Viele kennen es als Kult-Klassiker aus den 80ern, andere als den Vorgänger der Netflix-Serie „Cobra Kai“: Das Karate Kid-Franchise wird noch einmal über die große Leinwand flimmern. Mit „Karate Kid: Legends“ wird ab sofort im Kino ein neues Kapitel im vielfältigen „Karate Kid“-Franchise aufgeschlagen.
Die Serie „Cobra Kai“ neigt sich dem Ende zu, doch die Geschichte des Franchises wird nahtlos fortgesetzt: „Karate Kid: Legends“ steht in den Startlöchern. Die „Karate Kid“-Fortsetzung erscheint am 29. Mai 2025.
Handlung von "Karate Kid: Legends"
Sony Pictures veröffentlichte bereits mehr zur Handlung: Nach einer Familientragödie wird das Kung-Fu-Wunderkind Li Fong (Ben Wang) aus seiner Heimat Peking gerissen und zieht mit seiner Mutter nach New York City. Dort fällt es ihm schwer, seine Vergangenheit loszulassen und sich in der neuen Umgebung einzufinden. Als ein neuer Freund in Schwierigkeiten steckt, entscheidet sich Li, an einem Karatewettbewerb teilzunehmen - doch seine bisherigen Fähigkeiten allein reichen nicht aus. In dieser entscheidenden Phase tritt Lis Kung-Fu-Lehrer Mr. Han (Jackie Chan) auf den Plan und bittet das legendäre Karate Kid Daniel LaRusso (Ralph Macchio) um Unterstützung.
In „Karate Kid: Legends“ (ab dem heutigen 29. Mai 2025 in den Kinos) treffen die bisherigen Universen aufeinander. Ralph Macchio aus den Original-„Karate Kid“-Filmen sowie der Serie „Cobra Kai“ macht mit Jackie Chan aus dem „Karate Kid“-Remake gemeinsame Sache. Zusammen müssen sie ein neues „Karate Kid“ trainieren: Li Fong (Ben Wang).
Dass der zu Beginn bereits ein erstklassiger Kung-Fu-Kämpfer ist und selbst als Trainer den Ex-Boxer Victor (Joshua Jackson) unter seine Fittiche nimmt, gehört zu den großen Unterschieden gegenüber dem Original. Es erlaubt den Machern um Regisseur Jonathan Entwistle bei der Action direkt in die Vollen zu gehen.
Lesen Sie auch: Eine Analyse von UFC 303
Besetzung von "Karate Kid: Legends"
Zunächst das Wichtigste: Ja, der originale Karate Kid-Darsteller Ralph Macchio wird in „Karate Kid 6“ mitspielen und in seine Stammrolle als Daniel LaRusso schlüpfen. Außerdem ist Jackie Chan wieder an Bord und wird erneut als Mr. Han zu sehen sein. Darüber hinaus wird auch Joshua Jackson mitspielen, den Du möglicherweise als Pacey Witter in der Serie „Dawson’s Creek“ gesehen hast. Auch Shaunette Renée Wilson ist mit dabei. Du kennst sie vielleicht als Dr. Shaunette Renée Wilson als Ms.
In der Besetzungsriege finden sich Namen wie Ralph Macchio, Jackie Chan und Ben Wang als neues Karate Kid wieder. Komplementiert wird das Aufgebot durch Joshua Jackson („Dawson’s Creek“), Sadie Stanley („Cruel Summer“), Ming-Na Wen („The Mandalorian“).
Ob auch weitere „Karate Kid“- beziehungsweise „Cobra Kai“-Stars wie William Zabka, Courtney Henggeler, Mary Mouser, Tanner Buchanan oder Xolo Mariduena im neuen Film zu sehen sind, bleibt abzuwarten.
Hinter den Kulissen
Der kreative Kopf hinter der Serie ist Rob Lieber, der auch bereits das Drehbuch für den Disney-Streifen „Die Coopers - Schlimmer geht immer“ verfasst hat. Die Regie übernimmt Jonathan Entwistle.
