Gold fasziniert Menschen seit Jahrtausenden - sein Glanz, seine Seltenheit und der luxuriöse Eindruck, den es hinterlässt, machen es zu einem der wertvollsten Metalle überhaupt. Doch nicht alle Goldschmuckstücke sind gleich. Gold gibt es in verschiedenen Sorten und Legierungen, und jede Variante hat ihre eigenen einzigartigen Eigenschaften.
Der Gold Karat Unterschied sagt also sehr viel über den jeweiligen Wert aus. Der Unterschied 14k und 18k Gold zeigt also den Unterschied im Goldanteil auf. Der Gold Karat Unterschied ist also durchaus nennenswert.
Was bedeutet Karat beim Gold?
Karat sind ein Maß für die Reinheit des Goldes in einer Legierung. Ein Karat entspricht 1/24 des Gesamtgewichts der Legierung. Reines Gold wird daher als 24 Karat (24K) Gold bezeichnet, was bedeutet, dass 24 von 24 Teilen reines Gold sind, was einer Reinheit von 99,9% entspricht.
Karat wird abgekürzt mit kt oder C und bezeichnet den Goldanteil in einer Legierung, umgerechnet in Vierundzwanzigstel des Gewichtsanteils. Demnach wird reines Gold mit 24 Karat deklariert, während ein Goldstück mit 16 Karat nur zu zwei Dritteln aus dem Edelmetall besteht. 1 Karat entspricht demnach 1/24 des Gewichtes beziehungsweise etwa 4,167 Prozent.
Die traditionelle Gewichtsangabe in Karat (k, kt oder C) ist heute nur noch beim Schmuck Kaufen gebräuchlich. Anderswo hat die Punzierung in Tausendstel des Gewichtsanteils diesen abgelöst.
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Die Geschichte des Karat
Diese Maßeinheit entstand im Mittelalter, als Johannisbrotkern (carob seeds) aufgrund ihrer einheitlichen Größe als Standardgewichte verwendet wurden. Bereits in der Antike stellte man fest, dass die Kerne des Johannisbrotbaumes ein nahezu einheitliches Gewicht von je 0,2 Gramm besitzen. Heute gibt es andere Messmethoden, doch der Begriff hat sich erhalten.
Die Gewichtseinheit Karat wurde erst 1875 auf das standardisierte Maß von 0,2 g festgelegt. Schon viele Jahrhunderte vorher kannten Menschen aber eine Methode zur Bestimmung des Gewichts von Edelsteinen, die wahrscheinlich den Grundstein für diese Messmethode legte: Sie nutzten die Samen des Johannisbrotbaums als Gegengewicht.
Die verschiedenen Karat-Zahlen und ihre Eigenschaften
24 Karat Gold
24 Karat: Repräsentiert das Gold in seiner reinsten Form, das heißt 99,9% Gold. Reines Gold ist mit 24 kt oder 999 deklariert. Seine satte Farbe und sein Glanz machen 999er Gold zu einem Symbol für reinen Luxus, doch in der Schmuckherstellung wird es meist nur für spezielle Anlässe verwendet.
Trotz seines Wertes findet reines Gold in der Schmuckherstellung keine Anwendung, da es ein vergleichsweise weiches Metall ist. Reines Gold, oft auch als 24 Karat bezeichnet, ist ein besonders weiches Metall und daher nicht besonders robust. Im Prinzip ist diese Goldlegierung für eigentlichen Schmuck, wie Goldringe oder Halsketten zu weich.
Aufgrund seiner hohen Reinheit ist es extrem weich und formbar, was es weniger geeignet für täglich getragenen Schmuck macht. Ein 24K Goldarmband kann ein atemberaubendes Stück für besondere Anlässe sein, ist jedoch besser für Events reserviert, anstatt es täglich zu tragen.
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18 Karat Gold
18 Karat: Besteht aus 75% Gold und 25% anderen Metallen (wie Kupfer oder Silber). 750er Gold oder 18 Karat enthält ganze 75 % reines Gold und wird als besonders edel und hochwertig angesehen. 18 Karat entspricht 750/1000, d. h. 75 % reines Gold + 25 % andere Metalle (Kupfer und Silber).
Es bietet ein perfektes Gleichgewicht zwischen Reinheit und Haltbarkeit. Eine 18K Goldkette strahlt nicht nur intensiv, sondern ist auch stark genug, um regelmäßigen Gebrauch zu widerstehen. 750er Gold ist eine sehr hochwertige Goldlegierung, die feine Schmuckstücke ergibt und edle Brillanten und Farbsteine und Goldschmiedekunst vervollkommnet, dabei aber noch widerstandfähig genug gegen übliche Belastungen bleibt.
14 Karat Gold
14 Karat: Enthält 58,3% Gold und 41,7% andere Metalle. 585er Gold vereint eine hohe Festigkeit mit einem schönen Glanz und einem ansprechenden, warmen Goldton. 14 Karat Gold, das vor allem in den USA, Deutschland und in den nordischen Ländern verwendet wird, entspricht 585/1000, d. h. 58,5 % reines Gold + Legierung mit anderen Metallen (Zink, Silber und Kupfer) und ist preisgünstiger als 18 Karat Gold.
