuer ein Edelstein ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Der Preis von Mineralien und Edelsteinen ergibt sich aus dem Zusammenspiel verschiedener Faktoren; namentlich:

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  • Farbe
  • Reinheit
  • Gewicht
  • ggf. Schliff - analog zu den 4C von Diamanten; Colour, Clarity, Carat & Cut
  • Seltenheit

Während bei farblosen Edelsteinen die Reinheit ausschlaggebend ist, spielt bei Farbedelsteinen die Sättigung bzw. Intensität der Farbe, die Gleichmäßigkeit der Farbverteilung sowie die Frage, ob die Farbe naturbelassen ist oder eine nachträgliche Farbkorrektur stattgefunden hat, eine bedeutende Rolle.

Mineralien, deren Farbe der aus dem Lehrbuch entspricht, gelten als höherwertiger als farbschwache Exemplare. Daneben wird bei der Begutachtung von farbigen Edelsteinen geprüft, wie gleichmäßig die Farbe verteilt ist oder ob hellere und dunklere Flecke zu erkennen sind.

Dementsprechende Makel können durch verschiedene Methoden der Farbverbesserung wie dem sogenannten Brennen ausgebessert werden. Das Mineral wird vorsichtig und fachkundig erhitzt. Als Folge wird die Farbe intensiver und ungleichmäßige verteilte Farben werden einheitlicher.

Dass ein Mineral behandelt wurde, wird anhand von Hinweisen wie „Amethyst gebrannt“ oder „behandelter Tansanit“ deutlich. Mineralien, deren Farbe korrigert oder verändert wurde, werden zu einem niedrigeren Preis eingestuft als unbehandelte Steine.

Die Reinheit von Mineralien ist vor allem bei Steinen mit durchsichtiger Transparenz von wesentlicher Bedeutung. Einschlüsse von anderen Mineralien, Gasen, Flüssigkeiten oder Wachstumslinien wirken sich störend auf den Glanz und Spiel mit Licht im Kristall aus. Solche Fehler können ebenfalls mit dem Brennen ausgebessert werden, sodass eine lupenreine Qualität vorliegt.

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Der Anteil des Schliffs beträgt 40 bis 60 % vom Preis eines Minerals. Unterschieden werden Glattschliffe und Facettenschliffe. Glattschliffe (z.B. Cabochon) finden vor allem bei undurchsichtigen und durchscheinenden Mineralien Anwendung, deren Farbe oder Muster und Strukturen im Vordergrund stehen.

Facettenschliff (z.B. Brillantschliff, Smaragdschliff) sind insbesondere bei durchsichtigen Mineralien gängig, deren Farbenspiel durch das eintreffende Licht an den Facetten unterstützt wird.

Das Gewicht von Edelsteinen - angegeben in Karat (1 Karat = 0,2 g) ist ebenfalls ein wichtiger Faktor hinsichtlich der Preisbildung. Allerdings kann nicht davon ausgegangen werden, dass nur das Gewicht den Preis bestimmt - getreu dem Motto: je schwerer ein Stein, desto mehr kostet das Mineral.

So wird ein naturbelassener, unbehandelter Tansanit mit einem 1 Karat auf dem Edelsteinmarkt zu höheren Preisen gehandelt als ein 3-Karäter, der gebrannt wurde. Zudem sind die Kristalle vieler Mineralien oftmals von geringer Größe. Benitoit-Kristalle mit einem Gewicht von mehr als 2 Karat gelten als eine absolute Seltenheit.

Nicht zuletzt stellt die Seltenheit eine wichtige Größe dar, die in den Preis von Mineralien mit einfließt. Mineralien, die weltweit häufig vorkommen und bei denen keine absehbare Verknappung zu erwarten ist, wie bspw. Quarz und Feldspat, werden anders eingestuft als Mineralien, von denen nur wenige Abbaugebiete bekannt sind und deren Ressourcen erschöpft sind.

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Beispielsweise ist von der blauen Zoisit-Varitetät Tansanit und dem türkisblauen Larimar jeweils nur ein Fundort bekannt, was die Rarität erhöht. Hinzu kommt, dass die Farbqualität einiger Edelsteine mit bestimmter geographischer Herkunft höher gewertet. Die Farbe sind intensiver und benötigen keine nachträgliche Schönheitsbehandlung, so beispielsweise Sibrischer Amethyst, Kolumbianischer Smaragd oder Rubin aus Mosambik.