Ganz besonders freut sich Ralph Macchio über die Zusammenarbeit mit Jackie Chan, wie er in einem Interview verrät: „Er ist eine Legende und es ist großartig, dass wir diese Möglichkeit bekommen haben. Er war wundervoll.“ Zudem ergänzt Macchio: „Viel Herz, viel Seele, viel Fürsorge. Das ist, was ich über Jackie sagen kann. Wie lange er selbst noch als Karate Kid vor der Kamera stehen wird, weiß Ralph Macchio noch nicht. Gedanken hat er sich dazu aber bereits gemacht: „Wenn es sich nicht mehr ehrlich anfühlt, höre ich auf.“ Bis dahin ist hoffentlich noch lange Zeit.
Lesen Sie auch: Alles über UFC 311
Bei der Gestaltung der Metropole hat auch die Marvel-Liebe des bislang vor allem für die Netflix-Serien „I Am Not Okay With This“ und „The End Of The F***ing World“ bekannten Regisseurs eine wichtige Rolle gespielt. Doch auch bei seiner Hauptfigur zieht er Parallelen zu Marvel...
Ein neues Karate Kid - auf den Spuren von "Spider-Man" Peter Parker
Jonathan Entwistle: Wir verknüpfen in unserem Film die Themen Karate, Kung-Fu, Martial Arts und die Miyagi-Philosophie miteinander - ohne zu sagen: „Das ist jetzt offiziell eine Fortsetzung aller bisherigen Geschichten“. Mit Victor fanden wir einen Weg, die Miyagi-Philosophie einzubauen. Was Li ihm beibringt, ist schließlich kein spezieller Tritt oder Schlag - kein Kranich-Tritt zum Beispiel. Er bringt ihm bei, dass das, was er bereits kann - Pizza machen und gut boxen - reicht. Darum geht es bei Miyagi und in dieser Szene. In der Montage sieht man: Li macht eigentlich gar nichts. Er bringt Victor nur dazu, wieder an sich zu glauben. Und das ist etwas, das zum Kern von „Karate Kid“ gehört.
Hauptdarsteller Ben Wang - die Nadel im Heuhaufen!
Jonathan Entwistle: Ich brauchte jemanden, der Mandarin als Muttersprache spricht, in Amerika lebt und dieses Lebensgefühl kennt, gleichzeitig ein hervorragender Schauspieler ist, der einen Hollywood-Film tragen kann - und obendrein auch noch alle Martial-Arts-Szenen selbst vor der Kamera umsetzen kann. Es war fast unmöglich, jemanden zu finden, der alles mitbringt. Wir haben viele gefunden, die zwei oder vielleicht drei der vier Voraussetzungen erfüllten.
Ich wollte für diese neue Generation eine Figur finden wie Marty McFly oder Peter Parker. Und Ben war genau das. Als ich sein Tape sah, war meine erste Reaktion: „Wow“, denn er brachte diese Energie sofort mit. Als er uns dann noch ein paar Kampfsport-Tapes schickte, dachte ich: „Okay, das klappt!“
Mr. Miyagi
Jonathan Entwistle: Wir haben uns natürlich die bisherigen Filme angeschaut. Und in „Karate Kid 2“ - ein Film, den ich liebe, weil er actionreicher ist als der erste - haben wir eine Szene gefunden, in der Mr. Miyagi über die Familie Han spricht. Das ist die Verbindung zu Jackie Chans Figur im 2010er-Film.
Lesen Sie auch: Herausforderungen im argentinischen und brasilianischen Eisenbahnsektor
Doch der wahre Goldschatz war, dass wir auf das originale Filmmaterial von damals zurückgreifen konnten - auf all die Tagesaufnahmen und zwar auch auf jene, die nicht verwendet wurden. Und Teile davon waren sogar bereits in 4K gescannt. So konnten wir aus diesem alten Material aus den Tresoren des Studios gemeinsam mit Szenen aus dem Originalfilm diese Eröffnungssequenz montieren.
Ein Film-New-York wie in den Marvel-Comics!