Es ist noch widerstandsfähiger und weniger anfällig für Schäden, was es zu einer beliebten Wahl für täglich getragenen Schmuck macht. Wenn du einen Verlobungsring suchst, der dem täglichen Verschleiß standhält, ohne seine Schönheit zu verlieren, wäre ein 14K Ring ideal. Dies macht es zu einer ausgezeichneten Wahl für täglich getragenen Schmuck wie Eheringe, Armbänder und Halsketten.
Weitere Goldlegierungen
- 333er Gold (8 Karat): Enthält 33,3 % reines Gold. Der geringe Goldanteil macht diese Legierung besonders robust und widerstandsfähig, da sie hauptsächlich aus härteren Metallen wie Kupfer und Silber besteht. 333er Gold ist zudem preiswerter und daher beliebt für Schmuckstücke, die täglich getragen werden.
- 916er Gold: Mit einem Anteil von 91,6 % an reinem Gold kommt 916er Gold dem 24-karätigen Gold schon sehr nahe. Besonders in Ländern wie Indien und den Vereinigten Arabischen Emiraten ist diese Legierung wegen ihres reinen Goldtons sehr beliebt.
Die Bedeutung der Legierung
Indem man andere Metalle zusetzt, können die materialspezifischen Eigenschaften von Gold verändert werden. Die Bandbreite der zugesetzten Materialien ist recht groß: Sie reicht von Kupfer über Zink, Nickel und Silber bis hin zu Palladium. Der Gold Karat Unterschied ist also nicht nur beim Wert, sondern auch bei der Festigkeit und der Optik relevant.
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Für die meisten Schmuckstücke wird Gold daher mit anderen Metallen wie Kupfer, Silber oder Palladium gemischt, um es widerstandsfähiger und haltbarer zu machen.
Goldlegierungen und ihre Farben
Goldlegierungen bieten nicht nur unterschiedliche Reinheitsgrade, sondern auch verschiedene Farben:
- Gelbgold: Gelbgold ist der Klassiker und entsteht durch die Beimischung von Silber und Kupfer.
- Weißgold: Hier wird Gold mit Palladium oder Nickel kombiniert, wodurch es eine kühle, silbrige Farbe erhält. Meist wird Weißgold noch mit Rhodium beschichtet, was den Glanz intensiviert und vor Verfärbungen schützt.
- Roségold: Roségold enthält einen höheren Kupferanteil, der dem Gold eine romantische, rötliche Nuance verleiht.
Nachhaltiges Gold
Gold hat nicht nur einen materiellen, sondern auch einen hohen ethischen Wert - doch der Abbau ist oft mit erheblichen Umweltbelastungen und sozialen Problemen verbunden. Gold mit diesen Zertifikaten zeigt, dass es möglich ist, den Luxus eines hochwertigen Schmuckstücks mit sozialer Verantwortung zu verbinden.
- Fairtrade-Gold: Dieses Gold wird nach den Standards von Fairtrade International gewonnen, die faire Arbeitsbedingungen und faire Löhne garantieren.
- Responsible Jewellery Council (RJC): Dieser Standard umfasst den gesamten Produktionsprozess, vom Abbau bis zur Verarbeitung.
- Green Gold: Diese Zertifizierung betont die Bedeutung eines umweltfreundlichen Goldabbaus ohne den Einsatz giftiger Chemikalien wie Quecksilber.
Wie man den Karat-Wert bestimmt
Um festzustellen, wie viele Karat ein Schmuckstück hat, suche nach den Markierungen oder Stempeln, die die Reinheit des Goldes anzeigen. Häufige Stempel umfassen "24K", "18K" oder "14K", die den Anteil des reinen Goldes in der Legierung angeben.
Gleiches gilt für die übliche Punzierung, die den Goldanteil in Tausendstel angibt. Bei 14 kt Gold kommt man also beispielsweise auf einen Goldanteil von rund 58,5 %, daher spricht man auch von 585er Gold. 18 kt entsprächen demnach 750er Gold.
Im vertrauenswürdigen Goldankauf und -handel ist das angebotene Gold immer gepunzt. Dies ist sogar gesetzlich vorgeschrieben, sodass man als Käufer mit dem Basiswissen über den Gold Karat Unterschied auskommt.
Unterschiedliche Vorlieben weltweit
Weltweit gibt es unterschiedliche Vorlieben bei den Reinheitsgraden von Gold. Auf dem nordamerikanischen Kontinent ist das eher blasse, aber kratzfeste 585er Gold (14 Karat) besonders populär. Im arabischen Raum bevorzugt man 21 Karat Gold für die Schmuckherstellung, während in Indien oft 22 Karat verwendet werden. In China findet man sogar 24 Karat Goldschmuck, der als „Chuk Kam“ (volles Gold) bezeichnet wird. In Deutschland ist Goldschmuck zwischen 8 und 18 Karat typisch, was einem Feingehalt von 333 bis 750 in Tausendsteln entspricht.
Tabelle: Goldlegierungen mit Karat-Angaben im Überblick
| Karat | Feingehalt (Promille) | Goldanteil (%) | Verwendung |
|---|---|---|---|
| 8 Karat | 333 | 33,3% | Alltagsschmuck, preisgünstig |
| 14 Karat | 585 | 58,5% | Alltagsschmuck, Eheringe |
| 18 Karat | 750 | 75% | Feiner Schmuck, Brillanten |
| 24 Karat | 999 | 99,9% | Anlagegold, besondere Anlässe |
