Karat: Eine musikalische Reise durch die Deutschrock-Szene mit "Gefährten des Sturmwinds"

Karat ist ohne Frage ein Schwergewicht im Ostrock und ein fester Bestandteil und Impulsgeber der gesamten Deutschrock-Szene. Sie prägten - und prägen immer noch - den Musikgeschmack einer ganzen Generation. Karat stand schon immer mit seiner verschlüsselnden Poesie und pathetischer Melodik für einen gewissen Kunstanspruch.

2025 feiert die Berliner Band ihr 50-jähriges Bestehen. Nach der Gründung 1975 und dem ersten Konzert in Heidenau bei Dresden nahm die Karriere der Musiker um Bassist und Bandgründer Henning Protzmann schnell Fahrt auf. Wegen ihrer Erfolge durfte die Band ab 1979 auch "im Westen" auftreten und räumte hier ebenso ab: Für das Album "Der blaue Planet" gab es eine Goldene Schallplatte, ihr Konzert 1982 in der Berliner Waldbühne war ausverkauft, und sie waren als einzige Ost-Band zu Gast bei "Wetten, dass …?". Mehrere ihrer Alben erschienen sowohl bei Amiga in der DDR als auch bei Teldec in der Bundesrepublik.

Im Jahr der politischen Wende 1989 gelang ihnen mit der zusammen mit Peter Maffay als Duett aufgenommenen Version von "Über sieben Brücken musst du gehn" nochmal ein Riesenerfolg, bevor es auch um Karat still wurde. Bis Ende der 90er-Jahre kämpfte sich die Band zurück, konnte aber nie ganz an frühere Erfolge anknüpfen. Nach dem frühen Tod von Sänger Herbert Dreilich 2004 war es ein Glücksfall, dass dessen Sohn Claudius eine nahezu identische Stimme besitzt und 2005 an die Stelle seines Vaters trat.

Insgesamt sind bis heute 15 Studio-Alben erschienen, sieben davon in der DDR. Aus dieser Fülle von Songs eine Auswahl zu treffen, ist schwierig: Musikalisch hat die Band mehrere Entwicklungsphasen durchlaufen - sicher auch beeinflusst von der über die Jahre immer mal wieder wechselnden Besetzung. Typisch für Karat sind Keyboards, satter Gitarrensound und kraftvolle Drums, die Texte sind berührend poetisch, manchmal philosophisch, auch politisch und manchmal auch von überraschender Leichtigkeit.

"Gefährten des Sturmwinds": Ein Meisterwerk von Karat

Das Lied „Gefährten des Sturmwinds“ ist eins der beeindruckendsten Lieder von Karat, den Idolen der Rockmusik der DDR. Mystisch, verspielt, ein sagenhafter Text und mit einer Brachialität, wie man sie nicht erwartet hatte. Karat hatten mit dem Album „Blauer Planet“ Maßstäbe gesetzt, die das Lied absolut bestätigte. Für mich ist „Gefährten des Sturmwinds“ so ziemlich das beste Stück der DDR-Musikgeschichte. Es war nie Single oder so etwas.

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Herbert Dreilich erzählt in diesem Lied die mystische Geschichte des Sturms. Man soll mit ihm gehen, und er klopft auch bei ihm an der Tür. Er erzählt weiter, dass er immer auf der Suche war. Er verspürte den Hunger nach Freiheit, und hat niemandem von seinen Träumen erzählt. Er bleibt still und treibt dahin. Und er träumt immer wieder von den Fluten. Er geht durch den Sturm, denn der wartet auf ihn.

„Die Gefährten des Sturmwinds“ fangen recht leise an. Die gesamte Rhythmik ist nicht der typische 4/4-Takt. Hier haben wir es mit einem Rumba-ähnlichen 6/4-Takt zu tun. Beeindruckt hatten mich als Kind immer die mystischen Stimmen. Die ganze Band findet sich hier zum Satzgesang zusammen, der aber kolossal verfremdet ist. Es hört sich an, als ob das Gesungene rückwärts abgespielt wird. Das Lied baut sich immer weiter auf und gipfelt nach dem zweiten Refrain in einem grollenden Break.

