In unserer Kampfkunstschule dreht sich alles um die faszinierende Welt der Selbstverteidigung und Kampfkünste. Wir vermitteln nicht nur die Techniken, sondern auch die Philosophie hinter jeder Kampfkunst. Wir sind davon überzeugt, dass du deine eigenen Stärken durch kontinuierliches Üben besser entwickelst als durch die einmalige Teilnahme an einem Selbstverteidigungskurs. Neugierig geworden? Gerne kannst du an einem Probetraining teilnehmen. Die Probestunde ist kostenfrei. Hast du Fragen oder benötigst Unterstützung bei der Anmeldung?
In den Kampfkünsten üben Anfänger:innen und Fortgeschrittene üblicherweise gemeinsam. Daher gibt es keine speziellen Anfängerkurse. Wir bieten Karate-Training für Jugendliche ab 13 Jahre an. Nach Absprache bieten wir Einzelstunden für ein intensives und individuelles Karate-Training an. Wende dich zur Abstimmung bitte direkt an deine Lehrerin bzw.
Wir trainieren im Zentrum für Bewegung & Lebenskunst in Bonn - Dottendorf in der Kessenicher Straße 217. Das Trainingszentrum ist 3 Fußminuten von der Straßenbahnhaltestelle Quirinusplatz entfernt. Für das Training bei uns benötigst du keine spezielle Kleidung. Karate wird üblicherweise barfuß trainiert. Solltest du dennoch eine Fußbedeckung benötigen, verwende bitte geeignete Kampfsport- bzw.
Was ist Karate?
Karate-Do bzw. Karate, ist eine jahrhundertealte Kampfkunst von den - südlich von Japan gelegenen - RyuKyu-Inseln mit ihrer Hauptinsel Okinawa. Aufgrund eines regen Austausches mit China lassen sich chinesische Einflüsse auf das heutige Karate eindeutig zurückverfolgen. In der langjährigen Geschichte Okinawas beanspruchten Japan und China immer wieder die Inselgruppen für ihr Hoheitsgebiet, bis sie schließlich im 17. Jahrhundert ganz an Japan fielen.
Verbote, die das Ausüben von Kampfkünsten und Tragen von Waffen unter schwere Strafe stellen, führten dazu, dass die Kampfkünste nur noch im Geheimen weitergegeben und geübt wurden. Bis zum Ende des 19. Im 20. Jahrhundert wurde es auch in Japan bekannt. Viele okinawanische Meister verschiedener Stilrichtungen (u.a. auch Funakoshi Gishin, der Begründer des Shotokan) gingen nach Japan, um dort Schulen zu gründen und zu unterrichten.
Lesen Sie auch: Mehr über Karate
Über die Schulen kam Karate auch bald zur sportlichen Ertüchtigung an die Universitäten, wo damals zum Zwecke der militärischen Ausbildung bereits Judo und Kendō gelehrt wurde. Ebenso wie im Judo und Kendo erfolgte Schritt für Schritt eine Ausrichtung zum Wettkampf. Durch die Ausrichtung zum Wettkampf wurde Karate in den 60er Jahren auch in Europa und den USA sehr populär.
Karate-Do heißt »Weg der leeren Hand« und baut auf den Grundtechniken Treten, Schlagen, Stoßen und dazugehörigen Abwehrtechniken auf. Japanisch »kara« heißt leer oder unbewaffnet, »te« heißt Hand. Der Zusatz »do« heißt Weg und bezeichnet ein Prinzip vieler ostasiatischer Kampfkünste (Judo, Kendo, Aikido, Kyudo, usw.). Er unterstreicht den philosophischen Hintergrund der Kunst und ihre Bedeutung als Möglichkeit zu einem Lebensweg.
Karate ist als effektive Verteidigungsmaßnahme entwickelt worden, explizit mit dem Ziel, nicht selbst einen ersten Angriff zu starten, doch im Falle einer Aggression sich mit den eigenen Körperwaffen effektiv und erfolgreich zur Wehr zu setzen. Das ist auch das, was wir üben.
Das Training
Das Training im Karate-Do beginnt in der Regel mit dem Erlernen von Grundtechniken des Tretens, Schlagens, Stoßens und den dazugehörigen Abwehrtechniken. Diese werden als zusammenhängende Form (»Kata«), einzeln (»Kihon«) oder mit dem Partner (»Kumite«) ausgeführt. Anfangs ist dies vor allem eine Herausforderung für die Koordination. Über die Grundtechniken wird ein besonderes Gefühl für Spannung und Entspannung, Rhythmus, Atmung, Timing und Geschwindigkeit gelehrt.
Dafür muss die/der Übende Zeit und Geduld aufbringen, da es die Grundlage einer guten und effektiven Technik ist. Über ein logisch aufgebautes und in sich geschlossenes System werden die Übenden von den festgelegten Formen zu den halbfreien und freien Formen geführt. Das Zentrum dieser Entwicklung sind die Kata. Die Techniken werden wie beim Schattenboxen »trocken« sowie an Schlagpolstern (Pratzen) und in der Anwendung mit Partner:innen geübt (Semi- bzw.
Lesen Sie auch: Rapserdflöhe bekämpfen mit Karate Zeon
Shotokan Kenpo Karate
Sensei Werner Lind und die Lehrer des Budostudienkreises (BSK) erweiterten die Verfahren des Shotokan Karate um viele verloren gegangene Methoden aus den chinesischen Ursprungssystemen. Shotokan Kenpo Karate ist daher auch kein »neuer« Stil, sondern basiert auf den Grundlagen, Prinzipien und Kata des Shotokan Karate, erweitert das Konzept jedoch wesentlich.
Im Shotokan Kenpo Karate wird dem Erlernen weiterer Bewegungsformen viel Bedeutung beigemessen, wie Rollen, Fallen, Hebeltechniken, Nahkampfkonzepte wie »klebende Hände«, Verteidigungen gegen Halten, Griffe usw. Diese werden recht frühzeitig in das System integriert, was es wesentlich vielfältiger macht und besonders Quereinsteiger aus anderen Stilen manchmal erstaunt, wie breit gefächert Karate sein kann. Insgesamt sind alle Formen (Kihon, Kata und Kumite) in einem in sich geschlossenen Konzept verbunden und werden nicht als Sport, sondern vor dem Hintergrund der »Weglehre« unterrichtet.
Lesen Sie auch: Die Lehre im Karate Dojo
