MMA, Kickboxen und Boxen sind Sportarten mit hohen Risiken, die den Körper stark beanspruchen können. Es ist essentiell, sich der potenziellen Gefahren bewusst zu sein, um die Sicherheit der Athleten zu gewährleisten.
Die Gefahr von K.o.-Schlägen
In einer Sportart wie Kickboxen, in der die Kämpfer ihre Fäuste und Füsse zum Schlagen und Treten ihrer Gegner einsetzen dürfen, ist ein K.o. eines der am meisten gefürchteten Ereignisse. Ein K.o. beim Kickboxen oder Boxen kann eine beängstigende Erfahrung sein. Es ist auch sehr gefährlich, da ein Knock-out oft zu schweren Verletzungen führt, wenn er nicht richtig behandelt wird - was sind also die Ursachen?
Es gibt zwei Arten von Knock-outs: primäre und sekundäre. Ein primärer K.o. wird durch einen direkten Schlag auf den Kopf verursacht, während ein sekundärer K.o. Er tritt auf, wenn der Kopf plötzlich und gewaltsam gedreht wird, so dass das Gehirn auf die Innenseite des Schädels trifft. Beide Arten von K.o. können gefährlich sein, aber ein primärer K.o. ist oft schwerwiegender.
Wie man sich nach einem K.o. verhalten sollte
Zunächst ist es wichtig, den Kampf so schnell wie möglich zu beenden. Dies hilft, weitere Schäden am Gehirn zu verhindern. Drittens sollte sofort medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden. Durch diese Schritte können Sie die Schwere eines K.o.-Sieges verringern und die Sicherheit des Kämpfers gewährleisten.
In extremen Fällen kann ein Kämpfer sogar an den Verletzungen sterben, die er bei einem K.o. erlitten hat. Aus diesen Gründen ist es wichtig, dass Kämpfer sich der Risiken eines K.o. bewusst sind.
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Das gefährliche "Gewichtmachen"
Das "Gewichtmachen" oder "Abkochen" ist ein Vorgang, bei dem Athleten vor einem Wettkampf schnell Kilos verlieren, um in einer tieferen Gewichtsklasse antreten zu können. So starben schon Ringer, Ruderer oder MMA-Kämpfer, die vor einem Wettkampf Kilos verlieren mussten und deren Organe danach den Dienst verweigerten.
Ein fiktives Beispiel: Ein Athlet wiegt eine Woche, bevor sein Kampf ansteht, 75 Kilogramm. Er tritt aber in einer Klasse an, in der das Höchstgewicht bei 68 Kilogramm liegt. Also muss er in wenigen Tagen sieben Kilogramm verlieren. Die Tage werden zu einer Tortur, mit viel Bewegung und viel Schwitzen, aber mit wenig zu Essen und wenig zu Trinken.
Für den Körper ist dieser rasche Gewichtsverlust gefährlich. Wer ihm viel Wasser entzieht, schädigt ihn. Das kann beim Boxen gravierendere Auswirkungen haben als beim Ringen, wo ein Sportler zwar vielleicht entkräftet ist, aber wenigstens nicht pausenlos Schläge an den Kopf einstecken muss. Der Argentinier Santillan starb im Juli, nachdem sein Gehirn angeschwollen war. Erst wurde die Niere nicht mehr mit Blut versorgt und als die Schwellung zunahm, versagten weitere Organe.
Die MMA-Fighterin Paige VanZant entschied sich aus gesundheitlichen Gründen, eine Gewichtsklasse höher anzutreten. Zuvor sei sie vor zwei oder drei Kämpfen im Badezimmer bewusstlos geworden, gab sie an. «Ich habe mich fast umgebracht», stellte die 25-jährige Amerikanerin fest. Das Gewichtmachen habe bei ihr zu einer Essstörung geführt. «Das hat keinen Spass mehr gemacht. Ich hasse abnehmen. Deshalb wechsle ich nach oben.»
Paige VanZant darf für ihre Kämpfe neu 56,7 kg wiegen - vorher waren es 52,2 kg.
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Vorbeugende Massnahmen und Regeländerungen
Es gibt einige Dinge, die Sie tun können, um einen K.o. zu beim Kickboxen oder Boxen verhindern. Für den Anfang brauchen Sie ein gutes Paar Handschuhe, um Ihre Hände vor Schlägen zu schützen. Ausserdem sollten Sie in einen hochwertigen Mundschutz investieren, um Ihre Zähne zu schützen. Und schliesslich sollten Sie einen Leistenschutz nicht vergessen!
Anpassungen der Regeln sind ebenfalls entscheidend. An der WM werden die Wettkämpfe an zwei Tagen ausgetragen und an beiden Morgen müssen die Kämpfer auf die Waage. Damit sollen das Abkochen und die folgende Rehydrierung eingedämmt werden.
Nach dem Tod des chinesischen Mixed-Martial-Arts-Kämpfer Yan Jian Bing führte 2016 auch die UFC neue Richtlinien ein. Bei der Anreise zum Kampf, wenige Tage vorher, darf das Gewicht eines Athleten maximal acht Prozent über dem Zielgewicht liegen. Das soll allzu extremes Abkochen verhindern. Zudem hat der Kampfsport-Verband in die Aufklärung der Sportler investiert, damit deren Gesundheit besser geschützt ist.
Auch beim Boxen mit seinen vielen Verbänden tut sich etwas. Beim WBC, einem der grössten Verbände, etwa sind drei Wägezeremonien vorgesehen. 30 Tage vor dem Fight darf ein Kämpfer maximal zehn Prozent über dem Kampfgewicht liegen, sieben Tage vorher noch maximal fünf Prozent. Dies sei zur Sicherheit der Sportler, heisst es.
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