Es ist das Thema, dass man vom Fremden und Unbekannten überrollt wird und das in allen Facetten spüren möchte. Es ist auch die Geschichte vom Fernweh, das nie gestillt wird. Im Kontext des Antikriegsalbums „Der blaue Planet“ und dem Wissen darum, dass eine explodierte Atombombe eine gewaltige Druckwelle erzeugt, bekommt das Lied aber auch eine weitere Bedeutung. Man muss sich dem Kriegsgeheul entgegen stellen, muss weitermachen. Und nur zu Zeiten des Friedens ist man am Ende frei. So mystisch das Lied klingt, so mystisch ist auch sein Inhalt. Ich denke, jeder kann sich selbst einen Reim darauf machen.

"Der blaue Planet": Ein Konzeptalbum von Karat

Der blaue Planet ist ein Album der deutschen Rockgruppe Karat aus dem Jahr 1982. Aufgenommen wurde es in den Amiga-Studios in der Ost-Berliner Brunnenstraße. Das Album ist in seiner musikalischen und thematischen Beschaffenheit das in sich geschlossenste Album von Karat. Mit dem instrumentalen Intro 45-01 werden bereits wichtige und im Verlauf des Albums öfter wiederkehrende Klangelemente, etwa fließende Streicherpassagen, treibende Bassfiguren und sanfte Bläsermotive, vorgestellt.

Der Titelsong vereinigt typische orientalische Musikmerkmale (unter anderem durch die Verwendung von exotischen Instrumenten) mit denen europäischer Rockmusik. Sein Text bezieht sich auf die Ängste und Gefahren einer nuklearen Katastrophe als Folge des sich verschärfenden Kalten Kriegs. Diese Thematik wird in dem Lied Wie weit fliegt die Taube fortgesetzt, das durch sein kontrastives Arrangement auffällt. Während Dreilichs Stimme im ersten Teil fast ausschließlich von Streichern getragen wird, setzt im zweiten Teil die gesamte Band unter schweren Bassfiguren ein.

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Das Album erschien in der DDR und in der Bundesrepublik Deutschland mit unterschiedlichem Artwork. Aus dem Album wurden die Singles Der blaue Planet mit Blumen aus Eis sowie Jede Stunde mit Falscher Glanz ausgekoppelt. In der DDR verkaufte sich Der blaue Planet etwa 1,1 Millionen mal, in der Bundesrepublik Deutschland konnten bis 1989 circa 480.000 Exemplare abgesetzt werden, wofür Karat später eine Goldene Schallplatte bekam. Im europäischen Ausland wurden zudem noch einmal weitere 50.000 Tonträger verkauft. Die Vorab-Single Der blaue Planet verkaufte sich zusätzlich noch 210.000 mal. Damit ist Der blaue Planet das erfolgreichste Rockalbum der DDR.

Die frühen Jahre von Karat

Die Band KARAT wurde im Jahre 1975 von Henning Protzmann und Ulrich Pexa gegründet. Offiziell heißt es, KARAT sei aus der Band Panta Rhei hervorgegangen, aber das ist nicht richtig, vielmehr verließ Henning die Jazzrock-Formation bewußt, um neue Wege gehen zu können. Herbert Dreilich und Ed Swillms kamen später als letzte hinzu. Protzmanns Ziel war, eine publikumswirksamere Musik als bei Panta Rhei zu machen, dabei aber anspruchsvoll zu bleiben.

Zur ursprünglichen Besetzung, die erstmals im Herbst 1974 gemeinsam probte, gehörten neben Henning Protzmann und Ulrich Pexa auch Hans-Joachim Neumann, Konrad Burkert und Christian Steyer (vielen Leuten als die Stimme bei "Elefant, Tiger & Co" auf dem MDR bekannt). Ulrich Pexa hatte die Idee, die Band "KARAT" zu nennen. Steyer stieg bereits nach wenigen Wochen wieder aus, weil er sich auf die Schauspielerei konzentrieren wollte. Für Steyer verpflichtete die Gruppe Ulrich "Ed" Swillms, der gemeinsam mit Herbert Dreilich zur Band stieß. Kurz nach ihrer Gründung (Januar 1975) bekam die Gruppe KARAT die Möglichkeit, vier Songs beim Rundfunk der DDR zu produzieren. Die Titel "Du und ich", "Ich lauf' durch die Stadt", "Leute, welch ein Tag" und "Schwester" entstanden. Einen Monat später gab die Band (am 21. Februar 1975) im Kulturhaus "Otto Buchwitz" in Heidenau ihr erstes Konzert.