Jonathan Entwistle: Ja, das war mir sehr wichtig, aber ich wollte ein gemütliches Film-New-York erschaffen. Ich wollte nicht, dass man denkt: „Oh, dieses Gebäude ist an dieser Straße, das ist diese U-Bahn-Station.“ Menschen, die New York lieben, kennen jede Ecke. Aber ich wollte, dass es sich eher anfühlt wie das New York aus einem Marvel-Comic, wo Queens nur fünf Minuten mit dem Fahrrad vom Central Park entfernt ist - so wie ich es aus den alten „X-Men“- und „Spider-Man“-Comics kenne. Das ist also Peter Parkers New York.
Dieses Gefühl kann man erzeugen, wenn man die Metropole aus verschiedenen Städten zusammenbaut. Montreal ist dabei ein fantastischer Ersatz für New York. Wir hatten aber auch die Möglichkeit, ein wenig in New York selbst zu drehen. Unsere ganzen Fahrszenen entstanden bei perfektem Licht dank tollem Wetter.
Was erwartet Dich im neuen Karte Kid-Film?
In den ersten drei Karate Kid-Filmen aus den 80ern dreht sich alles um den Karate-Lehrer Mr. Die Wege von Miyagi und LaRusso kreuzen sich vorerst nur als Nachbarn. Als sich jedoch der Jüngling dem Mobbing seiner Mitschüler stellen muss, eilt sein späterer Meister ihm zur Hilfe und weckt sein Interesse an Karate. Im zweiten Teil reist Mr. Miyagi, in Begleitung von LaRusso, nach Okinawa, um seinem sterbenden Vater die letzte Ehre zu erweisen. Dort angekommen trifft Miyagi nicht nur auf seinen alten Feind Sato (Danny Kamekona), sondern auch auf seine große Liebe Yukie (Nobu McCarthy).
Weitere Details zum Film
Der Kinostart von „Karate Kid: Legends“ ist am 29. Mai 2025. Die Dreharbeiten fanden in Montreal, Kanada statt. Das Drehbuch zum neuen Film stammt von Rob Lieber („Peter Hase“), für die Regie ist Jonathan Entwistle („The End of the F***ing World“) verantwortlich.
„Karate Kid: Legends“ hat eine Altersfreigabe ab 12 Jahren bekommen. Das bedeutet, dass nur Personen, die mindestens 12 Jahre alt sind, diesen Film im Kino sehen dürfen. Da die Ereignisse in "Karate Kid: Legends" innerhalb des "Karate Kid"-Franchises 3 Jahre nach der Handlung der Serie "Cobra Kai" (2018-2015) angesiedelt sind, wartete man bewusst für die Premiere des Films erstmal das Serienfinale von "Cobra Kai" im Februar 2025 ab. Der Film hätte eigentlich auch 5 Monate früher erscheinen können.
"Karate Kid: Legends" ist der erste Teil der Filmreihe, der nicht von Produzenten Jerry Weintraub umgesetzt wurde. Weintraub, der auch der Produzent hinter der "Ocean's 11"-Reihe war, verstarb bereits 2015.
Zusammenfassung: Nach einer Familientragödie wird das Kung-Fu-Wunderkind Li Fong (Ben Wang) aus seinem Zuhause in Peking gerissen und muss mit seiner Mutter nach New York City ziehen. Li kämpft damit, seine Vergangenheit hinter sich zu lassen, während er versucht, Anschluss bei seinen neuen Klassenkameraden zu finden. Doch obwohl er nicht kämpfen will, scheint der Ärger ihn zu verfolgen. Als ein neuer Freund seine Hilfe braucht, nimmt Li an einem Karatewettbewerb teil - aber seine Fähigkeiten allein reichen nicht aus. Lis Kung-Fu-Lehrer Mr. Han (Jackie Chan) holt das legendäre Karate Kid Daniel LaRusso (Ralph Macchio) zu Hilfe, und Li lernt eine neue Art zu kämpfen, indem er die Stile der beiden Meister für den ultimativen Martial-Arts-Showdown miteinander vereint.
Besetzung:
- Jackie Chan als Mr. Han
- Ralph Macchio als Daniel LaRusso
- Ben Wang als Li Fong
Der Film soll die Universen von "Karate Kid" und "Cobra Kai" miteinander verbinden.