Bekannte und teure Edelsteine

Die Liste der teuersten Mineralien ist dezeit überschaubar. Es handelt sich vor allem um Edelsteine, die sich in den vergangenen Jahren zu begehrten und beliebten Schmucksteinen etabliert haben.

Neben farbigen bzw. Anders sah es noch vor mehr als 150 Jahren aus. Im folgenden Blogbeitrag stellen wir Ihnen einige sehr bekannte Edelsteine vor, welche vor allem bei Schmuckliebhabern auf der ganzen Welt bekannt sind:

  • Stern von Adam - Saphir - 1404 Karat: Der größte blaue Sternsaphir der Welt wurde in einer Mine in Sri Lanka gefunden und wiegt erstaunliche 1.404,49 Karat, was etwa 280 g entspricht. Sein Wert wird auf über 90 Millionen Euro geschätzt.
  • Sweet Josephine - rosa Diamant - 16,06 Karat: Dieser "Fancy Vivid Pink"-Stein wiegt 16,08 Karat (3,216 g) und war der größte Stein im Kissenschliff, der zu dieser Zeit jemals angeboten wurde. Der Stein befand sich vor dem Verkauf bei Christie's seit 15 Jahren in Privatbesitz einer amerikanischen Familie.
  • Gachala Smaragd - Smaragd - 858 Karat: Der Gachala Smaragdkristall mit einem Gewicht von 858 Karat wurde 1967 in der Vega de San Juan Mine in Gachala, Kolumbien, gefunden. Der New Yorker Juwelier Harry Winston schenkte den Gachala-Smaragd 1969 dem amerikanischen National Museum ("Smithsonian").
  • Carmen Lucia Rubin - Rubin - 23,1 Karat: Der Carmen Lucia Rubin ist ein bemerkenswerter ovaler aus dem Mogok-Gebiet stammender Rubin von 23,1 Karat. Er wurde in den 1930er Jahren in Burma (Myanmar) abgebaut und gehört zu den größten facettierten burmesischen Rubinen der Welt.
  • Strawn-Wagner Diamant - perfekter Diamant - 1,09 Karat: Der Strawn-Wagner-Diamant gilt als der einzige perfekte Diamant der Welt. Der Staat Arkansas kaufte später den Strawn-Wagner-Diamanten und ließ ihn in eine Fassung aus Platin und 24-karätigem Gold in Form von Apfelblüten einfassen.
  • Paraiba Star of the Ocean - Turmaline - 191,87 Karat: Der Paraiba Star of the Ocean ist einer der größten Paraiba-Turmaline der Welt, der im Guinness-Buch der Rekorde steht. Um die Seltenheit dieses Edelsteins zu verdeutlichen - auf 10.000 Karat geförderte Diamanten kam nur 1 Karat Paraiba-Turmalin.
  • Blauer Riese des Orients - Blauer Saphir - 486 Karat: Der "Blaue Riese des Orients", der mit 486,52 Karat größte facettierte blaue Saphir der Welt, ist von Geheimnissen umhüllt. Der Edelstein, der eine volle Farbsättigung aufweist, ist in einer Platinbrosche mit einem pavégefassten Diamanten eingefasst.
  • Olympic Australis Opal - Opal - 17000 Karat: Mit einem Gewicht von sage und schreibe siebzehntausend Karat ist der Olympic Australis vielleicht ein bisschen zu groß, um in die meisten Schmuckschatullen zu passen. Der Olympic Australis wurde im Jahr 1956 im sogenannten "Eight Mile" Minenfeld in der australischen Bergbaustadt Coober Pedy, entdeckt.

Diamantenpreise und die 4C

Preisbildend sind die 4C (Carat/Karat, Color/Farbe, Clarity/Reinheit, Cut/Schliff) im Zusammenspiel. Dazu kommen Provenienz und Story: Ein königlicher Vorbesitz, ein legendärer Fundort oder ein ikonischer Auftritt in der Popkultur können Werte massiv erhöhen. Raritäten bei Farben, zum Beispiel Fancy Vivid Blue oder Pink, treiben die Nachfrage zusätzlich in die Höhe.

Einmal im Leben mit einem atemberaubenden, millionenschweren Diamanten-Collier auf einer eleganten Party den großen Auftritt hinlegen: Für die meisten Schmuckfans bleibt das ein Traum. Schier unbezahlbare Stücke wie der Cullinan I oder der Hope-Diamant sind ohnehin unverkäuflich.