Der Aufstieg und die Zeit bis zur Wende

Schon im ersten Jahr ihres Bestehens produzierte KARAT mehr als 10 Titel im Rundfunk. Im Jahre 1976 stiegen Pexa und Burkert aus und wurden durch Bernd Römer und Michael Schwandt ersetzt. Ein weiteres Jahr später (1977) verließ Hans-Joachim Neumann die Gruppe. Ab sofort war Herbert Dreilich der alleinige Sänger. In dieser Besetzung ging es weiter aufwärts. KARAT gewann die Goldmedaille bei der Leistungsschau 1977 und bekam den Kunstpreis der FDJ für die veranstalteten Schülerkonzerte.

Mit dem Gewinn des Grand Prix beim Internationalen Schlagerfestival 1978, bei dem sie die Songs "König der Welt" und "Über sieben Brücken" präsentierten, setzten sie die Erfolgsgeschichte fort. Beide Songs führten die DDR-Jahrescharts an, wodurch auch das Label AMIGA nicht mehr an KARAT vorbei kam. Das Label veröffentlichte im Jahre 1978 die erste Karat-LP, auf der eine Auswahl der bis dahin entstandenen Rundfunkaufnahmen enthalten war. Schon ein Jahr später erschien die 2. LP ("Über sieben Brücken").

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Im Herbst 1979 spielte KARAT erstmals in der BRD, und das Westlabel Teldec veröffentlichte das Album "Albatros", das bis auf einen ausgetauschten Titel ("König der Welt" für "He Mama") der Amiga-LP entsprach. Das Album erreichte später Goldstatus! Nach der dritten LP "Schwanenkönig", die sowohl auf AMIGA als auch bei der Teldec (mit anderem Cover) erschien, folgte im Jahre 1982 der größte Erfolg der Band. Beim Auftritt zum Weltfriedenstag in Ostberlin stellte KARAT erstmals die Single "Der blaue Planet" vor. Das gleichnamige Album folgte in Ost wie West gleichermaßen (wieder mit unterschiedlichen Covern). Die LP hielt sich in der BRD 48 Wochen lang in den Top 100 Album-Charts und kletterte bis auf einen beachtlichen 8. Platz. Damit war Karat die erste Ostband, die einen Top 10-Hit in der BRD landen konnte. "Der blaue Planet" wurde Karats erstes Gold-Album.

Zahlreiche Konzertreisen im In- und Ausland und eine weitere LP ("Die sieben Wunder der Welt") folgten. Im Jahre 1985 veröffentlichte die Band ihr erstes Live-Album. Es war eine Doppel-LP (bis heute noch nicht vollständig auf CD veröffentlicht) mit dem Titel "Auf dem Weg zu Euch", die im Westen wieder mit anderem Coverartwork und dem simpleren Namen "Karat Live" erschien.

Im Jahre 1986 drehte sich wieder das Personalkarussell. Zuerst stieg Henning Protzmann aus und wurde durch Christian Liebig ersetzt. Nach Veröffentlichung des Albums "Fünfte Jahreszeit" ging auch Ed Swillms endgültig, so dass der inzwischen schon seit zwei Jahren bei Karat spielende Thomas Kurzhals (1984 von der Stern-Combo Meißen gekommen) nun der alleinige Keyboarder war, der sich fortan auch wesentlich mehr im kompositorischen Bereich zeigen konnte. Bis 1990 veröffentlichte KARAT mit "...im nächsten Frieden" nur noch ein weiteres Album. Die zeitlich recht kurz geratene LP "...im nächsten Frieden" erschien bei AMIGA und auf einem kleinen Label im Westen. Die Platte ging in den Wirren der Wende nahezu unter.

Die Zeit nach der Wende

Das erste Album im vereinten Deutschland erschien im Jahre 1991 und hieß schlicht "KARAT". Nach der Veröffentlichung der Scheibe und ausbleibendem Erfolg sowohl in den Charts als auch beim Live-Spiel verließ Thomas Kurzhals die Band, um sich nur noch auf sein Tonstudio konzentrieren zu können. Im Jahre 1992 wurde die freie Stelle an den Tasten durch Martin Becker besetzt.

Nach den wirklich schweren Jahren kurz nach der Wende, in der es für fast alle deutschen Künstler nicht besonders gut lief, war Karat am absoluten Tiefpunkt angekommen. Ab 1994 entdeckten die alten Fans (aber auch viele neue Musikfreunde) die deutsche Musik wieder, und auch die Auftrittsmöglichkeiten mehrten sich zusehens. Pünktlich zum 20-jährigen Jubiläum produzierte die Gruppe KARAT ihre zehnte LP "Die geschenkte Stunde". Das Jubiläumskonzert auf der Berliner Trabrennbahn Karlshorst, bei dem auch die Puhdys, City, Ute Freudenberg und Hans die Geige zum Gratulieren kamen, war fast ausverkauft!

Die Gruppe KARAT berappelte sich wieder und auch die TV-Auftritte nahmen wieder zu. Knapp drei Jahre später erschien das 11. Album der Band mit dem Titel "Balance". Während eines Konzerts der "Balance"-Tour in Magdeburg im Jahre 1997 erlitt Frontmann Herbert Dreilich auf der Bühne einen Schlaganfall. Bereits ein Jahr später, aber sichtlich gezeichnet von diesem gesundheitlichen Schlag, stand Herbert bei einem Konzert von Peter Maffay erstmals wieder auf einer Bühne.

Mühsam arbeitete er sich wieder heran, und schon Ende 1998 spielte die Band wieder ein komplettes Konzert. Im Jubiläumsjahr 2000 erschien bei der BMG/Amiga die Doppel CD "Ich liebe jede Stunde", eine Best Of-Kopplung mit diversen neuen Titeln und einigen Neuaufnahmen. Das Jubiläumskonzert in der Berliner Wuhlheide am 9. September fand vor knapp 20.000 Menschen statt. Auch Peter Maffay ließ es sich nicht nehmen, der Band auf der Bühne zu gratulieren und gemeinsam mit Herbert Dreilich die Titel "Über sieben Brücken" und "Mich zwingt keiner auf die Knie" zu singen. Mitschnitte dieses Konzerts erschienen auf CD und Video (erst ein paar Jahre später auch auf DVD).

Mit "Licht und Schatten" veröffentlichte die Band im Jahre 2003 ihr 14. Album. Im Sommer des gleichen Jahres wurde bei Herbert Dreilich Krebs diagnostiziert. Sämtliche Konzerte und TV-Termine mussten deswegen abgesagt werden. Noch im Frühjahr 2004 zeigte sich Dreilich in einem Interview auf www.jede-stunde.de (der unterdessen offiziellen Webseite der Band) kämpferisch. Doch schon im Dezember, ein paar Tage nach seinem Geburtstag, hatte Herbert Dreilich den schwersten Kampf seines Lebens verloren. Er starb am 12. Dezember 2004 im Alter von 62 Jahren.

Neubeginn mit Claudius Dreilich

Am 10. Januar 2005 gab die Gruppe KARAT bekannt, dass sie mit dem Sohn von Herbert Dreilich einen neuen Sänger gefunden hatte. Claudius Dreilich sollte fortan den Posten am Mikrophon bekleiden. Die Ähnlichkeiten mit der Stimme seines Vaters ließen beim ersten Konzert der Band nach Herberts Tod die Fans und Pressevertreter gleichermaßen in Jubel verfallen. Im Frühjahr 2005 stellte die Band in der Samstagabend TV-Show "Willkommen bei Carmen Nebel" ihre erste Single mit neuem Sänger vor: "Melancholie". Interessante Randnotiz: Der Song stammt aus der Feder von Hans-Joachim Neumann, der bis 1977 selbst Sänger von Karat war.

Ebenfalls im Frühjahr vermeldet die Gruppe, dass zukünftig wieder Ulrich "Ed" Swillms als ständiger Gast mit ihr unterwegs sein würde. Bei einigen ausgewählten Konzerten konnte man Ed ab Mai 2005 wieder mit seiner alten Band auf der Bühne sehen. Im Herbst des Jahres wurden die Band und ihre Fans gleichermaßen geschockt, als die Witwe von Herbert Dreilich der Gruppe die Verwendung des Namens KARAT, den sich Herbert zu Lebzeiten beim Patentamt in München hatte sichern lassen, untersagte und ihnen ab 1.1.2006 keine weitere Genehmigung zur Verwendung des Bandnamens gab. Es folgte eine unschöne Schlammschlacht über die Presse (aus der sich die Musiker von Karat weitgehend heraushielten) und vor Gericht. Am 19. Juni 2007 entschied ein Landgericht Berlin, dass die Musiker der Gruppe den Namen "KARAT" wieder verwenden dürfen.