Im Durchschnitt kostet ein Karat Diamant 4.000 bis 6.000 Euro. Der Preis der Edelsteine. IN: Edelsteinkunde. Der Wert eines Rubins bestimmen die Intensität seiner Farbe und die Gleichmäßigkeit der Farbverteilung. Besonders begehrt sind taubenblutrote Rubine, deren kräftiges Rot einen Stich ins Bläuliche aufweist.

Diamanten bestehen aus reinem Kohlenstoff und entstehen bei hohen Temperaturen und großem Druck im Erdinneren. Bei Edelsteinauktionen werden immer wieder Rekorde gebrochen.

Oftmals wechseln mehrere Tausend Euro den Besitzer - für einen kleinen Stein. Deshalb ist es wichtig, sich an vertrauenswürdige Händlerinnen und Händler zu wenden und nicht nur den Kaufpreis als Argument gelten zu lassen. Achten Sie auch, dass Sie beim Kauf von Edelsteinen immer ein ⇒ Echtheitszertifikat erhalten.

Langfristig ist der Diamantenpreis immer gestiegen. Das liegt daran, dass die weltweite Diamantenproduktion, die Nachfrage nach Diamanten, welche zu Schmuck- und Anlagezwecken geeignet sind, meist nicht decken kann.

Ein Diamant ist umso teurer je farbloser/weißer und damit seltener er ist. Die höchste und seltenste Farbstufe ist die absolute Farblosigkeit (Farbstufe D, früher River). Der wahrscheinlich jedem bekannte Begriff „lupenrein“ bedeutet, dass unter einer 10-fachen Speziallupe durch eine fachlich versierte Person keinerlei Einschlüsse zu erkennen sind.

Die Schliffqualität (nicht die Schliff-Form wie z.B. der Brillantschliff) ist auschlaggebend für die Brillanz und das Feuer eines Diamanten und machen aus ihm erst einen funkelnden und wertvollen, schönen Edelstein.

Als Fluoreszenz wird das leichte Leuchten bzw. Schimmern eines Diamanten unter UV-Licht (auch Sonnenlicht enthält UV-Licht) bezeichnet. Der Wert eines Zertifikates ist dabei nur so gut, wie der Ruf des ausstellenden Institutes. Da Diamanten weltweit gehandelt werden und ihre Preise ebenso weltweit entstehen, sind auch nur Zertifikate von Diamantinstituten zu empfehlen, welche weltweite Anerkennung geniessen.

Die folgende Aufstellung zeigt den Einfluss von Farbe und Reinheit auf den Preis von Diamanten und soll Ihnen als grober Leitfaden dienen. Gemessen an seinem Wert/Preis werden für die anderen Diamant-Qualitäten entsprechende Abschläge vorgenommen.

Der Karatpreis für Edelsteine beeinflussen. Dabei ist ein Edelsteinkarat 200 mg. Der sogenannte Preis je Karat kann bei den verschiedenen Edelsteinsorten sehr unterschiedlich sein. Der Karatwert kann von etwa einem 1 Dollar bis zu circa 10000 Dollar betragen. Dabei beeinflussen sehr viele Faktoren den Karatpreis des jeweiligen Edelsteins.

Ein guter Schliff holt das Beste aus dem Edelstein heraus und verstärkt seine Schönheit. Erst durch das Schleifen kommt das Funkeln eines Steins zum Vorschein und auch kleine Makel in der Reinheit können durch einen geschickten Schliff unsichtbar gemacht werden. So können Art und Ausführung des Schliffs zwischen 10 und 20% des Werts eines Edelsteins ausmachen.

Tabelle mit den durchschnittlichen Preisen pro Karat für verschiedene Edelsteine (ungefähre Werte):

Edelstein Preis pro Karat (EUR)
Diamant (farblos, hohe Qualität) 4.000 - 6.000
Saphir Wenige hundert bis sechsstellige Summen (je nach Qualität)
Rubin Wenige hundert bis mehrere tausend (je nach Qualität)
Smaragd 50 bis mehrere tausend (je nach Qualität)
Alexandrit Variabel, kann sehr hoch sein

Anmerkung: Die Preise können je nach Marktbedingungen und spezifischen Eigenschaften der einzelnen Steine stark variieren.