Im gleichen Jahr ging die Band gemeinsam mit den Puhdys, Silly, Ute Freudenberg, Veronika Fischer u.a. wieder als Gruppe "KARAT" auf eine große Tournee. Bei dieser Tournee mit dem Titel "Ostrock in Klassik", präsentierte KARAT gemeinsam mit dem Filmorchester Babelsberg einige ihrer größten Erfolge im Crossover-Sound. Passend zur Tour erschien auch die gleichnamige CD (später auch eine DVD mit einem Live-Mitschnitt).

Die 10er und 20er Jahre

Im Jahre 2010 feierte die Gruppe den 35. Bandgeburtstag. Im März des Jahres erschien ein von Christine Dähn geschreibenes und unter Mitwirkung der Musiker entstandenes Buch ("Über sieben Brücken"). Einen Monat später - pünktlich zum Tourstart - wurde das neue Album "Weitergehn" veröffentlicht. Die Band ging auf Tour und stellte neben dem neuen Album auch das Buch live vor (u.a. las Christine Dähn zwischen Musikblöcken aus dem Buch vor). Im Oktober des gleichen Jahres erschien die DVD "Live aus der Alten Oper Erfurt" mit einem Mitschnitt des Jubiläumskonzerts vom April 2010.

Mit der DVD "Albatros - Die KARAT-Geschichte" veröffentlichte das Label SONY im März 2011 eine 137-minütige Dokumentation, die die Geschichte der Band nachzeichnet. Im Sommer 2012 trat KARAT bei einem speziellen Konzert in Kiel mit Orchester auf. Das Konzert wurde mitgeschnitten und im Oktober 2013 auf CD unter dem Titel "Symphony" veröffentlicht.

Im Spätsommer 2014 erschien das Album "Rock Legenden", ein Gemeinschaftswerk der Gruppe KARAT mit den Kollegen der Bands PUHDYS und CITY. KARAT ist auf diesem Album mit ihren Versionen der Songs "Glastraum" (im Original von CITY), "An den Ufern der Nacht" (im Original von den PUHDYS) und "Eiszeit" (im Original von Peter Maffay), sowie beim Song "Sternstunden" und "Wir sind wir" zusammen mit den anderen Bands zu hören. Außerdem wurde der Band die Ehre zuteil, als einzige mit einem brandneuen Titel auf der Platte vertreten zu sein. Der Song heißt "Vom gleichen Schlag" und stammt aus der Feder der Schweizer Sängerin und Schauspielerin Mia Aegerter. Passend zur CD gingen die drei Gruppen zwischen Oktober und Dezember 2014 auf eine 10 Konzerte umfassende Tournee.

Ein Mitschnitt des Konzerts der Rock Legenden am 6. Dezember 2014 in der Arena zu Chemnitz erschien im September 2015 als Doppel CD und DVD. Im Jahre 2018 gab es eine Fortsetzung der "Rock Legenden"-Tour mit einem weiteren neuen Album. Das Jahr 2015 stand ganz im Zeichen des 40. Bandgeburtstags. Mit "Seelenschiffe" erschien ein neues Studioalbum beim neuen Label Electrola/Universal.

Die Band gab zum 40. allerdings nur ein einziges Jubiläumskonzert. Dieses fand am 20. Juni in Berlin statt, zusammen mit den Gästen Matthias Reim, Ute Freudenberg, Gregor Meyle und Christoph "Doom" Schneider von Rammstein. Ein Mitschnitt dieses Konzerts erschien im Herbst 2015 auf Doppel-CD und DVD. Ein neues Studioalbum ließ nicht lange auf sich warten. "Labyrinth" erschien im Herbst 2018.

Nicht weniger für Verwunderung sorgten zwei Personalentscheidungen im Herbst 2022. Zuerst stieg Michael Schwandt bei KARAT aus. Grund dafür sollen interne Streitigkeiten gewesen sein. Kurz darauf wurde bekannt, dass man sich von Christian Liebig getrennt hatte. Nähere Gründe dafür nannte die Band nicht.

Diskografie (Auswahl)

Die folgende Tabelle zeigt eine Auswahl von Alben und Singles von Karat:

TitelJahrAnmerkungen
Über sieben Brücken19792. LP
Der blaue Planet1982Erfolgreichstes Rockalbum der DDR
Karat live1985Live-Album
Seelenschiffe2015Studioalbum zum 40. Bandgeburtstag
Symphony2013Live-Aufnahme mit Orchester